Rechtsprechung
| LG München I, 02.09.2010 - 5 HK O 6069/10 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses der AG: Erfordernis einer Anmeldung auch des Bevollmächtigten in der Einberufung; Anforderungen an einen vollständigen Wortentzug
- Betriebs-Berater
Zur Anfechtbarkeit des Beschlusses einer Hauptversammlung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Erfordernis einer rechtzeitigen Anmeldung des Aktionärs und auch darüberhinaus des Bevollmächtigten ist als unzulässige einschränkende Bedingung der Teilnahme an der Hauptversammlung zu qualifizieren; Erfordernis einer rechtzeitigen Anmeldung des Aktionärs und ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Zur Anfechtbarkeit des Beschlusses einer Hauptversammlung
Papierfundstellen
- BB 2011, 1922
- AG 2011, 763
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (9)
- BGH, 18.10.2004 - II ZR 250/02
Anfechtungsklage gegen die Entlastung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Dem Beschluss der Hauptversammlung der Beklagten haftet ein Legitimationsdefizit an, das bei einer wertenden, am Schutzzweck der verletzen Norm orientierten Betrachtung die Rechtsfolge der Anfechtbarkeit rechtfertigt (vgl. BGH NZG 2005, 77, 79 - Thyssen Krupp) für die Rechtslage vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG; auch Göz/Holzborn WM 2006, 157, 160).Darunter ist aber dann die Relevanz für das Mitwirkungs- bzw. Mitgliedschaftsrecht dergestalt zu verstehen, dass dem Beschluss ein Legitimationsdefizit anhaftet, das bei einer wertenden, am Schutzzweck der verletzten Norm orientierten Betrachtung die Rechtsfolge der Anfechtbarkeit gerechtfertigt ist (vgl. BGH NZG 2005, 77, 79 - ThyssenKrupp für die Rechtslage vor dem Inkrafttreten des UMAG; auch Göz/Holzborn WM 2006, 157, 160).
- BGH, 25.11.2002 - II ZR 49/01
Zur Ordnungsmäßigkeit der Einberufung einer Hauptversammlung und zur Anfechtung …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Aktionäre müssen entscheiden können, ob sie teilnehmen wollen, und sie müssen Gelegenheit haben, sich mit den einzelnen Gegenständen ausreichend zu befassen, damit Rede-, Frage- und Stimmrecht sinnvoll ausgeübt werden können (vgl. BGHZ 153, 32, 36 = NJW 2003, 970, 971; LG München I AG 2007, 336, 337;… Hüffer, AktG, 9. Aufl., Rdn. 1 zu § 124;… Zöllner in: Kölner Kommentar zum AktG, 1. Aufl., Rdn. 2 zu § 124).Dem kann unter Berücksichtigung des hinter dem Fragerecht und dem Anfechtungsrecht stehenden Grundgedankens keine solche Bedeutung beigemessen werden, dass die Anfechtungsklage nur dann Erfolg haben kann, wenn der objektiv urteilende Aktionär ohne den Verfahrensverstoß bzw. in Kenntnis der ihm zu offenbarenden Umstände in der Hauptversammlung anders abgestimmt hätte als dies tatsächlich geschehen ist (so zwar noch BGHZ 122, 211, 238 f.; aufgegeben durch BGHZ 149, 158, 164 f. und auch BGHZ 153, 32, 36 f.).
- OLG Frankfurt, 15.06.2010 - 5 U 144/09
Aktiengesellschaft: Nichtigkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Die anders zu verstehende Bekanntmachung in der Einladung ist dann aber auch geeignet, teilnahmewillige, aber kurzfristig verhinderte Aktionäre von der Hauptversammlung fernzuhalten (vgl. OLG Frankfurt AG 2010, 637, 638 = ZIP 2010, 1390, 1391 f. = WM 2010, 1656, 1657 f. für eine börsennotierte Gesellschaft für die Rechtslage vor dem Inkrafttreten des ARUG).
- BGH, 12.11.2001 - II ZR 225/99
Sachsenmilch-Urteil des OLG Dresden vom BGH bestätigt
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Dem kann unter Berücksichtigung des hinter dem Fragerecht und dem Anfechtungsrecht stehenden Grundgedankens keine solche Bedeutung beigemessen werden, dass die Anfechtungsklage nur dann Erfolg haben kann, wenn der objektiv urteilende Aktionär ohne den Verfahrensverstoß bzw. in Kenntnis der ihm zu offenbarenden Umstände in der Hauptversammlung anders abgestimmt hätte als dies tatsächlich geschehen ist (so zwar noch BGHZ 122, 211, 238 f.; aufgegeben durch BGHZ 149, 158, 164 f. und auch BGHZ 153, 32, 36 f.). - BGH, 05.04.1993 - II ZR 238/91
Gestaltungsspielraum bei Unternehmensverträgen
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Dem kann unter Berücksichtigung des hinter dem Fragerecht und dem Anfechtungsrecht stehenden Grundgedankens keine solche Bedeutung beigemessen werden, dass die Anfechtungsklage nur dann Erfolg haben kann, wenn der objektiv urteilende Aktionär ohne den Verfahrensverstoß bzw. in Kenntnis der ihm zu offenbarenden Umstände in der Hauptversammlung anders abgestimmt hätte als dies tatsächlich geschehen ist (so zwar noch BGHZ 122, 211, 238 f.; aufgegeben durch BGHZ 149, 158, 164 f. und auch BGHZ 153, 32, 36 f.). - OLG München, 03.09.2008 - 7 W 1432/08
Aktiengesellschaft: Anfechtung eines Squeeze-Out Beschlusses wegen fehlerhafter …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Insoweit unterscheidet sich der Sachverhalt grundlegend von dem, in dem von der Rechtsprechung jedenfalls überwiegend hinsichtlich der Form der Erteilung von Stimmrechtsvollmachten bei einer fehlerhaften Angabe in Bezug auf das Formerfordernis eine Ordnungsvorschrift angenommen wird, die nicht zur Anfechtbarkeit berechtigt, oder auf die mangelnde Relevanz abgestellt wird (vgl. OLG München AG 2008, 746, 747 f. = BB 2008, 2366, 2368 f. = ZIP 2008, 2117, 2120 f. = DNotZ 2009, 146, 149 ff. -HVB/UniCredit; AG 2009, 589, 590 f. = NZG 2009, 506, 507 = ZIP 2009, 416, 418 = WM 2009, 553, 555 f.; KG AG 2010, 163, 166 = NZG 2009, 1389, 1390 = DNotZ 2010, 704 ff.). - OLG München, 12.11.2008 - 7 W 1775/08
Übertragung der Aktien von Minderheitsaktionären: Eintragung des …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Insoweit unterscheidet sich der Sachverhalt grundlegend von dem, in dem von der Rechtsprechung jedenfalls überwiegend hinsichtlich der Form der Erteilung von Stimmrechtsvollmachten bei einer fehlerhaften Angabe in Bezug auf das Formerfordernis eine Ordnungsvorschrift angenommen wird, die nicht zur Anfechtbarkeit berechtigt, oder auf die mangelnde Relevanz abgestellt wird (vgl. OLG München AG 2008, 746, 747 f. = BB 2008, 2366, 2368 f. = ZIP 2008, 2117, 2120 f. = DNotZ 2009, 146, 149 ff. -HVB/UniCredit; AG 2009, 589, 590 f. = NZG 2009, 506, 507 = ZIP 2009, 416, 418 = WM 2009, 553, 555 f.; KG AG 2010, 163, 166 = NZG 2009, 1389, 1390 = DNotZ 2010, 704 ff.). - KG, 21.09.2009 - 23 U 46/09
Einberufung der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft: Folgen des …
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Insoweit unterscheidet sich der Sachverhalt grundlegend von dem, in dem von der Rechtsprechung jedenfalls überwiegend hinsichtlich der Form der Erteilung von Stimmrechtsvollmachten bei einer fehlerhaften Angabe in Bezug auf das Formerfordernis eine Ordnungsvorschrift angenommen wird, die nicht zur Anfechtbarkeit berechtigt, oder auf die mangelnde Relevanz abgestellt wird (vgl. OLG München AG 2008, 746, 747 f. = BB 2008, 2366, 2368 f. = ZIP 2008, 2117, 2120 f. = DNotZ 2009, 146, 149 ff. -HVB/UniCredit; AG 2009, 589, 590 f. = NZG 2009, 506, 507 = ZIP 2009, 416, 418 = WM 2009, 553, 555 f.; KG AG 2010, 163, 166 = NZG 2009, 1389, 1390 = DNotZ 2010, 704 ff.). - LG München I, 24.08.2006 - 5 HKO 1558/06
Auszug aus LG München I, 02.09.2010 - 5 HKO 6069/10
Aktionäre müssen entscheiden können, ob sie teilnehmen wollen, und sie müssen Gelegenheit haben, sich mit den einzelnen Gegenständen ausreichend zu befassen, damit Rede-, Frage- und Stimmrecht sinnvoll ausgeübt werden können (vgl. BGHZ 153, 32, 36 = NJW 2003, 970, 971; LG München I AG 2007, 336, 337;… Hüffer, AktG, 9. Aufl., Rdn. 1 zu § 124;… Zöllner in: Kölner Kommentar zum AktG, 1. Aufl., Rdn. 2 zu § 124).
- LG Frankfurt/Main, 18.12.2012 - 5 O 93/12
Anfechtbarkeit einer Beschlussfassung in einer Hauptversammlung einer AG wegen …
Dabei kann es nicht mehr darauf ankommen, welche Fragen der Aktionär im Einzelnen noch hätte stellen wollen (vgl. LG München I BeckRS 2011, 19894). - OLG Koblenz, 19.04.2013 - 6 U 733/12
Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses der AG: Erfordernis einer Anmeldung …
Ein solches zweifaches Anmeldeerfordernis ist weder nach der Satzung der Beklagten erforderlich noch nach den Regelungen des Aktiengesetzes zulässig (vgl. auch BGH, Urteil vom 19. Juli 2011 - II ZR 124/10 - Deutsche Bank, ZIP 2011, 1813; LG München I, Urteil vom 2. September 2010 - 5 HKO 6069/10, AG 2011, 763; jew. zitiert nach juris, betreffend im Wesentlichen vergleichbare Einladungen).
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