Rechtsprechung
| BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- Wolters Kluwer
Zivildienstausnahme - Wehrdienstverhältnis - Umwandlung - Kriegsdienstverweigerung - Gewissensgründe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 1990, 361
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 29.09.1982 - 8 C 136.81
Zivildienst - Dienstantritt - Entlassung - Arbeitsverhältnis - Pflegeanstalt
Auszug aus BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88
Eine solche Umwandlung ist vielmehr von Rechts wegen ausgeschlossen, wenn die Zivildienstausnahme des § 15 a Abs. 1 ZDG bereits in dem für den Wehrdienst festgesetzten Gestellungszeitpunkt gegeben war, weil der Dienstpflichtige aus dem Zivildienst, in den er durch die Umwandlung überführt werden soll, sogleich wieder entlassen werden müßte (vgl. Urteile vom 16. Januar 1980 - BVerwG 8 C 47.78 - BVerwGE 59, 273 [BVerwG 16.01.1980 - 8 C 47/78], 29. September 1982 - BVerwG 8 C 136.81 - Buchholz 448.11 § 43 ZDG Nr. 4 S. 8 , vom 18. Mai 1984 - BVerwG 8 C 99.82 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 5 S. 5 und vom 18. März 1988 - BVerwG 8 C 15.87 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 10 S. 1 ).Diese soll nämlich bis zu der in § 15 a Abs. 1 Satz 2 ZDG festgesetzten Altersgrenze möglichst alle "echten" Zivildienstverweigerer aus Gewissensgründen - namentlich die Zeugen Jehovas - vor dem Straffälligwerden bewahren (…vgl. Urteile vom 27. April 1977, a.a.O. S. 356 f. und vom 29. September 1982, a.a.O. S. 10 f. m.weit.Nachw.).
- BVerwG, 16.01.1980 - 8 C 47.78
Umwandlung des Wehrdienstverhältnisses - Zivildienstverhältnis - …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88
Eine solche Umwandlung ist vielmehr von Rechts wegen ausgeschlossen, wenn die Zivildienstausnahme des § 15 a Abs. 1 ZDG bereits in dem für den Wehrdienst festgesetzten Gestellungszeitpunkt gegeben war, weil der Dienstpflichtige aus dem Zivildienst, in den er durch die Umwandlung überführt werden soll, sogleich wieder entlassen werden müßte (vgl. Urteile vom 16. Januar 1980 - BVerwG 8 C 47.78 - BVerwGE 59, 273 [BVerwG 16.01.1980 - 8 C 47/78], 29. September 1982 - BVerwG 8 C 136.81 - Buchholz 448.11 § 43 ZDG Nr. 4 S. 8 , vom 18. Mai 1984 - BVerwG 8 C 99.82 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 5 S. 5 und vom 18. März 1988 - BVerwG 8 C 15.87 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 10 S. 1 ). - BVerwG, 27.04.1977 - 8 C 81.75
Ersatzzustellung - Ersatzempfänger - Verweigerung des Zivildienstes - Anerkannte …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88
Das vorläufige Heranziehungsverbot des § 15 a Abs. 1 ZDG soll anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die aus Gewissensgründen auch den Zivildienst verweigern, die Chance erhalten, die Voraussetzungen des § 15 a Abs. 2 Satz 1 ZDG für ihre dauernde Freistellung vom Zivildienst in Friedenszeiten zu schaffen (vgl. auch zu § 15 a ZDG a.F. Urteil vom 21. April 1977 - BVerwG VIII C 81.75 - BVerwGE 52, 353 [BVerwG 27.04.1977 - VIII C 81/75]). - BVerwG, 18.03.1988 - 8 C 15.87
Zivildienstausnahme - Wehrdienstverhältnis - Umwandlung - Entlassung
Auszug aus BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88
Eine solche Umwandlung ist vielmehr von Rechts wegen ausgeschlossen, wenn die Zivildienstausnahme des § 15 a Abs. 1 ZDG bereits in dem für den Wehrdienst festgesetzten Gestellungszeitpunkt gegeben war, weil der Dienstpflichtige aus dem Zivildienst, in den er durch die Umwandlung überführt werden soll, sogleich wieder entlassen werden müßte (vgl. Urteile vom 16. Januar 1980 - BVerwG 8 C 47.78 - BVerwGE 59, 273 [BVerwG 16.01.1980 - 8 C 47/78], 29. September 1982 - BVerwG 8 C 136.81 - Buchholz 448.11 § 43 ZDG Nr. 4 S. 8 , vom 18. Mai 1984 - BVerwG 8 C 99.82 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 5 S. 5 und vom 18. März 1988 - BVerwG 8 C 15.87 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 10 S. 1 ). - BVerwG, 18.05.1984 - 8 C 99.82
Verwaltungsgerichtsverfahren Klageänderung - Zivildienst Einberufung - …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1989 - 8 C 12.88
Eine solche Umwandlung ist vielmehr von Rechts wegen ausgeschlossen, wenn die Zivildienstausnahme des § 15 a Abs. 1 ZDG bereits in dem für den Wehrdienst festgesetzten Gestellungszeitpunkt gegeben war, weil der Dienstpflichtige aus dem Zivildienst, in den er durch die Umwandlung überführt werden soll, sogleich wieder entlassen werden müßte (vgl. Urteile vom 16. Januar 1980 - BVerwG 8 C 47.78 - BVerwGE 59, 273 [BVerwG 16.01.1980 - 8 C 47/78], 29. September 1982 - BVerwG 8 C 136.81 - Buchholz 448.11 § 43 ZDG Nr. 4 S. 8 , vom 18. Mai 1984 - BVerwG 8 C 99.82 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 5 S. 5 und vom 18. März 1988 - BVerwG 8 C 15.87 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 10 S. 1 ).
- BVerwG, 04.11.1994 - 8 C 9.93
Kriegstdienstverweigerer - Gewissensgründe
§ 15 a ZDG findet nicht allein auf Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft, sondern auf sämtliche anerkannten Kriegsdienstverweigerer Anwendung, die aus Gewissensgründen auch daran gehindert sind, Zivildienst zu leisten (vgl. Urteile vom 29. September 1982 - BVerwG 8 C 144.81 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 4 S. 1, vom 15. September 1989 - BVerwG 8 C 12.88 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 11 S. 4 [5 f.] und vom 29. Juni 1990 - BVerwG 8 C 20.89 - amtl.Das vorläufige Heranziehungsverbot des § 15 a Abs. 1 ZDG soll anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die aus Gewissensgründen auch den Zivildienst verweigern, die Möglichkeit geben, die Voraussetzungen des § 15 a Abs. 2 Satz 1 ZDG für ihre dauernde Freistellung vom Zivildienst in Friedenszeiten zu schaffen (vgl. Urteile vom 27. April 1977 - BVerwG VIII C 81.75 - BVerwGE 52, 353 [355] und vom 15. September 1989, aaO. S. 4 [5]).
§ 15 a ZDG (damals noch Ersatzdienstgesetz) wurde durch das Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den zivilen Ersatzdienst vom 14. August 1969 (BGBl I S. 1105) eingefügt, um ein Straffälligwerden der Verweigerer des Friedenszivildienstes aus Gewissensgründen - namentlich der Zeugen Jehovas - wegen Dienstflucht künftig zu vermeiden (vgl. Urteile vom 29. September 1982, aaO. S. 1 und vom 15. September 1989, aaO. S. 4 [6]; BVerfG, Beschluß vom 30. Juni 1988 - 2 BvR 701/86 - BVerfGE 78, 391 [392]).
Erfaßt werden sollen vielmehr alle "echten" Zivildienstverweigerer, die auch den Zivildienst im Frieden wie im Verteidigungsfall nicht ohne ernste Gewissensnot leisten können (vgl. Urteil vom 15. September 1989, aaO. S. 6).
- BVerwG, 29.06.1990 - 8 C 20.89
Umwandlung eines Wehrdienstverhältnisses in ein Zivildienstverhältnis
wenn der erst als Soldat anerkannte Kriegsdienstverweigerer vor Eintritt in das Wehrdienstverhältnis seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragt und unter Hinweis darauf, er verweigere auch den Zivildienst aus Gewissensgründen, erklärt hat, er wolle vor Vollendung seines 24. Lebensjahres ein Arbeitsverhältnis im Sinne des § 15 a Abs. 1 ZDG begründen (Bestätigung der Rechtsprechung im Anschluß an das Urteil vom 15. September 1989 - BVerwG 8 C 12.88 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 11 S. 4).Daß der Kläger den Antrag, als Kriegsdienstverweigerer anerkannt zu werden, erst nach seiner Einberufung zum Grundwehrdienst, aber vor dem im Einberufungsbescheid zum Wehrdienst genannten Gestellungszeitpunkt, dem 4. Januar 1988, stellte und als Soldat erst durch Bescheid vom 12. Januar 1988 als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wurde, ändert nichts daran, daß der Umwandlung des Wehrdienstverhältnisses in ein Zivildienstverhältnis die Zivildienstausnahme des § 15 a Abs. 1 ZDG entgegensteht (vgl. dazu im einzelnen das Urteil vom 15. September 1989 - BVerwG 8 C 12.88 - Buchholz 448.11 § 15 a ZDG Nr. 11 S. 4 ).
- OVG Rheinland-Pfalz, 15.01.2004 - 12 A 11556/03
Sportschütze muss Gebühr für Bundeszentralregister-Auskunft zahlen
Liegt die Überprüfung danach zumindest auch im Interesse des Klägers (vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25. August 1999 - 8 C 12.88 -, BVerwG 109, 272, 277), sind somit die Voraussetzungen zur Erhebung einer Gebühr gemäß des Auffangtatbestandes im Abschnitt III, Ziffer 1 der Anlage zu § 1 WaffKostV erfüllt.
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