Rechtsprechung
| FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GrEStG (1997) § 3 Nr. 6 S. 1; GrEStG § 5 Abs. 1, 3
Anwendung der Steuerbefreiungsvorschriften des § 3 GrEStG auf eine Gesamthand; interpolierende Betrachtungsweise; Grunderwerbsteuer - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Anwendung der Steuerbefreiungsvorschriften des § 3 GrEStG auf eine Gesamthand - interpolierende Betrachtungsweise - Grunderwerbsteuer
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtmäßigkeit der Besteuerung eines Vertrages über die Schenkung und Einbringung von Miteigentumsanteilen in eine Gesellschaft; Erwerb eines Eigentumsverschaffungsanspruchs; Bereicherung der Gesamthänder durch Schenkung; Bedeutung der persönlichen Eigenschaften des ...
Papierfundstellen
- EFG 2004, 364
- EFG 2004, 366
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (5)
- BFH, 26.02.2003 - II B 202/01
Grunderwerbsteuer bei Gesamthand
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03
Mit Schriftsatz vom 20. August 2003 wird ergänzend von der Klägerseite vorgetragen, dass der vom Bekl zitierte Beschluss des BFH vom 26. Februar 2003 II B 202/01 (Bundessteuerblatt - BStBl - II 2003, 528, Sammlung der Entscheidungen des BFH - BFHE - 201, 323) von einem anderen Ausgangssachverhalt als vorliegend ausgehe.Die Vergünstigung nach § 5 GrEStG kann jedenfalls aber auch in diesen Fällen nur dann gewährt werden, wenn die übrigen Voraussetzungen der Vorschrift vorliegen, insbesondere wenn der mit dem Grundstücksveräußerer in gerader Linie verwandte Gesamthänder seine Gesellschafterstellung unverändert aufrecht erhält (BFH - Urteil vom 26. Februar 2003 II B 202/01, BStBl II 2003, 528, BFHE 201, 323 ).
- BFH, 14.09.1994 - II R 95/92
Bei Vermögensübergang durch Erbanfall oder Schenkung auf eine …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03
Denn fällt einer Gesamthandsgemeinschaft durch Schenkung Vermögen zu, sind unabhängig von der Frage, ob zivilrechtlich ggfs. die Gesamthand Beschenkte ist, für die Erbschaft- und Schenkungsteuer die Gesamthänder als vermögensmäßig bereichert anzusehen (BFH - Urteil vom 14. September 1994 II R 95/92, BStBl II 1995, 81, BFHE 176, 44 ). - BFH, 25.02.1969 - II 142/63
Zweigliedrige OHG - Übergang eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerpflicht - …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03
Allerdings hat die Rechtsprechung des BFH sei langem anerkannt, dass die "relative Selbstständigkeit" und Rechtsträgerschaft der Gesamthand es nicht ausschließen, "dieser die persönlichen Eigenschaften der Gesamthänder quotal zuzurechnen" (vgl. z.B. BFH - Urteile vom 25. Februar 1969 II 142/63, BStBl II 1969, 400, BFHE 95, 292 und vom 10. Februar 1982 II R 152/80, BStBl II 1982, 481, BFHE 135, 343 ). - BFH, 10.02.1982 - II R 152/80
Grunderwerbsteuer - Gesamthand - Begünstigung
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03
Allerdings hat die Rechtsprechung des BFH sei langem anerkannt, dass die "relative Selbstständigkeit" und Rechtsträgerschaft der Gesamthand es nicht ausschließen, "dieser die persönlichen Eigenschaften der Gesamthänder quotal zuzurechnen" (vgl. z.B. BFH - Urteile vom 25. Februar 1969 II 142/63, BStBl II 1969, 400, BFHE 95, 292 und vom 10. Februar 1982 II R 152/80, BStBl II 1982, 481, BFHE 135, 343 ). - FG Berlin, 31.08.2000 - 1 K 1212/97
Ehegatten: Grundstücksveräußerung an Personengesellschaft
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 03.12.2003 - 5 K 243/03
Im vom Bekl zitierten Urteil des Finanzgerichts (FG) Berlin vom 31. August 2000 1 K 1212/97 (Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2001, 92 ) sei zunächst jeder der Ehegatten selbst nach Übertragung des Grundstücks auf die GbR im genannten Umfang gesamthänderisch beteiligt geblieben, so dass gerade kein vergleichbarer Sachverhalt zum vorliegenden Streitfall gegeben sei.
- BFH, 07.10.2009 - II R 58/08
Anwendung des § 3 Nr. 2 GrEStG im Rahmen des § 5 Abs. 3 GrEStG
Auf die Frage, ob sich die in § 3 Nr. 2 GrEStG genannten Erwerbe im Wege einer interpolierenden Betrachtungsweise als "personenbezogene Beziehung von grunderwerbsteuerlicher Bedeutung" der Klägerin zurechnen lassen (…so Franz in Pahlke/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 3. Aufl., § 5 Rz 65;… Hofmann, a.a.O., § 3 Rz 3; Behrens, BB 2007, 368; Urteil des FG Baden-Württemberg vom 3. Dezember 2003 5 K 243/03, EFG 2004, 366), kommt es danach ebenso wenig an wie darauf, ob das genannte Auslegungsergebnis den Ausführungen im Urteil des Bundesfinanzhofs vom 12. Oktober 2006 II R 79/05 (BFHE 215, 286, BStBl II 2007, 409) zur Anwendung des § 3 Nr. 2 GrEStG im Zusammenspiel mit § 1 Abs. 2a GrEStG entspricht. - FG Saarland, 12.08.2008 - 2 K 2417/04
Grunderwerbsteuergesetz; Interpolation zwischen § 5 Abs. 2 GrEStG und § 3 Nr. 2 …
Sie gilt vielmehr unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck des § 5 Abs. 3 GrEStG auch für § 3 Nr. 2 GrEStG (vgl. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 3. Dezember 2003 5 K 243/03, EFG 2004, 364;… Sack in Boruttau, Kommentar zum GrEStG, 15. Aufl. 2002, § 3 Anm. 37;… Pahlke/Franz, Kommentar zum GrEStG, 2. Aufl. 1999, § 5 Anm. 51; Behrens, BB 2007, 368).
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