Rechtsprechung
| BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Unterlassungsanspruch gegen die in einer Meinungsäußerung enthaltenen wertende Kritik, Zulässigkeit von Ehrschutzklagen, Festsetzung des Streitwerts
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Münster, 12.01.2004 - S 2 KA 110/02
- LSG Nordrhein-Westfalen, 23.07.2004 - L 11 KA 22/04
- BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (19)
- BVerfG, 26.06.2002 - 1 BvR 670/91
Osho
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Berufungsgericht aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts berechtigt sein kann, den Sachvortrag eines Beteiligten nicht zu verwerten (vgl dazu zB BVerfGE 79, 51, 62; 105, 279, 311).Dies gilt insbesondere für solches Vorbringen, das erkennbar nicht entscheidungserheblich ist (vgl zB BSGE 69, 280, 284 = SozR 3-4100 § 128a Nr. 5 S 35 mwN und BVerfGE 105, 279, 311 f).
- BGH, 17.12.1991 - VI ZR 169/91
Rechtsschutzbedürfnis für Ehrenschutzklage
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn auch nach der vom Kläger zitierten Rechtsprechung des BGH zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz (zum öffentlich-rechtlichen Unterlassungsanspruch vgl Senatsurteil vom 15. November 1995, 6 RKa 17/95 = USK 95139) ist ein Unterlassungsanspruch gegen die in einer Meinungsäußerung enthaltene wertende Kritik erst dann begründet, wenn jene die Schranken der grundrechtlich geschützten Meinungsfreiheit überschreitet und sich insbesondere als bloß diffamierende Schmähkritik erweist (vgl BGH NJW 1982, 2246, 2247 unter Ziffer II.2 Buchstabe b) am Ende; BGH NJW 1992, 1314, 1316; s auch BVerfGE 82, 272 = NJW 1991, 95 sowie BVerfG >Kammer< NJW 1991, 1475, 1477).Hinzu kommt, dass nach ständiger Rechtsprechung des BGH Äußerungen, die in engem und unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung in einem gesetzlich geregelten Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren stehen, in aller Regel nicht mit Ehrschutzklagen abgewehrt werden können (vgl BGH NJW 1992, 1314, 1315; NJW 1999, 2736 ).
- BVerfG, 12.10.1988 - 1 BvR 818/88
Sorgerechtsprozeß
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und in seine Entscheidung einfließen lässt, auch wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (vgl zuletzt Senatsbeschluss vom 20. Oktober 2004, B 6 KA 13/04 B und Beschluss vom 4. August 2004, B 13 RJ 167/03 B - jeweils in JURIS dokumentiert;… BSGE 88, 193, 204 = SozR 3-2500 § 79a Nr. 1 S 13; BVerfGE 70, 288, 293; 79, 51, 61; 87, 1, 33; 96, 205, 216 f; Bundesverfassungsgericht - BVerfG - >Kammer<, NJW-RR 2002, 68, 69).Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Berufungsgericht aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts berechtigt sein kann, den Sachvortrag eines Beteiligten nicht zu verwerten (vgl dazu zB BVerfGE 79, 51, 62; 105, 279, 311).
- BSG, 16.10.1991 - 11 RAr 23/91
Erstattungsanspruch nach § 128a AFG bei Verzicht auf ein vertragliches …
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Dies gilt insbesondere für solches Vorbringen, das erkennbar nicht entscheidungserheblich ist (vgl zB BSGE 69, 280, 284 = SozR 3-4100 § 128a Nr. 5 S 35 mwN und BVerfGE 105, 279, 311 f).Sind in diesem Sinne greifbare Anhaltspunkte für ein Versäumnis des Gerichts vorgebracht, muss der Beschwerdeführer bei einer Gehörsrüge - wie bei jeder Verfahrensrüge - zudem aufzeigen, dass sein vermeintlich unberücksichtigt gebliebenes Vorbringen zu einem anderen Urteilsausspruch hätte führen können (vgl BSGE 69, 280, 284 = SozR 3-4100 § 128a Nr. 5 S 35 mwN).
- BVerfG, 26.06.1990 - 1 BvR 1165/89
Postmortale Schmähkritik
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn auch nach der vom Kläger zitierten Rechtsprechung des BGH zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz (zum öffentlich-rechtlichen Unterlassungsanspruch vgl Senatsurteil vom 15. November 1995, 6 RKa 17/95 = USK 95139) ist ein Unterlassungsanspruch gegen die in einer Meinungsäußerung enthaltene wertende Kritik erst dann begründet, wenn jene die Schranken der grundrechtlich geschützten Meinungsfreiheit überschreitet und sich insbesondere als bloß diffamierende Schmähkritik erweist (vgl BGH NJW 1982, 2246, 2247 unter Ziffer II.2 Buchstabe b) am Ende; BGH NJW 1992, 1314, 1316; s auch BVerfGE 82, 272 = NJW 1991, 95 sowie BVerfG >Kammer< NJW 1991, 1475, 1477). - BVerfG, 07.07.1992 - 1 BvL 51/86
Trümmerfrauen
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und in seine Entscheidung einfließen lässt, auch wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (vgl zuletzt Senatsbeschluss vom 20. Oktober 2004, B 6 KA 13/04 B und Beschluss vom 4. August 2004, B 13 RJ 167/03 B - jeweils in JURIS dokumentiert;… BSGE 88, 193, 204 = SozR 3-2500 § 79a Nr. 1 S 13; BVerfGE 70, 288, 293; 79, 51, 61; 87, 1, 33; 96, 205, 216 f; Bundesverfassungsgericht - BVerfG - >Kammer<, NJW-RR 2002, 68, 69). - BVerfG, 08.07.1997 - 1 BvR 1621/94
Hochschullehrer
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und in seine Entscheidung einfließen lässt, auch wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (vgl zuletzt Senatsbeschluss vom 20. Oktober 2004, B 6 KA 13/04 B und Beschluss vom 4. August 2004, B 13 RJ 167/03 B - jeweils in JURIS dokumentiert;… BSGE 88, 193, 204 = SozR 3-2500 § 79a Nr. 1 S 13; BVerfGE 70, 288, 293; 79, 51, 61; 87, 1, 33; 96, 205, 216 f; Bundesverfassungsgericht - BVerfG - >Kammer<, NJW-RR 2002, 68, 69). - BVerwG, 25.02.1969 - I C 65.67
Zulässigkeit von Anträgen auf Ergänzung der Verhandlungsniederschrift - …
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Die vom Kläger beanstandeten Stellungnahmen der Beklagten zu seiner Ungeeignetheit als angestellter Zahnarzt sind jedoch innerhalb des vom Kläger durch seine eigene Anfrage eingeleiteten Verwaltungsverfahrens auf Erteilung einer Auskunft durch den Zulassungsausschuss abgegeben worden (zu den verfahrensrechtlichen Aspekten der Auskunftserteilung durch eine Behörde vgl BVerwGE 31, 301 sowie Stelkens/Bonk/Sachs, Kommentar zum VwVfG , 6. Aufl 2001, § 1 RdNr 129 ff sowie § 35 RdNr 56). - BGH, 23.02.1999 - VI ZR 140/98
Widerruf einer Verdachtsdiagnose
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Hinzu kommt, dass nach ständiger Rechtsprechung des BGH Äußerungen, die in engem und unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung in einem gesetzlich geregelten Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren stehen, in aller Regel nicht mit Ehrschutzklagen abgewehrt werden können (vgl BGH NJW 1992, 1314, 1315; NJW 1999, 2736 ). - BVerfG, 08.10.1985 - 1 BvR 33/83
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Nichtberücksichtigung von …
Auszug aus BSG, 08.04.2005 - B 6 KA 60/04 B
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und in seine Entscheidung einfließen lässt, auch wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (vgl zuletzt Senatsbeschluss vom 20. Oktober 2004, B 6 KA 13/04 B und Beschluss vom 4. August 2004, B 13 RJ 167/03 B - jeweils in JURIS dokumentiert;… BSGE 88, 193, 204 = SozR 3-2500 § 79a Nr. 1 S 13; BVerfGE 70, 288, 293; 79, 51, 61; 87, 1, 33; 96, 205, 216 f; Bundesverfassungsgericht - BVerfG - >Kammer<, NJW-RR 2002, 68, 69). - BGH, 22.06.1982 - VI ZR 251/80
Rechtmäßigkeit des Abdrucks rufschädigender Äußerungen - Begründetheit einer …
- BSG, 27.06.2001 - B 6 KA 7/00 R
Kassen (zahn) ärztliche Vereinigung - Einsetzung eines Staatsbeauftragten - …
- BVerfG, 12.12.1990 - 1 BvR 839/90
Schmähkritik - Persönlichkeitsrecht - Meinungsäußerungsfreiheit - Abwägung
- BSG, 15.11.1995 - 6 RKa 17/95
Herausgabe von Behandlungsunterlagen an den Medizinischen Dienst der …
- BVerfG, 25.04.2001 - 1 BvR 2139/99
Verfassungsbeschwerde - Rechtliches Gehör - Urheberrechtsverletzung - Verwertung …
- BSG, 04.08.2004 - B 13 RJ 167/03 B
Anspruch auf rechtliches Gehör im sozialgerichtlichen Verfahren
- LSG Nordrhein-Westfalen, 18.10.2000 - L 11 KA 197/99
Entziehung einer zahnärztlichen Zulassung; Unwirtschaftliche Behandlungsweise …
- BSG, 20.10.2004 - B 6 KA 13/04 B
Ausgestaltung eines Honorarverteilungsmaßstabes durch die Kassenärztliche …
- BSG, 27.06.2001 - B 6 KA 7/01 B
Rechtmäßigkeit der Entziehung der Zulassung eines Vertragsarztes
- BSG, 11.03.2009 - B 6 KA 31/08 B
Vergütung in der vertragsärztlichen Versorgung, Gebot der angemessenen Vergütung; …
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und bei seiner Entscheidung würdigt, selbst wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (BVerfGE 86, 133, 144 ff; st Rspr des Senats, vgl Beschluss vom 8.4.2005 - B 6 KA 60/04 B - juris RdNr 6 mwN; Beschluss vom 31.5.2006 - B 6 KA 53/05 B -, MedR 2007, 557 ff; zuletzt Beschluss vom 23.5.2007 - B 6 KA 27/06 B - juris RdNr 23;… Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG-Komm, 9. Aufl 2008, § 62 RdNr 7 mwN).Zudem muss der Beschwerdeführer darlegen, inwiefern die Einbeziehung seines vermeintlich unberücksichtigt gebliebenes Vorbringens zu einem anderen Urteilsspruch hätte führen können (…vgl BSGE 69, 280, 284 = SozR 3-4100 § 128a Nr. 5 S 35, mwN; BSG, Beschluss vom 8.4.2005 aaO; BSG…, Beschluss vom 23.5.2007 aaO).
- BSG, 17.06.2009 - B 6 KA 43/08 B Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und bei seiner Entscheidung würdigt, selbst wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (BVerfGE 86, 133, 144 f; stRspr des Senats, vgl BSG, Beschlüsse vom 8.4.2005, B 6 KA 60/04 B - juris, dort RdNr 6 mwN; vom 31.5.2006, B 6 KA 53/05 B, MedR 2007, 557 ff; zuletzt vom 23.5.2007, B 6 KA 27/06 B - juris, dort RdNr 23;… Keller in Meyer-Ladewig/ Keller/Leitherer, aaO, § 62 RdNr 7 mwN).
Zudem muss der Beschwerdeführer darlegen, inwiefern die Einbeziehung seines vermeintlich unberücksichtigt gebliebenen Vorbringens zu einem anderen Urteilsausspruch hätte führen können (…vgl BSGE 69, 280, 284 = SozR 3-4100 § 128a Nr. 5 S 35, mwN; BSG, Beschlüsse vom 8.4.2005, aaO; …und vom 23.5.2007, aaO).
- BSG, 19.09.2006 - B 6 KA 30/06 B
Bestimmung des Streitwerts bei Wahlanfechtungsklagen im sozialgerichtlichen …
Wird die Besetzung mehrerer Positionen angefochten, für die jeweils gesonderte Wahlhandlungen vorgesehen sind, bildet jedes dieser separat zu erlangenden Wahlämter einen eigenständigen Streitgegenstand, sodass der Regelwert dementsprechend mehrfach anzusetzen und gemäß § 39 Abs. 1 GKG zusammenzurechnen ist (vgl BayVGH, BayVBl 2000, 478; zu einer vergleichbaren Konstellation auch Senatsbeschluss vom 8. April 2005 - B 6 KA 60/04 B - juris).
- BSG, 05.06.2013 - B 6 KA 3/13 B
Sozialgerichtliches Verfahren - bloße Nichtberücksichtigung höchstrichterlicher …
Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gericht das tatsächliche Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis nimmt und bei seiner Entscheidung würdigt, selbst wenn sich dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil ergibt (BVerfGE 86, 133, 144 f; stRspr des Senats, vgl Beschluss vom 8.4.2005 - B 6 KA 60/04 B - Juris, dort RdNr 6 mwN; Beschluss vom 11.3.2009 - B 6 KA 31/08 B - Juris RdNr 43;… Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 10. Aufl 2012, § 62 RdNr 7 mwN). Die gegenteilige Annahme - dh ein Versäumnis des Gerichts, eine bestimmte Argumentation der Beteiligten in Erwägung zu ziehen - bedarf daher greifbarer Anhaltspunkte, die der Beschwerdeführer im Einzelnen aufzuzeigen hat (vgl dazu BVerfG <Kammer> Beschluss vom 7.12.2006 - 2 BvR 722/06 - DVBl 2007, 253, 254 - mwN zur Rechtsprechung des BVerfG;… BSGE 88, 193, 204 = SozR 3-2500 § 79a Nr. 1 S 13;… BSG Beschluss vom 11.3.2009 aaO). Zudem muss der Beschwerdeführer darlegen, inwiefern die Einbeziehung seines vermeintlich unberücksichtigt gebliebenen Vorbringens zu einem anderen Urteilsspruch hätte führen können (BSG Beschluss vom 11.3.2009 - B 6 KA 31/08 B - Juris RdNr 43 mwN). - LSG Bayern, 27.07.2018 - L 4 KR 428/16
Unterlassungsklage einer ambulanten Pflegeeinrichtung gegen Krankenkassen
Rn. 17 Äußerungen, die in engem und unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung in einem gesetzlich geregelten Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren stünden, könnten in aller Regel nicht mit Unterlassungsklagen - sog. Ehrschutzklagen - abgewehrt werden (Landessozialgericht -LSGBerlin-Brandenburg vom 05.02.2016, L 23 SO 347/15 B ER unter Bezugnahme auf BSG, Beschluss vom 08.04.2005, B 6 KA 60/04 B; Bundesgerichtshof -BGH-, Urteil vom 23.02.1999, VI ZR 140/98 = NJW 1999, 2736). - BSG, 14.09.2006 - B 6 KA 24/06 B
Kostenfestsetzung bei Wahlanfechtungsklagen im sozialgerichtlichen Verfahren
Wird die Besetzung mehrerer Positionen angefochten, für die jeweils gesonderte Wahlhandlungen vorgesehen sind, bildet jedes dieser separat zu erlangenden Wahlämter einen eigenständigen Streitgegenstand, sodass der Regelwert dementsprechend mehrfach anzusetzen und gemäß § 39 Abs. 1 GKG zusammenzurechnen ist (vgl BayVGH, BayVBl 2000, 478; zu einer vergleichbaren Konstellation auch Senatsbeschluss vom 8. April 2005 - B 6 KA 60/04 B - juris). - LSG Berlin-Brandenburg, 05.02.2016 - L 23 SO 347/15
Antragsbefugnis - Klagebefugnis - Unterlassungsklage - Unterlassungsanspruch - …
Rn. 30 Äußerungen, die in engem und unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung in einem gesetzlich geregelten Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren stehen, können in aller Regel (mit vorliegend ersichtlich nicht einschlägigen Ausnahmen) nicht mit Unterlassungsklagen - sog. Ehrschutzklagen - abgewehrt werden (BSG, Beschluss vom 08. April 2005 - B 6 KA 60/04 B -, juris; ständige Rechtsprechung BGH, vgl. z.B. Urteil vom 23.2.1999 - VI ZR 140/98 = NJW 1999, 2736). - OVG Saarland, 29.03.2007 - 1 Q 46/06
Widerruf ehrverletzender Äußerungen
Deshalb fehlt in derartigen Fällen für eine Ehrenschutzklage grundsätzlich das Rechtsschutzbedürfnis vgl. etwa - neben den bereits vom Verwaltungsgericht zitierten Urteilen - BGH, Urteile vom 16.11.2004 - VI ZR 298/03 -, NJW 2005, 279, und vom 23.2.1999 - VI ZR 140/98 -, NJW 1999, 2736; OLG Frankfurt, Beschluss vom 29.12.2005 - 20 W 298/04 -, NJW-RR 2007, 162; siehe auch OLG Hamm, Urteil vom 1.2.1990 - 6 U 212/89 -, dokumentiert bei Juris, sowie OLG Bamberg, Urteil vom 22.7.1997 - 7 U 11/97 -, NJW-RR 1999, 322 (für ein behördliches Verfahren); ferner BSG, Beschluss vom 8.4.2005 - B 6 KA 60/04, dokumentiert bei Juris (die Verfassungsbeschwerde gegen diesen Beschluss wurde nicht zur Entscheidung angenommen - BVerfG, 1. Senat, 3. Kammer vom 22.6.2005 - 1 BvR 1251/05 -); vgl. im Übrigen zur diese rechtliche Beurteilung bestätigenden verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung neben der bereits im angegriffenen Urteil zitierten Entscheidung vom 11.4.1991 - 2 BvR 963/90 -, NJW 1991, 2074, BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 28.8.2003 - 1 BvR 2194/02 -, NJW 2004, 354. - LSG Nordrhein-Westfalen, 27.02.2018 - L 5 P 46/17
Pflegeversicherung
Da jede Beanstandung gesondert zu bewerten ist, bildet jede einen eigenständigen Steitgegenstand, sodass der Regelstreitwert dementsprechend mehrfach anzusetzen und gem. § 39 Abs. 1 GKG zusammenzurechnen ist (so bei unterschiedliche Wahlämter betreffenden Anfechtungsklagen auch BSG, Beschluss vom 14.9.2006 - B 6 KA 24/06 B und vom 19.9.2006 - B 6 KA 30/06 B und bei einer mehrere Äußerungen betreffenden Unterlassungsklage - Beschluss vom 8.4.2005 - B 6 KA 60/04 B). - VGH Bayern, 02.12.2013 - 4 C 13.2196
"Einzelrichter" im Sinne des § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG ist auch der nach § 87 Abs. 3 …
Bei Anträgen auf Untersagung ehrverletzender Äußerungen ist daher nach gängiger Praxis der Auffangwert nach § 52 Abs. 2 GKG zugrunde zu legen (vgl. BVerwG, B.v. 11.11.2010 - 7 B 54.10; BayVGH, B.v. 24.5.2006 - 4 CE 06.1217 - juris; B.v. 3.4.2008 - 4 C 08.566 - B.v. 20.12.2011 - 6 CE 11.896), wobei dieser Wert entsprechend zu vervielfachen ist, wenn sich das Unterlassungsbegehren gegen eine Mehrzahl von Äußerungen unterschiedlichen Inhalts oder verschiedener Urheber richtet (BVerwG, B.v. 3.4.2006 - 7 B 95/05 - juris; vgl. auch BSG, B.v. 8.4.2005 - B 6 KA 60/04 - juris). - BSG, 12.12.2012 - B 6 KA 28/12 B
- LSG Berlin-Brandenburg, 17.06.2025 - L 32 AL 14/25
Einstweiliger Rechtsschutz - Kostenentscheidung - Streitwertfestsetzung - …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 17.04.2018 - L 5 P 88/17
Parallelentscheidung zu LSG Nordrhein-Westfalen - L 5 P 104/17 B ER - v. …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 03.07.2018 - L 5 P 104/17
Bestimmung des Streitwerts für ein Beschwerdeverfahren im sozialgerichtlichen …
- BSG, 06.02.2013 - B 6 KA 41/12 B
- BSG, 19.02.2014 - B 6 KA 46/13 B
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