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Rechtsprechung
   VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2017,62071
VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16 (https://dejure.org/2017,62071)
VG Schleswig, Entscheidung vom 09.11.2017 - 4 A 33/16 (https://dejure.org/2017,62071)
VG Schleswig, Entscheidung vom 09. November 2017 - 4 A 33/16 (https://dejure.org/2017,62071)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (12)

  • BFH, 19.03.1998 - VII B 175/97

    Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der angefochtenen Pfändungs- und …

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Dies begründet jedoch weder die Rechtswidrigkeit der Pfändungs- und Überweisungsverfügung, noch führt dies zu deren Unwirksamkeit (vgl. zur Pfändung von Forderungen nach der AO i.E. BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 34 m.w.N.).

    Für den Drittschuldner bleiben sämtliche materiell-rechtlichen Einwendungen gegen das Bestehen und die Höhe der gepfändeten Forderung sowie gegen seine Zahlungsverpflichtung erhalten (vgl. zur Pfändung von Forderungen nach der AO i.E. BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 34 m.w.N.).

    Einwendungen gegen seine Inanspruchnahme kann er daher dann geltend machen, wenn der Gläubiger, dem die gepfändete Forderung zur Einziehung überwiesen wurde, von ihm die Erfüllung der gepfändeten und überwiesenen Forderung verlangt (vgl. zur Pfändung von Forderungen nach der AO i.E. BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 34 m.w.N.).

    Es muss auch für Dritte erkennbar sein, welche Forderung des Vollstreckungsschuldners gegenüber dem Drittschuldner Gegenstand der Pfändung sein soll (vgl. zur Pfändung nach der AO BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 31).

    Rn. 58 Insoweit ist mindestens erforderlich, dass jedenfalls das Rechtsverhältnis, aus dem die Forderung hergeleitet wird, im Allgemeinen umrissen angegeben wird (…vgl. zu § 309 AO Fritsch, in: König, AO, 3. Auflage 2014, § 309 Rn. 39; BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 31).

    Dies ist jedoch nur ausreichend, sofern kein Anlass zu Zweifeln besteht, welche Forderung des Vollstreckungsschuldners gemeint ist (vgl. zur Vollstreckung nach AO BFH, Beschluss vom 19.03.1998, Az.: VII B 175/97, juris Rn. 31).

  • VG Schleswig, 23.03.2017 - 4 B 38/17

    Bestimmtheitsanforderungen für Pfändungs- und Überweisungsverfügung

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Pfändungs- und Überweisungsverfügungen sind die in ständiger Rechtsprechung der Kammer als belastender Verwaltungsakt im Sinne des § 106 Abs. 1 LVwG zu qualifizieren (vgl. insoweit beispielhaft VG Schleswig, Beschluss vom 23.03.2017, Az.: 4 B 38/17 , juris).

    Rn. 53 Wie die Kammer bereits im Verfahren 4 B 38/17 entschieden hat, müssen die zu vollstreckenden Forderungen sowie die gepfändete Forderung in der Pfändungs- und Überweisungsverfügung konkret bezeichnet sein.

    Die Kammer hat dazu ausgeführt (vgl. VG Schleswig, Beschluss vom 23.03.2017, Az.: 4 B 38/17 , juris Rn. 34 f.):.

    Rn. 57 Die Pfändungsverfügung muss die gepfändete Forderung so genau bezeichnen, dass keine Verwechslungsmöglichkeit besteht (vgl. VG Schleswig, Beschluss vom 23.03.2017, Az.: 4 B 38/17 , juris Rn. 34 f.;… vgl. auch Fritsch, in: König, AO, 3. Auflage 2014, § 309 Rn. 39).

    Rn. 65 Die Kammer hat dazu ausgeführt (vgl. VG Schleswig, Beschluss vom 23.03.2017, Az.: 4 B 38/17 , juris Rn. 36 ff.):.

  • VG München, 30.11.2005 - M 10 S 05.2069
    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Das bedeutet, für die Herbeiführung der hinreichenden Bestimmtheit der Pfändungs- und Überweisungsverfügungen durch einen Widerspruchsbescheid muss der Widerspruchsbescheid in seinem verfügenden Teil selbst die für eine hinreichend bestimmte Pfändungs- und Überweisungsverfügung notwendigen Angaben enthalten (vgl. VG Schleswig, Beschluss vom 22.08.2017, Az.: 4 B 163/17;… zur Vollstreckung nach AO BFH, 08.02.1083, Az.: VII ZR 93/76, juris LS 2, Rn. 19; zum Bay. Landesgesetz: VG München, Beschluss vom 30.11.2005, Az.: M 10 S 05.2069, juris Rn. 29).

    Rn. 66 "Aus Gründen des Schutzes des Vollstreckungsschuldners und der Rechtssicherheit folgt die Kammer der - insbesondere in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung - vertretenen Auffassung, dass der Schuldner anhand der Angaben in der Pfändungs- und Überweisungsverfügung erkennen können muss, welche Forderung aus welchem Verwaltungsakt (bzw. welche Nebenforderung) gegen ihn vollstreckt wird (vgl. VG München, Beschl. v. 30.11.2005 - M 10 S 05.2069 - VG Augsburg, Beschl. v. 17.03.2006 - Au 1 S 06.23 - jeweils nach juris).

  • BFH, 18.07.2000 - VII R 101/98

    Steuergeheimnis bei Forderungspfändung

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Nur wenn der Vollstreckungsschuldner dies weiß, kann er prüfen, ob die Voraussetzungen der Vollstreckung gegeben sind und ob sich folglich die Einlegung eines Rechtsbehelfs für ihn lohnt (vgl. BFH, Urt. v. 18.07.2000 - VII R 101/98 - BFHE 192, 232 ff.;… VGH Mannheim, Urt. v. 07.06.1989 - 6 S 3244/88 - juris).
  • BVerwG, 27.02.2012 - 2 A 11.08

    Beweismittel; Dateien; Datenträger; Dienstcomputer; Disziplinarverfahren; …

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Rn. 79 Notwendig ist die Zuziehung eines Bevollmächtigten dann, wenn es der Partei nach ihren persönlichen Verhältnissen und wegen der Schwierigkeit der Sache nicht zuzumuten war, das Vorverfahren selbst zu führen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.02.2012, Az.: 2 A 11.08, juris Rn. 5 m.w.N.).
  • VGH Baden-Württemberg, 07.06.1989 - 6 S 3244/88

    Verwaltungsvollstreckung; Angabe des Schuldgrundes in der Pfändungsverfügung

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Nur wenn der Vollstreckungsschuldner dies weiß, kann er prüfen, ob die Voraussetzungen der Vollstreckung gegeben sind und ob sich folglich die Einlegung eines Rechtsbehelfs für ihn lohnt (…vgl. BFH, Urt. v. 18.07.2000 - VII R 101/98 - BFHE 192, 232 ff.; VGH Mannheim, Urt. v. 07.06.1989 - 6 S 3244/88 - juris).
  • VG Augsburg, 08.01.2013 - Au 5 V 12.1392

    § 169 VwGO

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss muss demzufolge klarstellen, auf welchem Bescheid bzw. welchen Bescheiden die Festsetzung der Abgabe beruht und um welche Art von Abgabe es sich handelt (vgl. auch VG München, Beschl. v. 18.03.2011 - M 10 E 11.1109 - juris, m.w.N.; VG Augsburg, Beschl. v. 08.01.2013 - Au 5 V 12.1392 - juris)..
  • VG München, 18.03.2011 - M 10 E 11.1109

    Pfändungs- und Überweisungsbeschluss; Unbestimmtheit; fehlende Bezeichnung des …

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss muss demzufolge klarstellen, auf welchem Bescheid bzw. welchen Bescheiden die Festsetzung der Abgabe beruht und um welche Art von Abgabe es sich handelt (vgl. auch VG München, Beschl. v. 18.03.2011 - M 10 E 11.1109 - juris, m.w.N.; VG Augsburg, Beschl. v. 08.01.2013 - Au 5 V 12.1392 - juris)..
  • VG Neustadt, 19.05.2014 - 1 L 323/14
    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Dieser wird erst durch den konkreten Leistungsbescheid, welcher als Verwaltungsakt die Zahlungspflicht konkret regelt, gebildet (vgl. auch VG Neustadt [Weinstraße], Beschl. v. 19.05.2014 - 1 L 323/14.NW - juris, m.w.N.).".
  • VGH Bayern, 02.05.2017 - 4 B 15.878

    Antrag auf Erledigungsfeststellung - Aufhebung eines Pfändungs- und …

    Auszug aus VG Schleswig, 09.11.2017 - 4 A 33/16
    Denn jedenfalls die in § 307 LVwG geregelten Erklärungspflichten werden von der Verfügung ausgelöst (vgl. zu Pfändungen nach dem entsprechenden Landesgesetz bzw. der AO VGH München, Urteil vom 02.05.1017, Az.: 4 B 15.878, juris Rn. 17; BFH…, Urteil vom 24.07.1984, Az.: VII R 135/83, juris Rn. 20).
  • BFH, 24.07.1984 - VII R 135/83

    Pfändung - Forderung - Rechtmäßigkeit

  • BVerwG, 30.10.1963 - V C 219.62

    Kann gegen einen Schwerbeschädigtenausweis mit der Behauptung geklagt werden, der …

  • VG Köln, 24.07.2018 - 14 L 1315/18
    Rn. 47 Vgl. zum baden-württembergischen Landesgesetz: VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 7. Juni 1989 - 6 S 3244/88 -, juris Rn. 25; zum schleswig-holsteinischen Landesgesetz: VG Schleswig-Holstein, Urteil vom 9. November 2017 - 4 A 33/16 -, juris Rn. 62; zum bayrischen Landesgesetz: VG München, Beschluss vom 30. November 2005, Az.: M 10 S 05.2069, juris Rn. 29 (Heilung nur ex nunc); ebenfalls zur Heilung durch Verwaltungsakt, allerdings ohne ausdrückliche Stellungnahme: Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 24. September 2009 - 1 D 132/09 -, juris Rn. 7; zur steuerrechtlichen Regelung (§ 260 AO): BFH, Urteil vom 8. Februar 1983 - VII R 93/76 -, juris Rn. 18; Müller/Eiselt in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, § 260 AO Rz. 15.
  • VG Schleswig, 18.12.2020 - 4 B 50/20

    Vorläufiger Rechtsschutz gegen Pfändungs- und Überweisungsverfügung

    Der Bestimmtheitsmangel folgt nach ständiger Rechtsprechung der Kammer (VG Schleswig, Urt. v. 09.11.2017 - 4 A 33/16, - juris, Rn.: 53ff.;… VG Schleswig, Beschl. v. 23.03.2017 - 4 B 38/17, - juris, Rn. 34ff.) daraus,.
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