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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1995,6149
VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94 (https://dejure.org/1995,6149)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 (https://dejure.org/1995,6149)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22. Februar 1995 - 4 S 642/94 (https://dejure.org/1995,6149)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • openjur.de

    Ablehnung der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für eine Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie - wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Behandlungsmethode

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VBlBW 1995, 227 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (10)

  • BVerwG, 19.12.1963 - VIII C 26.63

    Rechtsmittel

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Rn. 10 Dem Zusammenhang der oben genannten Regelungen der Anlage zu § 6 BVO mit § 6 Abs. 2 Nr. 1 BVO ("soweit nicht in der Anlage bereits geregelt") ist zu entnehmen, daß die Beihilfeverordnung dem Hinweis 1. des Bundesministers des Innern zu § 6 Abs. 2 BhV keine andere Rechtsqualität zukommen lassen will als den rechtsnormausfüllenden allgemeinen Entscheidungen, die der Finanzminister des Landes auf der Grundlage von § 6 Abs. 2 Nr. 1 BVO treffen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.12.1963, DVBl. 1964, 765 zur Übernahme der Beihilfevorschriften des Bundes durch Art. 47 Abs. 1 Satz 1 des damaligen Bayerischen Bundesbesoldungsgesetz).

    Rn. 12 Unschädlich ist danach, daß der Hinweis 1. des Bundesministers des Innern zu § 6 Abs. 2 BhV nicht wörtlich in den Text der Beihilfeverordnung aufgenommen oder als Anlage mit ihr verkündet worden ist (Art. 63 Abs. 2 LV, §§ 1 und 2 des Gesetzes über die Verkündung von Rechtsverordnungen vom 11.4.1983, GBl. Seite 131; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 19.12.1963, a.a.O.), da er an der Rechtsqualität der Beihilfeverordnung ebenso wie allgemeine Entscheidungen des Finanzministeriums nach § 6 Abs. 2 BVO nicht teilnimmt.

    Geltungsgrund des Ausschlusses von der der Beihilfefähigkeit der in Hinweis 1. des Bundesministers zu § 6 Abs. 2 BhV genannten Untersuchungsmethoden und Behandlungsmethoden ist nicht dieser Hinweis, sondern die in den genannten Vorschriften enthaltenen Übernahmevorschriften, also eine landesrechtliche Verordnung, die ihrerseits auf einer gesetzlichen Ermächtigung beruht (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.12.1963, a.a.O.).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 09.01.1985 - 2 A 106/84
    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Denn die Fürsorgepflicht gebietet dem Dienstherrn nicht, dem Beamten eine Beihilfe zu objektiv nicht notwendigen Aufwendungen zu gewähren (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.11.1963, ZBR 1964, 221; OVG Münster, Urteil vom 24.11.1976, RiA 1977, 159; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9.1.1985, NJW 1985, 1416).

    Das Merkmal der allgemeinen wissenschaftlichen Anerkennung setzt aber doch eine weitgehende Zustimmung der in dem Fachbereich tätigen Wissenschaftler voraus und ist jedenfalls dann nicht gegeben, wenn eine größere Anzahl namhafter Autoren oder Wissenschaftler die Behandlung aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse als nicht wirksam ansieht (OVG Münster…, Urteil vom 24.11.1976, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9.1.1985, a.a.O.).

  • LSG Rheinland-Pfalz, 26.11.1992 - L 5 K 79/91

    Krankenversicherung; Außenseitermethode; Kostenübernahme; Kassenarzt; Versorgung; …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Ein solcher Ausnahmefall ist gegeben, wenn die eigentliche Ursache der Erkrankung wissenschaftlich noch unbekannt ist und keine anerkannte wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung steht (vgl. Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.11.1992, NJW 1993, 3022, mit einer Zusammenfassung der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts und deren Weiterführung nach Inkrafttreten der Regelungen des Sozialgesetzbuchs V).
  • BVerwG, 27.02.1992 - 2 C 28.91

    Anwärterbezüge - Mindeststudientzeit - Fachschule

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Eine individuelle Ermessensentscheidung darf auf dieser Rechtsgrundlage nicht getroffen werden (vgl. zu solchen allgemeinen Entscheidungen im Besoldungsrecht: Urteil des Senats vom 25.9.1990, NVwZ-RR 1991, 491 = ZBR 1992, 183; ferner dazu BVerwG, Urteil vom 27.2.1992, DVBl. 1992, 914, mit anderer Schwerpunktsetzung).
  • BVerfG, 10.05.1988 - 1 BvR 111/77

    Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses der Heilpraktiker von der Kassenzulassung

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Mit einem solchen Erfordernis wird einerseits die Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für bewährte und erfolgversprechende Behandlung gesichert; andererseits trägt diese Voraussetzung auch dem Gebot sparsamer Haushaltsführung durch den Dienstherrn Rechnung (vgl. zu diesem Gesichtspunkt auch BVerfG, Beschluß vom 10.5.1988, NJW 1988, 2292).
  • BVerwG, 03.03.1989 - 2 NB 1.88

    Beihilfefähigkeit von Aufwendungen - Deligierung des Arztes - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Dies schließt, wie sich schon aus § 101 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2, Nr. 4 Satz 2 2. Halbsatz LBG ergibt, die Verneinung oder Begrenzung von Beihilfe für bestimmte krankheitsbedingte Aufwendungen ein, sofern die einschränkenden Regelungen weder die Fürsorgepflicht in ihrem Kern verletzen noch gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen (vgl. BVerwG, Beschluß vom 3.3.1989, ZBR 1989, 244).
  • BVerwG, 15.03.1984 - 2 C 2.83

    Beihilfe - Beihilfefähigkeit - Nicht anerkannte Heilmittel

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Rn. 17 Eine Behandlungsmethode ist wissenschaftlich anerkannt, wenn sie von der herrschenden oder doch überwiegenden Meinung in der medizinischen Wissenschaft für eine Behandlung der Krankheit als wirksam und geeignet angesehen wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.3.1984, Buchholz 238.927 Nr. 6 = ZBR 1984, 306).
  • VGH Baden-Württemberg, 24.03.1994 - 4 S 2953/93

    Beihilferecht: zur Rechtsqualität und verwaltungsgerichtlichen Überprüfbarkeit …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Rn. 8 Die getroffene Ausschlußregelung entspricht diesen Vorgaben (vgl. auch das Urteil des Senats vom 24.3.1994 - 4 S 2953/93).
  • BVerwG, 28.11.1963 - VIII C 72.63
    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Denn die Fürsorgepflicht gebietet dem Dienstherrn nicht, dem Beamten eine Beihilfe zu objektiv nicht notwendigen Aufwendungen zu gewähren (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.11.1963, ZBR 1964, 221; OVG Münster, Urteil vom 24.11.1976, RiA 1977, 159; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9.1.1985, NJW 1985, 1416).
  • VGH Baden-Württemberg, 25.09.1990 - 4 S 1651/89

    Rückforderung von Anwärterbezügen

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.02.1995 - 4 S 642/94
    Eine individuelle Ermessensentscheidung darf auf dieser Rechtsgrundlage nicht getroffen werden (vgl. zu solchen allgemeinen Entscheidungen im Besoldungsrecht: Urteil des Senats vom 25.9.1990, NVwZ-RR 1991, 491 = ZBR 1992, 183; ferner dazu BVerwG, Urteil vom 27.2.1992, DVBl. 1992, 914, mit anderer Schwerpunktsetzung).
  • VGH Baden-Württemberg, 01.02.2019 - 2 S 1352/18

    Beihilfefähigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung; verfassungskonforme …

    Eine allgemeine, nur mögliche, im Verhältnis von Ursache und Wirkung sowie nach Grad und Dauer nicht einschätzbare Verbesserung der körperlichen und seelischen Verfassung reicht hingegen für die Annahme einer Notwendigkeit i.S.d. § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO nicht aus (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 -, juris, Rn. 20; Keufer/Hellstern/Zimmermann, Beihilfevorschriften BaWü, Teil I/2, Stand 70. EL März 2014, § 1 BVO , S. 16).

    Zur Gewährung von Beihilfe für objektiv nicht notwendige Aufwendungen ist der Dienstherr - auch unter Fürsorgegesichtspunkten - nicht verpflichtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.11.1963 - VIII C 72.63 -, ZBR 1964, 221; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 -, juris, Rn. 15 m.w.N.; vgl. Keufer/Hellstern/Zimmermann, Beihilfevorschriften BaWü, Teil I/2, Stand 23. EL Apr. 1990, § 5 BVO ., S. 12 f.).

  • VGH Baden-Württemberg, 17.11.2006 - 4 S 101/05

    Ausschluss von potenzsteigernden Medikamenten von der Beihilfefähigkeit

    Diese Ermächtigung umfasst grundsätzlich auch den Ausschluss oder die Begrenzung von Beihilfe für bestimmte krankheitsbedingte Aufwendungen (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 -, IÖD 1995, 128, und Senatsurteil vom 24.03.1994 - 4 S 2953/93 -, ESVGH 44, 316; BVerwG, Beschluss vom 03.03.1989, Buchholz 271 LBeihilfeR Nr. 6).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2004 - 1 A 4294/01
    Rn. 44 Vgl. BVerwG, Urteil vom 29. Juni 1995 - 2 C 15.94 -, ZBR 1996, 48 = NJW 1996, 801 = DÖD 1996, 90; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 22. Februar 1995 - 4 S 642/94 -, Schütz, BeamtR ES/C IV 2 Nr. 90, m.w.N.; ferner Mildenberger, a.a.O., Anm. 19 Abs. 4 zu § 6 Abs. 2 BhV.

    Rn. 55 - für eine solche Schlussfolgerung VGH Baden- Württemberg, Beschluss vom 22. Februar 1995 - 4 S 642/94 -, a.a.O., Urteil vom 10. Juli 1997 - 4 S 1980/95 -, juris, und Beschluss vom 3. Mai 2002 - 4 S 512/02 -, IÖD 2002, 179 und 188 (zur ESWT); dem VGH Baden-Württemberg folgend VG Augsburg, Urteil vom 20. Dezember 2001 - Au 2 K 99.201 -, juris (zur ESWT), VG Lüneburg, Urteil vom 18. Juni 2003 - 1 A 311/01 - und Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 19. April 2004 - 2 LA 293/03 -, juris -.

  • VGH Baden-Württemberg, 11.11.2008 - 4 S 2725/06

    Ausschluss der Beihilfefähigkeit von allen Mitteln, die der Behandlung einer …

    Diese Ermächtigung umfasst grundsätzlich auch den Ausschluss oder die Begrenzung von Beihilfe für bestimmte krankheitsbedingte Aufwendungen (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 -, IÖD 1995, 128, und Senatsurteil vom 24.03.1994 - 4 S 2953/93 -, ESVGH 44, 316; BVerwG, Beschluss vom 03.03.1989, Buchholz 271 LBeihilfeR Nr. 6).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.02.2007 - 1 A 1048/05

    Beihilfefähigkeit einer sog. Orthokin-Therapie; Anforderungen an eine …

    Rn. 55 - 1 A 4294/01 -, a.a.O., und OVG NRW, Urteil vom 28. Oktober 1999 - 12 A 315/97 -, DöD 2000, 136; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 22. Februar 1995 - 4 S 642/94 -, Schütz/Maiwald, BeamtR, ES/C IV 2 Nr. 90; Mildenberger, a.a.O., Anm. 19 Abs. 4 zu § 6 Abs. 2 BhV.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.11.2006 - 1 A 461/05
    Rn. 59 Vgl. BVerwG, Urteil vom 29. Juni 1995 - 2 C 15.94 -, a.a.O.; Senatsurteil vom 1. September 2004 - 1 A 4294/01 -, Juris; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 22. Februar 1995 - 4 S 642/94 -, Schütz/Maiwald, BeamtR, ES/C IV 2 Nr. 90; Mildenberger, a.a.O., Anm. 19 Abs. 4 zu § 6 Abs. 2 BhV.
  • VGH Baden-Württemberg, 03.05.2002 - 4 S 512/02

    Beihilfeausschluss-Aussenseitermethode-ESWT

    Die Versagung der Anerkennung durch den Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen lässt aber die Schlussfolgerung zu, dass es der fraglichen Untersuchungs- oder Behandlungsmethode auch über den Bereich der kassenärztlichen Versorgung hinaus allgemein an dem Merkmal der wissenschaftlichen Anerkennung fehlt (vgl. Urteil des Senats vom 10.07.1997 - 4 S 1980/95 - Beschluss des Senats vom 22.02.1995 - 4 S 642/94 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 10.07.1997 - 4 S 1980/95

    Keine Beihilfefähigkeit der Kosten für eine Bioresonanztherapie - …

    Daß der Ausschluß der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für Bioresonanztherapie erst durch die nach Erlaß der Verordnung zur Änderung der Beihilfeverordnung vom 22.10.1990 geänderten Hinweise des Bundesministers des Innern erfolgt ist, hat auf die Gültigkeit des Ausschlusses der Beihilfefähigkeit nach § 18 Abs. 4 BVO keinen Einfluß (vgl. Senatsurteil vom 24.3.1994, a.a.O., und Senatsbeschluß vom 22.2.1995 - 4 S 642/94 ).
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