Rechtsprechung
| BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 18.05.1965 - 291 VIII 64
- BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (13)
- BVerwG, 09.09.1959 - VIII C 281.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Zwischen dem Bundesvertriebenengesetz und dem Häftlingshilfsgesetz besteht ein innerer Zusammenhang insofern, als beide Regelungen dazu bestimmt sind, den Opfern der politischen Verhältnisse in den unter kommunistischer Herrschaft stehenden Gebieten zu halfen und sie in das wirtschaftliche Leben der Bundesrepublik einzugliedern, sowie deshalb, weil der politische Häftling ein Schicksal erlitt, dem viele politische Flüchtlinge durch ihre Flucht entronnen sind (BVerwGE 9, 132 [134]).Aus diesem Grunde finden für das Bundesvertriebenengesetz entwickelte Grundsätze Anwendung auch für das Häftlingshilferecht (Beschlüsse vom 28. Mai 1959 - BVerwG VIII B 34.59 - und vom 3. Juni 1959 - BVerwG VIII B 21.59 - sowie BVerwGE 9, 132 [140]).
Diesem Ausschließungsgrund liegt nach BVerwGE 9, 132 (141) [BVerwG 09.09.1959 - VIII C 281/59] der allgemeine Gedanke zugrunde, daß in den Genuß der für die unschuldigen Opfer einer Gewaltherrschaft bestimmten Vergünstigungen nicht auch jene kommen sollen, die als politische Hälftlinge ein Schicksal erfuhren, das sie zuvor unter dem Schütze der Gewaltherrschaft anderen zugefügt haben.
- BVerwG, 28.01.1965 - VIII C 242.63
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Mit der Frage, wann dieser Ausschließungstatbestand auf einen Spitzel zutrifft, hat sich der erkennende Senat befaßt in dem Urteil vom 28. Januar 1965 - BVerwG VIII C 242.63 - (ROW 1966, 27 = ZLA 1965, 374) und in dem Beschluß vom 10. Mai 1967 - BVerwG VIII B 33.66 -.Sowjetzonenbewohner eine ihm vorgelegte Verpflichtungserklärung unterschrieben, einen Decknamen angenommen, aber es bewußt vermieden hatte, einem Dritten zu schaden, soweit er ihm erteilte Aufträge trotz seiner fehlenden Bereitschaft zu echter Mitarbeit dem Scheine nach ausgeführt hatte, wurde als nicht ausreichend angesehen zur Begründung der Annahme, er könnte dem in der sowjetischen Besatzungszone herrschenden System erheblich Vorschub geleistet haben (BVerwG VIII C 242.63).
- BVerwG, 09.11.1961 - VIII C 293.59
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
In einer Heine weiterer Urteile hat er sich mit der Frage befaßt, unter welchen Voraussetzungen bei einem Sowjetzonenflüchtling, der sich als Spitzel verpflichtet hat, eine von ihm nicht zu vertretende besondere Zwangslage, insbesondere ein schwerer Gewissenskonflikt, im Sinne des § 3 Abs. 1 BVFG anzuerkennen ist: Urteile vom 2. Juli 1959 - BVerwG VIII C 268.59 - (JR 1960, 235 = NJW 1960, 66 ), vom 9. November 1960 - BVerwG VIII C 130.59/324.59 -, vom 9. November 1961 - BVerwG VIII C 293.59 - (DÖV 1962, 392 = ZLA 1962, 171 ), vom 25. April 1962 - BVerwG VIII C 320.59 - (NJW 1962, 1786 = ROW 1963, 39 = ZLA 1963, 23 ), vom 17. Januar 1963 - BVerwG VIII C 12.61 - (ROW 1964, 35 = ZLA 1963, 286) und vom 16. Januar 1964 - BVerwG VIII C 72.62 - (ROW 1965, 35 = ZLA 1964, 343).In einer dieser Entscheidungen hat der erkennende Senat anerkannt, daß der vom Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen in West-Berlin selbst erteilte Rat, farblose Berichte zu liefern, nach den Umständen des Falles zutreffend und vernünftig gewesen sein könne (BVerwG VIII C 293.59).
- BVerwG, 10.05.1967 - VIII B 33.66
Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Mit der Frage, wann dieser Ausschließungstatbestand auf einen Spitzel zutrifft, hat sich der erkennende Senat befaßt in dem Urteil vom 28. Januar 1965 - BVerwG VIII C 242.63 - (ROW 1966, 27 = ZLA 1965, 374) und in dem Beschluß vom 10. Mai 1967 - BVerwG VIII B 33.66 -.Ein erhebliches Vorschubleisten wurde sogar verneint bei einem Kläger, der sich der Forderung, Spitzeldienste zu leisten, gebeugt hatte, weil er auf die Dauer erhebliche Schwierigkeiten in seiner weiteren Berufsausbildung befürchtete (BVerwG VIII B 33.66).
- BVerwG, 16.01.1964 - VIII C 72.62
Zulässigkeit einer Anfechtungsklage gegen einen unanfechtbaren Verwaltungsakt …
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
In einer Heine weiterer Urteile hat er sich mit der Frage befaßt, unter welchen Voraussetzungen bei einem Sowjetzonenflüchtling, der sich als Spitzel verpflichtet hat, eine von ihm nicht zu vertretende besondere Zwangslage, insbesondere ein schwerer Gewissenskonflikt, im Sinne des § 3 Abs. 1 BVFG anzuerkennen ist: Urteile vom 2. Juli 1959 - BVerwG VIII C 268.59 - (JR 1960, 235 = NJW 1960, 66 ), vom 9. November 1960 - BVerwG VIII C 130.59/324.59 -, vom 9. November 1961 - BVerwG VIII C 293.59 - (DÖV 1962, 392 = ZLA 1962, 171 ), vom 25. April 1962 - BVerwG VIII C 320.59 - (NJW 1962, 1786 = ROW 1963, 39 = ZLA 1963, 23 ), vom 17. Januar 1963 - BVerwG VIII C 12.61 - (ROW 1964, 35 = ZLA 1963, 286) und vom 16. Januar 1964 - BVerwG VIII C 72.62 - (ROW 1965, 35 = ZLA 1964, 343). - BVerwG, 01.12.1966 - VIII C 27.65
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Zur Auslegung des § 3 Abs. 2 Nr. 1 BVFG hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 1. Dezember 1966 - BVerwG VIII C 27.65 - (Buchholz BVerwG 412.3, § 3 BVFG Nr. 45 = ROW 1967, 255 = ZLA 1968, 333) ausgeführt: "Dieser Ausschlußtatbestand ist nicht gegeben bei einem lediglich, beiläufigen, gelegentlichen Verhalten, aus dem das Sowjetzonenregime für sich hätte Nutzen ziehen können. - BVerwG, 03.06.1959 - VIII B 21.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Aus diesem Grunde finden für das Bundesvertriebenengesetz entwickelte Grundsätze Anwendung auch für das Häftlingshilferecht (Beschlüsse vom 28. Mai 1959 - BVerwG VIII B 34.59 - und vom 3. Juni 1959 - BVerwG VIII B 21.59 - sowie BVerwGE 9, 132 [140]). - BVerwG, 25.04.1962 - VIII C 320.59
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
In einer Heine weiterer Urteile hat er sich mit der Frage befaßt, unter welchen Voraussetzungen bei einem Sowjetzonenflüchtling, der sich als Spitzel verpflichtet hat, eine von ihm nicht zu vertretende besondere Zwangslage, insbesondere ein schwerer Gewissenskonflikt, im Sinne des § 3 Abs. 1 BVFG anzuerkennen ist: Urteile vom 2. Juli 1959 - BVerwG VIII C 268.59 - (JR 1960, 235 = NJW 1960, 66 ), vom 9. November 1960 - BVerwG VIII C 130.59/324.59 -, vom 9. November 1961 - BVerwG VIII C 293.59 - (DÖV 1962, 392 = ZLA 1962, 171 ), vom 25. April 1962 - BVerwG VIII C 320.59 - (NJW 1962, 1786 = ROW 1963, 39 = ZLA 1963, 23 ), vom 17. Januar 1963 - BVerwG VIII C 12.61 - (ROW 1964, 35 = ZLA 1963, 286) und vom 16. Januar 1964 - BVerwG VIII C 72.62 - (ROW 1965, 35 = ZLA 1964, 343). - BVerwG, 02.09.1961 - III B 141.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
In einer Heine weiterer Urteile hat er sich mit der Frage befaßt, unter welchen Voraussetzungen bei einem Sowjetzonenflüchtling, der sich als Spitzel verpflichtet hat, eine von ihm nicht zu vertretende besondere Zwangslage, insbesondere ein schwerer Gewissenskonflikt, im Sinne des § 3 Abs. 1 BVFG anzuerkennen ist: Urteile vom 2. Juli 1959 - BVerwG VIII C 268.59 - (JR 1960, 235 = NJW 1960, 66 ), vom 9. November 1960 - BVerwG VIII C 130.59/324.59 -, vom 9. November 1961 - BVerwG VIII C 293.59 - (DÖV 1962, 392 = ZLA 1962, 171 ), vom 25. April 1962 - BVerwG VIII C 320.59 - (NJW 1962, 1786 = ROW 1963, 39 = ZLA 1963, 23 ), vom 17. Januar 1963 - BVerwG VIII C 12.61 - (ROW 1964, 35 = ZLA 1963, 286) und vom 16. Januar 1964 - BVerwG VIII C 72.62 - (ROW 1965, 35 = ZLA 1964, 343). - BVerwG, 08.11.1962 - VIII C 148.60
Auszug aus BVerwG, 22.05.1969 - VIII C 80.65
Hierzu hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 148.60 - ausgeführt: Ein solches Verhalten, sei nicht schon darin zu erblicken, daß ein Bewohner der sowjetischen Besatzungszone sich unter dem Druck einer Haft schriftlich zum Spitzeldienst verpflichtet habe. - BVerwG, 02.07.1959 - VIII C 268.59
Rechtsmittel
- BVerwG, 17.01.1963 - VIII C 12.61
Rechtsmittel
- BVerwG, 28.05.1959 - VIII B 34.59
Rechtsmittel
- BVerwG, 17.03.2005 - 3 C 20.04
Dem nationalsozialistischen System erheblichen Vorschub leisten; …
Daraus hat das Verwaltungsgericht zu Recht entnommen, dass an die zu den entsprechenden Vorschriften ergangene Rechtsprechung angeknüpft werden kann (so zu bisherigen Ausschlusstatbeständen u.a. Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG VIII C 80.65 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2 und Beschluss vom 12. Februar 1991 - BVerwG 9 B 244.90 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 3).a) Voraussetzung für den Anspruchsausschluss ist in objektiver Hinsicht, dass nicht nur gelegentlich oder beiläufig, sondern mit einer gewissen Stetigkeit Handlungen vorgenommen wurden, die dazu geeignet waren, die Bedingungen für die Errichtung, die Entwicklung oder die Ausbreitung des nationalsozialistischen Systems zu verbessern oder Widerstand zu unterdrücken, und dies auch zum Ergebnis hatten (vgl. u.a. Urteil vom 1. Dezember 1966 - BVerwG VIII C 27.65 - Buchholz 412.3 § 3 BVFG Nr. 345 und daran anschließend für § 2 Abs. 1 Nr. 1 HHG u.a. Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG VIII C 80.65 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2 und Beschluss vom 12. Februar 1991 - BVerwG 9 B 244.90 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 3; zu § 6 Abs. 1 BEG: BGH, Urteile vom 4. August 1958 - IV ZR 56/58 - RzW 1958, 405 …und vom 10. Juli 1986 - IX ZR 55/86 - BGHR BEG § 6 Abs. 1 Nr. 1).
- BVerwG, 22.10.1987 - 3 C 12.87
Wegnahme eines Sparguthabens - Vertretenmüssen des subjektiven Unvermögens zur …
Dies rechtfertigt es, zur Auslegung auch des § 11 Abs. 3 BFG die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu vergleichbaren Vorschriften, hier insbesondere zu § 3 BVFG, heranzuziehen (vgl. Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG 8 C 80.65 - ).Nach dieser Rechtsprechung setzt der Tatbestand des "Vorschubleistens" im Sinne von § 3 Abs. 2 Nr. 1 BVFG voraus, "daß der Betroffene mit seinem Handeln bewußt und mit einer gewissen Stetigkeit das Ziel verfolgt hat, einer Festigung des in der sowjetischen Besatzungszone bestehenden politischen Systems als eines Unrechtssystems nachhaltig zu dienen" (Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG 8 C 80.65 - - unter Hinweis auf das Urteil vom 1. Dezember 1966 - BVerwG 8 C 27.65 - ).
Dieses Tatbestandsmerkmal ist nach dieser Rechtsprechung schon von seinem Wortsinn her zu verstehen "als ein planmäßiges und auch erfolgreiches Handeln zugunsten einer schlechten Sache" (vgl. BVerwG 8 C 80.65 - - unter Hinweis auf BVerwG 8 C 27.65 - ).
Mit dem Ausschlußtatbestand des Verstoßes gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit oder Menschlichkeit befassen sich die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. September 1959 - BVerwG 8 C 281.59 - (BVerwGE 9, 132) und vom 22. Mai 1969 - BVerwG 8 C 80.65 - (…a.a.O.).
- BVerwG, 12.02.1991 - 9 B 244.90
Bewohner der früheren DDR - SED - Festigung des Herrschaftsanspruchs - …
Demgegenüber ist der Tatbestand des § 2 Abs. 1 Nr. 1 HHG, der in gleicher Weise wie § 3 Abs. 2 Nr. 1 BVFG auszulegen ist (vgl. Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG 8 C 80.65 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2), bezogen auf die frühere DDR, jedenfalls dann erfüllt, wenn der später Inhaftierte freiwillig ein Amt oder einen sonstigen Tätigkeitsbereich übernommen hat, deren wahrzunehmende Funktionen dazu bestimmt und geeignet waren, in nicht unerheblicher Weise den Herrschaftsanspruch der früheren SED und das von ihr getragene System zu festigen, auszudehnen oder den Widerstand gegen dieses System zu unterdrücken, sofern er die ihm übertragenen Aufgaben wahrgenommen, ihm gegebene Weisungen befolgt und damit dem System und seinen Zielen in der Tat nachhaltig gedient hat, was z.B. nicht der Fall zu sein braucht, wenn er seine Stellung dazu benutzt hat, diese Ziele zu unterlaufen oder Systemgegner zu schützen (vgl. Urteil vom 28. Januar 1965.- BVerwG 8 C 80.65 - a.a.O., Urteil vom 22. Mai 1969.
- OVG Berlin-Brandenburg, 05.11.2013 - 3 B 9.12
Rücknahme einer Bescheinigung nach § 10 Abs. 4 HHG; örtliche Zuständigkeit der …
Rn. 32 Die dargestellten Berichte zeigen auf, dass sich die Zusammenarbeit des B mit dem MfS weder auf den dienstlichen Bereich noch auf eine nichtssagende, inhaltsleere Berichterstattung (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1969 - VIII C 80.65 -, Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2) beschränkte. - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.01.2016 - 11 A 331/15
Anspruchsbegehren auf eine Häftlingshilfebescheinigung; Verstoß gegen die …
Rn. 10 Vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1969 - 8 C 80.65 -, Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2. - VG Frankfurt/Oder, 16.10.2008 - 4 K 1114/06
Antrag auf Zahlung von Ausgleichsleistungen nach dem Ausgleichsleistungsgesetz
Rn. 45 a) Voraussetzung für den Anspruchsausschluss ist in objektiver Hinsicht, dass nicht nur gelegentlich oder beiläufig, sondern mit einer gewissen Stetigkeit Handlungen vorgenommen wurden, die dazu geeignet waren, die Bedingungen für die Errichtung, die Entwicklung oder die Ausbreitung des nationalsozialistischen Systems zu verbessern oder Widerstand zu unterdrücken, und dies auch zum Ergebnis hatten (vgl. u.a. Urteil vom 1. Dezember 1966 - BVerwG VIII C 27.65 - Buchholz 412.3 § 3 BVFG Nr. 345 und daran anschließend für § 2 Abs. 1 Nr. 1 HHG u.a. Urteil vom 22. Mai 1969 - BVerwG VIII C 80.65 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 2 und Beschluss vom 12. Februar 1991 - BVerwG 9 B 244.90 - Buchholz 412.6 § 2 HHG Nr. 3; zu § 6 Abs. 1 BEG: BGH, Urteile vom 4. August 1958 - IV ZR 56/58 - RzW 1958, 405 …und vom 10. Juli 1986 - IX ZR 55/86 - BGHR BEG § 6 Abs. 1 Nr. 1). - VG Halle, 07.08.2002 - 1 A 273/99 Objektiv besteht das Vorschubleisten in einem Verhalten, das geeignet war, die Bedingungen für die Ausbreitung und Entwicklung der nationalsozialistischen Herrschaft zu verbessern (vgl. nur BGH, Urteil vom 10. Juli 1986 - IX ZR 55/86 - juris - m. w. N.), dass der Betroffene mit seinem Handeln bewusst und mit einer gewissen Stetigkeit das Ziel verfolgt hat, eine Festigung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft als eines Unrechtssystems nachhaltig zu dienen (vgl. für das der sowjetischen Besatzungszone bestehende politische System BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 1987 - 3 C 12.87 - juris; Urteil vom 22. Mai 1969 - 8 C 80.65 - juris; Urteil vom 01. Dezember 1966 - 8 C 27.65 - Buchholz 412.3 § 3 Nr. 45).
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