Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Kostenfestsetzungsverfahren: Festsetzbarkeit einer vollen Verfahrensgebühr trotz Anfalls einer vorgerichtlichen Geschäftsgebühr
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Nr. 3100 VV RVG; Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV ; RVG
Anrechenbarkeit der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr; Titulierung der Geschäftsgebühr im Hauptverfahren oder Unstreitigkeit des Anrechnungseinwandes im Kostenfestsetzungsverfahren als Voraussetzung einer Anrechnung - Judicialis
VV RVG Nr. 2300; ; VV RVG Nr. 3100; ; VV RVG Vorbemerkung § 3 Abs. 4 S. 1
- IWW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Kostenfestsetzung im PKH-Verfahren: Zur Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anrechenbarkeit der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr; Titulierung der Geschäftsgebühr im Hauptverfahren oder Unstreitigkeit des Anrechnungseinwandes im Kostenfestsetzungsverfahren als Voraussetzung einer Anrechnung
Verfahrensgang
- LG Osnabrück, 03.01.2008 - 4 O 950/07
- OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Papierfundstellen
- FamRZ 2009, 541
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (15)
- OLG Koblenz, 10.10.2007 - 14 W 667/07
Festsetzung der Verfahrensgebühr bei vorherigem Anfallen einer Geschäftsgebühr
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Nach der überwiegenden Gegenmeinung hindert dagegen die Anrechnungsbestimmung nach Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG grundsätzlich nicht die Geltendmachung und Festsetzung der vollen Verfahrensgebühr im Kostenfest - setzungsverfahren gegen die unterlegene Partei (vgl. OLG Hamm Jur. Büro 2006, 202. KG Jur. Büro 2006, 202 . OLG Koblenz ZfS 2007, 709. OLG München RRfl. 2007, 686 in juris. VGH München - 4. Senat - NJW 2007, 170. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Oldenburg (1. ZS), OLGR 2006, 32).Anderenfalls würde dieser allein auf Grund der Tatsache, dass der gegnerische Rechtsanwalt schon vorgerichtlich das Geschäft seines Mandanten in dieser Angelegenheit betrieben hat, in gemindertem Umfang auf die tatsächlich angefallenen Prozesskosten haften, ohne dass dafür ein sachlicher Grund besteht (…vgl. OLG Hamm, aaO mit weiteren Nachweisen) Materiell - rechtliche Einwendungen - zu denen die Anrechnung der außergerichtlich entstandenen Geschäftsgebühr auf die zu erstattende Verfahrensgebühr gehört - sind im Kostenfestsetzungsverfahren nur dann beachtlich, wenn sie unstreitig oder evident sind, also die außergerichtliche Geschäftsgebühr als materiell - rechtlicher Schadensersatzanspruch in voller Höhe tituliert oder unstreitig außer gerichtlich ausgeglichen worden ist (vgl. KG, aaO in juris. OLG Koblenz, ZfS 2007, 709(710)) .
Dass die teilweise Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren stets zu berücksichtigen sei, also auch dann, wenn die vorgerichtliche Geschäftsgebühr nicht als materiell - rechtlicher Erstattungsanspruch eingeklagt und zuerkannt worden ist, lässt sich den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs dagegen nicht entnehmen (vgl. auch OLG München und OLG Celle, aaO. OLG Koblenz ZfS 2007, 709 (710)).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 25.04.2006 - 7 E 410/06
Rechtsanwaltsgebühren, Kosten, Kostenerstattung, Kostenrecht, Verfahrensgebühr, …
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Nach der überwiegenden Gegenmeinung hindert dagegen die Anrechnungsbestimmung nach Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG grundsätzlich nicht die Geltendmachung und Festsetzung der vollen Verfahrensgebühr im Kostenfest - setzungsverfahren gegen die unterlegene Partei (vgl. OLG Hamm Jur. Büro 2006, 202. KG Jur. Büro 2006, 202 . OLG Koblenz ZfS 2007, 709. OLG München RRfl. 2007, 686 in juris. VGH München - 4. Senat - NJW 2007, 170. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Oldenburg (1. ZS), OLGR 2006, 32).Sinn und Zweck der Anrechnungsregel in Vormerkung 3 Abs. 4 VV RVG ist es, den Mandanten vor einem zu hohem Rechtsanwaltshonorar und insbesondere auch davor zu schützen, dass der Rechtsanwalt allein im Hinblick auf seinen Vergütungsanspruch ein gerichtliches Verfahren einleitet (vgl. KG 1 W 256/07, Beschluss vom 17.07.2007 in juris unter Hinweis auf VGH München NJW 2007, 170 f. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Celle, aaO, in juris).
- VGH Bayern, 10.07.2006 - 4 C 06.1129
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Nach der überwiegenden Gegenmeinung hindert dagegen die Anrechnungsbestimmung nach Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG grundsätzlich nicht die Geltendmachung und Festsetzung der vollen Verfahrensgebühr im Kostenfest - setzungsverfahren gegen die unterlegene Partei (vgl. OLG Hamm Jur. Büro 2006, 202. KG Jur. Büro 2006, 202 . OLG Koblenz ZfS 2007, 709. OLG München RRfl. 2007, 686 in juris. VGH München - 4. Senat - NJW 2007, 170. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Oldenburg (1. ZS), OLGR 2006, 32).Sinn und Zweck der Anrechnungsregel in Vormerkung 3 Abs. 4 VV RVG ist es, den Mandanten vor einem zu hohem Rechtsanwaltshonorar und insbesondere auch davor zu schützen, dass der Rechtsanwalt allein im Hinblick auf seinen Vergütungsanspruch ein gerichtliches Verfahren einleitet (vgl. KG 1 W 256/07, Beschluss vom 17.07.2007 in juris unter Hinweis auf VGH München NJW 2007, 170 f. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Celle, aaO, in juris).
- BGH, 07.03.2007 - VIII ZR 86/06
Rechtsfolgen der Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
und 14.03.2007 (NJW 2007, 2049 + 2050). - BGH, 22.11.2006 - IV ZB 18/06
Prüfung materiell-rechtlicher Einwendungen im Kostenfestsetzungsverfahren
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Gleiches gilt dann, wenn der im Rechtsstreit unterlegene Gegner die vorgerichtlich entstandene Geschäftsgebühr bereits vor Erlass des Kostenfestsetzungsbeschlusses bezahlt hat (vgl. OLG Celle aaO, OLG Hamm aaO unter Hinweis auf BGH NJW-RR 2007, 422, (423)). - KG, 17.07.2007 - 1 W 256/07
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Sinn und Zweck der Anrechnungsregel in Vormerkung 3 Abs. 4 VV RVG ist es, den Mandanten vor einem zu hohem Rechtsanwaltshonorar und insbesondere auch davor zu schützen, dass der Rechtsanwalt allein im Hinblick auf seinen Vergütungsanspruch ein gerichtliches Verfahren einleitet (vgl. KG 1 W 256/07, Beschluss vom 17.07.2007 in juris unter Hinweis auf VGH München NJW 2007, 170 f. OVG Münster NJW 2006, 1991. OLG Celle, aaO, in juris). - OLG Stuttgart, 15.01.2008 - 8 WF 5/08
Rechtsanwaltsvergütung: Berufung der Staatskasse im …
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Die dargestellten Grundsätze sind in gleicher Weise anwendbar im Vergütungsfestsetzungsverfahren nach Bewilligung von Prozesskostenhilfe (Vgl. in juris : OLG Stuttgart, Beschluss vom 15.01.2008, 8 WF 5/08, a.A. : LAG Düsseldorf, 13 Ta 181/07 - Beschluss vom 02.11.2007 und VG Minden, 7 K 179/07 - Beschluss vom 21.01.2008 - Bl. 208 bis 218 d.A.) . - OLG München, 30.08.2007 - 11 W 1779/07
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Die einmal entstandene Verfahrensgebühr gehört aber zu den Kosten des Rechtsstreits im Sinne von § 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO und ist deshalb - soweit sie erwachsen ist - in der sich aus Nr. 3100, 3101 VV RVG ergebenden Höhe voll erstattungsfähig, und zwar auch dann, wenn sie sich im Verhältnis zum Mandanten durch Anrechnung einer zuvor entstandenen außergerichtlichen Geschäftsgebühr vermindert (KG aaO. OLG München RPfl. 2007, 686 f. OLG Hamm AGS 2008, 47 f in juris). - VGH Bayern, 06.03.2006 - 19 C 06.268
Rechtmäßigkeit der Anrechnung eines Teils der Geschäftsgebühr auf die …
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Nach einer vom VGH München (10. und 19. Senat - NJW 2006, 1990, ebenso OLG Oldenburg, 11. Zivilsenat, Beschluss vom 01.10.2007, 11 UF 67/07) sowie von (vornehmlich) von Verwaltungsgerichten vertretenen Auffassung ist auch im Kostenfestsetzungsverfahren nur der nach Anrechnung der anteiligen Geschäftsgebühr verbleibende Teil der Verfahrensgebühr gegen die erstattungspflichtige Partei festsetzbar. - LAG Düsseldorf, 02.11.2007 - 13 Ta 181/07
Festsetzung der Anwaltsvergütung im PKH-Verfahren; Anrechnung einer …
Auszug aus OLG Oldenburg, 18.02.2008 - 6 W 8/08
Die dargestellten Grundsätze sind in gleicher Weise anwendbar im Vergütungsfestsetzungsverfahren nach Bewilligung von Prozesskostenhilfe (Vgl. in juris : OLG Stuttgart, Beschluss vom 15.01.2008, 8 WF 5/08, a.A. : LAG Düsseldorf, 13 Ta 181/07 - Beschluss vom 02.11.2007 und VG Minden, 7 K 179/07 - Beschluss vom 21.01.2008 - Bl. 208 bis 218 d.A.) . - OLG Hamm, 27.09.2007 - 23 W 182/07
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
- OLG Celle, 16.01.2008 - 2 W 8/08
Berücksichtigung der teilweisen Anrechnung einer vorgerichtlich angefallenen …
- OLG Oldenburg, 01.10.2007 - 11 UF 67/07
Geltendmachung von im Prozesskostenhilfeverfahren entstandenen anwaltlichen …
- OLG Oldenburg, 11.05.2005 - 1 W 28/05
Beschwerde gegen einen Kostenfestsetzungsbeschluss; Berücksichtigung einer …
- VG Minden, 21.01.2008 - 7 K 179/07
- OLG Hamm, 28.01.2009 - 6 WF 426/08
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr bei Bewilligung von …
OVG, B. v. 29.4.2008, Az. 13 OA 39/08; a. A. OLG Oldenburg, B. v. 18.2.2008, Az. 6 W 8/08 und OLG Stuttgart FamRZ 2008, 1013). - OLG Hamm, 12.02.2009 - 6 WF 475/08
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr bei Bewilligung …
OVG, B. v. 29.4.2008, Az. 13 OA 39/08; a. A. OLG Oldenburg, B. v. 18.2.2008, Az. 6 W 8/08, und OLG Stuttgart, FamRZ 2008, 1013). - OLG Koblenz, 23.06.2009 - 14 W 380/09
Rechtsanwaltsgebühr: Anrechnung einer fiktiven Geschäftsgebühr auf die …
Der entgegenstehenden Auffassung, wonach die Geschäftsgebühr bei einem im PKH-Verfahren beigeordneten Rechtsanwalt jedenfalls dann nicht anzurechnen ist, wenn er hierauf tatsächlich keine Leistungen erhalten hat, ist dagegen nicht zu folgen (OLG Stuttgart v. 15.01.2008, 8 WF 5/08, FamRZ 2008, 1013; OLG Oldenburg v. 18.02.2008, 6 W 8/08 = JurBüro 2009, 21 = FamRZ 2009, 541). - OLG Hamm, 28.01.2009 - 6 WF 384/08
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr eines gerichtlichen …
OVG, B. v. 29.4.2008, Az. 13 OA 39/08; a. A. OLG Oldenburg, B. v. 18.2.2008, Az. 6 W 8/08 und OLG Stuttgart FamRZ 2008, 1013).
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Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 28.02.2008 - 6 W 8/08 |
Volltextveröffentlichung
- hilfeaufrufe.de
Beschwerde gegen Vollzug des Zwangsmittelbeschlusses
Verfahrensgang
- LG Mannheim, 03.07.2007 - 2 O 220/06
- LG Mannheim, 23.10.2007 - 2 O 220/06
- LG Mannheim, 16.11.2007 - 2 O 220/06
- OLG Karlsruhe, 28.11.2007 - 6 U 127/07
- LG Mannheim, 16.01.2008 - 2 O 220/06
- OLG Karlsruhe, 28.02.2008 - 6 W 8/08
- OLG Karlsruhe, 22.04.2009 - 6 U 127/07
- LG Mannheim, 22.07.2009 - 2 O 220/06
- LG Mannheim, 03.11.2009 - 2 O 220/06
- LG Mannheim, 04.11.2009 - 2 O 220/06
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- LG Mannheim, 16.11.2007 - 2 O 220/06
Markenlöschung Zwangsmittel Auskunftserteilung
Auszug aus OLG Karlsruhe, 28.02.2008 - 6 W 8/08
Die sofortige Beschwerde der Vollstreckungsschuldner gegen den Beschluss des Landgerichts Mannheim vom 16.11.2007 (Az. 2 O 220/06 ZV I) wird zurückgewiesen.
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