Rechtsprechung
| VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für Zahnbehandlung mit modernen Methoden
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 30.05.1996 - 2 C 10.95
Beamtenrecht: Volle Überprüfbarkeit der ärztlichen Gebührenansätze im Rahmen der …
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Will der Dienstherr die Beihilfefähigkeit von zahnärztlichen Aufwendungen im Hinblick auf durch objektive Unklarheiten oder objektiv zweifelhafte Gebührenvorschriften begründete Meinungsverschiedenheiten über die Berechtigung von Gebührenansätzen begrenzen oder ausschließen, muss er vor Entstehung der Aufwendungen seine Rechtsauffassung (generell oder im Einzelfall) deutlich klarstellen (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996 - 2 C 10.95 - NJW 1996, 3094).Dem Ausnahmecharakter des Überschreitens des Schwellenwertes widerspräche es, wenn schon eine vom Arzt allgemein oder häufig, jedenfalls nicht nur bei einzelnen Patienten wegen in ihrer Person liegender Schwierigkeiten angewandte Behandlung als eine das Überschreiten des Schwellenwertes rechtfertigende Besonderheit angesehen würde (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996 - 2 C 10.95 - NJW 1996, 3094; OVG NW, Urteil vom 20. Oktober 2004 - 6 A 215/02 - juris).
- BVerwG, 25.11.2004 - 2 C 30.03
Angemessenheit der Aufwendungen für zahnärztliche Leistungen; Verurteilung des …
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteile vom 25. November 2004 - 2 C 30.03 - NVwZ 2005, 712 und vom 17. Juni 2004 - 2 C 50.02 - DVBl. 2004, 1420 = ZBR 2005, 42) genügen die Beihilfevorschriften -BhV- als Verwaltungsvorschriften zwar nicht den Anforderungen des verfassungsrechtlichen Gesetzesvorbehaltes, da die wesentlichen Entscheidungen über die Leistungen an Beamte, Richter und Versorgungsempfänger im Falle von Krankheit und Pflegebedürftigkeit der Gesetzgeber zu treffen hat.Danach setzt die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für eine ärztliche Behandlung grundsätzlich voraus, dass der Arzt oder Zahnarzt die Rechnungsbeträge auf der Basis einer zutreffenden Auslegung der Gebührenordnung in Rechnung gestellt hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 2004 - 2 C 30.03 - NVwZ 2005, 712), das geforderte Honorar ihm also von Rechts wegen zusteht, was sich nach bürgerlichem Recht beurteilt und letztverbindlich von den Zivilgerichten zu entscheiden ist.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 20.10.2004 - 6 A 215/02
Begründung der besonderen Schwierigkeit einer zahnärztlichen Behandlung ; …
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Dem Ausnahmecharakter des Überschreitens des Schwellenwertes widerspräche es, wenn schon eine vom Arzt allgemein oder häufig, jedenfalls nicht nur bei einzelnen Patienten wegen in ihrer Person liegender Schwierigkeiten angewandte Behandlung als eine das Überschreiten des Schwellenwertes rechtfertigende Besonderheit angesehen würde (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996 - 2 C 10.95 - NJW 1996, 3094; OVG NW, Urteil vom 20. Oktober 2004 - 6 A 215/02 - juris).Die Gebühr für eine weitere "Infiltrationsanästhesie" am 15. Mai 2003 nach Nr. 009 GOZ kann nur ausnahmsweise wegen der besonderen Umstände des Einzelfalles anerkannt werden (vgl. Gemeinsamer Runderlass des MF und des MFAS vom 6. August 2001, Nr. 6.1; OVG NW, Urteil vom 20. Oktober 2004 - 6 A 215/02 - juris und Beschluss vom 20. April 1999 - 6 A 5819/96 - DÖD 2000, 43; Liebold/Raff/Wissing, GOZ V - 3.4 - Nr. 009, Anm. 2.1), wofür hier eine tragfähige patientenbezogene Begründung fehlt.
- BVerwG, 17.06.2004 - 2 C 50.02
Beihilfevorschriften des Bundes und Gesetzesvorbehalt; beihilfeberechtigter …
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteile vom 25. November 2004 - 2 C 30.03 - NVwZ 2005, 712 und vom 17. Juni 2004 - 2 C 50.02 - DVBl. 2004, 1420 = ZBR 2005, 42) genügen die Beihilfevorschriften -BhV- als Verwaltungsvorschriften zwar nicht den Anforderungen des verfassungsrechtlichen Gesetzesvorbehaltes, da die wesentlichen Entscheidungen über die Leistungen an Beamte, Richter und Versorgungsempfänger im Falle von Krankheit und Pflegebedürftigkeit der Gesetzgeber zu treffen hat. - OVG Nordrhein-Westfalen, 20.04.1999 - 6 A 5819/96
Zahn; Ärztliche Leistung; Intraorale Infiltrationsanästhesie ; Selbständige …
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Die Gebühr für eine weitere "Infiltrationsanästhesie" am 15. Mai 2003 nach Nr. 009 GOZ kann nur ausnahmsweise wegen der besonderen Umstände des Einzelfalles anerkannt werden (vgl. Gemeinsamer Runderlass des MF und des MFAS vom 6. August 2001, Nr. 6.1; OVG NW, Urteil vom 20. Oktober 2004 - 6 A 215/02 - juris und Beschluss vom 20. April 1999 - 6 A 5819/96 - DÖD 2000, 43; Liebold/Raff/Wissing, GOZ V - 3.4 - Nr. 009, Anm. 2.1), wofür hier eine tragfähige patientenbezogene Begründung fehlt. - VG Darmstadt, 02.07.2004 - 5 E 1803/01
Auszug aus VG Oldenburg, 22.12.2005 - 6 A 228/04
Auch nach der Rechtsprechung (VG Darmstadt, Urteil vom 2. Juli 2004 - 5 E 1803/01 - IÖD, 2004, 237) ist der Aufwand für die "aufwendige Politur mit Air Flow" nur im Rahmen der Nr. 405 (oder ggf. 407) GOZ abrechenbar, nicht aber durch Analog-Nummern.
- VG Braunschweig, 23.02.2007 - 6 B 413/06
Ablehnung; Amtsarzt; Antrag; Deutsches Reich; Entziehung; Fahreignung; …
Der Antragsteller setzt sich mit der Anrufung des Gerichts im Übrigen in Widerspruch zu seiner eigenen Auffassung: Rechtsschutz durch die Verwaltungsgerichtsbarkeit kann er nur im Rahmen der geltenden Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und auf der Basis des Grundgesetzes erlangen, das ihm gerichtlichen Rechtsschutz gegen Maßnahmen der Exekutive garantiert (s. zu allem auch VG Braunschweig, Urteile vom 13.07.2005 - 6 A 302/05 -, 28.07.2005 - 2 A 131/05 -, 10.10.2005 - 6 A 477/05 - und 17.03.2006 - 6 A 228/04 - VG Gießen…, Urt. vom 19.06.2006 - 10 E 720/06 -, juris, Rn. 39 ff.; LG Hildesheim…, Urt. vom 19.06.2003 - 13 Ns 31 Js 28833/01 - FG Rheinland-Pfalz…, Urt. vom 11.05.2005 - 3 K 2775/04 -). - VG Saarlouis, 24.03.2015 - 6 K 740/13
Beihilfe; Überschreitung des Schwellenwertes bei Duplex-Sonographie
Rn. 39 Tz. 6.3.4 Sätze 3 bis 5 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Bundesbeihilfeverordnung - BBhVVwV - vom 13.06.2013; so auch VG Hannover, Urteil vom 29.12.2014 - 13 A 11338/14 -, juris; VG Kassel, Urteil vom 22.05.2014 - 1 K 668/13.KS -, juris; VG Stuttgart, Urteil vom 28.10.2013 - 12 K 63/13 -, juris; VG Minden, Urteil vom 19.09.2013 - 4 K 3443/12 -, juris; VG München, Urteil vom 23.05.2013 - M 17 K 12.59 -, juris; für zahnärztliche Leistungen: OVG Lüneburg, Urteil vom 13.11.2012 - 5 LC 222/11 -, juris; VGH München, Beschluss vom 15.04.2011 - 14 ZB 10.1544 -, juris; VG Hannover, Urteil vom 22.01.2008 - 13 A 1148/07 -, juris; VG Oldenburg, Urteil vom 22.12.2005 - 6 A 228/04 -, juris.
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