Rechtsprechung
| BGH, 21.11.1957 - 4 StR 334/57 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Wird zitiert von ...
- BGH, 05.11.1974 - VI ZR 91/73
Pflichten des Führers einer Straßenbahn
Er ist dabei insoweit an die für den Straßenverkehr geschaffenen Vorschriften über die Geschwindigkeit (§ 9 StVO a.F. bzw. § 3 StVO n.F.) gebunden, (BGH Urteil vom 21. November 1957 - 4 StR 334/57 = VRS 14, 121, 122).Die DFStrab ist in vielen Städten der Bundesrepublik als Dienstanweisung im Sinne des § 8 BOStrab erlassen und durchweg zusätzlich durch örtliche Anordnungen ergänzt (…vgl. BGH Urteile vom 22. Oktober 1955 - VI ZR 168/54 = a.a.O.; vom 21. November 1957 - 4 StR 334/57 = a.a.O.; vom 25. November 1969 - VI ZR 95/68 = VersR 1970, 140, 141 und vom 16. November 1971 - VI ZR 69/70 = VersR 1972, 152, 153).
Denn dort muß immer damit gerechnet werden, daß sich Hindernisse auf den Schienen befinden (BGH Urteil vom 21. November 1957 - 4 StR 334/57 = VRS 14, 121, 122 = VerkM 1958, 8;… vgl. auch Floegel/Hartung/Jagusch, Straßenverkehrsrecht in der 18. Aufl. Anm. 4 Abs. 3 zu § 9 StVO a.F.; Mühlhaus, StVO 4.Aufl. § 3 Anm. 2 d).
Er darf daher dort (wie es § 3 Abs. 1 Satz 3 StVO n.F. für den gesamten Straßenverkehr jetzt ausdrücklich vorschreibt), vor allem bei begrenzter Sicht, wie hier bei Dunkelheit, nur so schnell fahren, daß er innerhalb der für ihn übersehbaren Strecke vor einem auf der Fahrbahn befindlichen Hindernis rechtzeitig anhalten kann (BGH Urteil vom 21. November 1957 - 4 StR 334/57 = a.a.O.; so ausdrücklich auch § 48 Nr. 1 DFStrab).
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