Rechtsprechung
| BFH, 14.04.1965 - II 30/62 U |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen für Gewährung von Steuervergünstigungen bei Erwerb eines Grundstücks zur Schaffung und Erweiterung von öffentlichen Straßen
- Wolters Kluwer
Voraussetzung für die Ausnahme von der Besteuerung bei Erwerb eines Grundstücks "zur" Schaffung und Erweiterung von öffentlichen Straßen - Grundstückskaufvertrag als echten Vertrag zugunsten eines Dritten
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 82, 478
- BStBl III 1965, 420
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (1)
- BFH, 14.06.1961 - II 154/58 U
Geltung der Grunderwerbssteuerfreiheit im Sinne des § 4 Abs. 1 Ziff. 4 a GrEStG …
Auszug aus BFH, 14.04.1965 - II 30/62 U
Das bedeutet, daß einerseits die erworbene Grundstücksfläche unmittelbar Straßenzwecken zugeführt werden muß und daß außerdem bei einer Mehrheit von Erwerbsvorgängen Zwischenerwerbe als nur vorbereitende Handlungen nicht begünstigt sind, sondern nur der (letzte) Grundstückserwerb durch den Anleger der Straße, der das Grundstück hierdurch unmittelbar für den steuerbegünstigten Zweck verwendet (Urteile des Bundesfinanzhofs II 154/58 U vom 14. Juni 1961, BStBl 1961 III S. 440, Slg. Bd. 73 S. 477; II 35/59 vom 28. Februar 1962, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1963 S. 114, 115 linke Spalte;… Boruttau-Klein, Kommentar zum Grunderwerbsteuergesetz, 7. Aufl., § 4 Tz. 109, 112).
- BFH, 21.03.1968 - II 35/64
Umdeutung einer Weiterveräußerung eines Grundstücks in eine Rückgängigmachung des …
Deshalb hat der Senat auch in diesem Urteil (wie ständig, z.B. in den Urteilen II 88/58 U vom 14. Dezember 1960, BFH 72, 209, BStBl III 1961, 79; II 77/61 U vom 27. Juli 1962, BFH 75, 578, BStBl III 1962, 478; II 30/62 U vom 14. April 1965, BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420) entschieden, daß die Beteiligten im allgemeinen grunderwerbsteuerrechtlich die von ihnen selbst gewählte Vertragsgestaltung für oder gegen sich gelten lassen müssen, ohne daß dieser Grundsatz allerdings starr angewendet werden müßte.Wegen der Gründe im einzelnen wird auch insoweit auf das Urteil des Senats II 30/62 U vom 14. April 1965 (a.a.O.) verwiesen.
- BFH, 28.04.1970 - II 65/65
Erwerb eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerbefreiung - Verbesserung der …
Deshalb sind Befreiungsvorschriften verschiedener Art regelmäßig nur anwendbar, wenn der durch sie begünstigte Zweck durch den Erwerbsvorgang unmittelbar erfüllt wird, so z. B. beim Grundstückserwerb für Straßenzwecke (wie schon zu § 8 Nr. 10 GrEStG 1919/1927 Urteil des RFH II A 530/28 vom 20. November 1928, Mrozek-Kartei, Grunderwerbsteuergesetz, § 8 Nr. 10 Satz 1, Rechtsspruch 28; zu § 4 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a GrEStG 1940; BFH-Entscheidung II 154/58 U vom 14. Juni 1961, BFH 73, 477, BStBl III 1961, 440; BFH-Entscheidung II 30/62 U vom 14. April 1965, BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420), zur Durchführung wasserwirtschaftlicher Aufgaben (§ 40 der Ersten Wasserverbandsverordnung vom 3. September 1937; BFH-Entscheidung II 21/52 S vom 2. April 1952, BFH 56, 340; BStBl III 1952, 133) oder eines Siedlungsverfahrens bzw. zur besseren Bewirtschaftung (§ 29 des Reichssiedlungsgesetzes, § 4 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b GrEStG 1940, BFH-Entscheidungen II 201/51 S vom 2. November 1951, BFH 55, 578, BStBl III 1951, 234; II 30/59 U vom 14. Dezember 1960, BFH 72, 281, BStBl III 1961, 105; II 135/62 vom 16. Februar 1966, BFH 85, 298, BStBl III 1966, 318). - BFH, 14.07.1970 - II R 93/66
Grundstückserwerb - Bau einer öffentlichen Straße - Grunderwerbsteuerbegünstigte …
Die Auslegung, daß der Grundstückserwerb "unmittelbar" dem begünstigten Zweck dienen muß, sei es, daß Steuerbefreiung nur eintritt, wenn und soweit die erworbene Grundstücksfläche unmittelbar Straßenzwecken zugeführt wird, sei es, daß Zwischenerwerbe nicht begünstigt werden können (BFH-Urteile II 154/58 U vom 14. Juni 1961, BFH 73, 477, BStBl III 1961, 440; II 30/62 U vom 14. April 1965, BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420), entspricht dem Wortsinn der Vorschrift: Wird ein Grundstück erworben, um es zur Hälfte zum Bau einer Straße, zur anderen Hälfte anderen Zwecken zuzuführen, so ist nur ein Teilgrundstück -- eine Grundstücksteilfläche -- "zur Schaffung" einer Straße erworben.
- BFH, 28.04.1970 - II 119/65
Erwerb von Grundstücken - Flurbereinigungsverfahren - Einlagegrundstücke - …
Gleiches gilt auch bei einem echten Vertrag zugunsten eines Dritten für den Ersterwerb selbst dann, wenn der zweit(letzt)erwerbende Anleger als Dritter unmittelbar vom Veräußerer Auflassung und Übergabe des Grundstücks fordern kann (Urteil II 30/62 U vom 14. April 1965, BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420; vgl. auch Urteil II 35/64 vom 21. März 1968, BFH 92, 245). - BFH, 03.12.1986 - II R 134/84
Voraussetzungen für eine (teilweise) Befreiung eines Grundstückserwerbes von der …
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats zu vergleichbaren Vorschriften (vgl. z. B. die Urteile vom 14. April 1965 II 30/62 U, BFHE 82, 478, BStBl III 1964, 420; vom 12. März 1980 II R52/77, BFHE 130, 341, BStBl II 1980, 472, und vom 13. Oktober 1982 II R 164/80, BFHE 137, 90, BStBl II 1983, 139;… vgl. ferner Boruttau / Egly / Sigloch, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 11. Aufl., Anhang Tz. 850 h und 1028 a). - BFH, 06.11.1974 - II R 169/71
Steuerbegünstigtes Eigenheim - Erwerb - Abgabe des Meistgebotes - …
Aus der Rechtsnatur der Grunderwerbsteuer als Einzelverkehrsteuer folgt, daß jeder Erwerbsvorgang als eigener Rechtsvorgang (vgl. § 1 GrEStG) rechtlich für sich zu würdigen ist (Urteil des BFH vom 14. April 1965 II 30/62 U, BFHE 82, 478, BStBl III 1965, 420). - BFH, 27.08.1968 - II B 13/68
Unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang - Stillegung eines …
Der Senat hat vergleichsweise in dem Urteil II 30/62 U vom 14. April 1965 (BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420) entschieden, daß wegen der auch für die Steuerbefreiung nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 Buchstabe a GrEStG geforderten Unmittelbarkeit der Zweckerfüllung Zwischenerwerbe sich steuerschädlich auswirken müssen. - BFH, 06.05.1969 - II 166/64
Grunderwerbsteuerliche Behandlung eines Grundstückskaufvertrages, bei dem eine …
Anders als im Falle des Urteils des BFH II 30/62 U vom 14. April 1965 (BFH 82, 478, BStBl III 1965, 420) hat der Kläger nicht für sich gekauft und das gekaufte Grundstück weiterverkauft (dort: vertauscht), wobei beide Geschäfte erst im Vollzug durch eine einzige Auflassung vom Erstverkäufer an den Letzterwerber zu verbinden waren.
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