Rechtsprechung
| BFH, 03.02.1955 - IV 393/54 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Mehraufwendungen für Verpflegung als Werbungkosten des Arbeitnehmers - Verpflegungskosten bei ungewöhnlich langer Abwesenheit vom Wohnort aus beruflichen Gründen
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 60, 283
- DB 1955, 279
- BStBl III 1955, 109
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (2)
- BFH, 17.09.1953 - IV 119/53 U
Mehraufwendungen für Verpflegung als Werbungskosten - Fahrtkosten zwischen …
Auszug aus BFH, 03.02.1955 - IV 393/54 U
In dem Urteil IV 119/53 U vom 17. September 1953 (Slg.Bd. 58 S. 81, BStBl. 1953 III S. 322) hat der erkennende Senat aus dem gleichen Grund Mehraufwendungen für die Verköstigung bei einem Arbeitnehmer, der innerhalb des Einzugsgebiets seines Arbeitsorts wohnt, als Werbungskosten anerkannt. - BFH, 17.11.1950 - IV 104/50 U
Steuerpflicht von Mehraufwendungen für Verköstigung - Aufwendungen für …
Auszug aus BFH, 03.02.1955 - IV 393/54 U
In dem Urteil des Bundesfinanzhofs IV 104/50 U vom 17. November 1950 (Slg.Bd. 55 S. 14, BStBl. 1951 III S. 6) wurden Mehraufwendungen für Verpflegung als Werbungskosten bei einem Arbeitnehmer anerkannt, der außerhalb des Einzugsgebietes seines Arbeitsortes wohnte, und dem infolge ungewöhnlich langer Abwesenheit von seiner Wohnung Mehraufwendungen für Verpflegung erwuchsen, die aus dem Rahmen der üblichen Haushaltsführung herausfielen.
- BFH, 11.08.1961 - VI 143/60 U
Aufwendungen eines Ledigen für die Pflege seiner bisherigen und noch nicht …
Der verlangte Betrag von 5 DM täglich sei aber zu hoch; ein Mehraufwand von 1, 50 DM täglich scheine angemessen, wie ihn der Bundesfinanzhof bei mehr als 12stündiger Abwesenheit eines Arbeitnehmers von seinem Wohnort zulasse (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 119/53 U vom 17. September 1953, BStBl 1953 III S. 322, Slg. Bd. 58 S. 81; IV 393/54 U vom 3. Februar 1955, BStBl 1955 III S. 109, Slg. Bd. 60 S. 283; IV 589/54 U vom 10. Februar 1955, BStBl 1955 III S. HO, Slg. Bd. 60 S. 287; VI 44/55 U vom 12. Dezember 1956, BStBl 1957 III S. 29, Slg. Bd. 64 S. 78). - BFH, 30.03.1979 - VI R 123/76
Verpflegungsmehraufwendung - Werbungskosten - Abwesenheit von der Wohnung
Sie verlangen insbesondere eine Abwesenheit von mehr als 12 Stunden von der Wohnung, ohne jedoch darauf abzustellen, auf welchen mit dem Arbeitsverhältnis zusammenhängenden Gründen diese beruht und in welchem Ausmaß insbesondere Zeiten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte hierfür ursächlich sind (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 3. Februar 1955 IV 393/54 U, BFHE 60, 283, BStBl III 1955, 109, und vom 4. Oktober 1956 IV 291/55 U, BFHE 63, 452, BStBl III 1956, 370). - BFH, 09.11.1971 - VI R 283/70
Begriff der Regelmäßigkeit - Gleichbleibende Arbeitsbedingungen - …
Ein weiterer in der Rechtsprechung anerkannter Fall ist gegeben, wenn ein Arbeitnehmer einen Verpflegungsmehraufwand dadurch hat, daß er regelmäßig, und zwar beruflich bedingt, mehr als 12 Stunden von seiner Wohnung abwesend sein muß; so z. B. die BFH-Entscheidungen IV 393/54 U vom 3. Februar 1955 (BFH 60, 283, BStBl III 1955, 109), IV 589/54 U vom 10. Februar 1955 (BFH 60, 287, BStBl III 1955, 110), VI 44/55 U vom 12. Dezember 1956 (BFH 64, 78, BStBl III 1957, 29).
- BFH, 24.06.1966 - VI 231/64 Nur für Arbeitnehmer, die aus beruflichen Gründen regelmäßig mehr als 12 Stunden von zu Hause abwesend sind, hat die Rechtsprechung eine Ausnahme anerkannt und berücksichtigt den dabei in der Regel entstehenden Verpflegungsmehraufwand mit einem pauschalen Betrag als Werbungskosten (vgl. Urteile des BFH IV 119/53 U vom 17. September 1953, BFH 58, 81, BStBl III 1953, 322; IV 393/54 U vom 3. Februar 1955, BFH 60, 283, BStBl III 1955, 109; IV 589/54 U vom 10. Februar 1955, BFH 60, 287, BStBl III 1955, 110; VI 44/55 U vom 12. Dezember 1956, BFH 64, 78, BStBl III 1957, 29, und I 205/60 S vom 11. April 1961, BFH 73, 535, BStBl III 1961, 461).
- BFH, 11.04.1961 - I 205/60 S
Abzugsfähigkeit von entstandenen Mehrverpflegungskosten eines Unternehmers
Der Bundesfinanzhof hat Mehrverpflegungskosten als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben für Arbeitnehmer anerkannt, die zwangsläufig mehr als 12 Stunden von ihrer Wohnung abwesend sein müssen (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 119/53 U vom 17. September 1953, BStBl 1953 III S. 332, Slg. Bd. 58 S. 81; IV 393/54 U vom 3. Februar 1955, BStBl 1955 III S. 109, Slg. Bd. 60 S. 283; IV 589/54 U vom 10. Februar 1955, BStBl 1955 III S. 110 , Slg. Bd. 60 S. 287; VI 44/55 U vom 12. Dezember 1956, BStBl 1957 III S. 29, Slg. Bd. 64 S. 78), sowie für selbständig Tätige (Gewerbetreibende, Angehörige freier Berufe), die infolge der Eigenart und Besonderheiten ihrer beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit zur Einnahme von Mahlzeiten außerhalb ihres Haushalts oder ihres üblichen Eßlokals gezwungen sind, Urteile des Bundesfinanzhofs IV 356/54 U vom 21. Juli 1955, BStBl 1955 III S. 305, Slg. Bd. 61 S. 278; IV 467/54 vom 25. August 1955, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Rechtsspruch 91 zu § 4 EStG. - BFH, 04.08.1967 - VI R 322/66
Voraussetzung für den Abzug der Mehraufwendungen für Verpflegung bei …
Im Urteilsfall IV 393/54 U vom 3. Februar 1955 (BFH 60, 283, BStBl III 1955, 109) war die Stpfl. an 220 Tagen im Jahr mehr als 12 Stunden unterwegs gewesen. - BFH, 15.10.1964 - VI 172/63 U
Kriterien für Mehraufwendungen eines Arbeitnehmers als Werbungskosten
In den Urteilen IV 393/54 U vom 3. Februar 1955 (BStBl 1955 III S. 109, Slg. Bd. 60 S. 283), VI 44/55 U vom 12. Dezember 1956 (BStBl 1957 III S. 29, Slg. Bd. 64 S. 78) werde gleichfalls der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie schlechten Verkehrsverbindungen keine Bedeutung beigemessen. - BFH, 25.09.1956 - I 256/55 U
Einkommensteuerrechtliche Anerkennung von Arbeitsverträgen zwischen Ehegatten bei …
Eine Typisierung hat die neuere Rechtsprechung z.B. auch bei dem Mehraufwand für Verpflegung außerhalb des Hauses bei Arbeitnehmern angewandt, indem sie einerseits einen Mehraufwand grundsätzlich bei mehr als 12stündiger ununterbrochener Abwesenheit vom Haushalt unterstellte und andererseits den Mehraufwand auf 1, 50 DM je Arbeitstag bezifferte (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs IV 119/53 U vom 17. September 1953, Slg. Bd. 58 S. 81, BStBl 1953 III S. 322; IV 393/54 U vom 3. Februar 1955, Slg. Bd. 60 S. 283, BStBl 1955 III S. 109; IV 589/54 U vom 10. Februar 1955, Slg. Bd. 60 S. 287, BStBl 1955 III S. 110). - BFH, 21.07.1955 - IV 356/54 U
Geltendmachung des Mehraufwands für Verpflegung als Betriebsausgabe durch einen …
Bei Arbeitnehmern, die regelmäßig ungewöhnlich lange, nämlich länger als 12 Stunden, aus ausschließlich beruflichen Gründen von ihrer Wohnung abwesend sein müssen, sind die dadurch notwendigen zusätzlichen Verpflegungskosten nur deshalb zu den Werbungskosten zu rechnen, weil sie ausschließlich beruflich bedingte Aufwendungen sind (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 119/53 U vom 17. September 1953, Slg. Bd. 58 S. 81, Bundessteuerblatt - BStBl. - 1953 III S. 322; IV 393/54 U vom 3. Februar 1955, Slg. Bd. 60 S. 283, BStBl. 1955 III S. 109; IV 589/54 U vom 10. Februar 1955, Slg. Bd. 60 S. 287, BStBl. 1955 III S. 110).
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