Rechtsprechung
| OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14 |
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Rechtsweg für Ansprüche gegen eine ehemalige Mitarbeiterin der ARGE wegen der Veruntreuung von Leistungsgeldern im Rahmen der Bearbeitung von Leistungen nach dem SGB II
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtsweg für Ansprüche gegen eine ehemalige Mitarbeiterin der ARGE wegen der Veruntreuung von Leistungsgeldern i.R.d. Bearbeitung von Leistungen nach dem SGB II
Verfahrensgang
- LG Köln, 23.07.2013 - 5 O 439/12
- OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
- OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 161/13
- BGH, 12.04.2016 - VI ZR 158/14
- OLG Köln, 11.05.2017 - 7 U 161/13
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (12)
- LG Köln, 23.07.2013 - 5 O 439/12
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten ist unzulässig.Die Sache wird unter Aufhebung des Urteils des Landgerichts Köln vom 23.07.2013 - 5 O 439/12 -, soweit es sich gegen die Beklagte richtet, an das Sozialgericht Köln verwiesen.Die Beschwerde wird zugelassen (§ 17a Abs. 4 Satz 4 GVG).Diese Ansprüche hat sie ursprünglich in einem Rechtsstreit gegen Frau L (frühere Beklagte zu 1) und deren Tochter (frühere Beklagte zu 2) sowie gegen die Beklagte (frühere Beklagte zu 3) als Gesamtschuldnerin geltend gemacht (Az.: 5 O 439/12 LG Köln, früheres Aktenzeichen 7 U 161/13 OLG Köln).
Rn. 8 Das Landgericht Köln hat durch Urteil vom 23.07.2013 - 5 O 439/12 - die Klage gegen alle drei Beklagten abgewiesen.
- GemSOGB, 04.06.1974 - GmS-OGB 2/73
Keine Krankenversicherungspflicht aufgrund der Höhe des Verdienstes; …
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Rn. 21 Ob eine Streitigkeit öffentlich- oder bürgerlich-rechtlich ist, richtet sich bei Fehlen einer ausdrücklichen Rechtswegzuweisung nach der Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der Klageanspruch hergeleitet wird (Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, Beschlüsse vom 4. Juni 1974 - BSGE 37, 292 und vom 10. April 1986 - BGHZ 97, 312, 313 f).In Zweifelsfällen ist mit der Rechtsprechung (Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, NJW 1974, 2087) der Gesichtspunkt der Sachnähe heranzuziehen.
- BGH, 25.02.1993 - III ZR 9/92
Rechtsweg für Beseitigungsklage bei Strömungsschäden an Ufergrundstück - …
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Findet eine Entscheidung über die Zulässigkeit des Rechtswegs nur in der Hauptsachenentscheidung statt, kann das Urteil mit der Berufung auch wegen der Rechtswegfrage angefochten werden, ohne dass § 17 a Abs. 5 GVG anwendbar ist (BGH NJW 1993, 1799, Rn. 21 ff. - zitiert nach juris).
- GemSOGB, 10.04.1986 - GmS-OGB 1/85
Rechtsweg für Streitigkeiten zwischen Trägern der gesetzlichen …
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Rn. 21 Ob eine Streitigkeit öffentlich- oder bürgerlich-rechtlich ist, richtet sich bei Fehlen einer ausdrücklichen Rechtswegzuweisung nach der Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der Klageanspruch hergeleitet wird (Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, Beschlüsse vom 4. Juni 1974 - BSGE 37, 292 und vom 10. April 1986 - BGHZ 97, 312, 313 f). - BGH, 23.02.1988 - VI ZR 212/87
Rechtsweg für Klage der Bundesanstalt für Arbeit gegen den Empfänger von …
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Diese Abgrenzung weist das Streitverhältnis in diejenige Verfahrensordnung, die ihm nach der gesetzgeberischen Wertung in der Sache am besten entspricht, und bewirkt zugleich, dass regelmäßig diejenigen Gerichte anzurufen sind, die durch ihre Sachkunde und Sachnähe zur Entscheidung über den in Frage stehenden Anspruch besonders geeignet sind (BGH NJW 1988, 1731, Rn 8, zitiert nach juris). - BGH, 23.09.1992 - I ZB 3/92
Keine Rechtswegprüfung bei Rechtsmittelentscheidung in der Hauptsache
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Das Rechtsmittelgericht muss dann so verfahren, wie wenn statt des Urteils erstinstanzlich ein Beschluss nach § 17 a Abs. 3 GVG ergangen wäre (BGH NJW 1993, 470, Rn. 15 - zitiert nach juris). - BGH, 19.11.1993 - V ZR 269/92
Überprüfung der Rechtswegentscheidung in der Berufungsinstanz
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
§ 17 a Abs. 5 GVG findet im Berufungsverfahren dann keine Anwendung, wenn der Beklagte die Rüge des unzulässigen Rechtswegs schon in erster Instanz erhoben hat und das erstinstanzliche Gericht es versäumt hat, über die Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges gemäß § 17 a Abs. 3 GVG durch Beschluss vorab zu entscheiden (BGH NJW 1994, 387, Rn. 10 - zitiert nach juris;… OLG Frankfurt, NJW-RR 1997, 1564, Rn. 9 - zitiert nach juris). - OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 161/13
Schadensersatzansprüche einer kommunalen Gebietskörperschaft aufgrund der …
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Diese Ansprüche hat sie ursprünglich in einem Rechtsstreit gegen Frau L (frühere Beklagte zu 1) und deren Tochter (frühere Beklagte zu 2) sowie gegen die Beklagte (frühere Beklagte zu 3) als Gesamtschuldnerin geltend gemacht (Az.: 5 O 439/12 LG Köln, früheres Aktenzeichen 7 U 161/13 OLG Köln). - BGH, 02.04.1986 - IVa ZR 216/84
Anfechtbarkeit der Abgabe an das Gericht der freiwilligen Gerichtsbarkeit
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Das erstinstanzliche Gericht, an das verwiesen wird, ist von Rechts wegen nicht in der Lage, das im anderen Rechtsweg ergangene Urteil zu ändern (vgl. BGHZ 10, 155, 163; BGH NJW 1986, 1994; VG Berlin NVwZ-RR 1990, 663). - BGH, 08.07.1953 - II ZR 127/52
DM-Eröffnungsbilanz. Anfechtungsklage
Auszug aus OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 20/14
Das erstinstanzliche Gericht, an das verwiesen wird, ist von Rechts wegen nicht in der Lage, das im anderen Rechtsweg ergangene Urteil zu ändern (vgl. BGHZ 10, 155, 163; BGH NJW 1986, 1994; VG Berlin NVwZ-RR 1990, 663). - OLG Frankfurt, 17.06.1997 - 22 U 207/95
- Vertriebsdirektor -, Nachholung der Rechtswegprüfung durch das …
- VG Berlin, 17.02.1988 - 1 A 112.87
Wirksamkeitsvoraussetzungen der Verweisung eines Rechtsstreits von einem …
- OLG Saarbrücken, 19.11.2015 - 4 U 124/14
Standfestigkeitsverlust an Anliegergrundstücken aufgrund von Straßenbauarbeiten …
Rn. 28 a) Gemäß § 17a Abs. 5 GVG prüft das Gericht, das über ein Rechtsmittel gegen eine Entscheidung in der Hauptsache entscheidet, grundsätzlich nicht, ob der beschrittene Rechtsweg zulässig ist.§ 17a Abs. 5 GVG findet im Berufungsverfahren allerdings dann keine Anwendung, wenn der Beklagte die Rüge des unzulässigen Rechtswegs schon in erster Instanz erhoben hat und das erstinstanzliche Gericht es versäumt hat, über die Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges gemäß § 17a Abs. 3 GVG vorab durch Beschluss zu entscheiden (vgl. BGH NJW 1994, 387;KG Berlin…, Beschluss vom 13.10.2014 - 8 U 203/13, bei Juris Rn. 47/48; OLG Köln, Beschluss vom 28.2.2014 - 7 U 20/14, bei Juris Rn. 12). - OLG Köln, 11.10.2018 - 3 U 70/17 Rn. 57 Soweit sich die Rüge der Beklagten darauf bezieht, dass ein Gericht der freiwilligen Gerichtsbarkeit vorrangig zuständig gewesen wäre, handelt es sich um eine Frage des zulässigen Rechtsweges bzw. der funktionellen Zuständigkeit des angerufenen Gerichts, die in der Berufungsinstanz gem. § 17a Abs. 5 GVG, § 513 Abs. 2 ZPO nicht geprüft wird, zumal eine Rüge der Beklagten in der ersten Instanz nicht erfolgt ist (vgl. BGH, Beschluss vom 18.09.2008, Az.: V ZB 40/08; OLG Köln, Beschluss vom 28.02.2014, Az.: 7 U 20/14; OLG Frankfurt, Beschluss vom 24.06.2009, Az.: 4 U 283/08;… Hüßtege in Thomas/ Putzo, a.a.O., § 17a GVG Rn.21).
- OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 161/13
Schadensersatzansprüche einer kommunalen Gebietskörperschaft aufgrund der …
Durch Beschluss vom 18.02.2014 sind die Ansprüche gegen die frühere Beklagte zu 3) abgetrennt worden; dieses Verfahren wird seitdem unter dem Aktenzeichen 7 U 20/14 geführt.
- OLG Köln, 11.05.2017 - 7 U 161/13
Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit wegen Veruntreuung von Geldern durch die …
Dieses Verfahren ist alsdann unter dem Aktenzeichen 7 U 20/14 geführt und mit Beschluss des Senats vom 28.02.2014 an das Sozialgericht Köln verwiesen worden. - LSG Bayern, 20.07.2016 - L 11 AS 43/14
Kein Zinsschaden bei vorfälligem Mittelabruf einer ARGE
In Streit steht ein Schadenersatzanspruch der Klägerin für den der Rechtsweg zu den Sozialgerichten nach § 51 Abs. 1 Nr. 4, 4a SGG eröffnet ist, denn es geht dabei um die Auslegung des zwischen den Beteiligten geschlossenen ARGE-Vertrages, dem ein öffentlich-rechtlicher Charakter zukommt (vgl. dazu im Einzelnen auch OLG Köln, Beschluss vom 28.02.2014 - 7 U 20/14). - OLG Hamm, 20.06.2018 - 29 U 2/18
Zulässigkeit eines Teilurteils
In diesem Fall greift § 17a Abs. 5 GVG nicht ein (BGH…, Urteil vom 19. November 1993 - V ZR 269/92 -, NJW 1994, 387, Rn. 10; BGH…, Urteil vom 25. Februar 1993 - III ZR 9/92 -, BGHZ 121, 367-378, Rn. 21; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 17. Juni 1997 - 22 U 207/95 -, NJW-RR 1997, 1564, Rn. 9;… vgl. auch OLG Nürnberg, FamRZ 2012, 896, Rn. 23; vgl. auch OLG Köln, Beschluss vom 28.02.2014 - 7 U 20/14 -, Rn. 12, juris; OLG Bremen, Urteil vom 28.03.2002, - 5 U 75/2000 -, OLGR Bremen 2002, 327, Rn.39 f;… BGHZ 132, 245-262, Rn. 8; OLG Köln, Beschluss vom 28.02.2014, 7 U 20/14, Rn. 12, juris). - LSG Sachsen-Anhalt, 10.01.2021 - L 6 KR 51/21
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsweg - Angelegenheit der gesetzlichen …
Auf die unmittelbare Anspruchsgrundlage komme es dabei nicht an (Hinweis auf BGH, Urt. v. 23.2.1988 - VI ZR 212/87, OLG Köln - 7 U 20/14, Bayerisches Landessozialgericht - L 1 SV 4/21 B).
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