Rechtsprechung
| BFH, 03.12.1958 - I 90/57 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verstoß gegen Treu und Glauben durch Aufrollung eines gesamten Steuerfalles
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 68, 140
- NJW 1959, 456
- BStBl III 1959, 53
Wird zitiert von ... (11)
- BFH, 14.11.1968 - V 191/65
Berichtigung einer Umsatzsteuerveranlagung wegen neuer Tatsachen
Der Steuerpflichtige müsse darauf vertrauen können, daß das FA von einer klar geäußerten Rechtsauffassung, auf die er sich bei seinen wirtschaftlichen oder finanziellen Dispositionen verlassen habe, für die Vergangenheit nicht nachträglich abweichen (Urteile des BFH I 90/57 U vom 3. Dezember 1958, BFH 68, 140, BStBl III 1959, 53; V 264/58 U vom 21. Juli 1960, BFH 71, 619, BStBl III 1960, 480; VI 65/64 vom 12. März 1965, HFR 1965, 514). - BFH, 16.01.1964 - V 94/61 U
Vorliegen von neuen Tatsachen bei Aufdeckung von Mängeln des Buchnachweises
Diese Grundsätze finden eine Einschränkung nur insoweit, als ihre Anwendung bei Vorliegen noch weiterer besonderer Umstände im Einzelfalle gegen Treu und Glauben verstoßen würde (Entscheidungen des Bundesfinanzhofs I 176/57 U vom 18. November 1958, BStBl 1959 III S. 52, Slg. Bd. 68 S. 137; I 90/57 U vom 3. Dezember 1958, BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140; V 264/58 U vom 21. Juli 1960, BStBl 1960 III S. 480, Slg. Bd. 71 S. 619). - BFH, 21.02.1964 - III 143/61 U
Wiederaufrollung des ganzen Steuerfalles bei einer Berichtigungsveranlagungen
- BFH, 15.12.1966 - V 181/63
Umsatzsteuerzahlungen wegen Verpachtung von Stadtreklame und wegen der …
Der Steuerpflichtige muß darauf vertrauen können, daß das FA von einer klar geäußerten Rechtsauffassung, auf die er sich bei seinen wirtschaftlichen oder finanziellen Dispositionen verlassen hat, für die Vergangenheit nicht nachträglich abweicht (Urteile des BFH I 90/58 U vom 3. Dezember 1958, BFH 68, 140, BStBl III 1959, 53, und VI 65/64 vom 12. März 1965, HFR 1965, S. 514). - BFH, 28.04.1972 - VI R 71/69
Lehrkräfte an Abendschulen üben nichtselbständige Tätigkeit aus
Der Vertrauensschutz gebiete, daß sich eine Behörde nicht mit ihrem eigenen vorangegangenen Verhalten in Widerspruch setzen dürfe (Entscheidung des BVerwG in NJW 1960, 692; Neumann in NJW 1962, 1085; BFH-Urteile I 176/57 U vom 18. November 1958, BFH 68, 137, BStBl III 1959, 52; I 90/57 U vom 3. Dezember 1958, BFH 68, 140, BStBl III 1959, 53; II 187/59 vom 2. August 1961, HFR 1962, 17, BB 1961, 1081). - BFH, 05.06.1962 - I 95/60 S
Neues Aufrollen eines rechtskräftig abgeschlossenen Steuerfalls bei Feststellung …
Da die Berichtigung unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben nur bei Feststellung neuer Tatsachen von einigem Gewicht erfolgt, hält der Senat nicht mehr an seiner im Urteil I 90/57 U vom 3. Dezember 1958 (BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140) vertretenen Ansicht fest, daß unter Umständen der Steuerfall nur insoweit berichtigt werden darf, als neue Tatsachen gegeben sind. - BFH, 13.12.1961 - I 321/60 U
Steuerrechtliche Beurteilung einer Witwenpension für die Ehefrau des …
Weder aus den Akten noch aus dem Vortrag der Steuerpflichtigen ist zu entnehmen, daß irgendwelche Tatsachen vorliegen, die entgegen den Urteilen des Bundesfinanzhofs I 176/57 U a.a.O. und I 90/57 U vom 3. Dezember 1958 (BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140) eine Ausnahme vom Grundsatz der Aufrollung des gesamten Steuerfalles gebieten würden. - BFH, 05.06.1962 - I 95/60 Da die Berichtigung unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben nur bei Feststellung neuer Tatsachen von einigem Gewicht erfolgt, hält der Senat nicht mehr an seiner im Urteil I 90/57 U vom 3. Dezember 1958 (BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140) vertretenen Ansicht fest, daß unter Umständen der Steuerfall nur insoweit berichtigt werden darf, als neue Tatsachen gegeben sind.
- BFH, 30.03.1965 - I 243/63 U
Verstoß gegen Treu und Glauben durch die nachträgliche Heranziehung des …
Zu den bereits im Urteil der Vorinstanz angeführten Entscheidungen des erkennenden Senats I 176/57 U vom 18. November 1958, BStBl 1959 III S. 52, Slg. Bd. 68 S. 137, und I 90/57 U vom 3. Dezember 1958, BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140, hat der Bundesfinanzhof weiter entschieden, daß der Steuerfall auch dann neu aufzurollen ist, wenn die neuen Tatsachen und die durch die Wiederaufrollung sich ergebenden Mehrsteuern zahlenmäßig stark voneinander abweichen (Urteil des Bundesfinanzhofs V 275/60 U vom 23. Juli 1964, BStBl 1964 III S. 540, Slg. Bd. 80 S. 185). - BFH, 12.07.1963 - VI 324/61 U
Steuerpflichtigkeit von Einnahmen aus der Verpachtung einer Kiesgrube im Rahmen …
Dieser Grundsatz gilt nur ausnahmsweise nicht, wenn ein Steuerpflichtiger vom Finanzamt eine Zusage erhalten hat, die ihn zu irgendwelchen wirtschaftlichen Dispositionen veranlaßt hat (siehe z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs I 90/57 U vom 3. Dezember 1958, BStBl 1959 III S. 53, Slg. Bd. 68 S. 140; I 176/57 U vom 18. November 1958, BStBl 1959 III S. 52, Slg. Bd. 68 S. 137; VI 269/60 S vom 4. August 1961, BStBl 1961 III S. 562, Slg. Bd. 73 S. 813). - BFH, 21.07.1960 - V 264/58 U
Zulässigkeit der durch den Vorsteher des Finanzamts, nicht im Namen der …
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