Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 25.10.2002 - 4 B 791/01 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Justiz Sachsen
SächsJAPO § 54 Abs. 2, § 55 Abs. 4, § 56 Abs. 2, § 57 Abs. 1
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Dresden, 09.05.2001 - 5 K 2292/00
- OVG Sachsen, 25.10.2002 - 4 B 791/01
- BVerwG, 18.02.2003 - 6 B 7.03
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (1)
- BVerfG, 14.03.1989 - 1 BvR 1033/82
Approbation
Auszug aus OVG Sachsen, 25.10.2002 - 4 B 791/01
Aufgrund des Gesetzesvorbehalts gemäß Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG müssen Regelungen etwa über den Prüfungsstoff, die Untergliederung der Prüfung in Teilprüfungen oder Prüfungsabschnitte und die Notenvergabe für Staatsprüfungen in einer Rechtsverordnung festgelegt werden (vgl. nur BVerfG, Beschl. v. 14.3.1989, NVwZ 1989, 850, 851;… zum Ganzen Niehues, aaO, RdNr. 21 ff m.w.N.).
- VGH Baden-Württemberg, 08.06.2015 - 9 S 2297/14
Benotung eines sogenannten fächerübergreifenden Leistungsnachweises eines …
Der Senat nimmt deshalb an, dass dem Beklagten kein "Konkretisierungsermessen" hinsichtlich der Berechnungsmethode für die Note des fächerübergreifenden Leistungsnachweises zukommt (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.06.1975 - VII C 38.74 -, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 64; Sächs. OVG, Urteil vom 25.10.2002 - 4 B 791/01 -, SächsVBl. 2003, 193).Sie würde zu einer nicht sachgerechten Verzerrung des tatsächlichen Leistungsbildes führen (vgl. Senatsbeschluss vom 09.11.1993 - 9 S 1537/91 -, juris; Bay. VGH, Urteil vom 14.10.1992 - 7 B 91.3368 -, NVwZ-RR 1993, 363; Sächs. OVG, Urteil vom 25.10.2002, a.a.O.;… Niehues/Fischer/Jeremias, a.a.O., Rn. 578;… Zimmerling/Brehm, a.a.O., Rn. 619).
Dieses hat zwar entschieden, dass es sich bei einer berufszugangsbezogenen Prüfung verbietet, es allein der Verwaltungspraxis zu überlassen, ob eine Note durch Rundung oder durch Abbruch des Rechenvorgangs nach einer bestimmten Dezimalstelle ermittelt wird (vgl. BVerwG…, Urteil vom 27.06.1975, a.a.O.; siehe auch Beschluss vom 20.11.1979 - 7 B 236.79 -, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 122; Sächs. OVG, Urteil vom 25.10.2002, a.a.O.; VG Berlin, Urteil vom 24.09.2009 - 3 A 550.07 -, juris;… Zimmerling/Brehm, a.a.O., Rn. 620;… etwas unklar Niehues/Fischer/Jeremias, a.a.O., Rn. 577 f.).
- VG Berlin, 24.09.2009 - 3 A 550.07
Prüfungsrecht - Zumutbarkeit der Prüfungsbedingungen bei hohen Raumtemperaturen; …
Rn. 35 Die von der Beklagten vertretene Auffassung, dass es stets einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedürfe, wenn bei der Ermittlung von Gesamtnoten die dritte Dezimalstelle entfallen solle, trifft nur dann zu, wenn sich hieraus aufgrund des Notengefüges eine Verschlechterung der Note und damit eine weitere Einschränkung des Berufszugangs ergeben könnte (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 1975 - VII C 38.74 -, Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. November 1979 - 7 B 236/79 - und Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 25. Oktober 2002 - 4 B 791/01 -, jeweils zitiert nach juris). - VG Magdeburg, 26.10.2016 - 7 A 15/15
Prüfungsrecht: Anspruch auf Ausstellung eines neuen Diplomzeugnisses mit der …
Daraus folgt, dass eine Regelung, die bei der vorgeschriebenen rechnerischen Ermittlung der Abschlussnote zu einer Verschlechterung dieser Note führen kann, den verfassungsrechtlichen Anforderungen des Art. 12 Abs. 1 S. 2 GG genügen muss und daher nur dann als rechtmäßig angesehen werden kann, wenn sie durch die jeweilige DiplPrüfO selbst angeordnet worden ist (für die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung: BVerwG, Beschl. v. 20.11.2015 - 6 B 32/15 -, juris;… für das Zweite Juristische Staatsexamen: BVerwG, Urt. v. 27.06.1975 - VII C 38.74; Sächsisches OVG, Urt. v. 25.10.2002 - 4 B 791/01; jeweils juris).
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