Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02 - 44, 5 U 363/02 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Unfallversicherung: Verspätete ärztliche Feststellung der Invalidität
- Judicialis
AUB § 2 Abs. 3 Nr. 2; ; AUB § 7; ; AUB § 7 I Abs. 1 Satz 1; ; AUB § 7 I Abs. 1 Satz 3; ; AUB § 8
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anspruchsverlust durch Versäumung der 15-Monats-Frist zur ärztlichen Feststellung der Invalidität
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- REHADAT Informationssystem (Leitsatz)
Unfallversicherung: Verspätete ärztliche Feststellung der Invalidität
- Info-Letter Versicherungs- und Haftungsrecht
, S. 8 (Kurzinformation)
Fristgerechte Invaliditätsfeststellung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Invaliditätsentschädigung; Erfordernis der ärztlichen Feststellung; Eine die Entschädigungspflicht des Versicherers begrenzende Anspruchsvoraussetzung; Anspruch auf Invaliditätsentschädigung
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 24.05.2002 - 14 O 118/01
- OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02 - 44, 5 U 363/02
Papierfundstellen
- NJW-RR 2003, 463
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (7)
- BGH, 19.11.1997 - IV ZR 348/96
Formularmäßige Vereinbarung einer zeitlichen Grenze für die Feststellung der …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Sie bezweckt in erster Linie, dass der Versicherer nicht für- regelmäßig schwer aufklärbare und unübersehbare - Spätschäden eintreten muss (BGH, Urteil vom 19.11.1997, IV ZR 348/96, VersR 1998, 175, 176; Urteil vom 28.6.1978 - IV ZR 7/77, VersR 1978, 1036, 1037; OLG Köln, 25.4.1991 - 5 U 153/90, OLGR 1991, 44; OLG Koblenz, Beschluss vom 23.3.2001 - 10 W 88/01, RuS 2002, 84).Auch mit einer solchen Feststellung erfüllt der Versicherte die Voraussetzung von § 7 I Abs. 1 Satz 3 AUB (BGH, U. v. 19.11.1997, a.a.O.).
- BGH, 28.06.1978 - IV ZR 7/77
Voraussetzungen der Eintrittspflicht des privaten Unfallversicherers
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Sie bezweckt in erster Linie, dass der Versicherer nicht für- regelmäßig schwer aufklärbare und unübersehbare - Spätschäden eintreten muss (BGH, Urteil vom 19.11.1997, IV ZR 348/96, VersR 1998, 175, 176; Urteil vom 28.6.1978 - IV ZR 7/77, VersR 1978, 1036, 1037; OLG Köln, 25.4.1991 - 5 U 153/90, OLGR 1991, 44; OLG Koblenz, Beschluss vom 23.3.2001 - 10 W 88/01, RuS 2002, 84).Die Beklagte hat dem Kläger auch nicht nach Fristablauf zur Feststellung der Invalidität weitere Untersuchungen zugemutet, die mit erheblichen körperlichen oder seelischen Unannehmlichkeiten verbunden waren (vgl. zur Treuwidrigkeit eines solchen Verhaltens BGH, Urteil vom 28.6.1978 a.a.O.).
- OLG Koblenz, 23.03.2001 - 10 W 88/01
Unfallversicherung, Invaliditätsentschädigung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Sie bezweckt in erster Linie, dass der Versicherer nicht für- regelmäßig schwer aufklärbare und unübersehbare - Spätschäden eintreten muss (BGH, Urteil vom 19.11.1997, IV ZR 348/96, VersR 1998, 175, 176; Urteil vom 28.6.1978 - IV ZR 7/77, VersR 1978, 1036, 1037; OLG Köln, 25.4.1991 - 5 U 153/90, OLGR 1991, 44; OLG Koblenz, Beschluss vom 23.3.2001 - 10 W 88/01, RuS 2002, 84).
- OLG Hamm, 29.09.1999 - 20 U 201/98
Berufung des Versicherers auf fehlende fristgerechte ärztliche Feststellung in …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Ob der Versicherungsnehmer aus einem solchen Verhalten grundsätzlich schließen darf, der Versicherer wolle und werde den Fristablauf nicht geltend machen (so OLG Hamm, Urteil vom 29.9.1999 - 20 U 201/98, r+s 2000, 216) oder ob es dem Versicherer - im Interesse des Versicherungsnehmers - freistehen muss, die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Invaliditätsentschädigung noch nach Fristablauf ohne Rechtsnachteile zu prüfen (…vgl. Grimm, Unfallversicherung, 3. Aufl., § 7 Rn 12), auch ohne sich dabei die Berufung auf die Fristversäumnis ausdrücklich vorbehalten oder die weiteren Ermittlungen unter Hinweis auf den Fristablauf als Kulanzprüfung kennzeichnen zu müssen (so OLG Köln, Urteil vom 5.11.1997-13 U 31/97, VersR 1998, 882), bedarf jedoch keiner Entscheidung. - OLG Saarbrücken, 08.05.1996 - 5 U 508/95
Feststellung der Invalidität bei Hautverbrühung eines Kindes
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Die Beklagte hat nicht durch ein Verhalten innerhalb der 15-Monats-Frist dazu beigetragen, dass der Kläger die Frist versäumt hat (vgl. zur Treuwidrigkeit der Berufung auf die Fristversäumung in einem solchen Fall Urteil des Senats vom 8.5.1996 - 5 U 508/95 - 36, VersR 1997, 956, 958). - OLG Karlsruhe, 05.11.1997 - 13 U 31/97
Berufung auf 15-Monats-Frist trotz nachfolgender Untersuchungen
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Ob der Versicherungsnehmer aus einem solchen Verhalten grundsätzlich schließen darf, der Versicherer wolle und werde den Fristablauf nicht geltend machen (so OLG Hamm, Urteil vom 29.9.1999 - 20 U 201/98, r+s 2000, 216) oder ob es dem Versicherer - im Interesse des Versicherungsnehmers - freistehen muss, die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Invaliditätsentschädigung noch nach Fristablauf ohne Rechtsnachteile zu prüfen (…vgl. Grimm, Unfallversicherung, 3. Aufl., § 7 Rn 12), auch ohne sich dabei die Berufung auf die Fristversäumnis ausdrücklich vorbehalten oder die weiteren Ermittlungen unter Hinweis auf den Fristablauf als Kulanzprüfung kennzeichnen zu müssen (so OLG Köln, Urteil vom 5.11.1997-13 U 31/97, VersR 1998, 882), bedarf jedoch keiner Entscheidung. - OLG Köln, 25.04.1991 - 5 U 153/90
Auszug aus OLG Saarbrücken, 22.01.2003 - 5 U 363/02
Sie bezweckt in erster Linie, dass der Versicherer nicht für- regelmäßig schwer aufklärbare und unübersehbare - Spätschäden eintreten muss (BGH, Urteil vom 19.11.1997, IV ZR 348/96, VersR 1998, 175, 176; Urteil vom 28.6.1978 - IV ZR 7/77, VersR 1978, 1036, 1037; OLG Köln, 25.4.1991 - 5 U 153/90, OLGR 1991, 44; OLG Koblenz, Beschluss vom 23.3.2001 - 10 W 88/01, RuS 2002, 84).
- OLG Saarbrücken, 20.06.2007 - 5 U 70/07
Private Unfallversicherung: Anforderungen an die ärztliche …
Ferner ist die Berufung auf die Fristversäumung dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Versicherer dem Versicherungsnehmer nach Fristablauf zur Feststellung der Invalidität weitere Untersuchungen zugemutet hat, die mit erheblichen körperlichen oder seelischen Unannehmlichkeiten verbunden waren, ohne ihm gleichzeitig durch Vorhalt vor Augen zu führen, dass er noch mit dem Einwand der Fristversäumung zu rechnen habe (…BGH, Urt. v. 28.6.1978. IV ZR 7/77, VersR 1978, 1036; Senat, Urt. v. 22.1.2003, 5 U 363/02-44, RuS 2003, 340). - OLG Saarbrücken, 18.10.2006 - 5 U 222/06
Pflicht des Unfallversicherers zur Belehrung über Frist für Invaliditätsmeldung?
Dies ist etwa dann der Fall, wenn die dem Versicherer überlassenen Unterlagen - Unfallanzeige, ärztliche Atteste etc. - erkennen lassen, dass der Eintritt einer unfallbedingten Invalidität nicht fernliegt (vgl. Senat, Urt. v. 22.01.2003 - 5 U 363/02 - 44 -, NJW-RR 2003, 463 (464);… Grimm, aaO., § 7 AUB, Rdnr. 16;… Prölss/Martin-Knappmann, aaO., § 7 AUB 94, Rdnr. 22).
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