Rechtsprechung
| LAG Brandenburg, 18.03.2005 - 5 Sa 723/04 |
Zitiervorschläge
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Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
- IWW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 823 Abs. 2; GmbHG § 64 Abs. 1
Haftung des Geschäftsführers einer insolventen GmbH - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anspruch auf Entgeltzahlung bei Verletzung der Pflicht zur Anmeldung der Insolvenz durch den Arbeitgeber; Anspruch auf Ersatz des negativen Interesses im Rahmen des Schadensersatzes ; Darlegungspflicht und Beweispflicht des Arbeitnehmers; Möglichkeit der Deckung des ...
Verfahrensgang
- ArbG Neuruppin, 20.10.2004 - 1 Ca 1376/04
- LAG Brandenburg, 18.03.2005 - 5 Sa 723/04
Papierfundstellen
- BB 2005, 2196
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (2)
- BGH, 06.06.1994 - II ZR 292/91
Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Verschulden bei Vertragsschluß; Aufgabe …
Auszug aus LAG Brandenburg, 18.03.2005 - 5 Sa 723/04
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (seit Urt. v. 06.06.1994 - II ZR 292/91- unter Aufgaben der bisherigen Rechtsprechung) haben die (Neu-)Gläubiger, die ihre Forderungen gegen die GmbH nach dem Zeitpunkt erworben haben, zu dem Konkursantrag hätte gestellt werden müssen, gegen den insoweit schuldhaft pflichtwidrig handelnden Geschäftsführer einen Anspruch auf Ausgleich des vollen - nicht durch den "Quotenschaden" begrenzten - Schadens, der ihnen dadurch entsteht, dass sie in Rechtsbeziehungen zu einer überschuldeten oder zahlungsunfähigen GmbH getreten sind. - BGH, 07.07.2003 - II ZR 241/02
Umfang der Schadensersatzpflicht wegen Insolvenzverschleppung
Auszug aus LAG Brandenburg, 18.03.2005 - 5 Sa 723/04
Eine Lebenserfahrung dahingehend, dass jeder Arbeitnehmer sofort einen anderen Arbeitgeber findet und dort Vergütung in mindestens gleicher Höhe erhält, gibt es nicht, so dass insofern eine Erleichterung der Darlegung aufgrund einer entsprechenden Vermutung nicht eintritt (vgl. BGH, Urt. v. 07.07.2003 - II ZR 241/02).
- OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07 Die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung behandelt den Gläubiger derartiger Einzelansprüche als Neugläubiger, vgl. Hessisches Landesarbeitsgericht, MDR 2001, 350 f.; Landesarbeitsgericht Köln vom 26.07.2006, 8 Sa 1660/05; Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 27.05.2004, 6 Sa 2117/03; Landesarbeitsgericht Brandenburg vom 18.03.2005, 5 Sa 723/04.
- LAG Hamm, 12.09.2008 - 7 Sa 737/08
Insolvenzverschleppung, Darlegungs- und Beweislast
Dies entspricht seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16.12.1958 (VI ZR 245/57 - BGHZ 29, 100 = NJW 1959) der zivil- (vgl. nur BGH, 30.03.1998 - II ZR 146/96, BGHZ 138, 211) sowie arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung (BAG 10.02.1999 - 5 AZR 677/97; NZA 1999, 653; 24.09.1974 - 3 AZR 589/73, AP Nr. 1 zu § 13 GmbHG, zu III 3 der Gründe; LAG Köln, 26.07.2006 - 8 Sa 1660/05, NZA-RR 2007, 146; LAG Hamm, 08.02.2005 - 19 Sa 2429/04, NZA-RR 2005, 483; 12.12.1996 -4 Sa 1206/96, LAG Brandenburg, 18.03.2003 - 5 Sa 723/04, BB 2005, 2196; ArbG Naumburg, 13.06.2007 - 2 Ca 3403/06, juris) und der herrschenden Meinung in der Literatur (…Baumbach/Hueck/Schulze-Osterloh, GmbHG, 18. Aufl, 2006, § 64 Rn 90 m.w.N.;… Scholz/Schmidt, GmbHG, 9. Aufl. 2002, § 64 Rn 37;… Höffner, Zivilrechtliche Haftung und strafrechtliche Verantwortung des GmbH-Geschäftsführers bei Insolvenzverschleppung, 2003, S. 42 ff).
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