Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 30.03.2012 - 8 U 89/11 |
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Anforderungen an die ärztliche Risikoaufklärung vor Durchführung einer Koloskopie bei einer an Morbus Crohn erkrankten Patientin
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 15.03.2011 - 18 O 101/08
- OLG Frankfurt, 30.03.2012 - 8 U 89/11
- BGH - VI ZR 182/12 (anhängig)
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (3)
- BGH, 25.03.2003 - VI ZR 131/02
Zeitpunkt der Aufklärung über die Risiken eines operativen Eingriffs
Auszug aus OLG Frankfurt, 30.03.2012 - 8 U 89/11
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entfällt eine solche Haftung, wenn feststeht, dass der Patient über das maßgebliche Risiko bereits anderweit aufgeklärt ist, da er dann weiß, in welchen Eingriff er einwilligt (BGH, Urteil vom 25.3.2003 - VI ZR 131/02 - NJW 2003, 2012).Zwischen der genügenden Aufklärung (im Jahre 20…) und dem zu rechtfertigenden Eingriff am 13.10.20... lag kein kurzer Zeitraum, wie er zu diskutieren wäre, wenn es sich um einige Wochen handeln würde (vgl. BGH, Urteil vom 25.3.2003 - VI ZR 131/02 - NJW 2003, 2012: etwa fünf Wochen; BGH, Urteil vom 28.2.1984 - VI ZR 70/82 - NJW 1984, 1807: etwa ein Monat) und deswegen davon ausgegangen werden könnte, dass die Klägerin wusste, welche möglichen Folgen sie auf sich nahm, als sie einwilligte.
- BGH, 14.03.2006 - VI ZR 279/04
Blutspender sind auch über seltene mit der Blutspende spezifisch verbundene …
Auszug aus OLG Frankfurt, 30.03.2012 - 8 U 89/11
Dem Patienten muss eine allgemeine Vorstellung von der Schwere des Eingriffs und den spezifisch mit ihm verbundenen Risiken vermittelt werden, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (BGH, Urteil vom 14.3.2006 - VI ZR 279/04 - NJW 2006, 2108-2110 m.w.N.). - BGH, 28.02.1984 - VI ZR 70/82
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Aufklärung, Chirurgie …
Auszug aus OLG Frankfurt, 30.03.2012 - 8 U 89/11
Zwischen der genügenden Aufklärung (im Jahre 20…) und dem zu rechtfertigenden Eingriff am 13.10.20... lag kein kurzer Zeitraum, wie er zu diskutieren wäre, wenn es sich um einige Wochen handeln würde (vgl. BGH, Urteil vom 25.3.2003 - VI ZR 131/02 - NJW 2003, 2012: etwa fünf Wochen; BGH, Urteil vom 28.2.1984 - VI ZR 70/82 - NJW 1984, 1807: etwa ein Monat) und deswegen davon ausgegangen werden könnte, dass die Klägerin wusste, welche möglichen Folgen sie auf sich nahm, als sie einwilligte.
- OLG Frankfurt, 20.02.2018 - 8 U 78/16
Notwendige Risikoaufklärung über mögliche Komplikationen einer …
Dem Patienten muss lediglich eine allgemeine Vorstellung von der Schwere des Eingriffs und den spezifisch mit ihm verbundenen Risiken vermittelt werden, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (vgl. BGH, Urteil vom 18.11.2008 - VI ZR 198/07, NJW 2009, 1209, 1210; Urteil vom 14.03.2006 - VI ZR 279/04, NJW 2006, 2108, 2109 f.; Senat, Urteil vom 30.03.2012 - 8 U 89/11, juris; Urteil vom 29.11.2016 - 8 U 143/13, juris). - OLG Frankfurt, 09.06.2017 - 8 U 209/14
Vorgehen bei widersprüchlichen Positionen zweier gerichtlicher Sachverständiger
Dem Patienten muss lediglich eine allgemeine Vorstellung von der Schwere des Eingriffs und den spezifisch mit ihm verbundenen Risiken vermittelt werden, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (vgl. Senat, Urteil vom 30.03.2012 - 8 U 89/11, juris; BGH, Urteil vom 18.11.2008 - VI ZR 198/07, NJW 2009, 1209, 1210; Urteil vom 14.03.2006 - VI ZR 279/04, NJW 2006, 2108, 2109 f.); auf die Komplikationsdichte kommt es hingegen nicht an (…vgl. Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 7. Aufl. 2014, Kap. C, Rdnr. 43 u. 49). - OLG Koblenz, 17.03.2021 - 5 U 1651/19
Arzthaftung: Anforderungen an die ordnungsgemäße Aufklärung über einen …
Rn. 84 Zieht man Entscheidungen zu vergleichbaren Gesundheitsschäden heran, nämlich einer Peritonitis nach Darmperforation, liegen die zugesprochenen Schmerzensgeldbeträge teils leicht, teils sehr deutlich über dem vom Landgericht ausgeurteilten Betrag (vgl. OLG Koblenz, VersR 2006, 123: 24.755,00 EUR nach Indexierung; LG Nürnberg Fürth, VersR 2002, 100: 26.222,00 EUR nach Indexierung; OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 30.03.2012 - 8 U 89/11: 43.749,00 EUR nach Indexierung; OLG Oldenburg, Urteil vom 16.05.2007: 75.000,00 EUR ohne Indexierung, OLG München, Urteil vom 27.11.2014 - 1 U 901/14: 80.050,00 EUR nach Indexierung; LG Ravensburg, Urteil vom 22.11.2007 - 3 O 312/05: 175.828,00 EUR; OLG Hamm, MedR 2014, 309: 220.000,00 EUR).
- OLG Frankfurt, 29.11.2016 - 8 U 143/13
Zum Nachweis eines Behandlungsfehlers (hier: Herzstammgefäßverletzung)
Dem Patienten muss lediglich eine allgemeine Vorstellung von der Schwere des Eingriffs und den spezifisch mit ihm verbundenen Risiken vermittelt werden, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (vgl. Senat, Urteil vom 30.03.2012 - 8 U 89/11, juris; BGH, Urteil vom 18.11.2008 - VI ZR 198/07, NJW 2009, 1209, 1210; Urteil vom 14.03.2006 - VI ZR 279/04, NJW 2006, 2108, 2109 f.); auf die Komplikationsdichte kommt es hingegen nicht an (…vgl. Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 7. Aufl. 2014, Kap. C, Rdnr. 43 u. 49). - OLG Düsseldorf, 30.03.2017 - 8 U 104/16
Anforderungen an die ärztliche Risikoaufklärung bei einer Darmspiegelung
Schon deswegen unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt auch von dem dem Urteil des OLG Frankfurt vom 30.03.2012, 8 U 89/11, zugrunde liegenden Sachverhalt. - LG Wuppertal, 30.08.2016 - 5 O 124/14
Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen fehlerhafter ärztlicher …
Rn. 116 Die Kammer folgt insoweit der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Frankfurt (OLG Frankfurt, Urteil vom 30.03.2012, 8 U 89/11).
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Rechtsprechung
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Verfahrensgang
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- BSG, 28.07.2015 - B 2 U 108/15 B
Wird zitiert von ...
- BSG, 28.07.2015 - B 2 U 108/15 B
Zulässigkeit einer Divergenzrüge; Hinreichende Bezeichnung einer Abweichung; …
S 8 U 89/11 (SG Wiesbaden).
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