Rechtsprechung
| OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Bürgschaftsvertrag: Einwendungen gegen einen unter Mißachtung des Zustimmungsvorbehalts der Gesellschaft durch den Geschäftsführer einer GmbH mit einem Dritten geschlossenen Vertrag; Voraussetzungen einer Kollusion zum Nachteil der Gesellschaft; Nichtigkeit des Vertrages ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Geschäftsführer, Geschäftsführungsbefugnis, Gesellschaftsrecht, Vertretungsbefugnis
Verfahrensgang
- LG München I, 20.12.2011 - 16 HKO 14008/11
- OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (8)
- BGH, 02.07.2007 - II ZR 111/05
Parteifähigkeit des nicht rechtsfähigen Vereins; Zulässigkeit einer …
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
26 Der BGH hat in zwei Entscheidungen (BGH NJW 2006, 2776; NJW 2008, 69) zu § 37 GmbHG weiter klargestellt, dass es für den Missbrauch der Vertretungsmacht durch den Geschäftsführer nicht darauf ankomme, dass er bewusst zu Nachteil der Gesellschaft gehandelt habe, maßgeblich entscheidend sei, dass der Klägerin als Bürgschaftsnehmerin es sich geradezu aufdrängen musste, dass der Geschäftsführer der Beklagten S. pflichtwidrig handelte, der Vollmachtsmissbrauch also evident war (…vgl. Münchener Kommentar BGB online, 6. Auflage, § 164 Rdnr. 110, m.w.N.). - BGH, 10.07.1991 - VIII ZR 296/90
Wirksamkeit der Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung an eine …
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Nichtigkeit ist danach dann anzunehmen, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (vgl. BGH z.B. NJW 2011, 373; BGHZ 141, 69; 118, 182; 115, 123). - BGH, 21.10.2010 - IX ZR 48/10
Anwaltliches Berufsrecht: Nichtigkeit des Anwaltsvertrages bei Vertretung eines …
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Nichtigkeit ist danach dann anzunehmen, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (vgl. BGH z.B. NJW 2011, 373; BGHZ 141, 69; 118, 182; 115, 123).
- BGH, 10.04.2006 - II ZR 337/05
Missbrauch der Vertretungsmacht durch den GmbH-Geschäftsführer
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
26 Der BGH hat in zwei Entscheidungen (BGH NJW 2006, 2776; NJW 2008, 69) zu § 37 GmbHG weiter klargestellt, dass es für den Missbrauch der Vertretungsmacht durch den Geschäftsführer nicht darauf ankomme, dass er bewusst zu Nachteil der Gesellschaft gehandelt habe, maßgeblich entscheidend sei, dass der Klägerin als Bürgschaftsnehmerin es sich geradezu aufdrängen musste, dass der Geschäftsführer der Beklagten S. pflichtwidrig handelte, der Vollmachtsmissbrauch also evident war (…vgl. Münchener Kommentar BGB online, 6. Auflage, § 164 Rdnr. 110, m.w.N.). - BGH, 19.01.1984 - VII ZR 121/83
Nichtigkeit eines Werkvertrages bei Verstoß des Unternehmers gegen das Gesetz zur …
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Grundsätzlich jedoch sind Verträge, durch deren Abschluss nur eine der Vertragsparteien ein gesetzliches Verbot verletzt, in der Regel gültig (Vgl. BGH NJW 1985, 2403; BGHZ 89, 369). - BGH, 25.02.1999 - IX ZR 384/97
Verfassungsmäßigkeit und Rechtsfolgen des Tätigkeitsverbots des Rechtsanwalts …
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Nichtigkeit ist danach dann anzunehmen, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (vgl. BGH z.B. NJW 2011, 373; BGHZ 141, 69; 118, 182; 115, 123). - BGH, 05.05.1992 - X ZR 134/90
Nichtigkeit von Verträgen bei sexualbezogenen Kontaktanzeigen
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Nichtigkeit ist danach dann anzunehmen, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (vgl. BGH z.B. NJW 2011, 373; BGHZ 141, 69; 118, 182; 115, 123). - BGH, 20.12.1984 - VII ZR 388/83
Schwarzarbeit
Auszug aus OLG München, 21.03.2012 - 7 U 358/12
Grundsätzlich jedoch sind Verträge, durch deren Abschluss nur eine der Vertragsparteien ein gesetzliches Verbot verletzt, in der Regel gültig (Vgl. BGH NJW 1985, 2403; BGHZ 89, 369).
- LAG Hamm, 15.02.2022 - 6 Sa 903/21
Hohe Abfindung wirksam vereinbart - Stadt Iserlohn unterliegt mit …
Grundsätzlich sind Verträge, durch deren Abschluss nur eine der Vertragsparteien ein gesetzliches Verbot verletzt, in der Regel gültig (vgl. BGH 20.12.1984 - VII ZR 388/83, NJW 1985, 2403; BGH 19.01.1984 - VII ZR 121/83, NJW 1984, 1175; OLG München 21.03.2012 - 7 U 358/12, Juris;… Palandt/Ellenberger, BGB 80. Auflage, § 134 Rn. 8). - ArbG Iserlohn, 08.07.2026 - 1 Ca 1046/25
Wirksamer Aufhebungsvertrag trotz späterer Einziehung der Abfindung
Grundsätzlich sind Verträge, durch deren Abschluss nur eine der Vertragsparteien ein gesetzliches Verbot verletzt, in der Regel gültig (vgl. BGH 20.12.1984 - VII ZR 388/83, NJW 1985, 2403; BGH 19.01.1984- VII ZR 121/83, NJW 1984, 1175; OLG München 21.03.2012 - 7 U 358/12, Juris;… Palandt/Ellenberger, BGB 80. Auflage, § 134 Rn. 8)." Es ist davon auszugehen, dass im Regelfall allein ein Verbotsverstoß durch alle Vertragsparteien zur Nichtigkeit führt, während sich nur in manchen Fällen aus dem Zweck des Verbotsgesetzes ergibt, dass schon die einseitige Gesetzesübertretung Nichtigkeit auslöse (…vgl. MüKo BGB/Armbrüster, 6. Auflage, § 134 Rn. 48).
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