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| VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Straßenausbaubeitragsrecht; Beitragssatzung; Nachschieben von weiteren Satzungen; Beschränkung des zeitlichen Geltungsbereichs; Freistellung von abgeschlossenen Ausbaumaßnahmen; Beitragserhebungspflicht; echte Rückwirkung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (12)
- VGH Bayern, 16.10.2003 - 6 B 00.2420
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Rn. 6 Auf die Klagen anderer Grundstückseigentümer hob der Verwaltungsgerichtshof mit Urteilen vom 16. Oktober 2003 (Az. 6 B 00.2420 u.a.) die entsprechenden Beitragsbescheide (vom 13. Dezember 1996) mit der Begründung auf, dass die Straßenausbaubeitragssatzungen der Beklagten bis zum Erlass der Ausbaubeitragssatzung vom 15. November 2002 nichtig seien und letztere den im Jahr 1992 abgeschlossenen Ausbau der Straße "Am Lamitzgrund" nicht erfasse.Rn. 18 1. Als solche kommt weder die im Bescheid vom 13. Dezember 1996 genannte "Satzung für die Erhebung eines Straßenausbaubeitrags (SABS) der Stadt Kirchenlamitz vom 26. August 1976, zuletzt geändert durch die Änderungssatzung vom 11. Dezember 1990" (SABS 1976) in Betracht, noch deren im Zeitpunkt des Bescheidserlasses Geltung beanspruchende Nachfolgesatzung vom 10. August 1994 (SABS 1994); denn diese Satzungen waren unwirksam, wie der Senat in mehreren Parallelverfahren anderer Grundstückseigentümer entschieden hat (vgl. BayVGH vom 16.10.2003 Az. 6 B 00.2420 u.a. - juris).
Rn. 23 In § 11 Abs. 1 Satz 3 SABS 2002 kommt eindeutig zum Ausdruck, dass die Ausbaubeitragssatzung auf die vor dem 26. August 1994 ("dem Inkrafttreten dieser Satzung") tatsächlich beendeten Baumaßnahmen nicht anwendbar ist und diese damit nicht der Beitragspflicht unterworfen werden (vgl. BayVGH vom 16.10.2003 a.a.O.).
- BVerwG, 28.01.1999 - 7 CN 1.97
Bayerische Biergarten-Verordnung ist ungültig
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Rn. 24 Nach ständiger Rechtsprechung (BayVGH vom 26.10.1987 Az. 6 B 85 A 842 und 1075; vom 10.3.1999 BayVBl 1999, 408) hat der Begriff "sollen" in Art. 5 Abs. 1 Satz 3 KAG - wie bei Sollvorschriften in anderen Gesetzen auch - grundsätzlich verbindlichen Charakter.Es müssen also besondere Umstände vorliegen, die es - ausnahmsweise - rechtfertigen können, von der Beitragserhebung abzusehen (BayVGH vom 10.3.1999, a.a.O.; vgl. auch ThürOVG vom 31.5.2005 Az. 4 KO 1499/04 - juris - zur entsprechenden Rechtslage).
- VerfGH Bayern, 12.01.2005 - 3-VII-03
Straßenausbaubeiträge und die Bayerische Verfassung
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Mit der Änderungssatzung wird nicht etwa eine nichtige oder entgegen höherrangigem Recht lückenhafte Regelung durch eine rechtmäßige Bestimmung ersetzt, was nach ständiger Rechtsprechung zulässig wäre (vgl. BVerfG vom 24.7.1957 BVerfGE 7, 89, vom 14.5.1986 BVerfGE 72, 201; BVerwG vom 15.3.1983 BVerwGE 67, 129; VerfGH vom 12.1.2005 BayVBl 2005, 361).Belastungen oder Höherbelastungen infolge rückwirkender Änderungen rechtmäßiger Bestimmungen sind für sie nicht vorhersehbar (vgl. BVerwG vom 7.4.1989 NVwZ 1990, 168; VerfGH vom 12.1.2005, a.a.O.).
- BVerfG, 23.11.1999 - 1 BvF 1/94
Stichtagsregelung
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Ferner kommt ein Vertrauensschutz nicht in Betracht, wenn überragende Belange des Gemeinwohls, die dem Prinzip der Rechtssicherheit vorgehen, eine rückwirkende Beseitigung von Normen erfordern (vgl. BVerfG vom 23.11.1999 BVerfGE 101, 239/263 f. m.w.N.). - BVerwG, 15.04.1983 - 8 C 170.81
Rechtmäßigkeit einer Beitragssatzerhöhung bei rückwirkender Ersetzung einer wegen …
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Mit der Änderungssatzung wird nicht etwa eine nichtige oder entgegen höherrangigem Recht lückenhafte Regelung durch eine rechtmäßige Bestimmung ersetzt, was nach ständiger Rechtsprechung zulässig wäre (vgl. BVerfG vom 24.7.1957 BVerfGE 7, 89, vom 14.5.1986 BVerfGE 72, 201; BVerwG vom 15.3.1983 BVerwGE 67, 129; VerfGH vom 12.1.2005 BayVBl 2005, 361). - BVerwG, 07.04.1989 - 8 C 83.87
Kostenspaltung im Erschließungsbeitragsrecht; Zweifel an der Gültigkeit einer …
- BVerfG, 24.07.1957 - 1 BvL 23/52
Hamburgisches Hundesteuergesetz
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Mit der Änderungssatzung wird nicht etwa eine nichtige oder entgegen höherrangigem Recht lückenhafte Regelung durch eine rechtmäßige Bestimmung ersetzt, was nach ständiger Rechtsprechung zulässig wäre (vgl. BVerfG vom 24.7.1957 BVerfGE 7, 89, vom 14.5.1986 BVerfGE 72, 201; BVerwG vom 15.3.1983 BVerwGE 67, 129; VerfGH vom 12.1.2005 BayVBl 2005, 361). - BVerwG, 25.11.1981 - 8 C 14.81
Rückwirkung - Beitragssatzung - Beitragsbescheid - Rechtswidrigkeit - Heilung
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Rn. 25 Ersetzt eine Gemeinde eine ungültige Beitragssatzung durch eine neue wirksame Satzung, so bedarf es zwar keiner Rückwirkungsanordnung, um zuvor erlassene (mangels Rechtsgrundlage rechtswidrige) Beitragsbescheide zu "heilen" (vgl. BVerwG vom 25.11.1981 BVerwGE 64, 218; BayVGH vom 26.3.1984 BayGT 1985, 60, vom 15.5.2003 Az. 23 B 02.3260; Matloch/Wiens, Erschließungsbeitragsrecht, Stand Juli 2009, RdNr. 2139). - BVerwG, 10.01.2007 - 6 BN 3.06
Schule; berufsbildende Schule; Berufsfachschule; Privatschule; Ersatzschule; …
Auszug aus VGH Bayern, 15.10.2009 - 6 B 08.1433
Welche Motive den Satzungsgeber zu diesem Stichtag bewogen haben und ob der Abwägungsvorgang mangelhaft war, ist unerheblich; denn für die Gültigkeit untergesetzlicher Normen ist, soweit - wie hier - keine anderweitigen Rechtsvorschriften bestehen, allein das Ergebnis des Rechtssetzungsaktes maßgeblich (vgl. BVerwG vom 10.1.2007 NVwZ 2007, 958 f.). - OVG Thüringen, 31.05.2005 - 4 KO 1499/04
Ausbaubeiträge; Gemeindliche Pflicht zum Erlass einer Satzung über die Erhebung …
- VGH Bayern, 11.07.1995 - 6 B 93.3392
- VGH Bayern, 15.05.2003 - 23 B 02.3260
- VG München, 26.07.2012 - M 10 K 11.5379
Herstellungsbeitrag; Übertragung kommunaler Aufgaben an Kommunalunternehmen; …
Dasselbe gilt, wenn durch die Rückwirkung nur ein ganz unerheblicher Schaden verursacht würde (BVerwG vom 15.10.1996 BVerwGE 95, 64, in RdNrn. 109 und 110; vgl. auch Wuttig/Thimet, Gemeindliches Satzungsrecht und Unternehmensrecht, Stand April 2012, Teil I Frage 17; BayVGH vom 15.10.2009 Az. 6 B 08.1433 RdNrn. 27 und 28).Belastungen oder Höherbelastungen infolge rückwirkender Änderungen rechtmäßiger Bestimmungen sind für sie nicht vorhersehbar (BayVGH vom 15.10.2009 a.a.O.).
- OVG Sachsen-Anhalt, 25.01.2012 - 4 L 240/10
Rückwirkungsanordnung in einer Beitragssatzung
Für die Gültigkeit untergesetzlicher Normen ist grundsätzlich allein das Ergebnis des Rechtssetzungsaktes maßgeblich (vgl. VGH Bayern, Urt. v. 15. Oktober 2009 - 6 B 08.1433 - vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 10. Januar 2007 - 6 BN 3.06 -, jeweils zit. nach JURIS), so dass nicht zu prüfen ist, von welchen subjektiven Gründen sich der Satzungsgeber leiten ließ. - VG München, 05.12.2013 - M 15 K 12.4155
Zuwendungen für den öffentlichen Personennahverkehr
Insbesondere wurde mit der Verordnung auch nicht etwa eine nichtige oder entgegen höherrangigem Recht lückenhafte Regelung durch eine rechtmäßige Bestimmung ersetzt, was nach ständiger Rechtsprechung zulässig wäre (vgl. BayVGH, U.v. 15.10.2009 - 6 B 08.1433- juris; BVerfG, U.v. 24.7.1957 - BvL 23/52 - BVerfGE 7, 89 ff.).
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