Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 05.04.2017 - 4 U 24/16 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Brandenburg
- IWW
§ 823 Abs. 1 BGB
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 823 Abs. 1
Haftung eines Bauunternehmers für die Beschädigung von Leitungen im Zuge von Bauarbeiten - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Haftung eines Bauunternehmers für die Beschädigung von Leitungen im Zuge von Bauarbeiten
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Tiefbauer darf auf Leitungsplan vertrauen!
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Haftung eines Bauunternehmers für die Beschädigung von Leitungen im Zuge von Bauarbeiten
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Tiefbauer darf auf Leitungen-Bestandsplan vertrauen! (IBR 2017, 318)
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Oder, 22.01.2016 - 12 O 28/15
- OLG Brandenburg, 05.04.2017 - 4 U 24/16
Papierfundstellen
- NJW-RR 2017, 1168
- NZBau 2017, 662
- BauR 2017, 1421
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (3)
- BGH, 20.04.1971 - VI ZR 232/69
Tiefbauunternehmer - Versorgungsleitung - Bauarbeiten - Bagger - Unterirdisch - …
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.04.2017 - 4 U 24/16
Rn. 30 (1) Die "Hinweise für Maßnahmen zum Schutz von Versorgungsanlagen" haben nicht den Charakter von Rechtsnormen, können als Regelwerk des Deutschen Vereins des … e.V. allenfalls Ausdruck dessen sein, was den u.a. mit Baggern und anderem schweren Gerät arbeitenden Tiefbauunternehmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht obliegt (vgl. BGH, Urteil vom 20. April 1971 - VI ZR 232/69 - Rdnr. 17).Es bleibt daher bei dem allgemeinen Grundsatz, dass eine Einsichtnahme in die Bestandspläne des Versorgungsunternehmens dem Tiefbauunternehmen den erforderlichen Grad von Gewissheit über den Verlauf der unterirdisch verlegten Leitungen und Hausanschlüsse gibt (so BGH, Urteil vom 20. April 1971 - VI ZR 232/69 - Rdnr. 19).
- BGH, 20.12.2005 - VI ZR 33/05
Erkundigungspflichten des Bauunternehmers nach dem Verlauf von …
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.04.2017 - 4 U 24/16
Wenn dies nicht weiterhilft, hat sich der Tiefbauunternehmer die erforderliche Gewissheit durch andere geeignete Maßnahmen zu verschaffen, etwa durch Probebohrungen oder Ausschachtungen von Hand in dem Bereich, den er ausheben will (BGH Urteil vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 33/05 Rdnr. 8 m.w.N.). - LG Frankfurt/Oder, 22.01.2016 - 12 O 28/15
Kein Hinweis auf Leitungen: Tiefbauer muss keine Handschachtungen vornehmen!
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.04.2017 - 4 U 24/16
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) vom 22. Januar 2016, Az. 12 O 28/15, wird zurückgewiesen.
- AG Brandenburg, 20.12.2019 - 31 C 193/18
Erdarbeiten auf Privatgrundstück: Tiefbauer muss sich über Leitungsverlauf …
Diese Pflicht betrifft zwar eindeutig die tatsächliche Lage und/oder Tiefe von einer "angegebenen" Versorgungslinie/-anlage (OLG Brandenburg, Urteil vom 05.04.2017, Az.: 4 U 24/16, u.a. in: NJW-RR 2017, Seiten 1168 ff.), jedoch war die von der Beklagten beschädigte Leitung - unstreitig - in der klägerischen "Trassenauskunft Kabel" - Anlage B 2 (Blatt 47 der Akte) - eingezeichnet gewesen. - OLG Stuttgart, 12.05.2021 - 4 U 358/20
Schadensersatzpflicht für den Betreuungsaufwand naher Angehöriger (hier: die …
Im Rahmen eines vorangegangenen Verfahrens (1 O 93/15; Senat 4 U 24/16) wurde festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, dem Kläger 2/3 des durch das Unfallereignis entstandenen materiellen und immateriellen Schadens zu ersetzen, soweit die Ansprüche nicht auf Sozialversicherungsträger oder sonstige Dritte übergegangen sind.Die Parteien haben schließlich einen Vergleich abgeschlossen, wonach der Kläger ein weiteres Schmerzensgeld i.H.v. 116.333 EUR erhalten hat; die Feststellung der Ersatzpflicht für materielle Schäden aus den Urteilen des Landgerichts Rottweil vom 3. Februar 2016 (1 O 93/15) und des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 27. Juli 2016 (4 U 24/16) in den Ziffern I. 2a und 2c sowie III. wurde aufrechterhalten.
- VG Ansbach, 15.05.2020 - AN 4 K 19.00453
Kosten für eine Leitungsauskunft
Erteilt die Behörde dem Tiefbauunternehmer auf dessen Nachfrage hin keine oder eine fehlerhafte Auskunft über die Lage der Versorgungsleitungen, trifft sie im Rahmen des Schadensersatzanspruches nach § 823 Abs. 1 BGB ein Mitverschulden gemäß § 254 BGB (OLG Brandenburg, U.v. 5.4.2017 - 4 U 24/16 - NJW-RR 2017, 1168/1170).
- OLG Frankfurt, 16.02.2017 - 3 U 167/15
Haftung einer Rechtsanwältin als Treuhänderin einer Fondsgesellschaft aus …
Bei einer sog. Blind-Pool Konzeption muss ein Prospekt daher zumindest die Auswahlkriterien benennen, nach denen künftige Investitionsentscheidungen vorgenommen werden sollen, weil der Anleger andernfalls das Risiko und auch die Chancen seiner Investition nicht abschätzen und sich nicht "ausmalen" kann, in was er mit seiner Zeichnungssumme investiert (…vgl. Keunecke, Prospekte im Kapitalmarkt, 2. Auflage, Rn. 623; OLG Frankfurt am Main, Urteile vom 20.01.2016, Az.: 4 U 98/15 und vom 07.10.2016, Az.: 4 U 24/16). - AG Brandenburg, 24.06.2025 - 30 C 86/22
Schadensersatz bei Stromleitung: Lohnunternehmen muss für Feldhäcksler-Unfall …
Sie sind insbesondere verpflichtet, sich den erforderlichen Grad von Gewissheit über den Verlauf, die Tiefe oder die Höhe der Versorgungsleitungen zu verschaffen (BGH, Urteil vom 13.04.2023, Az.: III ZR 215/21; BGH, Urteil vom 17.12.2009, Az.: VII ZR 172/08; BGH, Urteil vom 20.12.2005, Az.: VI ZR 33/05; BGH, Urteil vom 21.11.1995, Az.: VI ZR 31/95; BGH, Urteil vom 09.07.1985, Az.: VI ZR 118/84; BGH, Urteil vom 09.11.1982, Az.: VI ZR 129/81; BGH, Urteil vom 20.04.1971, Az.: VI ZR 232/69; OLG Köln, Urteil vom 27.12.2017, Az.: I-16 U 56/17; OLG Brandenburg, Urteil vom 05.04.2017, Az.: 4 U 24/16; OLG Naumburg, Urteil vom 25.09.2014, Az.: 2 U 27/14; OLG Köln, Urteil vom 07.05.2014, Az.: 16 U 135/13; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.07.2010, Az.: 13 U 21/08; OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2007, Az.: 4 U 437/06 - 142; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 8 U 181/05; OLG Düsseldorf, Urteil vom 24.11.2004, Az.: I-15 U 29/04; OLG Naumburg, Urteil vom 05.02.2004, Az.: 4 U 155/03; OLG Bamberg, Urteil vom 13.03.2002, Az.: 8 U 67/01; OLG Koblenz, Urteil vom 13.09.2001, Az.: 5 U 1377/00; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, Az.: 18 U 2172/00; OLG Hamm, Urteil vom 22.09.2000, Az.: 9 U 210/99; OLG Koblenz, Urteil vom 21.09.1999, Az.: 3 U 7/99; OLG Brandenburg, Urteil vom 30.06.1998, Az.: 11 U 195/97; OLG Jena, Urteil vom 25.03.1998, Az.: 7 U 1586/97; OLG Braunschweig, Urteil vom 24.02.1998, Az.: 4 U 32/97; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.1997, Az.: 22 U 261/96; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.03.1997, Az.: 22 U 196/96; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.04.1996, Az.: 1 U 358/96; OLG Hamm, Urteil vom 05.04.1995, Az.: 32 U 162/90; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.02.1995, Az.: 1 U 163/93; OLG Köln, Urteil vom 22.06.1994, Az.: 11 U 134/93; OLG Naumburg, Urteil vom 06.07.1993, Az.: 1 U 70/93; OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 22 U 126/92; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 06.05.1993, Az.: 1 U 120/91; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 22 U 134/91; OLG Köln, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 19 U 98/91; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 15.09.2016, Az.: 31 O 15/16; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 14.04.2015, Az.: 4 O 20/14; LG Karlsruhe, Urteil vom 04.05.2007, Az.: 10 O 47/07; LG Frankfurt/Main, Urteil vom 11.08.2004, Az.: 2/1 S 31/04; LG Hamburg, Urteil vom 10.09.2003, Az.: 320 S 33/03; LG Trier, Urteil vom 15.04.1999, Az.: 6 O 150/98; LG Duisburg, Urteil vom 26.09.1997, Az.: 24 S 165/97; LG Krefeld, Urteil vom 21.07.1981, Az.: 4 O 182/81; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 20.12.2019, Az.: 31 C 193/18, u.a. in: IBR 2020, 643 = IBRRS 2020, 2975 = BeckRS 2019, 32399, beck-online = "juris"; AG Schwerin, Urteil vom 08.07.2016, Az.: 13 C 379/15; AG Lichtenberg, Urteil vom 06.03.2014, Az.: 16 C 195/13; AG Brandenburg an der Havel…, Urteil vom 23.05.2011, Az.: 34 C 124/10, u.a. in: GWF/Recht und Steuern 2013, Seiten 5 ff. = BeckRS 2011, 13907, beck-online = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 22.02.2010, Az.: 31 C 137/09; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.09.2009, Az.: 31 C 298/07; AG Walsrode, Urteil vom 08.05.2008, Az.: 7 C 702/07; AG Zittau, Urteil vom 30.11.2004, Az.: 5 C 532/04; AG Gießen, Urteil vom 12.02.2004, Az.: 47 C 2380/03). - VG Cottbus, 10.09.2021 - 6 K 826/19 Letzteres ist nach ständiger Rechtsprechung zivilrechtlich in erhöhtem Maße verpflichtet, sich vor Beginn der Tiefbauarbeiten nach der Existenz und dem Verlauf unterirdisch verlegter Versorgungsleitungen im Bereich öffentlicher Straßenflächen zu erkundigen (vgl. beispielsweise BGH…, Urteil vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 33/05 -, juris Rn. 8 m. w. N.; Brandenburgisches OLG, Urteil vom 5. April 2017 - 4 U 24/16 -, juris Rn. 25).
- VG Cottbus, 17.01.2025 - 4 K 1685/20
Leistungsauskunft eines Zweckverbandes, Unzulässige Erhebung einer …
Im Gegenzug obliegt es aber auch dem Versorgungsunternehmen, auf eine entsprechende Anfrage zur Schadensminderung gewissenhaft Auskunft über seinen Leitungsbestand zu erteilen, da es ansonsten ein Mitverschulden an der Entstehung des Schadens trifft, das Schadensersatzansprüche mindern oder gänzlich ausschließen kann (vgl. BGH…, Urteil vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 33/05 -, juris Rn. 8 m. w. N.; Brandenburgisches OLG, Urteil vom 5. April 2017 4 U 24/16 , juris Rn. 25).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".