Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Tödlicher Dienstunfall beim Fallschirmabsprung eines Berufssoldaten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 21.01.1997 - 13 K 2556/96
- VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Papierfundstellen
- VBlBW 2000, 163
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 30.08.1993 - 2 B 67.93
Vorliegen einer besonderen Lebensgefahr bei der Ausübung einer Diensthandlung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Ob eine Diensthandlung in diesem Sinne mit einer besonderen Lebensgefahr für den Beamten behaftet ist, wird sich nicht generell, sondern regelmäßig nur nach den Umständen des Einzelfalles beurteilen lassen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1993 - 2 B 67.93 zu OVG Lüneburg, Urt. v. 26.01.1993, OVGE 43, 374; Urt. d. beschließenden Gerichtshofs v. 15.02.1989 - 11 S 789/87;… Hess. VGH, Urt. v. 19.01.1965, ZBR 1965, 314, …und Urt. v. 05.11.1986, ZBR 1987, 217;… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 15.01.1991, Schütz ES/C II 3.5 Nr. 2).Im übrigen ist grundsätzlich davon auszugehen, daß vom Dienstherrn angeordnete und durchgeführte Übungen im Rahmen von Ausbildungsveranstaltungen, die ihrer Natur nach dazu bestimmt sind, bisher nicht erworbene Fertigkeiten der Beamten bzw. Soldaten zu trainieren, typischerweise keine mit Lebensgefahr verbundenen Diensthandlungen sind, wobei allerdings auch hier die Umstände des Einzelfalles entscheidend sein werden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1993 - 2 B 67.93).
- OVG Niedersachsen, 26.01.1993 - 5 L 2634/91
Polizeibeamter; Sondereinsatzkommando; Erhöhtes Ruhegehalt; Übung; Fehler; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Ob eine Diensthandlung in diesem Sinne mit einer besonderen Lebensgefahr für den Beamten behaftet ist, wird sich nicht generell, sondern regelmäßig nur nach den Umständen des Einzelfalles beurteilen lassen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1993 - 2 B 67.93 zu OVG Lüneburg, Urt. v. 26.01.1993, OVGE 43, 374; Urt. d. beschließenden Gerichtshofs v. 15.02.1989 - 11 S 789/87;… Hess. VGH, Urt. v. 19.01.1965, ZBR 1965, 314, …und Urt. v. 05.11.1986, ZBR 1987, 217;… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 15.01.1991, Schütz ES/C II 3.5 Nr. 2). - BVerwG, 24.06.1965 - II C 183.62
Rechtsmittel
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Ob eine Diensthandlung in diesem Sinne mit einer besonderen Lebensgefahr für den Beamten behaftet ist, wird sich nicht generell, sondern regelmäßig nur nach den Umständen des Einzelfalles beurteilen lassen (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1993 - 2 B 67.93 zu OVG Lüneburg, Urt. v. 26.01.1993, OVGE 43, 374; Urt. d. beschließenden Gerichtshofs v. 15.02.1989 - 11 S 789/87; Hess. VGH, Urt. v. 19.01.1965, ZBR 1965, 314, …und Urt. v. 05.11.1986, ZBR 1987, 217;… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 15.01.1991, Schütz ES/C II 3.5 Nr. 2). - OVG Rheinland-Pfalz, 19.12.1997 - 2 A 13509/96
Sondereinsatzkommando; Bereitschaftspolitzei; Geiselbefreiung; Fast-Roping; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Qualifizierendes Merkmal nach § 37 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG ist das bewußte Eingehen einer besonderen Lebensgefahr um der Vornahme einer - als lebensgefährlich erkannten - Diensthandlung willen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 08.10.1998 und Beschl. v. 10.05.1991, Schütz, ES/C II 3.5 Nr. 3 und Nr. 9;… Urt. v. 12.04.1978, Buchholz 232 § 141a BBG Nr. 4; vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 19.12.1997, DVBl. 1998, 1091 …und Urt. v. 16.01.1998, IÖD 1998, 185). - VGH Baden-Württemberg, 15.02.1989 - 11 S 789/87
Erhöhte Unfall-Hinterbliebenenversorgung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.11.1999 - 4 S 1657/97
Ob eine Diensthandlung in diesem Sinne mit einer besonderen Lebensgefahr für den Beamten behaftet ist, wird sich nicht generell, sondern regelmäßig nur nach den Umständen des Einzelfalles beurteilen lassen (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1993 - 2 B 67.93 zu OVG Lüneburg, Urt. v. 26.01.1993, OVGE 43, 374; Urt. d. beschließenden Gerichtshofs v. 15.02.1989 - 11 S 789/87;… Hess. VGH, Urt. v. 19.01.1965, ZBR 1965, 314, …und Urt. v. 05.11.1986, ZBR 1987, 217;… OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 15.01.1991, Schütz ES/C II 3.5 Nr. 2).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.09.2016 - 1 A 2359/14
Keine Entschädigung im Fall Jenny Böken
Rn. 76 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 30. August 1993- 2 B 67.93 -, juris, Rn. 6; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 8. November 1999 - 4 S 1657/97 -, IÖD 2000, 95 = juris, Rn. 5; OVG Rh.-Pf., Urteil vom 19. Dezember 1997 - 2 A 13509/96 -, DVBl. 1998, 1091 = juris, Rn. 21; Bay. VGH, Urteil vom 22. Februar 1989 - 3 B 87.03784 -, juris, Rn. 17; Groepper/Tegethoff, in: Plog/Wiedow, BeamtVG, Stand: Aug.Rn. 104 Vgl. dazu, aber jeweils nicht entscheidungstragend, OVG Rh.-Pf., Urteile vom 26. November 2013 - 2 A 10479/13 -, juris, Rn. 32, vom 14. Mai 2008 - 2 A 10062/08 -, juris, Rn. 18, vom 21. Januar 2005 - 2 A 11761/04 -, juris, Rn. 25, und vom 19. Dezember 1997 - 2 A 13509/96 -, DVBl. 1998, 1091 = juris, Rn. 23; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 8. November 1999 - 4 S 1657/97 -, IÖD 2000, 95 = juris, Rn. 5, wonach eine unzureichend gewordene körperliche oder psychische Verfassung zur Lebensgefährlichkeit führen kann.
- VGH Baden-Württemberg, 13.12.2010 - 4 S 215/10
Zur Frage der Verknüpfung der besonderen Lebensgefahr im Sinne vom § 37 Abs 1 …
Eine besondere Lebensgefahr ist mit der Diensthandlung verbunden, wenn bei ihrer Vornahme der Verlust des Lebens wahrscheinlich oder doch sehr naheliegend ist (BVerwG, Beschluss vom 30.08.1993 - 2 B 67.93 -, Juris; Senatsbeschluss vom 08.11.1999 - 4 S 1657/97 -, VBlBW 2000, 163; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21.01.2005 - 2 A 11761/04 -, IÖD 2005, 130).Ob die notwendige Verknüpfung besteht, kann regelmäßig nur aufgrund einer umfassenden Bewertung der Umstände des Einzelfalls festgestellt werden (BVerwG…, Beschluss vom 30.08.1993, a.a.O.; Senatsbeschluss vom 08.11.1999, a.a.O.).
Rn. 32 Auch das weitere Tatbestandsmerkmal nach § 37 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG, das bewusste Eingehen einer besonderen Lebensgefahr um der Vornahme einer - als lebensgefährlich erkannten - Diensthandlung willen (BVerwG, Urteile vom 08.10.1998 - 2 C 17.98 -, NVwZ-RR 1999, 324 und vom 12.04.1978 - 6 C 59.76 -, a.a.O., ferner Senatsbeschluss vom 08.11.1999 - 4 S 1657/97 -, a.a.O.), wird vom Kläger erfüllt.
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.01.2005 - 2 A 11761/04
Qualifizierter Dienstunfall eines Polizeibeamten
(1) In objektiver Hinsicht sind im Wesentlichen zwei Fallgruppen zu unterscheiden: Unter einer Diensthandlung mit dem von § 37 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG vorausgesetzten Gefährdungspotential ist zunächst eine Dienstverrichtung zu verstehen, der typischerweise eine besondere, über das übliche Maß der Lebens- oder Gesundheitsgefährdung hinausgehende Gefahr innewohnt, bei der der Verlust des Lebens bei ihrer Vornahme wahrscheinlich oder nahe liegend ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 1999, IÖD 2000, 95).
- VGH Baden-Württemberg, 08.02.2017 - 4 S 2667/15
Dienstunfallrechtlicher Wegeunfall und erhöhtes Unfallruhegehalt - hier: …
Eine solche Inhärenz ist gegeben, wenn bei Vornahme der Diensthandlung der Verlust des Lebens wahrscheinlich oder doch sehr naheliegend ist (BVerwG, Beschluss vom 30.08.1993 - 2 B 67.93 -, Juris; Senatsbeschluss vom 08.11.1999 - 4 S 1657/97 -, VBlBW 2000, 163; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21.01.2005 - 2 A 11761/04 -, IÖD 2005, 130). - VGH Baden-Württemberg, 21.10.2014 - 4 S 884/14
Unfallruhegehalt nach Angriff auf Polizeibeamten mit Waffenattrappe
- VG Koblenz, 09.07.2003 - 9 K 3147/02 Danach ist die besondere Lebensgefahr ein - objektiv gegebenes - spezifisches Merkmal der Diensthandlung im Sinne des § 37 Abs. 1 BeamtVG, letztere ist mithin eine Dienstverrichtung, bei der der Verlust des Lebens bei ihrer Vornahme wahrscheinlich oder doch sehr naheliegend ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 1999, IÖD 2000, 95).
Neben den vorstehend dargestellten "gefahrgeneigten" Tätigkeiten kann eine gesteigerte Gefährdungslage aber auch bei Ausbildungsveranstaltungen aus dem Vorliegen von besonderen Bedingungen abgeleitet werden - etwa schlechte Witterung, unzureichend gewordene körperliche oder psychische Verfassung oder erkannte Mängel in der Ausrüstung oder Ausbildung - die die Annahme einer erhöhten Gefahr gerade vor der entsprechenden Diensthandlung begründen und dem Beamten oder Soldaten nahe legen mussten, wenn er die Dienstverrichtung gleichwohl im Bewusstsein einer solchen Gefahr vornimmt (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 1999, a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 2. Oktober 2002 - 1 A 4954/00 -).
- OVG Thüringen, 19.11.2009 - 2 KO 559/08
Besoldung und Versorgung; Beamtenversorgung: Erfordernis eines subjektiven …
Die Privilegierung gegenüber dem an sich schon erhöhten Unfallruhegehalt, das infolge eines erlittenen Dienstunfalls geleistet wird (§ 36 BeamtVG), sollte dem Beamten zugute kommen, der sich bewusst unter Hinteranstellung eigener Rechtsgüter in die Gefahr zur Erfüllung der Dienstpflichten begeben hat (vgl. nur BVerwG, Urteile vom 8. Oktober 1998 - 2 C 17.98 - DVBl 1999, 323 und vom 12. April 1978 - VI C 59.76 - ZBR 1978, 334, Beschluss vom 10. Mai 1991 - 2 B 48.91 - Juris; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 1999 - 4 S 1657/97 - VBlBW 2000, 163; Bayerischer VGH, Beschluss vom 22. Juni 1998 - 3 B 95.3987 -, Juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 26. Januar 1993 - 5 L 2634/91 - OVGE MüLü 43, 374; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 2. Oktober 2002 - 1 A 4954/00 - Juris; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21. Januar 2005 - 2 A 11761/04 - DÖD 2006, 34). - OVG Nordrhein-Westfalen, 02.10.2002 - 1 A 4954/00 Rn. 42 Vgl. VGH B. .-Württ., Beschluss vom 8. November 1999 - 4 S 1657/97 -, Schütz/Maiwald, BeamtR ES/C II 3.7 Nr. 2 = VBlBW 2000, 163.
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