Rechtsprechung
| VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05.MZ |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Beteiligung an einem Vergabeverfahren um freie Studienplätze im ersten Fachsemester des Studiengangs Medizin; Hochschulinternes Auswahlverfahren; Bewertung des Auswahlgesprächs; Rechtsfehler einer Auswahlentscheidung mangels Nachvollziehbarkeit
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 09.12.1992 - 6 C 3.92
Prüfungsrecht - Bewertung - Schriftliche Begründung - Effektiver Rechtsschutz - …
Auszug aus VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05
Insofern sind hier nach Auffassung der Kammer im Wesentlichen dieselben rechtlichen Anforderungen an die Begründung der Auswahlentscheidung zu stellen, wie sie die Rechtsprechung (vgl. BVerwG, Urteil vom 09. Dezember 1992 - 6 C 3.92 -, BVerwGE 91, 262, 269) zur Begründung von Prüfungsentscheidungen entwickelt hat. - BVerwG, 22.06.1973 - VII C 7.71
Zulassungsrichtlinien der Universität Münster zum Studium der Zahnmedizin - …
Auszug aus VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05
Denn durch den Zeitablauf eines bestimmten Semesters hat sich das Begehren der Antragstellerin, welches primär auf Zulassung zum Studium gerichtet ist, nicht erledigt; vielmehr könnte eine Zulassung nach positiv verlaufendem Auswahlgespräch auch zu einem späteren Semester erfolgen, wenn ihr ein Zulassungsanspruch zustünde (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1973 - 7 C 7.71 -, BVerwGE 42, 296, 299; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13. Dezember 1974 - 15 A 892/74 -). - VGH Hessen, 03.06.1987 - 6 TG 805/87
Einstweilige Anordnung: nochmalige Teilnahme an einem medizinischen …
Auszug aus VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05
Die Kammer folgt insoweit dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 13. August 1987 - 13 B 598/87 - (NVwZ 1988, 957, 958), wonach in den Fällen eines fehlerhaft durchgeführten Auswahlverfahrens eine analoge Anwendung von § 19 Abs. 3 VergabeVO ZVS geboten ist, so dass die ZVS die Antragstellerin vorab als Teilnehmerin des nächsten Auswahlgesprächs zu bestimmen hat (vgl. so schon Beschluss der Kammer vom 11. November 1987 - 7 L 50/87 - Hessischer VGH, Beschluss vom 03. Juni 1987 - 6 TG 805/87 -, NVwZ 1988, 956, 957). - VGH Bayern, 11.12.1987 - 7 CE 87.01052
Auszug aus VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05
Die Entscheidung der Auswahlkommission beruht auf einer wertenden und vergleichenden Beurteilung der mit den einzelnen Konkurrenzbewerbern geführten Auswahlgespräche, für die der Auswahlkommission - ähnlich wie z. B. bei Prüfungsentscheidungen - wegen der nicht nachvollziehbaren und nicht wiederholbaren Beurteilungsgrundlagen eine gerichtlich nicht überprüfbare Beurteilungsermächtigung zusteht (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20. November 1997 - 1 A 12459/96.OVG - Bayerischer VGH, Beschluss vom 11. Dezember 1987 - 7 CE 87.01052 -, NVwZ 1988, 952, 955 m.w.N.) mit der Folge, dass hinsichtlich der wertenden Elemente des Auswahlgesprächs der Auswahlkommission (und nicht den Verwaltungsgerichten) die Befugnis zur letztverbindlichen Bewertung des Auswahlgesprächs zusteht. - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.08.1987 - 13 B 598/87
Wiederholung des Auswahlgesprächs im Studiengang Medizin bei vom Bewerber nicht …
Auszug aus VG Mainz, 03.05.2005 - 7 L 115/05
Die Kammer folgt insoweit dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 13. August 1987 - 13 B 598/87 - (NVwZ 1988, 957, 958), wonach in den Fällen eines fehlerhaft durchgeführten Auswahlverfahrens eine analoge Anwendung von § 19 Abs. 3 VergabeVO ZVS geboten ist, so dass die ZVS die Antragstellerin vorab als Teilnehmerin des nächsten Auswahlgesprächs zu bestimmen hat (vgl. so schon Beschluss der Kammer vom 11. November 1987 - 7 L 50/87 - Hessischer VGH, Beschluss vom 03. Juni 1987 - 6 TG 805/87 -, NVwZ 1988, 956, 957).
- VG Sigmaringen, 04.02.2011 - 6 K 2734/10
Zulassung zum Studium der Medizin; Auswahlverfahren der Hochschulen
Insoweit unterscheiden sich die Folgen eines insgesamt rechtswidrigen Auswahlverfahrens wiederum von der Sachlage bei einer individuell fehlerhaften Auswahlentscheidung in einem konkreten Einzelfall - etwa bei einem fehlerhaft durchgeführten Auswahlgespräch -, wo die Rechtsprechung dem Betroffenen eine Teilnahme am nächsten stattfindenden Auswahlgespräch ermöglicht (vgl. nur etwa VG Mainz, Beschluss vom 03.05.2005 - 7 L 115/05.MZ - zur Aufhebung der damals nach § 31 ZVS-VergabeVO a.F. vorhandenen Sperrwirkung für ein weiteres Auswahlgespräch: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 26.06.1987 - 9 S 786/87 -). - VG Münster, 03.11.2011 - 9 L 417/11
Plätze zum Master-Studium BWL an der WWU rechtsfehlerhaft vergeben
Rn. 26 Vgl. zu den rechtsähnlichen Anforderungen an die Normierung und Durchführung von Auswahlgesprächen im Verfahren AdH: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 24. Mai 2011 - 9 S 599/11 - OVG Saarland, Beschluss vom 29. November 2005 - 3 W 19/05 - und VG Mainz, Beschluss vom 3. Mai 2005 - 7 L 115/05.MZ -, jeweils juris. - VG Sigmaringen, 04.02.2011 - 6 K 2737/10
Zulassung zum Studium der Medizin; Auswahlverfahren der Hochschulen
Insoweit unterscheiden sich die Folgen eines insgesamt rechtswidrigen Auswahlverfahrens wiederum von der Sachlage bei einer individuell fehlerhaften Auswahlentscheidung in einem konkreten Einzelfall - etwa bei einem fehlerhaft durchgeführten Auswahlgespräch -, wo die Rechtsprechung dem Betroffenen eine Teilnahme am nächsten stattfindenden Auswahlgespräch ermöglicht (vgl. nur etwa VG Mainz, Beschluss vom 03.05.2005 - 7 L 115/05.MZ - zur Aufhebung der damals nach § 31 ZVS-VergabeVO a.F. vorhandenen Sperrwirkung für ein weiteres Auswahlgespräch: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 26.06.1987 - 9 S 786/87 -). - VG Halle, 26.01.2012 - 3 B 166/11
Eignungsprüfung zur Zulassung zum Masterstudiengang Innenarchitektur
Insofern sind für eine Eignungsprüfung für eine Zulassung zu einem Studiengang die gleichen rechtlichen Anforderungen zu stellen, wie sie allgemein im Prüfungsrecht anerkannt sind (vgl. VG Mainz, Beschluss vom 03. Mai 2005 - 7 L 115/05.MZ - juris, im Hinblick auf ein Auswahlgespräch für eine Studienplatz im Studiengang Humanmedizin). - VG Berlin, 08.05.2013 - 30 L 81.13
Zulassung zum Studium und Umfang der gerichtlichen Prüfung der Auswahlgespräche
Wegen der nachträglich nicht nachvollziehbaren und nicht wiederholbaren Beurteilungsgrundlagen ist die Notenvergabe im Auswahlverfahren aufgrund des der Auswahlkommission zustehenden Beurteilungsspielraums nur eingeschränkt gerichtlich überprüfbar (vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 11. Dezember 1987 - 7 CE 87.01052 -, NVwZ 1988, 952, 955 m.w.N.; VG Mainz, Beschluss vom 3. Mai 2005 - 7 L 115/05.MZ - beide juris; VG Berlin, Beschluss vom 16. Juli 2012 - 30 L 139.12-).
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