Rechtsprechung
| VG Oldenburg, 07.05.2004 - 7 A 92/03 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
AuslG § 51 Abs. 1
Togo, Kotokoli, Geschlechtsspezifische Verfolgung, Genitalverstümmelung, Glaubwürdigkeit, Verfolgungsbegriff, Verfolgung durch Dritte, Mittelbare Verfolgung, Zurechenbarkeit, Schutzbereitschaft, Schutzfähigkeit, Interne Fluchtalternative - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 10.07.1989 - 2 BvR 502/86
Tamilen
Auszug aus VG Oldenburg, 07.05.2004 - 7 A 92/03
Eine Verfolgung ist dann eine politische, wenn sie dem Einzelnen in Anknüpfung an seine politische Überzeugung, seine religiöse Grundentscheidung oder ein für ihn unverfügbaren Merkmale, die sein Anderssein prägen, gezielt Rechtsverletzungen zufügt, welche ihn ihrer Intensität nach aus der übergreifenden Friedensordnung der staatlichen Einheit ausgrenzen (siehe dazu BVerfG, Beschluss vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502, 1000, 961/86, NVwZ 1990, 151 ff.). - BVerwG, 15.03.1988 - 9 C 278.86
Asylrecht - Politische Verfolgung - Persönliche Merkmale - Genfer Konvention - …
Auszug aus VG Oldenburg, 07.05.2004 - 7 A 92/03
Der den Betroffenen gewährte asylrechtliche Schutz beruht auf dem allgemeinen Gesichtspunkt, dass derjenige Asyl genießen soll, der Verfolgungsmaßnahmen deshalb befürchten muss, weil er aufgrund unabänderlicherer persönlicher Merkmale anders ist als er nach Ansicht des Verfolgers zu sein hat ( BVerwG, Urteil vom 15. März 1988 - 9 C 278/86 -, BVerwGE 79, 143 ff.). - BVerfG, 02.07.1980 - 1 BvR 147/80
Wirtschaftsasyl
Auszug aus VG Oldenburg, 07.05.2004 - 7 A 92/03
Soweit es nicht um eine unmittelbare Gefahr für Leib, Leben oder persönliche Freiheit geht, können Beeinträchtigungen der bezeichneten Rechtsgüter ein Asylrecht nur dann begründen, wenn sie ihrer Intensität und Schwere nach die Menschenwürde verletzen und über das hinausgehen, was die Bewohner des Heimatstaats aufgrund des dort herrschenden Systems allgemein hinzunehmen haben ( BVerfG, Urteil vom 2. Juli 1980 - 1 BvR 147/80 ..., BVerfGE 54, 341 ff.). - BVerwG, 31.03.1981 - 9 C 286.80
Voraussetzungen für die Gewährung von Asyl bei zuvor schon einmal erlittener …
Auszug aus VG Oldenburg, 07.05.2004 - 7 A 92/03
Im Falle der Rückkehr der Klägerin nach Togo alsbald oder in absehbarer Zeit ( s. dazu BVerwG, Urteil vom 31. März 1981 - 9 C 286.80 -, Buchholz 402.24 Nr. 27 zu § 28 AuslG a.F.) kann ihre zwangsweise Beschneidung nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.
- VG Düsseldorf, 26.06.2006 - 12 K 1221/04 Ferner die Rechtsprechungsnachweise in: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge, "Weibliche Genitalverstümmelung", Information, Juli 2005, S. 41 ff. Zu der vor dem 1.1.2005 geltenden Rechtslage: Für Verfolgung im Sinne von § 51 Abs. 1 AusIG: VG Oldenburg, Urteil vom 7. Mai 2004 (7 A 92/03.A); VG München, Urteil vom 6. März 2001 (M21 K 98.51167), S. 11 ff., 19 ff. m.w.N.; dagegen VG München, Urteil vom 11. Januar 2001 (M 29 K 00.51158); VGH München, Beschluss vom 30. Juni 2004 (25 B 01.30985).
zu dieser Frage einerseits VG Oldenburg, Urteil vom 7. Mai 2004 {7 A 92/03.A), andererseits VG Stuttgart, Urteil vom 29. April 2005 (A 17 K 10737/05); nicht grundsätzlich klärend OVG Lüneburg, Beschluss vom 20. Oktober 2005 (7 LA 131/04); BVerwG, Beschluss vom 27. April 2000 (9 B 153.00), NVwZ-Beilage 2000, 98,.
- VG Köln, 03.03.2005 - 16 K 586/01
'Côte d''Ivoire, Geschlechtsspezifische Verfolgung, Genitalverstümmelung, Djoula, …
Rn. 40 Vgl. VG Gelsenkirchen, - Urteil vom 21.07.2004 - 10a K 5337/01.A - ; im Ergebnis ebenso VG Oldenburg, Urteil vom 07.05.2004 - 7 A 92/03 -. - VG Freiburg, 26.01.2005 - A 1 K 11012/03
Geschlechtsspezifische nichtstaatliche Verfolgung einer togoischen Frau als …
Dass eine drohende Beschneidung und die damit verbundene Behandlung der Frauen in Togo eine Verfolgung im Sinne von § 51 Abs. 1 AuslG bzw. von § 53 Abs. 6 AuslG darstellt, die dem togoischen Staat zurechenbar ist, haben schon zur alten Rechtslage Gerichte überzeugend bejaht (VG Oldenburg, Urt. v. 07.05.2004 - 7 A 92/03, AsylMagazin 9/2004, 32 und VG München, Urt. v. 03.08.2004 - 10 K 2238/02.A, AsylMagazin 11/2004,32). - VG Freiburg, 10.01.2007 - A 1 K 11055/05 Dass eine drohende Beschneidung und die damit verbundene Behandlung der Frauen in Togo eine Verfolgung im Sinne von § 51 Abs. 1 AusIG bzw. von § 53 Abs. 6 AusIG darstellt, die dem togoischen Staat zurechenbar ist, haben schon zur alten Rechtslage Gerichte überzeugend bejaht (VG Oldenburg, Urt. v. 07.05.2004 - 7 A 92/03, AsylMagazin 9/2004, 32 und VG München, Urt. v. 03.08.2004 -10 K 2238/02.A, AsylMagazin 11/2004,32).
- OVG Niedersachsen, 20.10.2005 - 7 LA 131/04 Az.: 7 LA 131/04 7 A 92/03.
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