Rechtsprechung
| BFH, 03.11.1954 - II 74/54 S |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen für den Ausschluss der Grunderwerbssteuer - Übergang eines Grundstücks von einer Gesamthand in das Miteigentum mehrerer an der Gesamthand beteiligten Personen
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 60, 24
- BStBl III 1955, 10
Wird zitiert von ... (2)
- BFH, 25.02.1969 - II 142/63
Zweigliedrige OHG - Übergang eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerpflicht - …
Der RFH (vgl. Urteile II A 320/25 vom 10. Juli 1925, RFH 17, 40 am Ende, RStBl 1925, 193; II A 73/30 vom 12. März 1930, StuW 1930 Nr. 628 Sp. 988, RStBl 1930, 319; II 42/42 vom 18. Juni 1942, RFH 52, 38, RStBl 1942, 749) und ihm folgend der erkennende Senat (vgl. z. B. Urteile II 68/51 S vom 4. Mai 1951, BFH 55, 299, BStBl III 1951, 116; II 167/53 S vom 11. November 1953, BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372; II 74/54 S vom 3. November 1954, BFH 60, 24, BStBl III 1955, 10; vgl. auch II 115/61 U vom 16. August 1962, BFH 75, 582, BStBl III 1962, 480) haben die Möglichkeit einer Steuerbefreiung gemäß § 3 Nr. 6 GrEStG verneint; dies mit der Begründung, daß die OHG grunderwerbsteuerrechtlich als Einheit und selbständiger Rechtsträger anzusehen (vgl. hierzu auch RFH-Entscheidung II A 372/29 vom 30. Juli 1929, RFH 25, 291, RStBl 1929, 534) und daß also begrifflich eine Verwandtschaft zwischen der OHG und ihren Gesellschaftern nicht denkbar ist.Bei Anwendung der zu 2. und 3. entwickelten Rechtsgrundsätze muß jedoch (anders als im Urteil II 74/54 S vom 3. November 1954, a. a. O., entschieden;… vgl. auch Urteil II 30/61 U vom 10. Juni 1964, a. a. O., zu 3. Abs. 2) auch in diesem Zusammenhang geprüft werden, ob (im "Durchgriff" auf die persönlichen Verhältnisse der Gesellschafter der OHG) der Kläger an Stelle seines Anteils am Gesellschaftsvermögen seinerzeit (bei Gründung oder später) vom anderen Gesellschafter einen entsprechenden ideellen Bruchteil am Grundstück hätte erwerben können.
- BFH, 27.06.1967 - II 50/64
Übertragung eines Grundstücks von einer Erbengemeinschaft, an der weitere …
Deshalb hat der BFH, anknüpfend an die vom Reichsfinanzhof zu § 15 Abs. 2 GrEStG 1919 begründete (vgl. Urteil II A 177/32 vom 10. Mai 1932, Sammlung der Entscheidungen des Reichsfinanzhofs Bd. 31 S. 71 - RFH 31, 71 -) und zu § 6 Abs. 4 GrEStG 1940 fortgeführte (vgl. Urteil II 97/41 vom 22. Januar 1943, RFH 52, 327) Rechtsprechung, § 6 Abs. 4 Satz 1 GrEStG ständig dann für unanwendbar erachtet, wenn ein dem Erwerb der Anteile an der Gesamthand entsprechender Erwerb ideeller Bruchteile nach den allgemeinen Vorschriften von der Grunderwerbsteuer befreit wäre (vgl. Urteile des BFH II 167/53 S vom 11. November 1953, BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372; II 74/54 S vom 3. November 1954, BFH 60, 24, BStBl III 1955, 10; II 30/61 U vom 10. Juni 1964, BFH 80, 33, BStBl III 1964, 486).
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