Rechtsprechung
| BVerwG, 07.06.1961 - VIII C 439.59 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1961, 1043
- DÖV 1961, 906
Wird zitiert von ... (7)
- BVerwG, 28.10.1982 - 2 C 3.82
Entziehung der Wiedergutmachung - Falsche Angaben über Schädigung
Es bedarf keiner Erörterung, ob wissentlich falsche Angaben in den damaligen Anerkennungs- und Entschädigungsverfahren zur Erlangung der Anerkennung als politisch Verfolgter und zur Erlangung von Entschädigungsleistungen schon für sich allein ausreichen würden, um die Verwirkung auch von Wiedergutmachungsansprüchen im öffentlichen Dienst nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD zu rechtfertigen (so für den umgekehrten Fall der Anwendung des § 7 BEG wegen unrichtiger Angaben im Wiedergutmachungsverfahren Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 1958 - IV ZR 63/58 - [LM Nr. 5 zu BEG 1956 § 75 = RzW 1958, 316]; für § 31 BWGöD offengelassen im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juni 1961 - BVerwG 8 C 439.59 - [Buchholz 233 § 31 BWGöD Nr. 3 = DÖV 1961, 906 f.]).Sie betrafen aber mittelbar die behauptete Schädigung, weil sie auf eine Verfolgungsbedingtheit auch der beamtenrechtlichen Maßnahmen schließen lassen konnten oder zu diesem Schluß jedenfalls beitragen konnten (vgl. zum Begriff der Schädigung im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD Urteil vom 7. Juni 1961 - BVerwG 8 C 439.59 - [a.a.O.]).
- BVerwG, 24.11.1965 - VIII C 16.65
Antrag einer auf Wiedergutmachung und Ausschluss von Leistungen nach dem …
§ 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD nennt zwei Tatbestände(Urteil vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 = DÖV 1961 S. 906 = NJW/RzW 1962 S. 46): Objektiv, betrifft der erste Tatbestand "Angaben über die Schädigung", der zweite Tatbestand "sonstige für die Entscheidung erhebliche Tatsachen".In den Gründen des Urteils, das im ersten Revisionsverfahren erlassen wurde (BVerwG VIII C 38.62), wurde der Beklagte ausdrücklich auf die Rechtslage und auf die einschlägige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts hingewiesen; er wurde auch darauf hingewiesen (vgl. BVerwGE 10, 173;Urteile vom 29. Oktober 1959 - BVerwG VIII C 229.59 - undvom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 = DÖV 1961 S. 906 = NJW/RzW 1962 S. 46), daß die noch nicht vorliegende Ermessensentscheidung im Verlauf des gerichtlichen Verfahrens (vor der Tatsacheninstanz) nachgeholt werden könne.
- BVerwG, 05.04.1962 - VIII C 32.61
Rechtsmittel
Ist einer der Tatbestände des § 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD gegeben, dann ist entscheidend, ob die Beklagte eine fehlerfreie Ermessensentscheidung getroffen hat (vgl. hierzu BVerwGE 10, 173 sowie die Urteile vom 23. November 1960 - BVerwG VIII C 222.59 -, NJW/RzW 1961 S. 141, und vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 BWGöD Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 = DÖV 1961 S. 906 = NJW/RzW 1962 S. 46).
- BVerwG, 07.12.1962 - IV C 254.61 Der Beklagte weist noch besonders darauf hin, daß auch die Regelung der Ausschließungstatbestände (Verwirkung) im Gesetz zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes und die dazu ergangene Rechtsprechung (Urteil vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59; ähnlich BVerwGE 10, 169) erkennbar auf die Gefährlichkeit der unrichtigen Angaben abstelle.
- BVerwG, 27.09.1962 - VIII C 66.61
Rechtsmittel
Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, daß die Entziehung der Wiedergutmachung nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD (zweite Alternative) nicht ermessensfehlerhaft war, wenn der Kläger - sei es auch nur für kurze Zeit - Mitglied der NSDAP war(Urteil vom 23. November 1960 - BVerwG VIII C 222.59 -, NJW/RzW 1961 S. 191; vgl. auch BVerwGE 10, 173 undUrteil vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 = NJW/RzW 1962 S. 46 = DÖV 1961 S. 906). - BVerwG, 30.12.1964 - VIII B 25.64
Entschädigungsanspruch eines Beamten wegen angeblicher nomineller Mitgliedschaft …
§ 31 Abs. 1 Nr. 2 BWGöD enthält, wie im Urteil vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 [BVerwG 07.06.1961 - VIII C 439/59] = NJW/RzW 1962 S. 46 = DÖV 1961 S. 906, näher dargelegt worden ist, zwei Verwirkungstatbestände; er ermächtigt zur Versagung der Wiedergutmachung entweder bei wissentlich oder grob fahrlässig falschen oder irreführenden Angaben über die Schädigung und ferner bei Täuschungshandlungen hinsichtlich sonstiger entscheidungserheblicher Tatsachen. - BVerwG, 29.08.1963 - VIII C 38.62
Ausnahmsweise Wiedergutmachung oder Ersatzwiedergutmachung für Mitglieder der …
Die Entscheidung, ob die Wiedergutmachung unter dieser Voraussetzung zu versagen ist, liegt im Ermessen der Wiedergutmachungsbehörde, kann aber im Verlauf des gerichtlichen Verfahrens nachgeholt werden (vgl. BVerwGE 10, 173 [BVerwG 24.02.1960 - VIII C 47/59]; Urteile vom 29. Oktober 1959 - BVerwG VIII C 229.59 - und vom 7. Juni 1961 - BVerwG VIII C 439.59 -, Buchholz BVerwG 233, § 31 Nr. 3 = MDR 1961 S. 1043 = DÖV 1961 S. 906 [BVerwG 07.06.1961 - VIII C 439/59] = NJW/RzW 1962 S. 46).
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