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Rechtsprechung
   BAG, 18.01.1961 - 4 AZR 440/59   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1961,968
BAG, 18.01.1961 - 4 AZR 440/59 (https://dejure.org/1961,968)
BAG, Entscheidung vom 18.01.1961 - 4 AZR 440/59 (https://dejure.org/1961,968)
BAG, Entscheidung vom 18. Januar 1961 - 4 AZR 440/59 (https://dejure.org/1961,968)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Vergütung nach bestimmter Vergütungsgruppe - Beweis - Vermutung - Tarifliche Tätigkeitsmerkmale - Höhergruppierung - Übertarifliche Vergütung - Tarifvertragsänderung

Papierfundstellen

  • BAGE 10, 295
  • NJW 1961, 1040 (Ls.)
  • BB 1961, 406
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (2)

  • BAG, 07.10.1959 - 4 AZR 299/58

    Meister - Technische Angestellte - Eingruppierung in Vergütungsgruppen - …

    Auszug aus BAG, 18.01.1961 - 4 AZR 440/59
    Das landesarbeitsgericht hält einen tariflichen Anspruch des Klägers auf die Vergütung nach der VergGr" IV b TCLA nach dem TV 56 für gegeben, an den nach seinen Feststellungen beide Parteien gebunden sind" Soweit es hierbei zum Ausdruck bringt, es könne nicht im Sinne des TV 56 liegen, bei jedem der bereits ohne Vorbehalt eingruppierten technischen Angestellten eine nochmalige Überprüfung auf die Erfüllung der Tätigkeitsmerkmale herbeizuführen, ist das irrig" Der TV 56 hat ein "automatisches" Aufrücken der bei seinem Inkrafttreten im Dienst stehenden Angestellten allein auf Grund ihrer bisherigen tatsächlichen Einstufung nicht zur Folge; auch bei diesen Angestellten kommt es, wie sich insbesondere aus § 5 Abs" 1 TV ergibt, für den tariflichen Vergütungsanspruch auf die Erfüllung der für die einzelnen Vergütungsgruppen aufgestellten Tätigkeitsmerkmale an (BAG 8, 128 = AP R r 0 52 zu § 3 TO"A)" Das angefochtene Urteil beruht aber nicht auf dieser Bemerkung" Es sieht vielmehr die neuen Tätigkeitsmerkmale 6 der VergGr" IV b deshalb als erfüllt an, weil der Kläger vor dem Inkrafttreten des TV 56 die Merkmale der VergGr" V a TOoA erfüllt habe" Dabei geht es zutreffend davon aus, daß die Tätigkeitsmerkmale für die technischen Angestellten mit technischer Ausbildung nach Nr" 2 der Bemerkung zu allen Vergütungsgruppen, die der Kläger unstreitig aufzuv/eisen hat, aus der Vergütungsgruppe V a TO" A durch den TV 56 unverändert in die VergGr" IV b übernommen worden sindo Die Voraussetzungen sind sogar insofern erleichtert worden, als in der nächstniedrigeren Gruppe, aus der sich der Ange stellte durch besondere Leistungen hervorheben muß, nicht mehr eine mehrjährige, sondern nur noch eine mindestens einjährige Berufsbewährung gefordert wird« Erfüllte also der Kläger vor dem Inkrafttreten des TV 56 die Tätigkeitsmerkmale der VergGr0 V a TO"A, so ist" der Schluß richtig, daß seine unverändert gebliebene Tätigkeit ab 1" Mai 1956 die Merkmale der VergGr" IV b erfüllte".
  • BAG, 27.04.1960 - 4 AZR 324/58

    Vergütungsgruppe der TO A - Gewährung einer Vergütungsgruppe - Übertarifliche …

    Auszug aus BAG, 18.01.1961 - 4 AZR 440/59
    Die notwendigen Feststellungen und deren rechtliche Bewertung lassen sich nicht durch die Erwägung ersetzen, die Beklagte habe vor der Höherstufung des Klägers in die VergGr« V a T0oA seine Tätigkeit überprüft und die Tätigkeit smerkmale dieser Vergütungsgruppe für gegeben angesehen, sie habe auch dieser Auffassung dadurch, daß sie dem Gesuch des Klägers um Höhergruppierung vorbehaltlos stattgegeben habe, mindestens stillschweigend Ausdruck gegeben, überdies stelle eine übertarifliche Einstufung im öffentlichen Bienst ohnehin eine Ausnahme dar, Wie der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 27« April I960 - 4 AZR 324/58 - (AP Nro 63 zu § 3 TOoA) ausgesprochen hat, kann sich aus den Umständen zwar ergeben, daß der Arbeitgeber keine übertarifliche Entlohnung gewähren wollte, daß er also die versprochene und gewährte Vergütung für tarifgerecht gehalten hat« Baraus ergibt sich aber nicht die Rechtsfolge oder auch nur die Vermutung, daß die Bewertung des Arbeitgebers, d Q h u die von ihm vorgenommene Subsumtion eines Sachverhalts - der hier im übrigen noch streitig ist - unter die Tarifnorm, auch objektiv richtig ist« Ob die Beklagte die versprochene Vergütung nach der VergGr" V a für tarifgerecht oder für übertariflich gehalten hat und ob sie ihre Auffassung dem Kläger zu erkennen gegeben hat, ist daher für den tariflichen Vergütungsanspruch des Klägers, der stets die objektive Erfüllung der Tätigkeitsmerkmale voraussetzt, sowohl vor wie nach dem Inkrafttreten des TV 56 ohne Bedeutung c.
  • BAG, 26.11.1969 - 4 AZR 528/68

    Einzelvertragliche Vereinbarung - Tariflich normierte Voraussetzungen - …

    3o Die vertragliche Vergütung eines Angestellten nach einer bestimmten Vergütungsgruppe des BAT begründet ohne weiteres weder den Bexveis noch eine Vermutung dafür, daß es sich insoweit um die tarifliche Min dest Vergütung handelt (wie BAG 10, 295 ff« = AP Nr, 77 zu § 3 T0 A)o .

    E in e an d e re T ä t i g k e i t h a t t e e r n i c h t zu v e r r ic h te n « D abei i s t d i e M it te i lu n g , daß d e r K lä g e r n ac h VergGr" V b b e z a h l t w erd e, n u r a l s d ie Äußerung d e r R e c h ts a n s ic h t d e s b e k la g te n Landes a u f z u f a s s e n , d e r K lä g e r s e i a u fg ru n d s e i n e r au szu ü b en d en und a u s g e ü b te n T ä t i g k e i t a l s S a c h b e a r b e ite r i n d e r O p e rn b ib lio th e k .z u tr e f f e n d n ach VergGr" V b TOoA/BAT v e r g ü te t worden« Wenn d ie s e R e c h ts a u ffa s s u n g je d o c h , "-wie d a s b e k la g te Land nunmehr m e in t, un z u tr e f f e n d s e i n s o l l t e , so k ö n n te e s an i h r g r u n d s ä tz lic h n ic h t f e s t g e h a l t e n w erden, w ie ?d e r S e n a t schon m eh rfach e n t - ' s c h ie d e n h a t (v g l" BAG 10, 161 f f « , 295 ff® - AP Nr« 76, 77 zu § 3 TOoA)« In s b e s o n d e re f o l g t aus e i n e r e v tl« i r r t ü m l i c h ü b e r t a r i f l i c h e n V ergütung d e s K la g e rs noch n i c h t d e s se n A nspruch, d a r ü b e r h in a u s an einem a u ß e r t a r i f l i c h e n .Bewährung«- a u f s t i e g te ilz u n e h m e n und d a m it e in e ü b e r t a r i f l i c h e V er g ütung n ach VergGr« IV b BAT ab 1" November 1966 zu e r h a lte n « Die v e r t r a g l i c h e V ergütung e in e s A n g e s t e llt e n n ach e i n e r b e stim m ten V erg ü tu n g sg ru p p e d e s BAT b e g rü n d e t ohne w e it e r e s w eder d en Beweis noch e in e Vermutung d a f ü r , daß e s s ic h in s o w e it um d ie t a r i f l i c h e M in d e stv e rg ü tu n g h a n d e lt (BAG 10, 295 f f ®, = AP Nr" 77 zu § 3 T0"A)".

  • BAG, 10.12.1969 - 4 AZR 46/69

    Aufrücken eines Angestellten - Bewährungsaufstieg - Tätigkeitsmerkmal mit …

    Angestellten auszuübende Tätigkeit den tariflichen Merkmalen dieser Vergütungsgruppe entspricht (vgl, hierzu schon BAG 10, 295 /500/r = AP Nr, 77 zu § 3 T0 A), An einer - bewußt oder irrtümlich - gewährten übertariflichen Vergütung könnte der Arbeitgeber auch, nicht mit der Rechtsfolge festgehalten werden, daß der Angestellte darüber hinaus auch an einem außei"tarifliehen Bewährungsaufstieg in eine noch höhere Vergütungsgruppe teilzunehmen habe«.
  • BAG, 28.08.1968 - 4 AZR 464/67

    Bewährungsaufstieg - Erfüllung eines gekennzeichneten Tätigkeitsmerkmals - …

    Es nimmt an, das beklagte Landci im Zeitpunkt der Höhergruppierung der Klägerin/die VergGr" V b im Januar 1957 selbst überzeugt gewesen, daß diese Maßnahme den bestehenden tariflichen Bestimmungen entsprochen habe" Deshalb, so meint das Landesarbeitsgericht, hätte das beklagte Land den Nachweis dafür er bringen müssen, daß die Klägerin eine geringer zu bewertende Tätigkeit ausgeübt habe; geeignete Beweis mittel habe es aber dafür nicht angeboten«, Das ist rechtsirrig«, Denn die tatsächliche Eingruppierung eines Angestellten in eine bestimmte tarifliche Vergütungsgruppe begründet keine vom Arbdtgeber zu widerlegende Vermutung dafür, daß die vom Angestellten auszuübende Tätigkeit die tariflichen Tätigkeitsmerkmale dieser Vergütungsgruppe erfüllt; das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber oder beide Partner des Arbeitsvertrages bei der vertraglichen Festlegung der Vergütungsgruppe die vereinbarte Vergütungsgruppe für tarifgerecht gehalten haben (vgl" BAG AP Nr« 63 zu § 3 T'O.A; BAG 10, 295 /3007 = AP Nr" 77 zu § 3 T0"A), Im übrigen kann sich die Beweislast nur auf Tatsachenstoff beziehen, nicht aber auf die vom Gericht vorzunehmende tarif recht liehe Bewertung der vom Angestellten auszuüben den Tätigkeit" Unabhängig davon, inwieweit über die der Klägerin seit dem 1" Januar i960 übertragenen Aufgaben im einzelnen Streit bestand, hätte daher das Landesarbeitsgericht schon das eigene Vorbringen der Klägerin einer Prüfung darauf hin unterziehen müssen, ob es die Bewertung ihrer Tätigkeit nach der VergGr" V b T0"A/BAT rechtfertigte" Zu beurteilen war auch für die Zeit vor dem 1" Juni 1964- die von der Klägerin überwiegend aüszuübende Tätigkeit" Das Landesarbeitsgericht hat festgestellt, daß die Klägerin seit 1954- nicht überwiegend als Lehrkraft an einer staatlich anerkannten Lehranstalt für Diätassisten tinnen eingesetzt gewesen ist" Es hat auch über die übrige Tätigkeit der Klägerin Feststellungen getroffen, die das beklagte Land in der Revisionsinstanz nur insofern angreift, als es berücksichtigt wissen will, daß nach seiner Darstellung in der von der Klägerin geleiteten Diät küche erst seit Harz 1962 mehr als 4-00 Diätportionen her gestellt worden seien (worauf es für die Zeit vor dem 1" Juni 1964- insofern nicht ankommt, als das damals noch kein tarifliches Tätigkeitsmerkmal war)" Sofern diese Feststellungen für die tarifrechtliche Bewertung nicht ausreichend erschienen, hätte das Landesarbeitsgericht die Parteien, und zwar in erster Linie die darlegungs- und beweispflichtige Klägerin, zum weiteren Sachvortrag anhalten müssen (§ 139 ZPO)« Sodann war zu prüfen, ob die von der Klägerin überwiegend auszuübende Tätigkeit ihrer Art hach von den in der Zeit vom 1" Januar i960 bis S2 31 o Mai 1.964 jeweils geltenden Tätigkeitsmerkmalen der Vergütungsordnung erfaßt war" Soweit das nicht der Fall ist, war die tarifgerechte Vergütungsgruppe im Wege der Lückenausfüllung zu ermitteln (vgl. hierzu BAG, 17? 346 = AP Kr" 1 zu § 3 TO. A Technische Lehrer); der Anrechenbarkeit auf die Bewährungszeit steht das Fehlen einer unmittelbar anwendbaren Fallgruppe nicht entgegen, da es genügt, wenn sich die Klägerin in "einer" Tätigkeit der VergGr.
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