Rechtsprechung
| BFH, 25.04.1963 - IV 376/60 U |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Gefährdung der Existenz eines Steuerpflichtigen nach der Benennung der Empfänger von Schmiergeldern - Absetzung von Betriebsausgaben bei der Gewinnermittlung - Bezeichnung des Empfängers von geltend gemachten Betriebsausgaben
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Papierfundstellen
- BFHE 77, 70
- BStBl III 1963, 342
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (4)
- BFH, 23.02.1951 - IV 81/50 S
Berechtigung zur Ermessensentscheidung für das Finanzgericht - Anwendbarkeit des …
Auszug aus BFH, 25.04.1963 - IV 376/60 U
Der Bundesfinanzhof hat in den Urteilen IV 81/50 S vom 23. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204), I 106/56 U vom 5. Juni 1956 (BStBl 1956 III S. 206, Slg. Bd. 63 S. 29) und I 316/56 U vom 16. Juli 1957 (BStBl 1957 III S. 364, Slg. Bd. 65 S. 348) ausgeführt, die Vorschrift des § 205a AO solle dazu dienen, allgemein einem verwerflichen Geschäftsgebahren in der Wirtschaft entgegenzutreten und dem Finanzamt die Prüfung zu ermöglichen, ob und inwieweit die von einem Steuerpflichtigen abgesetzten Beträge von dem Empfänger steuerlich zutreffend behandelt worden sind. - BFH, 15.01.1960 - VI 147/59 U
Überzeugung des Finanzamtes von der Verausgabung der geltend gemachten …
Auszug aus BFH, 25.04.1963 - IV 376/60 U
In Fällen dieser Art greift die Sonderregelung des § 205a Abs. 2 und 3 AO ein, die nach ihrem Sinn und Zweck dazu dient, gerade Fälle von Schmiergeldern und OR-Geschäften zu erfassen (vgl. hierzu Urteil des Bundesfinanzhofs VI 147/59 U vom 15. Januar 1960, BStBl 1960 III S. 167, Slg. Bd. 70 S. 447). - BFH, 16.07.1957 - I 316/56 U
Grenzen pflichtgemäßen Ermessens bei Auskunftsverlangen des Finanzamts über …
Auszug aus BFH, 25.04.1963 - IV 376/60 U
Der Bundesfinanzhof hat in den Urteilen IV 81/50 S vom 23. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204), I 106/56 U vom 5. Juni 1956 (BStBl 1956 III S. 206, Slg. Bd. 63 S. 29) und I 316/56 U vom 16. Juli 1957 (BStBl 1957 III S. 364, Slg. Bd. 65 S. 348) ausgeführt, die Vorschrift des § 205a AO solle dazu dienen, allgemein einem verwerflichen Geschäftsgebahren in der Wirtschaft entgegenzutreten und dem Finanzamt die Prüfung zu ermöglichen, ob und inwieweit die von einem Steuerpflichtigen abgesetzten Beträge von dem Empfänger steuerlich zutreffend behandelt worden sind. - BFH, 05.06.1956 - I 106/56 U
Abzugsfähigkeit von Schmiergeldern - Ermessensfehlgebrauch bei Benennung von …
Auszug aus BFH, 25.04.1963 - IV 376/60 U
Der Bundesfinanzhof hat in den Urteilen IV 81/50 S vom 23. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204), I 106/56 U vom 5. Juni 1956 (BStBl 1956 III S. 206, Slg. Bd. 63 S. 29) und I 316/56 U vom 16. Juli 1957 (BStBl 1957 III S. 364, Slg. Bd. 65 S. 348) ausgeführt, die Vorschrift des § 205a AO solle dazu dienen, allgemein einem verwerflichen Geschäftsgebahren in der Wirtschaft entgegenzutreten und dem Finanzamt die Prüfung zu ermöglichen, ob und inwieweit die von einem Steuerpflichtigen abgesetzten Beträge von dem Empfänger steuerlich zutreffend behandelt worden sind.
- BFH, 17.12.1980 - I R 148/76
Abzug von Betriebsausgaben - Nichtbenennung des Empfängers - Mineralölmarkt - …
Der Nichtbenennung eines dem Steuerpflichtigen bekannten Empfängers steht es gleich, wenn der Steuerpflichtige dartut, er habe mit einer ihm unbekannten und daher nicht zu benennenden Person abgeschlossen (vgl. BFHE 70, 447, BStBl III 1960, 167; Urteil vom 25. April 1963 IV 376-378/60 U, BFHE 77, 70, BStBl III 1963, 342). - BFH, 12.09.1985 - VIII R 371/83
Aufforderung zur Benennung von Gläubigern und Zahlungsempfängern kein …
Damit steht sie im Gegensatz zur ständigen BFH-Rechtsprechung, die das FG für befugt hält, im Klageverfahren gegen den Feststellungsbescheid oder den Steuerbescheid sowohl die Rechtmäßigkeit des Verlangens als auch die Versagung des Ausgabenabzugs zu überprüfen (s. Urteile vom 23. Februar 1951 IV 81/50 S, BFHE 55, 204, BStBl III 1951, 77; vom 18. September 1952 IV 120/52 U, BFHE 56, 716, BStBl III 1952, 275; vom 5. Juni 1956 I 106/56 U, BFHE 63, 29, BStBl III 1956, 206; vom 25. April 1963 IV 376-378/60 U, BFHE 77, 70, BStBl III 1963, 342; vom 29. November 1978 I R 148/76, BFHE 128, 1, BStBl II 1979, 587; in BFHE 132, 211, BStBl II 1981, 333, und in BFHE 138, 317, BStBl II 1983, 654, mit Anmerkung in Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 455). - BFH, 20.04.1988 - I R 67/84
Empfängerbenennung - Verwaltungsakt - Vorbereitungshandlung - Rechtmäßigkeit - …
Diese Auffassung steht jedoch im Gegensatz zur ständigen Rechtsprechung des BFH, der das FG für befugt hält, im Klageverfahren gegen den Steuerbescheid oder Feststellungsbescheid sowohl die Rechtmäßigkeit des Verlangens als auch die Versagung des Abzugs von Ausgaben und Schulden zu überprüfen (Urteile vom 23. Februar 1951 IV 81/50 S, BFHE 55, 204, BStBl III 1951, 77; vom 18. September 1952 IV 120/52 U, BFHE 56, 716, BStBl III 1952, 275; vom 5. Juni 1956 I 106/56 U, BFHE 63, 29, BStBl III 1956, 206; vom 25. April 1963 IV 376-378/60 U, BFHE 77, 70, BStBl III 1963, 342; vom 29. November 1978 I R 148/76, BFHE 128, 1, BStBl II 1979, 587; in BFHE 132, 211, BStBl II 1981, 333, und in BFHE 146, 99, BStBl II 1986, 537).
- BFH, 29.11.1978 - I R 148/76
Abzug von Betriebsausgaben - Nichtbenennung des Empfängers - Grauer …
Der Nichtbenennung eines dem Steuerpflichtigen bekannten Empfängers steht es gleich, wenn der Steuerpflichtige dartut, er habe mit einer ihm unbekannten und daher nicht zu benennenden Person abgeschlossen (vgl. BFH-Urteile VI 147/59 U; vom 25. April 1963 IV 376-378/60 U, BFHE 77, 70, BStBl III 1963, 342). - BFH, 21.06.2001 - I R 24/00
Verletzung des Rechts auf Gehör - Ermessenserwägungen - Versagung des …
Auch mag es zutreffen, dass im Rahmen dieser Ermessensentscheidung zu beachten ist, ob die Nichtberücksichtigung von Betriebsausgaben die Existenz des Steuerpflichtigen gefährdet (BFH-Urteil vom 25. April 1963 IV 376-378/60 U, BFHE 77, 70, BStBl III 1963, 342, 343). - BFH, 22.05.1968 - I 59/65
Ermessensentscheidung des Finanzamts über die Höhe der Versagung des Abzugs von …
Soweit die Rechtsprechung zu § 205 a AO sich mit der Frage der Anwendbarkeit dieser Vorschrift auf solche Fälle befaßt, in denen die Zahlung oder die auch nur behauptete Zahlung von Schmiergeldern und deren Abzugsfähigkeit oder die Abzugsfähigkeit von Aufwendungen aus OR-Geschäften zu beurteilen war (BFH-Urteil IV 376-378/60 U vom 25. April 1963, BFH 77, 70, BStBl III 1963, 342), kann sie im Streitfall außer Betracht bleiben. - BFH, 02.03.1967 - IV 309/64
Provisionszahlungen als Betriebsausgaben
Entscheidend sei, daß wegen Fehlens dieser Aufzeichnungen es nicht mehr möglich sei, die Beträge bei den Empfängern zu erfassen, wozu der § 205 a Abs. 2 und 3 AO ausdrücklich geschaffen sei (vgl Urteil des BFH IV 376-378/60 U BFH 77, 70, BStBl III 1963, 342). - BFH, 05.05.1966 - IV 37/64 Denn ein solches gegen alle Gepflogenheiten eines ordnungsmäßigen Geschäftsverkehrs verstoßendes Verhalten, mit dem sich der Stpfl. die Möglichkeit der Benennung des Empfängers genommen hätte, könne nicht anders als die Nichtbenennung des (ihm bekannten) Empfängers gewertet werden, wie der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden habe (vgl. Urteile VI 147/59 U vom 15 Januar 1960, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 70 S. 447 -- BFH 70, 447 --, BStBl III 1960, 167, und IV 376--378/60 U vom 25. April 1963, BFH 77, 70, BStBl III 1963, 342).
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