Rechtsprechung
| BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44, 45.88, 7 C 44.88, 7 C 45.88 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- verkehrslexikon.de
Zur Prognosebildung hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxigewerbes bei der Erteilung von Taxikonzessionen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes - Antrag auf Taxengenehmigungserteilung - Auswirkungen auf Verkehrsbedingungen - Bedrohung der Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes - Begrenzt verfügbare Taxengenehmigungen - Zeitliche Reinfolge des Eingangs der ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes - Antrag auf Taxengenehmigungserteilung - Auswirkungen auf Verkehrsbedingungen - Bedrohung der Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes - Begrenzt verfügbare Taxengenehmigungen - Zeitliche Reinfolge des Eingangs der ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
PBefG § 13
- rechtsportal.de (Leitsatz)
PBefG § 13 Abs. 4, Abs. 5
Verfahrensgang
- BVerwG, 08.06.1988 - 7 C 44.88
- BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44, 45.88, 7 C 44.88, 7 C 45.88
Papierfundstellen
- BVerwGE 82, 295
- NJW 1990, 1376
- NZV 1990, 85
- DVBl 1990, 50
- DÖV 1990, 249
Wird zitiert von ... (47) Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 15.04.1988 - 7 C 94.86
Zum behördlichen Beurteilungsspielraum bei der Einschätzung einer Bedrohung der …
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Vielmehr ist, wovon der Senat übrigens in ständiger Rechtsprechung ausgeht (vgl. Urteil vom 25. Februar 1966 - BVerwG 7 C 24.65 - BVerwGE 23, 314 ; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 7 C 57.79 - BVerwGE 64, 238 ; Urteil vom 15. April 1988 - BVerwG 7 C 94.86 - BVerwGE 79, 208 = Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 28), eine einheitliche Betrachtung der Verhältnisse im örtlichen Taxengewerbe und der durch Erteilung weiterer Genehmigungen zu erwartenden Auswirkungen geboten.Von daher ergibt sich folgendes: Die Konzessionierung des örtlichen Taxengewerbes ist nach dem Willen des Gesetzgebers ein Instrument bestmöglicher Befriedigung des öffentlichen Bedürfnisses nach individueller Verkehrsbedienung in Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr und von Verfassungs wegen (Art. 12 Abs. 1 GG) nur mit dieser Zielsetzung als Beschränkung des Zugangs zum Beruf des Taxenunternehmers gerechtfertigt (BVerfGE 11, 168; vgl. auch BVerwGE 79, 208 ff. ).
Der erkennende Senat hat bereits im Urteil vom 15. April 1988 (a.a.O. S. 217) ausgeführt, dass dieser Gedanke auf die Erteilung von Taxengenehmigungen nicht in gleicher Weise zutrifft wie auf die Vergabe von Studienplätzen; denn bei Studienplätzen gehe es um die Ausschöpfung einer jeweils semesterweise zu ermittelnden Kapazität von Hochschuleinrichtungen, die ungenutzt bliebe, wenn der klageweise geltend gemachte Anspruch wegen der ungünstigen Rangstelle des Klägers abgewiesen werde.
Der Senat hat im Urteil vom 15. April 1988 (a.a.O. Seite 218) allerdings ausgeführt, ein Kläger könne bei rechtsfehlerhafter behördlicher Prognose (zur begrenzten, nämlich nur rechtlichen, Überprüfbarkeit der Prognose im einzelnen BVerwGE 79, 208 ) trotz vorrangiger nicht klagender Mitbewerber statt eines Anspruchs auf erneute Bescheidung seines Antrags durch die beklagte Behörde ausnahmsweise einen (unmittelbaren) Anspruch auf die beantragte Taxengenehmigung haben sowie darauf, dass die Behörde vom Gericht zu deren Erteilung verpflichtet wird.
Auch dies hat der erkennende Senat in dem genannten Urteil vom 15. April 1988 (a.a.O. Seite 218) bereits ausgeführt.
Bei der Überprüfung der Prognose wird das Berufungsgericht außer den vom erkennenden Senat im Urteil vom 15. April 1988 (BVerwGE 79, 208 ) genannten Grenzen gerichtlicher Kontrolle von behördlichen Prognoseentscheidungen weiter folgendes zu berücksichtigen haben:.
Die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes ist nur um des öffentlichen Verkehrsinteresses willen geschützt, nicht hingegen zum Schutz des bestehenden Gewerbes vor - möglicherweise einzelne Unternehmer ruinierender - Konkurrenz (vgl. im einzelnen Urteil des Senats vom 15. April 1988, a.a.O. S. 210 ff.).
Der erkennende Senat hat zur Anwendung dieser Merkmale im einzelnen im Urteil vom 15. April 1988 (a.a.O., Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 28 Seite 7 ff., insoweit in BVerwGE 79, 208, nicht abgedruckt) Stellung genommen.
Kommt das Berufungsgericht nach erneuter Verhandlung zu dem Ergebnis, dass die Prognose der Beklagten auch im Zeitpunkt der erneuten Entscheidung ohne Rechtsverstoß (vgl. BVerwGE 79, 208 ) aufrechterhalten werden kann, so darf es der Klage nicht unter dem Gesichtspunkt stattgeben, der höchstens einjährige Beobachtungszeitraum dürfe nicht verlängert werden, ohne dass zuvor weitere Genehmigungen erteilt werden.
- BVerwG, 27.11.1981 - 7 C 57.79
Zur Versagung einer Kraftdroschkengenehmigung wegen Bedrohung der Existenz des …
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Vielmehr ist, wovon der Senat übrigens in ständiger Rechtsprechung ausgeht (vgl. Urteil vom 25. Februar 1966 - BVerwG 7 C 24.65 - BVerwGE 23, 314 ; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 7 C 57.79 - BVerwGE 64, 238 ; Urteil vom 15. April 1988 - BVerwG 7 C 94.86 - BVerwGE 79, 208 = Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 28), eine einheitliche Betrachtung der Verhältnisse im örtlichen Taxengewerbe und der durch Erteilung weiterer Genehmigungen zu erwartenden Auswirkungen geboten.Das Berufungsgericht verkennt dabei, dass der Gesetzgeber - einer Anregung des erkennenden Senats (vgl. BVerwGE 64, 238 ) folgend - das mit der Vormerkliste verfolgte Prioritätsprinzip in § 13 Abs. 5 PBefG ausdrücklich als ein Auswahlkriterium bei einem Bewerberüberhang normiert hat, da es "dem Gerechtigkeitsgedanken besser genügen könne als denkbare andere rechtsstaatliche Lösungen" und "Raum für weitere Differenzierungen lässt" (BVerwGE 64, 238 , im Anschluss an BVerwGE 16, 190 ; 23, 314 ).
- BVerwG, 25.02.1966 - VII C 24.65
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Vielmehr ist, wovon der Senat übrigens in ständiger Rechtsprechung ausgeht (vgl. Urteil vom 25. Februar 1966 - BVerwG 7 C 24.65 - BVerwGE 23, 314 ; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 7 C 57.79 - BVerwGE 64, 238 ; Urteil vom 15. April 1988 - BVerwG 7 C 94.86 - BVerwGE 79, 208 = Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 28), eine einheitliche Betrachtung der Verhältnisse im örtlichen Taxengewerbe und der durch Erteilung weiterer Genehmigungen zu erwartenden Auswirkungen geboten.Das Berufungsgericht verkennt dabei, dass der Gesetzgeber - einer Anregung des erkennenden Senats (vgl. BVerwGE 64, 238 ) folgend - das mit der Vormerkliste verfolgte Prioritätsprinzip in § 13 Abs. 5 PBefG ausdrücklich als ein Auswahlkriterium bei einem Bewerberüberhang normiert hat, da es "dem Gerechtigkeitsgedanken besser genügen könne als denkbare andere rechtsstaatliche Lösungen" und "Raum für weitere Differenzierungen lässt" (BVerwGE 64, 238 , im Anschluss an BVerwGE 16, 190 ; 23, 314 ).
- BVerfG, 08.06.1960 - 1 BvL 53/55
Taxi-Beschluß
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Von daher ergibt sich folgendes: Die Konzessionierung des örtlichen Taxengewerbes ist nach dem Willen des Gesetzgebers ein Instrument bestmöglicher Befriedigung des öffentlichen Bedürfnisses nach individueller Verkehrsbedienung in Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr und von Verfassungs wegen (Art. 12 Abs. 1 GG) nur mit dieser Zielsetzung als Beschränkung des Zugangs zum Beruf des Taxenunternehmers gerechtfertigt (BVerfGE 11, 168; vgl. auch BVerwGE 79, 208 ff. ). - BVerwG, 08.02.1980 - 7 C 93.77
Beiladung, notwendige; Lehrnachfrage, Bestimmung der; Regellehrverpflichtung
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Danach darf nämlich der grundrechtlich geschützte Zulassungsanspruch bei gerichtlicher Geltendmachung nicht daran scheitern, dass andere, nicht klagende Bewerber vorrangig zu berücksichtigen gewesen wären und das verfügbare Kontingent, hätte die Behörde es von vornherein richtig ermittelt, erschöpft hätten (vgl. BVerfGE 39, 258 ; BVerwGE 60, 25). - BVerfG, 09.04.1975 - 1 BvR 344/73
Kapazitätsausnutzung
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Danach darf nämlich der grundrechtlich geschützte Zulassungsanspruch bei gerichtlicher Geltendmachung nicht daran scheitern, dass andere, nicht klagende Bewerber vorrangig zu berücksichtigen gewesen wären und das verfügbare Kontingent, hätte die Behörde es von vornherein richtig ermittelt, erschöpft hätten (vgl. BVerfGE 39, 258 ; BVerwGE 60, 25). - BVerwG, 28.06.1963 - VII C 23.63
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
Das Berufungsgericht verkennt dabei, dass der Gesetzgeber - einer Anregung des erkennenden Senats (vgl. BVerwGE 64, 238 ) folgend - das mit der Vormerkliste verfolgte Prioritätsprinzip in § 13 Abs. 5 PBefG ausdrücklich als ein Auswahlkriterium bei einem Bewerberüberhang normiert hat, da es "dem Gerechtigkeitsgedanken besser genügen könne als denkbare andere rechtsstaatliche Lösungen" und "Raum für weitere Differenzierungen lässt" (BVerwGE 64, 238 , im Anschluss an BVerwGE 16, 190 ; 23, 314 ).
- BVerwG, 31.01.2008 - 3 B 77.07
Zur Prognosebildung und zur Ermessensausübung bei der Vergabe von …
Gefordert ist demnach eine prognostische Einschätzung der Genehmigungsbehörde über die Zahl der ohne Gefahr für die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes höchstens zuzulassenden Taxen, also eine Prognose dazu, welche Zahl neuer Taxen das örtliche Taxengewerbe "verträgt", ohne in seiner vom öffentlichen Verkehrsinteresse her zu bestimmenden Funktionsfähigkeit bedroht zu sein (Urteil vom 7. September 1989 - BVerwG 7 C 44 und 45.88 - BVerwGE 82, 295 ).Die Annahme einer solchen, die Versagung weiterer Genehmigungen rechtfertigenden Bedrohung setzt voraus, dass die Behörde die von ihr prognostizierte Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Taxengewerbes anhand der dafür maßgeblichen Gesichtspunkte, von denen in § 13 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 bis 4 PBefG einige beispielhaft aufgeführt sind, konkret belegt (BVerwG, Urteil vom 7. September 1989 a.a.O. S. 302).
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass ein Bewerber, der die subjektiven Zulassungsvoraussetzungen des § 13 Abs. 1 PBefG erfüllt, einen Anspruch auf Erteilung einer Taxengenehmigung hat, wenn es an einer rechtmäßigen behördlichen Prognose über die Zahl der ohne Gefahr für die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes höchstens zuzulassenden Taxen fehlt und die Behörde nicht substantiiert Umstände darlegt, die es in hohem Maße zweifelhaft erscheinen lassen, dass der Kläger bei Beachtung der Vormerkliste zum Zug kommen kann (Urteil vom 7. September 1989 a.a.O. Leitsatz 4 und S. 300).
- VGH Baden-Württemberg, 27.10.2016 - 12 S 2257/14
Genehmigungen für den Gelegenheitsverkehr mit Taxen nach dem …
Soweit die zwischenzeitlich wohl mehrheitlich vertretene Auffassung zutreffen sollte, der Rang auf der Vormerkliste für die Vergabe von Taxikonzessionen gebe dem Bewerber eine den Schutz des § 42 Abs. 2 VwGO genießende Rechtsposition, die u.a. zum Widerspruch gegen die Zuteilung einer Konzession außerhalb der Vormerkliste oder ohne Berücksichtigung der Rangfolge berechtige (vgl. hierfür OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.06.1990 - 13 B 1283/90 - NVwZ-RR 1991, 1477 C 45.88 - DVBl. 1990, 50>; VG Sigmaringen…, Urteil vom 11.11.2015 - 1 K 3511/14 - juris Rn. 43 ;… Bauer, Personenbeförderungsgesetz, 1. Aufl. 2010, § 13 Rn. 69;… Jahn, in: Redeker/Uechtritz, Anwalts-Handbuch Verwaltungsverfahren, 2. Aufl., 2012, C. Personenbeförderungsrecht, Rn. 82; dagegen noch BVerwG, Urteil vom 28.06.1963 - VII C 23.63 - BVerwGE 16, 190 [194]), dürfte eine Unanfechtbarkeit der Genehmigung jedenfalls derzeit nicht gegeben sein. - OVG Niedersachsen, 05.05.2026 - 3 A 247/24
Warteliste; Taxengenehmigung; Gefährdungsprognose; fehlerhafte …
Zur Annahme einer Bedrohung der Funktionsfähigkeit dieses jedermann zugänglichen Verkehrsangebots genügt deshalb eine von der Behörde konkret zu belegende Gefahr, dass die Erteilung weiterer Genehmigungen zu schwerwiegenden Mängeln in der Verkehrsbedienung durch Taxen führen kann, etwa derart, dass die Existenzfähigkeit von Betrieben allgemein nur unter übermäßiger, die Verkehrssicherheit gefährdender Einsatzzeit der Fahrer oder nur unter Einsatz unterbezahlter Gelegenheitsfahrer mit ähnlichen Gefahren für die Verkehrssicherheit oder die ansonsten zuverlässige Verkehrsbedienung gesichert werden kann (BVerwG, Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 u.a. -, juris Rn. 16).aa) Entgegen der Auffassung des Klägers sind im Rahmen der Prognose nach § 13 Abs. 4 PBefG nicht (nur) die Auswirkungen der für den vorliegenden Rechtsstreit maßgeblichen beantragten Genehmigungen zu bewerten, sondern eine einheitliche Betrachtung der im Gebiet der Genehmigungsbehörde herrschenden Verhältnisse vorzunehmen und - wie hier - bei Vorliegen mehrerer Bewerbungen die zu erwartenden Auswirkungen einer Erteilung weiterer Genehmigungen in den Blick zu nehmen (vgl. BVerwG, Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 u.a. -, juris Rn. 8;… OVG NRW, Beschl. v. 8.5.2007 - 13 A 3388/03 -, juris Rn. 24).
Dies ist zum einen, wenn dem Gericht je nach den Umständen des Einzelfalls die Feststellung möglich ist, dass eine rechtmäßige behördliche Prognose eine bestimmte Mindestzahl neu zuzulassender Bewerber keinesfalls unterschreitet (BVerwG, Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 -, juris Rn. 13).
Ein Bewerber, der nach seiner Rangstelle auf der Warteliste innerhalb einer solchen "Grauzone" liegt, hat, da sein Begehren nicht aussichtslos ist, gleichfalls einen Anspruch auf positive und nicht nur auf erneute Bescheidung seines Antrags (BVerwG, Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 -, juris Rn. 13).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 10.06.2008 - 13 A 1779/06
Anspruch auf Erteilung einer Genehmigung zum qualifizierten Krankentransport mit …
Rn. 77 Urteile vom 7. September 1989 - 7 C 44.88 u.a. -, BVerwGE 82, 295 sowie vom 15. April 1988 - 7 C 94.86 -, BVerwGE 79, 208,. - VG Münster, 08.11.2002 - 10 K 169/00
Voraussetzungen für die Erteilung einer Taxikonzession; Ausgestaltung der …
Rn. 23 BVerwG, Urt. v. 07. September 1989 - 7 C 44, 45.88 -, BVerwGE 82, 295 (302); BVerwG, Urt. v. 15. April 1988 - 7 C 94/86 -, NJW 1988, 3221.Rn. 25 BVerwG, Urt. v. 07. September 1989 - 7 C 44, 45.88 -, BVerwGE 82, 295 (297/298); BVerwG, Urt. v. 15. April 1988 - 7 C 94/86 -, NJW 1988, 3221 (3222).
Rn. 39 Vgl. zum Prioritätsgrundsatz BVerwG, Urt. v. 07. September 1989 - 7 C 44, 45.88 -, BVerwGE 82, 295 (298).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.04.2008 - 13 A 8/07
Unzuverlässigkeit eines Unternehmers bei unkorrektem Verhalten als Taxifahrer …
Der Kläger hat nach der bei Verpflichtungsklagen grundsätzlich und auch hier maßgeblichen Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung in der letzten Tatsacheninstanz, vgl. BVerwG, Urteile vom 15.4.1988 - 7 C 94.86 -, NJW 1988, 3221, und vom 7.9.1989 - 7 C 44, 45.88 -, NJW 1990, 1376, einen Anspruch auf Erteilung einer Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit einer Taxe. - VG Karlsruhe, 20.04.2017 - 3 K 2922/16
Anspruch auf Erteilung von zehn Genehmigungen für den Verkehr mit Taxen im Bezirk …
Für die Annahme einer Bedrohung der Funktionsfähigkeit des Taxengewerbes genügt deshalb eine von der Behörde konkret zu belegende Gefahr, dass die Erteilung weiterer Genehmigungen zu schwerwiegenden Mängeln in der Verkehrsbedienung durch Taxen führen kann, etwa derart, dass die Existenzfähigkeit von Betrieben allgemein nur unter übermäßiger, die Verkehrssicherheit gefährdender Einsatzzeit der Fahrer oder nur unter Einsatz unterbezahlter Gelegenheitsfahrer mit ähnlichen Gefahren für die Verkehrssicherheit oder die ansonsten zuverlässige Verkehrsbedienung gesichert werden kann (vgl. BVerwG, Urt. v. 07.09.1989 - 7 C 44/88 u.a. - BVerwGE 82, 295ff., juris Rn. 16). - VG Stade, 16.04.2013 - 1 A 1608/12
Voraussetzungen für die Versagung der Genehmigung für den Taxiverkehr wegen …
Das Gesetz hat in § 13 Abs. 4 Satz 2 Nrn. 1 bis 4 PBefG beispielhaft und nicht abschließend einige Merkmale aufgeführt, die indizielle Bedeutung für die Bewertung der Frage haben können, ob bei weiteren Genehmigungen über den vorhandenen Bestand hinaus die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes bedroht wird oder nicht (…zum Vorstehenden: BVerwG, Urt. v. 15.4.1988 - 7 C 94.86 -, BVerwGE 79, 208; Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 u.a., - BVerwGE 82, 295; Beschl. v. 31.1.2008 - 3 B 77.07-; juris).Die Genehmigungsbehörde hat eine prognostische Einschätzung zu treffen, die durch das Gericht nur dahin überprüfbar ist, ob die Behörde den maßgebenden Sachverhalt zutreffend und vollständig ermittelt, die entscheidungserheblichen Gesichtspunkte erkannt und den möglichen Verlauf der Entwicklung nicht offensichtlich fehlerhaft eingeschätzt hat (…zum Vorstehenden: BVerwG, Urt. v. 15.4.1988 - 7 C 94.86 -, BVerwGE 79, 208; Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 u.a., - BVerwGE 82, 295; Beschl. v. 31.1.2008 - 3 B 77.07- juris).
Damit ein Verpflichtungsbegehren auf Erteilung einer Taxikonzession Erfolg hat, muss der klagende Bewerber zudem eine Rangstelle auf der Vormerkliste erreicht haben oder innerhalb einer "Grauzone" liegen, bei der für das Gericht nicht offenkundig ist, dass eine Erteilung von Genehmigungen bis zu (einschließlich) dieser Rangstelle die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes bedrohen würde und eine (weitere) Aufstockung des Taxikontingents ohne offensichtliche Bedrohung des örtlichen Taxengewerbes möglich ist (BVerwG, Urt. v. 7.9.1989 - 7 C 44.88 u.a.-; BVerwGE 82, 295; OVG für das Land Nordrhein - Westfalen, Beschl. v.8.5.2007 - 13 A 3388/03 -, juris).
- VG Koblenz, 20.10.2008 - 4 K 1786/07
Taxikonzession für Flughafen Hahn erstritten
Gefordert ist demnach eine prognostische Einschätzung der Genehmigungsbehörde über die Zahl der ohne Gefahr für die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes höchstens zuzulassenden Taxen, also eine Prognose dazu, welche Zahl neuer Taxen das örtliche Taxengewerbe "verträgt", ohne in seiner vom öffentlichen Verkehrsinteresse her zu bestimmenden Funktionsfähigkeit bedroht zu sein (BVerwG, Beschluss vom 31.01.2008 - 3 B 77.07 -, juris, unter Bezugnahme auf sein Urteil vom 07.09.1989 - 7 C 44/88 u.a. - BVerwGE 82, 295 ff.).Eine Prognose dazu, welche Zahl neuer Taxen das örtliche Taxengewerbe in Lautzenhausen am Flughafen Hahn "verträgt", ohne in seiner vom öffentlichen Verkehrsinteresse her zu bestimmenden Funktionsfähigkeit bedroht zu sein (BVerwG, Beschluss vom 31.01.2008 - 3 B 77.07 - juris, unter Bezugnahme auf sein Urteil vom 07.09.1989, Urteil vom 07.09.1989 - 7 C 44/88 u.a. - BVerwGE 82, 295 ff.), ist in dem Gutachten nicht zu finden.
- OVG Sachsen-Anhalt, 16.06.2022 - 3 K 196/19
Normenkontrolle in Bezug auf eine außer Kraft getretene Taxentarifordnung
Ziel ist eine möglichst gute Bedienung des individuellen öffentlichen Verkehrs vor allem in Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr (vgl. BVerwG, Urteil vom 7. September 1989 - 7 C 44.88 - juris). - LSG Nordrhein-Westfalen, 07.10.1998 - L 11 KA 62/98
Vertragsarztrecht
- OVG Schleswig-Holstein, 21.07.2009 - 4 LB 3/08
Sondervereinbarung im Personenbeförderungsrecht
- VGH Baden-Württemberg, 05.07.2017 - 9 S 8/16
Konkurrentenstreitigkeit hinsichtlich der Vergabe von Taxikonzessionen
- VG Sigmaringen, 05.04.2016 - 4 K 900/15
Genehmigung zum Betrieb weiterer Taxen; Zwischenbescheid; Fiktion; Bedrohung der …
- VGH Bayern, 16.03.2023 - 11 CE 23.60
Verlängerung einer Genehmigung zur Ausübung des Verkehrs mit Taxen
- OLG Stuttgart, 15.03.2023 - 4 U 114/21
Schadensersatzanspruch wegen einer (rechtswidrigen) Versagung der …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 16.09.2008 - 13 A 1557/06
Durchführung der rettungsdienstlichen Aufgabe des Krankentransports; Verlängerung …
- VGH Hessen, 03.09.2021 - 2 A 2801/20
- VG Düsseldorf, 10.03.2005 - 6 K 8227/02
Voraussetzungen des Anspruchs auf Erteilung einer Genehmigung zum …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 08.05.2007 - 13 A 3388/03
Erteilung einer Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit einer Taxe; Abbau von …
- VG Düsseldorf, 10.03.2005 - 6 K 2210/02
Klagen auf Erteilung von Taxikonzessionen in Düsseldorf abgewiesen
- VG Düsseldorf, 10.03.2005 - 6 K 6695/03
Anforderungen an das Vorliegen eines Anspruchs auf Erteilung einer begehrten …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 16.09.2008 - 13 A 2763/06
Erteilung einer Genehmigung zum Krankentransport für zwei Fahrzeuge; Erteilung …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 11.06.1990 - 13 B 1283/90
Gewerberecht: Erteilung einer Taxi-Konzession, Klagbarer Schutz des Ranges auf …
- VG Neustadt, 24.06.2015 - 3 K 662/14
Beurteilung der Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxengewerbes durch die …
- OVG Brandenburg, 18.12.2003 - 4 A 12/01
Rettungsdienst, Berufungsverfahren, Zulassung zum Krankentransport, Zur …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 28.07.2003 - 13 B 29/03
Erteilung einer Taxikonzession; Aussichtslose Position auf der Vormerkliste; …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 12.03.1997 - L 11 SKa 85/96
Auswirkungen eines Konkursverfahrens auf die Zulassung; Vertragsarztpraxis als …
- VG Freiburg, 21.11.2019 - 6 K 1753/17
Erteilung von Taxikonzessionen
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.04.2016 - 13 B 1450/15
Anfechtbarkeit der Genehmigung einer Sondervereinbarung für Krankenfahrten durch …
- VG Koblenz, 18.12.2006 - 4 K 329/06
Betriebsgenehmigung für Taxi am Flughafen Hahn zu Unrecht versagt
- VGH Bayern, 07.06.2000 - 26 N 99.2961
Bauplanungsrecht: Zulässigkeit eines Einzelhandelsgroßprojekts
- OVG Niedersachsen, 19.06.2000 - 11 M 1026/00
Funktionsschutzklausel; Krankentransport; Privatunternehmen; Privatunternehmer; …
- VG Minden, 07.11.2012 - 7 K 2165/10
Voraussetzungen für die Erteilung einer Genehmigung zur Durchführung von …
- BVerwG, 02.10.1997 - 3 B 2.97
Zur Verfassungsmäßigkeit des automatischen Erlöschens der Taxengenehmigung bei …
- VG Düsseldorf, 14.05.2014 - 7 K 4350/12
Keine isolierte Anfechtbarkeit von Inhaltsbestimmungen; Beeinträchtigung des …
- VG Düsseldorf, 13.12.2002 - 6 L 358/02
Anforderungen an das Vorliegen eines Anspruchs auf Erteilung einer Genehmigung …
- VG Lüneburg, 15.12.2004 - 5 A 71/03
Altersrente; Altersversorgung der Zahnärzte; Altersversorgungswerk; …
- VG Düsseldorf, 30.05.2012 - 7 K 3304/11
Sekundärtransport Wettbewerb Auflage Querspaltung Rettungswagen Betriebsbereich …
- BVerwG, 22.03.2011 - 1 WB 24.10
- VG Düsseldorf, 05.12.2014 - 7 K 8443/12
Erteilung von Genehmigungen zur Durchführung von Krankentransporten mit …
- VG Aachen, 29.09.2009 - 2 K 1447/07
Antrag eines schwerbehinderten Rentners auf bevorzugte Erteilung einer …
- VG Lüneburg, 15.12.2004 - 5 A 55/04
Absenkung; Altersrente; Alterssicherungsordnung; Altersversorgungswerk; …
- VG Gießen, 14.03.2003 - 8 G 412/03
Vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz; Windfarm; unselbständige …
- VG Koblenz, 08.07.2003 - 6 K 3211/02
- VG München, 26.03.2009 - M 23 K 07.405
Taxiunternehmer; Konkurrentenrechtsstreit
- VG Koblenz, 12.11.2007 - 4 K 240/07
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Rechtsprechung
| BVerwG, 08.06.1988 - 7 C 44.88 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Verfahren
Verfahrensgang
- BVerwG, 08.06.1988 - 7 C 44.88
- BVerwG, 07.09.1989 - 7 C 44.88
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