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| OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08 |
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Abschluss des Grundstückserwerbs als Merkmal der endgültigen Herstellung eines Straßenausbaus
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§ 124 VwGO, § 124a VwGO, § 8 Abs 7 S 1 KAG BB, Art 21 Abs 1 EinigVtr, Art 21 Abs 2 EinigVtr
Straßenausbau; sachliche Beitragspflicht; Entstehung; endgültige Herstellung; Grunderwerb; Bauprogramm; Herstellungsmerkmal; Vermögenszuordnung; Verwaltungsvermögen - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Potsdam, 16.11.2007 - 12 K 2079/04
- OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (4)
- OVG Brandenburg, 23.11.2004 - 2 A 269/04
Zur Berücksichtigung rückwirkender satzungsrechtlicher Rechtsänderungen, die nach …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08
Spätere Änderungen der Sach- und Rechtslage, insbesondere spätere Satzungsänderungen beeinflussen den Beitrag nicht mehr; fehlt zum Zeitpunkt der endgültigen Herstellung das notwendige Satzungsrecht, so ist dieses rückwirkend auf diesen Zeitpunkt zu erlassen (vgl. OVG Bbg, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 - juris).Danach musste die Satzung, um eine taugliche Grundlage für die Abrechnung des hier in Rede stehenden Straßenbaus zu sein, gemäß § 2 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 8 Abs. 4 Satz 9 KAG a. F. auch den Beitragssatz angeben (vgl. OVG Bbg, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 - juris).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2008 - 15 A 1809/05
Möglichkeit der Festsetzung einer Beitragsforderung nach Eintritt der …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08
Wegen der damit verbundenen Entfernung vom Wortlaut des § 8 Abs. 7 Satz 1 KAG und mit Blick auf das Erfordernis von Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bedarf es dazu aber entweder einer entsprechenden Satzungsregelung oder einer eindeutigen Festlegung im Bauprogramm für die konkrete Anlage (vgl. OVG NRW, Urteil vom 29. April 2008 - 15 A 1809/05 - juris, m. w. N.;… Driehaus a. a. O.). - VGH Bayern, 19.09.1991 - 6 B 88.1578
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08
Rechtsvorgänge in Bezug auf nicht beitragsfähige Maßnahmen haben keinen Einfluss auf die Entstehung der sachlichen Beitragspflicht (vgl. BayVGH, Urteil vom 19. September 1991 - 6 B 88.1578 - BayVBl. 1992, S. 728). - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.12.1990 - 2 A 1952/87
Herstellung der Anlage; Erwerb der Grundflächen; Beendigung der Ausbaumaßnahmen; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2010 - 9 N 121.08
Soll dieses Erfordernis seinen Sinn behalten, kann es demgegenüber nur dahin verstanden werden, dass aus den im Zusammenhang mit dem Straßenbau erstellten Unterlagen nicht nur die Grunderwerbsabsicht als solche, sondern auch der Wille der Gemeinde hervorgehen muss, gerade die endgültige Herstellung der Anlage vom Abschluss des Grunderwerbs abhängig zu machen (vgl. OVG NW, Urteil vom 13. Dezember 1990 - 2 A 1952/87 - Gemeindehaushalt 1992, S. 21).
- OVG Saarland, 18.06.2024 - 1 A 27/23
Straßenausbaubeitrag; Festlegung des Abschlusses des Grunderwerbs als …
Dazu bedarf es mit Blick auf das Erfordernis von Rechtssicherheit und Rechtsklarheit einer entsprechenden Satzungsregelung oder einer eindeutigen Festlegung im Bauprogramm.[vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8; zu einer den Grunderwerb als Herstellungsmerkmal vorsehenden Straßenausbaubeitragssatzung vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 17.11.2003 - 1 M 169/03 -, und Urteil vom 27.1.2016 - 1 L 1/12 -, beide juris][vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8; zu einer den Grunderwerb als Herstellungsmerkmal vorsehenden Straßenausbaubeitragssatzung vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 17.11.2003 - 1 M 169/03 -, und Urteil vom 27.1.2016 - 1 L 1/12 -, beide juris].Auch im Ausbaubeitragsrecht ist die Gemeinde zu einer entsprechenden satzungsrechtlichen Vorgabe befugt.[vgl. OVG des Saarlandes, Beschluss vom 23.12.2015 - 1 A 63/15 -, juris Rn. 4; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 17.11.2003 - 1 M 169/03 -, juris Ls. 2; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.1.2017 - 15 A 1650/15 -, juris Rn. 46; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8][vgl. OVG des Saarlandes, Beschluss vom 23.12.2015 - 1 A 63/15 -, juris Rn. 4; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 17.11.2003 - 1 M 169/03 -, juris Ls. 2; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.1.2017 - 15 A 1650/15 -, juris Rn. 46; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8].
Sähe man in der Existenz von Unterlagen, die die Absicht der Gemeinde, in der Vergangenheit unterlassenen Grunderwerb nachzuholen, belegen, die Festlegung des Grunderwerbs als Herstellungsmerkmal der nunmehrigen Ausbaumaßnahme, würde man das Erfordernis eines insoweit aussagekräftigen Bauprogramms praktisch aufgeben.[vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8 m.w.N.][vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 - OVG 9 N 121.08 -, juris Rn. 8 m.w.N.] Da eine im Bauprogramm erfolgende Festlegung des Grunderwerbs als Herstellungsmerkmal den Zeitpunkt des Entstehens der sachlichen Beitragspflicht determiniert und damit erhebliche Rechtswirkungen zeitigt, muss sie, um dem Verfassungsgrundsatz der Rechtssicherheit und -klarheit zu genügen, eindeutig, d.h. für die Beitragspflichtigen unschwer, erkennbar sein.
- OVG Sachsen-Anhalt, 02.10.2014 - 4 L 125/13
Heranziehung zu einem wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag
Der Beitrag muss der Höhe nach berechenbar und der entstandene Aufwand im Erschließungsbeitragsrecht und dem Recht der einmaligen Straßenausbaubeiträge - wegen der Abhängigkeit der Beitragshöhe - zumindest ermittlungsfähig sein (…vgl. BVerwG, st. Rspr. seit dem Urt. v. 22. August 1975 - 4 C 11.73 - zit. nach JURIS;… Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 9. A., § 19 Rdnr. 5 ff. zu Erschließungsbeiträgen; OVG Sachsen-Anhalt, st. Rspr. seit Beschl. v. 19. Februar 1998 - B 2 S 141/97 - VGH Hessen, Urt. v. 10. Juni 2014 - 5 A 337/13 - OVG Thüringen, Urt. v. 23. November 2012 - 4 EO 571/09 - OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 - VGH Bayern, Urt. v. 14. Juli 2010 - 6 B 08.2254 - OVG Niedersachsen, Beschl. v. 9. Juni 2010 - 9 ME 223/09 - OVG Bremen, Beschl. v. 26. Februar 2009 - 1 B 317/08 - OVG Sachsen, Urt. v. 3. September 2008 - 5 B 289/04 - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 2. November 2005 - 1 L 105/05 -, jeweils zit. nach JURIS;… Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, a.a.O., § 37 Rdnr. 8 ff., m.w.N.;… ders., Kommunalabgabenrecht, § 8 Rdnr. 490a, 490d, m.w.N. zu einmaligen Straßenausbaubeiträgen). - VG Frankfurt/Oder, 25.03.2013 - 3 K 767/09
Straßenbaubeitragsrecht; Erschließungsbeitragsrecht
Rn. 26 Nach der im Land Brandenburg gültigen Rechtslage müssen die satzungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung eines Straßenbaubeitrags bereits im Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht vorliegen oder - gegebenenfalls durch rückwirkende Inkraftsetzung - hergestellt werden (Oberverwaltungsgericht für das Land Brandenburg…, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 -, Juris Rn. 57; Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 -, zitiert nach http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de Rn. 7).Daher wird in der - soweit ersichtlich - übereinstimmenden obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 12. November 2010 -, a.a.O. Rn. 8; Thüringer Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 16. Juni 2010 - 4 ZKO 313/09 -, http://www.thovg.thueringen.de; Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 29. August 2003 - 9 ME 421/02, zitiert nach http://www.dbovg.niedersachsen.de; Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 29. April 2008, a.a.O. Rn. 45, 48) verlangt, dass in Fällen, in denen der Grundstückserwerb Herstellungsmerkmal der Straße sein soll, gerade dies klar und deutlich im Bauprogramm zum Ausdruck gebracht wird, falls es nicht schon satzungsmäßig so bestimmt ist.
- OVG Sachsen-Anhalt, 04.12.2014 - 4 L 220/13
Entstehung der Beitragsschuld im Straßenausbaubeitragsrecht nach dem KAG LSA in …
Rn. 35 b) Die vom Verwaltungsgericht vorgenommene verfassungskonforme Auslegung des § 6 Abs. 6 Satz 1 KAG LSA 1997 dahingehend, dass die sachliche Beitragspflicht für vor dem 22. April 1999 begonnene Straßenausbaumaßnahmen nur dann entsteht, wenn vor dem endgültigen Abschluss der Maßnahme eine wirksame Beitragssatzung vorliegt (vgl. auch für das jeweilige Landesrecht OVG Niedersachsen, Beschl. v. 19. Dezember 2008 - 9 LA 99/06 -, m.w.N.;… OVG Brandenburg, Urt. v. 23. November 2004 - 2 A 269/04 -, m.w.N.; OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 - OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 13. Oktober 1999 - 2 L 116/97 - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 9. Juni 1999 - 1 L 307/98 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 22. August 1995 - 15 A 3907/92 -, jeweils zit. nach JURIS), ist nicht zulässig. - VG Frankfurt/Oder, 09.03.2023 - 3 K 2008/16 Richtig ist lediglich sein Hinweis, dass die satzungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung eines Straßenbaubeitrags bereits im Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht vorliegen oder - gegebenenfalls durch rückwirkende Inkraftsetzung - hergestellt werden müssen (Oberverwaltungsgericht für das Land Brandenburg…, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 -, Juris Rn. 57; Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 -, zitiert nach https://gesetze.berlin.de Rn. 7).
- VG Cottbus, 03.07.2020 - 2 K 1185/15 Die Kammer versteht die Regelung des § 8 Abs. 7 Satz 1 KAG a. F. lediglich als eine solche zur Festlegung des Zeitpunkts der Entstehung der sachlichen Beitragspflicht (in diesem Sinne wohl auch: OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 - juris Rn. 7).
- VG Frankfurt/Oder, 14.01.2020 - 3 K 1195/14
Straßenausbaubeitrag
Rn. 50 Zu Recht weist er zwar darauf hin, dass nach der in Brandenburg maßgebenden Rechtslage die satzungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung eines Straßenbaubeitrages im Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht vorliegen oder - gegebenenfalls durch rückwirkende Inkraftsetzung - hergestellt werden müssen (Oberverwaltungsgericht für das Land Brandenburg…, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 -, Juris Rn. 57; Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 -, zitiert nach http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de Rn. 7). - VG Saarlouis, 25.02.2015 - 3 K 186/14
Verbesserung im Sinne des Ausbaubeitragsrechts; Entstehen der Beitragspflicht …
In den Fällen, in denen der Grundstückserwerb Herstellungsmerkmal der Straße oder des Gehwegs sein soll, muss dies daher entweder klar und deutlich im konkreten Bauprogramm zum Ausdruck gebracht werden oder so schon satzungsmäßig bestimmt sein(…vgl. nur Driehaus, a.a.O., § 37 Rdnr. 3; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12.11.2010 -OVG 9 N 121.08-, juris). - VG Greifswald, 11.11.2011 - 3 A 189/09
Erhebung von Straßenbaubeiträgen
- VG Frankfurt/Oder, 23.12.2011 - 3 K 538/07
Einzelfall einer nicht vorteilsgerechten Einzelsatzung über die Erhebung eines …
Nach der in Brandenburg maßgebenden Rechtslage erfordert das, das die satzungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung eines Straßenbaubeitrages im Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht vorliegen oder - gegebenenfalls durch rückwirkende Inkraftsetzung - hergestellt werden müssen (Oberverwaltungsgericht für das Land Brandenburg…, Urteil vom 23. November 2004 - 2 A 269/04 -, Juris Rn. 57; Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. November 2010 - OVG 9 N 121.08 -, zitiert nach http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de Rn. 7). - VG Frankfurt/Oder, 16.08.2021 - 3 K 1459/15
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