Rechtsprechung
| BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
VermG § 1 Abs. 2
Eigentumsverzicht wegen Überschuldung des Grundstücks; nicht kostendeckende Mieten; Überschuldung; Grundpfandrechte aus der Zeit vor Gründung der DDR; ursächlicher Zusammenhang zwischen Überschuldung und Kostenunterdeckung; Ursächlichkeit der Überschuldung für ... - Judicialis
VermG § 1 Abs. 2
- Wolters Kluwer
Eigentumsverzicht wegen Überschuldung des Grundstücks - Nicht kostendeckende Mieten - Überschuldung - Grundpfandrechte aus der Zeit vor Gründung der DDR - Ursächlicher Zusammenhang zwischen Überschuldung und Kostenunterdeckung - Ursächlichkeit der Überschuldung für ...
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
VermG § 1 Abs. 2
Rückübertragungsanspruch; Restitutionsanspruch; Schädigungstatbestand; Überschuldung; nicht kostendeckende Mieten; Altlasten; Eigentumsverzicht - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
VermG § 1 Abs. 2
Vermögensrecht - Eigentumsverzicht wegen Überschuldung des Grundstücks; nicht kostendeckende Mieten; Überschuldung; Grundpfandrechte aus der Zeit vor Gründung der DDR; ursächlicher Zusammenhang zwischen Überschuldung und Kostenunterdeckung; Ursächlichkeit der ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
Verfahrensgang
- VG Berlin, 22.09.1998 - 16 A 15.94
- BVerwG, 22.07.1999 - 8 B 58.99
- BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Papierfundstellen
- NJ 2000, 269 (Ls.)
Wird zitiert von ... (25) Zitiert selbst (9)
- BVerwG, 11.02.1999 - 7 C 4.98
Eigentumsverzicht; Überschuldung; nicht kostendeckende Mieten; Verbindlichkeiten …
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ).Die Vorschrift des § 1 Abs. 2 VermG will dem Umstand Rechnung tragen, daß der Vermieter infolge "staatlich administrierter Niedrigstmieten" (…BTDrucks 11/7831, S. 2) bei gleichbleibenden Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten früher oder später notwendigerweise auf die Substanz der Mietsache zugreifen mußte, was im Falle der Erschöpfung der Kreditgrundlage zum freiwilligen ("kalte Enteignung") oder erzwungenen Eigentumsverlust führte (vgl. u.a. Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 283 bzw. S. 3 …und Beschluß vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - a.a.O.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist im Regelfall davon auszugehen, daß eine festgestellte Überschuldung auf nicht kostendeckenden Mieten beruht (Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. m.w.N.).
Angesichts dessen drängt es sich auf, die regelmäßige Kostenunterdeckung der Mieten als allgemein anerkannte Erfahrungstatsache anzusehen, von der im Einzelfall so lange ausgegangen werden kann, wie sich nicht aus der konkreten Ertragssituation Gegenteiliges ergibt (Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O.).
Zu dem aus den Mieten zu bestreitenden Aufwand gehören deshalb jedenfalls die Kosten für die hier aufgenommenen Aufbaugrundschulden; denn diese Grundschulden waren wirtschaftliches Äquivalent für die Niedrigmieten (vgl. Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 282 f. bzw. S. 2).
Die Prüfung der Schuldensituation des Grundstücks fordert eine Gegenüberstellung des Zeitwerts der Immobilie und der ihr zuzuordnenden Verbindlichkeiten (…Urteile vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - a.a.O. S. 90 ff. bzw. S. 89 ff. und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - S. 284 bzw. S. 4).
In diesem Zusammenhang ist es unerheblich, zu welchem Zweck die grundbuchlich gesicherten Kredite aufgenommen wurden; denn der Objektbezug folgt unabhängig von der Zweckbestimmung oder Verwendung dieser Kredite aus ihrer dinglichen Sicherung (Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 284 f. bzw. S. 4).
Es kommt hinzu, daß der Mutter der Klägerin nach Übernahme des Grundstücks in Volkseigentum Restschulden erlassen wurden, was ebenfalls eine Überschuldung des Grundstücks voraussetzt (vgl. Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 285 bzw. S. 5).
Nach dem Wortlaut des § 1 Abs. 2 VermG muß die Überschuldung infolge der Kostenunterdeckung der Mieten eingetreten sein; die Vorschrift verlangt aber nicht, daß die gesamte Verschuldung darauf zurückzuführen ist (Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 285 f. bzw. S. 5).
Im einzelnen hat dazu der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in dem bereits wiederholt zitierten Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - (…a.a.O. S. 287 f. bzw. S. 6 f.) ausgeführt:.
Es kommt hinzu, daß die Mutter der Klägerin noch bis zum Jahre 1982 an ihrem Eigentum festgehalten hat (vgl. auch dazu Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 289 bzw. S. 7).
- BVerwG, 16.03.1995 - 7 C 39.93
Übernahme in das Volkseigentum wegen Überschuldung
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ).Die Prüfung der Schuldensituation des Grundstücks fordert eine Gegenüberstellung des Zeitwerts der Immobilie und der ihr zuzuordnenden Verbindlichkeiten (Urteile vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - a.a.O. S. 90 ff. bzw. S. 89 ff. und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - S. 284 bzw. S. 4).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts streitet eine Vermutung zugunsten des früheren Eigentümers, daß die dauerhafte Überschuldung bestimmendes oder doch wesentlich mitbestimmendes Motiv für die Eigentumsaufgabe war (Urteil vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 ).
Dies ist bei einer objektiv bestehenden Überschuldung, deren sich der Eigentümer bewußt war (vgl. Urteil vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - a.a.O. S. 100 bzw. S. 97), auch dann der Fall, wenn der Eigentümer sich zusätzlich infolge schwerer Krankheit nicht mehr in der Lage sah, dem sich aus der finanziellen Situation ergebenden Druck zu widerstehen.
- BVerwG, 24.06.1993 - 7 C 27.92
Beiladung zu einem Rechtsstreit
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ).Diese Vermutung wird im Regelfall nicht durch abweichende Angaben des Eigentümers in der Verzichtserklärung widerlegt, weil es nicht tunlich war, dieses Motiv offenzulegen; denn die angestrebte Übernahme des Grundstücks in Volkseigentum konnte dadurch nur erschwert werden (vgl. auch Urteil vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 ).
- BVerwG, 15.11.1999 - 8 B 164.99
Nutzung des Grundstücks durch die Rote Armee; Mietersatzleistungen; …
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ).Die Vorschrift des § 1 Abs. 2 VermG will dem Umstand Rechnung tragen, daß der Vermieter infolge "staatlich administrierter Niedrigstmieten" (…BTDrucks 11/7831, S. 2) bei gleichbleibenden Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten früher oder später notwendigerweise auf die Substanz der Mietsache zugreifen mußte, was im Falle der Erschöpfung der Kreditgrundlage zum freiwilligen ("kalte Enteignung") oder erzwungenen Eigentumsverlust führte (…vgl. u.a. Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 283 bzw. S. 3 und Beschluß vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - a.a.O.).
- BVerwG, 24.08.1999 - 8 C 24.98
Beweis des ersten Anscheins, Anscheinsbeweis, Aufklärungspflicht, …
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Nach allem fehlt es daher an vom Verwaltungsgericht revisionsrechtlich verbindlich festgestellten oder sich sonst aus den Akten ergebenden konkreten Anhaltspunkten für eine überwiegend andere Motivation für den Eigentumsverzicht, so daß die Vermutung nicht nach den Regeln des Anscheinsbeweises erschüttert ist (vgl. dazu Urteile vom 24. August 1999 - BVerwG 8 C 24.98 - und vom 29. September 1999 - BVerwG 8 C 8.99 - jeweils zur Veröffentlichung in Buchholz unter 310 § 86 Abs. 1 VwGO bzw. 428 § 1 Abs. 3 VermG vorgesehen). - BVerwG, 29.09.1999 - 8 C 8.99
Unlautere Machenschaft auch bei ausreisebedingter Veräußerung vor 1977
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Nach allem fehlt es daher an vom Verwaltungsgericht revisionsrechtlich verbindlich festgestellten oder sich sonst aus den Akten ergebenden konkreten Anhaltspunkten für eine überwiegend andere Motivation für den Eigentumsverzicht, so daß die Vermutung nicht nach den Regeln des Anscheinsbeweises erschüttert ist (vgl. dazu Urteile vom 24. August 1999 - BVerwG 8 C 24.98 - und vom 29. September 1999 - BVerwG 8 C 8.99 - jeweils zur Veröffentlichung in Buchholz unter 310 § 86 Abs. 1 VwGO bzw. 428 § 1 Abs. 3 VermG vorgesehen). - BVerwG, 27.10.1998 - 8 B 132.98
Offene Vermögensfragen - Anforderungen an die Feststellung des Motivs der …
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ). - BVerwG, 22.08.1997 - 7 B 266.97
Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - …
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Überschuldung und den nicht kostendeckenden Mieten scheidet auch aus, wenn der Anteil der Altbelastungen so hoch war, daß das Grundstück bereits bei Gründung der DDR überschuldet war; denn unter dieser Voraussetzung ist es ebenfalls ausgeschlossen, daß die Überschuldung auf der Niedrigmietenpolitik der DDR beruht (vgl. Beschluß vom 22. August 1997 - BVerwG 7 B 266.97 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 117). - BVerwG, 01.10.1998 - 8 B 117.98
Auszug aus BVerwG, 02.02.2000 - 8 C 25.99
Drittens muß die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 und vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 sowie Beschlüsse vom 1. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 117.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 161 S. 504 , vom 27. Oktober 1998 - BVerwG 8 B 132.98 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 162 S. 506 und zuletzt vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - BA S. 3 ).
- BVerwG, 24.10.2001 - 8 C 31.00
Eigentumsverzicht wegen Überschuldung des Grundstücks; nicht kostendeckende …
Doch kann bei der Vermietung zu Wohnzwecken im Regelfall vermutet werden, dass die Überschuldung auf nicht kostendeckenden Mieten beruht hatte (stRspr, vgl. Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7 S. 14 m.w.N.).Die Prüfung der Schuldensituation des Grundstücks erfolgt anhand einer Gegenüberstellung des Zeitwerts der Immobilie mit den dieser zuzuordnenden Verbindlichkeiten (Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - a.a.O. S. 19).
Aber Zweifel daran, dass der Ursachenbeitrag der nicht kostendeckenden Mieten für die beim Verzicht nicht abgebaute Überschuldung wesentlich war, sind dann nicht berechtigt, wenn das Grundstück lange Zeit in gebrauchsfähigem Zustand gehalten wurde (…vgl. Urteile vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - a.a.O. S. 287 f. bzw. 6 f. und vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - a.a.O. S. 20).
- BVerwG, 25.06.2008 - 8 C 12.07
Restitution von Mietwohngrundstücken; Kausalität zwischen Überschuldung und …
Diese Vermutung wird im Regelfall nicht durch abweichende Angaben des Eigentümers in der Verzichtserklärung widerlegt und ist nicht dadurch ausgeschlossen, dass sich der Eigentümer, ohne genauere Vorstellungen über das Verhältnis der notwendigen Aufwendungen zum Grundstückswert zu haben, beim Verzicht allgemein von der schlechten Ertragszahl des Grundstücks und dem Umstand hat leiten lassen, einem ständig wachsenden negativen Saldo ausweichen zu müssen (stRspr; vgl. Urteile vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 = BVerwGE 98, 87 und vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7).Dagegen spricht bereits die Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts aus anderen Revisionsverfahren, wonach es nicht tunlich war, in der Verzichtserklärung als Motiv für die Aufgabe des Privateigentums die dauernde Überschuldung anzugeben; denn die angestrebte Übernahme des Grundstücks in Volkseigentum konnte dadurch erschwert werden (Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - a.a.O.).
- VG Cottbus, 05.11.2008 - 1 K 1334/06
Nachweis der Rechtsnachfolge in vermögensrechtlichem Restitutionsverfahren; …
Rn. 74 Diese Prüfung erfordert eine Gegenüberstellung der Kosten des Objekts - nämlich aller für die Erhaltung des Vermögenswertes getätigten Ausgaben, insbesondere die in Preisverfügungen des Amtes für Preise aufgeführten Positionen, laufende Ausgaben (Gebäudeversicherungen, grundstücksbezogene Steuern und Abgaben), des Kapitaldienstes, soweit Kredite zur Bestreitung der mit dem Grundstück verbundenen Kosten aufgenommen wurden, etwa Aufbaugrundschulden (BVerwG, Urteil vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4/98 - BVerwGE 108, 281, 282 ff.) - mit den Mieteinnahmen (BVerwG, Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - VIZ 2000, 399 ff.).Wegen der allgemein anerkannten Erfahrung, dass die Wohnraummieten in der DDR im Regelfall nicht kostendeckend waren, wird dieses in Rückübertragungsverfahren allerdings vermutet, so lange sich aus der konkreten Ertragssituation nichts Gegenteiliges ergibt (BVerwG, Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 -, a. a. O.).
- BVerwG, 26.06.2002 - 8 C 27.01
Erbausschlagung wegen Überschuldung; Altschulden; ursächlicher Zusammenhang …
Drittens muss die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (vgl. u. a. Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7 S. 14 m. w. N.).Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts besteht eine Vermutung dafür, dass eine festgestellte Überschuldungslage auf nicht kostendeckenden Mieten beruhte (vgl. Urteile vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 m. w. N. und vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - a. a. O.).
- BVerwG, 26.09.2001 - 8 C 24.00
Überschuldung; Ablösung einer Hypothek mit Eigenmitteln des Eigentümers aus …
Drittens muss die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 , vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 , vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7 S. 14 und vom 28. März 2001 - BVerwG 8 C 4.00 - ZOV 2001, 262).Zugunsten des Alteigentümers wird ferner im Regelfall (zur bisher noch nicht entschiedenen Besonderheit bei Enteignungen siehe oben) die Kausalität - im Sinne eines bestimmenden oder doch wesentlich mitbestimmenden Motivs - zwischen Überschuldung und Eigentumsverzicht vermutet (…Urteile vom 16. März 1995, a.a.O., S. 99 bzw. S. 97, vom 2. Februar 2000, a.a.O., S. 21 …und vom 28. März 2001, a.a.O., S. 264).
- BVerwG, 26.04.2006 - 8 C 17.05
Versteigerungserlös; nicht kostendeckende Mieten; Überschuldung; Enteignung; …
Drittens muss die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 , vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 und vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7 S. 14 ; Beschlüsse vom 1. April 1993 - BVerwG 7 B 186.92 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 2 und vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 4). - BVerwG, 21.03.2001 - 8 B 265.00
Klagebefugnis eines Nacherben
Im Übrigen weist der Senat darauf hin, dass nach den im Tatbestand des Urteils enthaltenen Feststellungen und dem Akteninhalt nichts dafür spricht, dass eine für den Tatbestand des § 1 Abs. 2 VermG nötige Überschuldung bzw. das Bestehen eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen einer Überschuldung und einer etwaigen nicht kostendeckenden Miete spricht (vgl. zu diesen Erfordernissen Senatsurteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7). - BVerwG, 24.10.2001 - 8 C 32.00
Eigentumsverzicht wegen Überschuldung des Grundstücks; Gesamtverzicht auf bebaute …
Dies wird es unter Beachtung der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung im Urteil vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7) nachzuholen haben. - BVerwG, 28.03.2001 - 8 C 4.00
Verzicht auf sanierungsbedürftiges Wohngrundstück im Gegenzug für Baugenehmigung …
Drittens muss die Überschuldung wesentliche Ursache für den Eigentumsverlust gewesen sein (Urteile vom 24. Juni 1993 - BVerwG 7 C 27.92 - BVerwGE 94, 16 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 4 S. 5 , vom 16. März 1995 - BVerwG 7 C 39.93 - BVerwGE 98, 87 = Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 39 S. 86 , vom 11. Februar 1999 - BVerwG 7 C 4.98 - BVerwGE 108, 281 = Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 1 S. 1 und vom 2. Februar 2000 - BVerwG 8 C 25.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 7 S. 14 ; Beschlüsse vom 1. April 1993 - BVerwG 7 B 186.92 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 2 und vom 15. November 1999 - BVerwG 8 B 164.99 - Buchholz 428 § 1 Abs. 2 VermG Nr. 4). - VG Leipzig, 11.05.2000 - 3 K 732/96
Anspruch auf Restitution eines Grundstücks; Übernahme in Volkseigentum; Erzielung …
Drittens muss die Überschuldung die wesentliche Ursache dafür gewesen sein, dass das Grundstück durch einen der in § 1 Abs. 2 VermG genannten Vorgänge in Volkseigentum übernommen wurde (…vgl. BVerwG, Urt. v. 16.3.1995 - 7 C 39.93 -, VIZ 1995, 344; Urt. v. 2.2.2000 - 8 C 25.99 -, S. 12 m.w.N.).Dies ist bei einer objektiv bestehenden Überschuldung, deren sich der Eigentümer bewusst war, auch dann der Fall, wenn der Eigentümer sich zusätzlich in Folge schwerer Krankheit oder Alter nicht mehr in der Lage sah, dem sich aus der finanziellen Situation ergebenden Druck zu widerstehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 2.2.2000 - 8 C 25.99 S. 19).
- BVerwG, 31.03.2004 - 8 C 1.03
Mietwohngrundstück; Verzicht; Überschuldung; Kausalitätsvermutung nicht …
- BVerwG, 24.10.2001 - 8 C 23.00
Rückübertragung an Erbengemeinschaft; Erbengemeinschaft; Erbanteil; Berechtigter, …
- BVerwG, 28.12.2010 - 8 B 57.10
Analoge Anwendung von § 50 VwVfG; Kostenunterdeckung von DDR-Mieten; …
- BVerwG, 20.11.2000 - 8 PKH 9.00
Überschuldung; Ursächlichkeit nicht kostendeckender Mieten für Überschuldung; …
- BVerwG, 23.09.2011 - 8 B 33.11
Zum Eigentumsverzicht im Vermögensrecht
- VG Leipzig, 21.03.2001 - 3 K 433/00
Aufhebung eines Investitionsvorrangbescheides; Glaubhaftmachung der …
- BVerwG, 14.12.2004 - 7 B 145.04
Unzureichende Darlegung der Divergenzrüge auf die fehlerhafte Auslegung und …
- BVerwG, 13.03.2001 - 8 B 266.00
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Sinn und Zweck des § 1 Abs. 2 …
- BVerwG, 21.03.2000 - 8 B 292.99
Schädigungstatbestand der unlauteren Machenschaften im Sinne des § 1 Abs. 3 …
- BVerwG, 12.08.2002 - 8 B 65.02
Anforderungen hinsichtlich der ordnungsgemäßen Begründung einer Divergenzrüge - …
- BVerwG, 22.07.1999 - 8 B 58.99
Umdeutung einer Grundsatzrüge in eine Divergenzrüge bei Bekanntwerden eines …
- BVerwG, 16.12.2005 - 8 B 55.05
Voraussetzungen des Schädigungstatbestandes des § 1 Abs. 2 Vermögensgesetz …
- BVerwG, 20.11.2000 - 7 B 147.00
Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - …
- BVerwG, 03.05.2000 - 8 B 357.99
Darlegungslastverteilung und Beweislastverteilung im Rahmen des Tatbestandes des …
- VG Dessau, 30.09.2003 - 3 A 96/02
Vermögensverlust infolge einer Zwangsversteigerung in der DDR; Anwendbarkeit des …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".