Rechtsprechung
| FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Aufwendungen einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); Zuschüsse zur freiwilligen Krankenversicherung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; Lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn; Ausübung nichtselbständiger Tätigkeit; Zukunftssicherung des Arbeitnehmers aufgrund ...
Papierfundstellen
- EFG 1992, 393
- EFG 1998, 380
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (47)
- BSG, 06.02.1992 - 7 RAr 134/90
Beitragspflichtige Beschäftigung in der Rahmenfrist für Anspruch auf …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Ist ein Weisungsrecht nicht vorhanden, kann der Betreffende seine Tätigkeit also wesentlich frei gestalten, insbesondere über die eigene Arbeitskraft, über Arbeitsort und Arbeitszeit frei verfügen, oder fügt er sich nur in die von ihm selbst gegebene Ordnung des Betriebs ein, liegt keine abhängige, sondern eine selbständige Tätigkeit vor, die zusätzlich durch ein Unternehmerrisiko gekennzeichnet zu sein pflegt (vgl. BSG-Urteile vom 29.01.1981 12 RK 63/79, Entscheidungen des BSG -BSGE- 51, 164; vom 08.12.1987 7 RAr 25/86, Betriebs-Berater - BB- 1989, 72; vom 12.06.1991 12 Ar 136/89, GmbHR 1992, 174; vom 06.02.1992 7 RAr 134/90, BSGE 70, 81 und vom 24.09.1992 7 RAr 12/92, GmbHR 1993, 355).Rn. 38 Nach diesen Grundsätzen beurteilt sich auch die Frage, ob der Geschäftsführer einer GmbH eine abhängige, versicherungs- und beitragspflichtige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausübt, die weder ihn noch seinen Dienstherrn zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet (vgl. BSG-Urteile in GmbHR 1992, 172 und BSGE 70, 81).
Allerdings scheidet eine abhängige Beschäftigung von vornherein aus, wenn der Geschäftsführer am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt ist und mit Hilfe seiner Gesellschafterrechte einen derart maßgebenden Einfluß auf die Willensbildung der GmbH ausüben kann, daß er die für ein Beschäftigungsverhältnis typische Abhängigkeit vermeiden kann (vgl. BSG-Urteil vom 27.07.1989 11/7, RAr 71/87, USK 8951 sowie BSG in GmbH 1992, 172 und BSGE 70, 81).
Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis zur GmbH hat das BSG daher grundsätzlich verneint, wenn der Geschäftsführer über die Hälfte des Stammkapitals hält (vgl. BSG-Urteile vom 22.11.1974 1 RA 251/73, BB 1975, 282; vom 20.03.1984 7 RAr 70/82, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR- 1985, 482 und vom 25.10.1989 2 RU 12/89, USK 8998, sowie BSG in BSGE 70, 81) oder über eine Sperrminorität verfügt, die es ihm ermöglicht, nicht genehme Entscheidungen der Gesellschaft, wie insbesondere an ihn gerichtete Einzelweisungen, zu verhindern (vgl. BSG in GmbHR 1989, 34; GmbHR 1992, 172 und GmbHR 1993, 355).
Rn. 39 Der Geschäftsführer einer GmbH, dessen Kapitalbeteiligung bzw. Ausgestaltung der Gesellschafterrechte es nicht zuläßt, Beschlüsse der Gesellschafterversammlung als dem willensbildenden Organ der Gesellschaft zu verhindern, ist dann nicht als Arbeitnehmer einzustufen, wenn er nach der Gestaltung seiner vertraglichen Beziehungen zur GmbH und deren tatsächlichen Durchführung hinsichtlich Zeit, Dauer, Umfang und Ort seiner Tätigkeit im wesentlichen weisungsfrei ist (vgl. BSG-Urteile vom 08.08.1990 11 RAr 77/89, GmbHR 1991, 461 und vom 08.12.1994 11 RAr 49/94, GmbHR 1995, 584 sowie BSG in USK 82160; BSGE 70, 81 und GmbHR 1993, 355).
- BSG, 29.10.1986 - 7 RAr 43/85
Arbeitslosengeld - Gesllschafter-Geschäftsführer
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Dies bedeutet Eingliederung in den Betrieb und Unterordnung unter das Weisungsrecht des Arbeitgebers, insbesondere in bezug auf Zeit, Dauer und Ort der Arbeitsausführung (vgl. z.B. BSG-Urteile vom 29.10.1986 7 RAr 43/85, GmbHR 1987, 351 und vom 28.01.1992 11 RAr 133/90, GmbHR 1992, 810).Dies richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, wobei die zunächst wichtige vertragliche Ausgestaltung zurücktritt, wenn die tatsächlichen Verhältnisse entscheidend abweichen (vgl. BSG-Urteile vom 31.07.1974 12 RK 26/72, GmbHR 1975, 36; vom 29.10.1986 7 RAr 43/85, BB 1987, 406 und vom 18.04.1991 7 RAr 32/90, GmbHR 1992, 172).
Entscheidender ist, ob der äußere Rahmen seiner Tätigkeit durch einseitige Weisungen der Gesellschafter geregelt wird (vgl. BSG in BSGE 13, 196; USK 82160; BB 1987, 406 und GmbHR 1987, 351).
Dabei können selbst bei einem Geschäftsführer ohne jegliche Kapitalbeteiligung die Verhältnisse so liegen, daß Selbständigkeit anzunehmen ist (vgl. BSG-Urteil vom 23.09.1982 10 RAr 10/81, USK 82140 sowie BSG in BB 1987, 406 und 1989, 72).
- BSG, 24.09.1992 - 7 RAr 12/92
GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer - Sperrminorität - Annahme eines …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Ist ein Weisungsrecht nicht vorhanden, kann der Betreffende seine Tätigkeit also wesentlich frei gestalten, insbesondere über die eigene Arbeitskraft, über Arbeitsort und Arbeitszeit frei verfügen, oder fügt er sich nur in die von ihm selbst gegebene Ordnung des Betriebs ein, liegt keine abhängige, sondern eine selbständige Tätigkeit vor, die zusätzlich durch ein Unternehmerrisiko gekennzeichnet zu sein pflegt (vgl. BSG-Urteile vom 29.01.1981 12 RK 63/79, Entscheidungen des BSG -BSGE- 51, 164; vom 08.12.1987 7 RAr 25/86, Betriebs-Berater - BB- 1989, 72; vom 12.06.1991 12 Ar 136/89, GmbHR 1992, 174; vom 06.02.1992 7 RAr 134/90, BSGE 70, 81 und vom 24.09.1992 7 RAr 12/92, GmbHR 1993, 355).Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis zur GmbH hat das BSG daher grundsätzlich verneint, wenn der Geschäftsführer über die Hälfte des Stammkapitals hält (vgl. BSG-Urteile vom 22.11.1974 1 RA 251/73, BB 1975, 282; vom 20.03.1984 7 RAr 70/82, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR- 1985, 482 und vom 25.10.1989 2 RU 12/89, USK 8998, sowie BSG in BSGE 70, 81) oder über eine Sperrminorität verfügt, die es ihm ermöglicht, nicht genehme Entscheidungen der Gesellschaft, wie insbesondere an ihn gerichtete Einzelweisungen, zu verhindern (vgl. BSG in GmbHR 1989, 34; GmbHR 1992, 172 und GmbHR 1993, 355).
Rn. 39 Der Geschäftsführer einer GmbH, dessen Kapitalbeteiligung bzw. Ausgestaltung der Gesellschafterrechte es nicht zuläßt, Beschlüsse der Gesellschafterversammlung als dem willensbildenden Organ der Gesellschaft zu verhindern, ist dann nicht als Arbeitnehmer einzustufen, wenn er nach der Gestaltung seiner vertraglichen Beziehungen zur GmbH und deren tatsächlichen Durchführung hinsichtlich Zeit, Dauer, Umfang und Ort seiner Tätigkeit im wesentlichen weisungsfrei ist (vgl. BSG-Urteile vom 08.08.1990 11 RAr 77/89, GmbHR 1991, 461 und vom 08.12.1994 11 RAr 49/94, GmbHR 1995, 584 sowie BSG in USK 82160; BSGE 70, 81 und GmbHR 1993, 355).
- BSG, 18.04.1991 - 7 RAr 32/90
Tätigkeit als Geschäftsführer der GmbH als abhängige Beschäftigung
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Dies richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, wobei die zunächst wichtige vertragliche Ausgestaltung zurücktritt, wenn die tatsächlichen Verhältnisse entscheidend abweichen (vgl. BSG-Urteile vom 31.07.1974 12 RK 26/72, GmbHR 1975, 36; vom 29.10.1986 7 RAr 43/85, BB 1987, 406 und vom 18.04.1991 7 RAr 32/90, GmbHR 1992, 172).Rn. 38 Nach diesen Grundsätzen beurteilt sich auch die Frage, ob der Geschäftsführer einer GmbH eine abhängige, versicherungs- und beitragspflichtige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausübt, die weder ihn noch seinen Dienstherrn zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet (vgl. BSG-Urteile in GmbHR 1992, 172 und BSGE 70, 81).
Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis zur GmbH hat das BSG daher grundsätzlich verneint, wenn der Geschäftsführer über die Hälfte des Stammkapitals hält (vgl. BSG-Urteile vom 22.11.1974 1 RA 251/73, BB 1975, 282; vom 20.03.1984 7 RAr 70/82, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR- 1985, 482 und vom 25.10.1989 2 RU 12/89, USK 8998, sowie BSG in BSGE 70, 81) oder über eine Sperrminorität verfügt, die es ihm ermöglicht, nicht genehme Entscheidungen der Gesellschaft, wie insbesondere an ihn gerichtete Einzelweisungen, zu verhindern (vgl. BSG in GmbHR 1989, 34; GmbHR 1992, 172 und GmbHR 1993, 355).
- BSG, 13.12.1960 - 3 RK 2/56
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Er ist weder aufgrund seiner Organstellung noch infolge der Tatsache, daß ein Geschäftsführer gegenüber den Arbeitnehmern der GmbH Arbeitgeberfunktionen wahrnimmt, von der Einordnung als Arbeitnehmer ausgeschlossen (vgl. grundlegend BSG-Urteil vom 13.12.1960 3 RK 2/56, BSGE 13, 196, 200).Ist der Geschäftsführer lediglich bei bestimmten wichtigeren Geschäften in seiner Entscheidungsfreiheit beschränkt, ohne einem für die persönliche Abhängigkeit ausschlaggebenden Direktionsrecht der Gesellschaft in bezug auf die Ausübung seiner Tätigkeit unterworfen zu sein, so liegt eine abhängige Beschäftigung nicht vor (vgl. BSG-Urteile vom 08.12.1987 7 RAr 14/86, USK 87150 sowie bereits BSG-Urteil vom 13.12.1960 in BSGE 13, 196, 200).
Entscheidender ist, ob der äußere Rahmen seiner Tätigkeit durch einseitige Weisungen der Gesellschafter geregelt wird (vgl. BSG in BSGE 13, 196; USK 82160; BB 1987, 406 und GmbHR 1987, 351).
- FG Köln, 26.09.1989 - 2 K 427/86
Lohnsteuer; Arbeitgeberzuschüsse zur freiwilligen Krankenversicherung
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Es muß sich hierbei um eine eigene gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers handeln (vgl. BFH-Urteil vom 21.02.1992 VI R 41/88, BStBl II 1992, 443), wobei für die Prüfung dieses Tatbestandsmerkmals allein die einschlägigen sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften maßgebend sind (vgl. FG Köln, Urteil vom 26.09.1989 2 K 27/86, EFG 1990, 94 und FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.05.1995 5 K 1972/91, EFG 1992, 721).Allerdings spricht vieles dafür, daß die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger nur bezogen auf deren Zuständigkeitsbereich Rechtsfolgen für die unmittelbar betroffenen Adressaten haben und keine Grundlagenbescheide i.S. des § 171 Abs. 10 der Abgabenordnung (AO) darstellen (vgl. FG Köln, Urteil vom 26.09.1989 2 K 427/86, EFG 1990, 94; FG Baden-Württemberg, Urteile vom 29.03.1990 III K 356/86, EFG 1990, 620 und vom 08.09.1994 3 K 285/88, EFG 1995, 194).
- BFH, 23.10.1992 - VI R 59/91
Lohnsteuerpflicht von Sportvereinen für Amateurspieler
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Die Einordnung der Tätigkeit ist nach dem Gesamtbild der Verhältnisse vorzunehmen, wobei die für und gegen die Nichtselbständigkeit sprechenden Umstände gegeneinander abzuwägen und Einzelmerkmale nach ihrer Bedeutung zu gewichten sind (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH- vom 24.07.1992 VI R 126/88, Bundessteuerblatt -BStBl- II 1993, 155 und vom 23.10.1992 VI R 59/91, BStBl II 1993, 303 sowie insbesondere BFH-Urteil vom 14.06.1985 VI R 150-152/82, BStBl II 1985, 661 mit einer Auflistung der für eine Arbeitnehmereigenschaft sprechenden Merkmale).Der steuerrechtliche Arbeitnehmerbegriff ist hierbei mit dem des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts nicht völlig deckungsgleich, so daß eine unterschiedliche Einordnung möglich ist (vgl. BFH-Urteile vom 13.02.1980 I R 17/78, BStBl II 1980, 303 und vom 17.02.1995 VI R 41/92, BStBl II 1995, 390 sowie BFH in BStBl II 1993, 303;… Schmidt/Drenseck, EStG, 15. Aufl., § 19 Rz. 4).
- BSG, 29.01.1981 - 12 RK 63/79
Bausparkasse - Vermittlung von Bausparverträgen - Handelsvertreter - …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Ist ein Weisungsrecht nicht vorhanden, kann der Betreffende seine Tätigkeit also wesentlich frei gestalten, insbesondere über die eigene Arbeitskraft, über Arbeitsort und Arbeitszeit frei verfügen, oder fügt er sich nur in die von ihm selbst gegebene Ordnung des Betriebs ein, liegt keine abhängige, sondern eine selbständige Tätigkeit vor, die zusätzlich durch ein Unternehmerrisiko gekennzeichnet zu sein pflegt (vgl. BSG-Urteile vom 29.01.1981 12 RK 63/79, Entscheidungen des BSG -BSGE- 51, 164; vom 08.12.1987 7 RAr 25/86, Betriebs-Berater - BB- 1989, 72; vom 12.06.1991 12 Ar 136/89, GmbHR 1992, 174; vom 06.02.1992 7 RAr 134/90, BSGE 70, 81 und vom 24.09.1992 7 RAr 12/92, GmbHR 1993, 355).Gerade in derartigen Fällen ist die Kapitalbeteiligung der Gesellschafter-Geschäftsführer häufig so hoch, daß sie ein nicht unerhebliches Unternehmerrisiko tragen, so daß sie ihre Geschäftsführertätigkeit wirtschaftlich gesehen nicht für ein - wie bei einer abhängigen Beschäftigung charakteristisch - fremdes Unternehmen, sondern im eigenen Unternehmen ausüben (vgl. BSG-Urteil vom 29.01.1981 12 RK 63/79, BSGE 51, 164 sowie BSG in USK 82160).
- BSG, 08.12.1987 - 7 RAr 25/86
Sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Gesellschaftern und …
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Ist ein Weisungsrecht nicht vorhanden, kann der Betreffende seine Tätigkeit also wesentlich frei gestalten, insbesondere über die eigene Arbeitskraft, über Arbeitsort und Arbeitszeit frei verfügen, oder fügt er sich nur in die von ihm selbst gegebene Ordnung des Betriebs ein, liegt keine abhängige, sondern eine selbständige Tätigkeit vor, die zusätzlich durch ein Unternehmerrisiko gekennzeichnet zu sein pflegt (vgl. BSG-Urteile vom 29.01.1981 12 RK 63/79, Entscheidungen des BSG -BSGE- 51, 164; vom 08.12.1987 7 RAr 25/86, Betriebs-Berater - BB- 1989, 72; vom 12.06.1991 12 Ar 136/89, GmbHR 1992, 174; vom 06.02.1992 7 RAr 134/90, BSGE 70, 81 und vom 24.09.1992 7 RAr 12/92, GmbHR 1993, 355).Dabei können selbst bei einem Geschäftsführer ohne jegliche Kapitalbeteiligung die Verhältnisse so liegen, daß Selbständigkeit anzunehmen ist (vgl. BSG-Urteil vom 23.09.1982 10 RAr 10/81, USK 82140 sowie BSG in BB 1987, 406 und 1989, 72).
- BSG, 31.07.1974 - 12 RK 26/72
Auszug aus FG Baden-Württemberg, 20.09.1996 - 9 K 65/92
Dies richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, wobei die zunächst wichtige vertragliche Ausgestaltung zurücktritt, wenn die tatsächlichen Verhältnisse entscheidend abweichen (vgl. BSG-Urteile vom 31.07.1974 12 RK 26/72, GmbHR 1975, 36; vom 29.10.1986 7 RAr 43/85, BB 1987, 406 und vom 18.04.1991 7 RAr 32/90, GmbHR 1992, 172).Rn. 40 Maßgebend für die Verneinung eines Beschäftigungsverhältnisses ist, ob der Geschäftsführer seine Tätigkeit im wesentlichen frei gestalten kann bzw. sich nur in eine von ihm selbst gegebene Ordnung des Betriebs einfügt (vgl. BSG-Urteil vom 31.07.1974 12 RK 26/72, GmbHR 1975, 36).
- BSG, 07.09.1988 - 10 RAr 10/87
Anspruch auf Konkursausfallgeld - Gewährung von Leistungen - Vorliegen eines …
- BGH, 27.10.1986 - II ZR 240/85
Anfechtbarkeit der Abberufung eines Gesellschafter-Geschäftsführers
- BFH, 18.09.1981 - VI R 44/77
Darlegung der Ermessenserwägungen spätestens in Einspruchsentscheidung; Ausschluß …
- BFH, 24.01.1992 - VI R 177/88
Beweislastverteilung bei durch Lohnsteuerprüfer veranlasstem Rechtsirrtum
- BFH, 09.10.1992 - VI R 47/91
Zuschüsse zur Lebensversicherung als steuerpflichtiger Arbeitslohn
- BGH, 25.09.1989 - II ZR 304/88
Anfechtung eines Gesellschafterbeschlusses, der den Geschäftsführer abberuft - …
- BFH, 07.12.1984 - VI R 72/82
Haftung des Arbeitgebers; Ermittlung der nachzufordernden Lohnsteuer mit …
- OLG Stuttgart, 30.03.1994 - 3 U 154/93
- BFH, 29.03.1985 - VI R 23/80
Nebenberufliche Kirchenmusiker als Arbeitnehmer einer Kirchengemeinde - …
- BFH, 29.11.1985 - VI R 37/81
Notwendigkeit der Darlegung der Ermessenserwägungen in der Einspruchsentscheidung …
- FG Baden-Württemberg, 08.09.1994 - 3 K 285/88
- FG Baden-Württemberg, 29.03.1990 - III K 356/86
- BFH, 14.06.1985 - VI R 150/82
Abgrenzung selbständige und nichtselbständige Tätigkeit; gelegentlich …
- BSG, 08.08.1990 - 11 RAr 77/89
Abhängige Beschäftigung des Geschäftsführers einer GmbH
- BSG, 08.12.1994 - 11 RAr 49/94
GmbH - Alleingesellschafter - Beitragspflicht
- BSG, 24.06.1982 - 12 RK 45/80
Versicherungspflicht von Gesellschafter-Geschäftsführern
- BFH, 24.07.1992 - VI R 126/88
Arbeitnehmereigenschaft von Stromablesern
- BSG, 20.03.1984 - 7 RAr 70/82
GmbH-Beteiligung - Geschäftsführender Komplementär - Abhängige Beschäftigung
- BFH, 30.07.1986 - V R 41/76
Vertraglich vereinbarter Wettbewerbsverzicht eines GmbH-Gesellschafters und …
- BFH, 21.02.1992 - VI R 41/88
Keine Nettolohnvereinbarung bei einvernehmlicher Steuerhinterziehung
- BSG, 23.09.1982 - 10 RAr 10/81
Konkursausfallgeld für GmbH-Geschäftsführer als früherer Alleininhaber des …
- BFH, 17.02.1995 - VI R 41/92
Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) kann Arbeitgeber im lohnsteuerlichen …
- BSG, 08.12.1987 - 7 RAr 14/86
Arbeitslosengeld
- BFH, 13.02.1980 - I R 17/78
Beitragsübersicht - Kontenspiegel - Sozialversicherungsträger - Heimarbeit - …
- BSG, 25.10.1989 - 2 RU 12/89
- BFH, 02.10.1968 - VI R 25/68
Steuerpflichtigkeit von an Vorstandsmitgliedern einer Genossenschaft gezahlten …
- BSG, 05.05.1988 - 12 RK 43/86
GmbH - Einflußnahme - Mehrheitsgesellschafter-Geschäftsführer - …
- BSG, 28.01.1992 - 11 RAr 133/90
Beitragspflichtigen Beschäftigung eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer …
- BSG, 22.11.1974 - 1 RA 251/73
- BFH, 31.01.1975 - VI R 230/71
Geschäftsführender Vorstand - Bezüge - Rechtsfähige Familienstiftung - Einkünfte …
- BFH, 11.03.1960 - VI 172/58 U
Der Vorsitzende des Vorstands einer Landesversicherungsanstalt als deren …
- FG Rheinland-Pfalz, 01.06.1994 - 1 K 1422/93
Lohnsteuer; Arbeitnehmereigenschaft eines Geschäftsführers
- FG Rheinland-Pfalz, 18.05.1992 - 5 K 1972/91
- FG Düsseldorf, 08.02.1990 - 5 K 349/85
Umsatzsteuer; Gesellschafter-Geschäftsführer nicht selbständig tätig
- LSG Nordrhein-Westfalen, 12.06.1991 - 12 Ar 136/89
- FG Nürnberg, 23.01.1990 - II 5/89
Umsatzsteuer; Anwendung des § 14 Abs.2 UStG
- FG Rheinland-Pfalz, 23.09.1986 - 2 K 27/86
- FG Schleswig-Holstein, 12.05.1999 - III 1146/94
Gesellschafter-Geschäftsführer: Zukunftssicherungsleistungen
Dies folgt aus seiner beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer-Stellung (vgl. dazu FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26. Februar 1987 - 5 K 105/87 -, EFG 1987, 496; FG Köln, Urteil vom 26. September 1989 - 2 K 427/86 -, EFG 1990, 94; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 20. September 1996 - 9 K 65/92 -, EFG 1998, 380;… Heinikke in Schmidt, EStG , 17. Aufl., § 3 ABC "Zukunftssicherungsleistungen" a) m.w.N.; Handzik in Littmann/Bitz/Hellwig, EStG , § 3 Rdn. 634 m.w.N.; Kuhlmann in Frotscher, EStG , § 3 Nr. 62 Rdn. 261, 269 m.w.N.).Beherrschend ist der GmbH-Geschäftsführer i.d.R. bei einer Kapitalbeteiligung über 50 % (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26. Februar 1987 - 5 K 105/87 -, EFG 1987, 496; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 20. September 1996 - 9 K 65/92 -, EFG 1998, 380;… Handzik in Littmann/Bitz/Hellwig, EStG , § 3 Rdn. 634 m.w.N.).
- FG Saarland, 29.04.2004 - 2 K 291/00
Lohnsteuerfreie Gewährung von Zukunftssicherungsleistungen in Form von Beiträgen …
Die Beurteilung - auch durch die Finanzbehörden und Finanzgerichte - erfolgt dabei nach den sozialrechtlichen Vorschriften (vgl. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 20. September 1996 9 K 65/92, EFG 1997, 393).Diesen stand nach dieser Auffassung vielmehr ein eigenes Prüfungsrecht zur Frage der Arbeitnehmereigenschaft eines Gesellschafter-Geschäftsführers als Vorfrage für die Anwendung des § 3 Nr. 62 EStG zu (vgl. BFH…, Urteil vom 28. Mai 1998 X R 7/96, BFH/NV 1999, 262 unter Punkt 2 der Entscheidungsgründe; FG Düsseldorf, Urteil vom 17. Dezember 1993 14 K 5416/91, EFG 1994, 566 [567]; FG Baden-Württemberg, Urteile vom 8. September 1994 3 K 285/88, EFG 1995, 194, vom 20. September 1996 9 K 65/92, EFG 1992, 393 [395]; Niedersächsisches FG, Urteil vom 22. Mai 2003 10 K 535/99, EFG 2004, 469; Tipke/Kruse, AO/FGO, § 171 AO, Tz. 94).
- FG Baden-Württemberg, 13.12.2000 - 5 K 22/99
Maßgeblichkeit des sozialversicherungsrechtlichen Arbeitnehmerbegriffs für die …
Die vertraglich eingeräumte Befugnis, sowohl den Umfang als auch den Ort der Arbeitsleistung zu bestimmen, bewirkt eine Unabhängigkeit, die einem Arbeitnehmer üblicherweise nicht eingeräumt wird (so auch die BSG-Entscheidung vom 28. Januar 1992 - 11 RAe 133/90 in GmbHR 1992, 810 sowie das Urteil des FG Baden-Württemberg vom 20. September 1996 - 9 K 65/92, veröffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 1997, 393; rechtskräftig geworden nach Zurückverweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den BFH-Beschluss vom 14. Mai 1997 - VI B 25/97).Das von der Klin in der mündlichen Verhandlung zitierte Urteil des 9. Senats des FG Baden-Württemberg (Az. 9 K 65/92, Fundstelle siehe S. 8 oben) hat den Arbeitnehmerbegriff nach dem Steuerrecht und nach dem Sozialversicherungsrecht - wie der erkennende Senat - unterschiedlich definiert und im damals zu entscheidenden Sachverhalt die Steuerfreiheit von durch den Arbeitgeber gewährten Zuschüssen zur Krankenversicherung versagt, weil seinerzeit ein Arbeitsverhältnis sozialversicherungsrechtlich nicht angenommen worden ist.
- FG Baden-Württemberg, 10.06.1998 - 9 K 198/93
Kürzung des Vorwegabzugs bei wertlosen, aber ohne eigene Beitragsleistung …
Der Kl unterlag während des gesamten streitbefangenen Zeitraums nach den maßgeblichen (Hinweis auf das Senatsurteil vom 20. September 1996 9 K 65/92 - rechtskräftig - EFG 1997, 393) sozialversicherungsrechtlichen Grundsätzen (Reiserer/Schulte, Betriebs-Berater -BB- 1995, 2162; Bergmann, Die Information über Steuer und Wirtschaft -INF- 1996, 591; Winkler, Deutsches Steuerrecht -DStR- 1997, 289; Figge, GmbH-Rundschau -GmbHR- 1998, R 273) nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. - FG Niedersachsen, 22.05.2003 - 10 K 535/99
Steuerfreiheit von Zuschüssen zur Krankenversicherung; Anspruch auf Änderung …
Diesen steht vielmehr ein eigenes Prüfungsrecht zur Frage der Arbeitnehmereigenschaft eines Gesellschafter-Geschäftsführers als Vorfrage für die Anwendung des § 3 Nr. 62 EStG zu (vgl. BFH-Urteil vom 28. Mai 1998 X R 7/96, BFH/NV 1999, 262 unter Punkt 2 der Entscheidungsgründe; Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 17. Dezember 1993 14 K 5416/91, EFG 1994, 566 [567]; Urteile Finanzgericht Baden-Württemberg vom 8. September 1994 3 K 285/88, EFG 1995, 194 sowie vom 20. September 1996 9 K 65/92, EFG 1992, 393 [395]; Tipke/Kruse, Kommentar zur AO und FGO, Rdziff.
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