Rechtsprechung
| BFH, 30.11.1967 - IV R 96/67 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Unrichtiger Bilanzansatz - Berichtigung bis zur Fehlerquelle - Verteilung des Fehlers - Berichtigung der Veranlagungen
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 90, 430
- BStBl II 1968, 144
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (2)
- BFH, 29.11.1965 - GrS 1/65
Nachträgliche Berichtigung eines unrichtigen Bilanzsatzes in einer Anfangsbilanz
Auszug aus BFH, 30.11.1967 - IV R 96/67
Ein unrichtiger Bilanzansatz ist in der Regel im Rahmen der Grundsätze des Beschlusses des Großen Senats des BFH Gr. S. 1/65 S vom 29. November 1965 (BFH 84, 392, BStBl III 1966, 142) bis zur Fehlerquelle zurück zu berichtigen.Das FG stimmte der Rechtsprechung des BFH zum Bilanzenzusammenhang zu (Urteil I 136/60 S vom 27. März 1962, BFH 75, 10, BStBl III 1962, 273; Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S 1/65 S vom 29. November 1965, BFH 84, 392, BStBl III 1966, 142), gab aber trotzdem der Klage statt.
- BFH, 27.03.1962 - I 136/60 S
Grundsatz des Bilanzenzusammenhangs, der Bilanzkontinuität und der …
Auszug aus BFH, 30.11.1967 - IV R 96/67
Das FG stimmte der Rechtsprechung des BFH zum Bilanzenzusammenhang zu (Urteil I 136/60 S vom 27. März 1962, BFH 75, 10, BStBl III 1962, 273; Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S 1/65 S vom 29. November 1965, BFH 84, 392, BStBl III 1966, 142), gab aber trotzdem der Klage statt.
- BFH, 19.01.1993 - VIII R 128/84
Gewerbebetrieb - Absprachen - Schlußbilanz
Fehler, die in den vorangegangenen Jahren bei der Aufteilung des Betriebsvermögens auf die Gesellschafter der KG gemacht wurden, können in der (Anfangs-) Bilanz des Streitjahres deshalb nur noch insoweit korrigiert werden, als sie sich bisher auf die Höhe der festgestellten Gewinne und Gewinnanteile nicht ausgewirkt haben (BFH-Urteil vom 27. März 1962 I 136/60 S, BFHE 75, 10, BStBl III 1962, 273; Beschluß in BFHE 84, 392, BStBl III 1966, 142; Urteil vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144; BFHE 153, 26, 29, BStBl II 1988, 825, unter 4. m. w. N.). - BFH, 14.03.1990 - I R 6/89
Verdeckte Gewinnausschüttung bei Ausfall einer Darlehensforderung einer …
Da dies in den Jahren 1973 bis 1975 nicht geschehen ist, wäre nach dem Grundsatz des Bilanzenzusammenhangs die Schlußbilanz des ersten Jahres zu berichtigen, dessen Veranlagung noch geändert werden kann (vgl. BFH-Urteile vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144, und vom 14. Dezember 1982 VIII R 53/81, BFHE 137, 339, BStBl II 1983, 303). - BFH, 07.08.1979 - VIII R 153/77
Zur schenkweisen Unterbeteiligung von Kindern an einer atypischen stillen …
Im Streitfall ist nicht auszuschließen, daß sich für den Kläger im Hinblick auf die Rechtsprechung des BFH zum Bilanzenzusammenhang (vgl. dazu Beschluß vom 29. November 1965 GrS 1/65 S, BFHE 84, 392, BStBl III 1966, 142; Urteil vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144) in Zukunft ein steuerlicher Nachteil ergeben wird.
- BFH, 17.04.1985 - I R 132/81
Bilanzsteuerrechtliche Behandlung eines Erbbaurechts bei Übernahme von …
Aus Gründen der Bestandskraft der Vorjahresveranlagungen einerseits und des Bilanzzusammenhangs andererseits hätte die Berichtigung erst in der Schlußbilanz des ersten Jahres vorgenommen werden können, dessen Veranlagung noch offen war (vg. BFH-Urteil vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144). - BFH, 10.03.1989 - III R 190/85
Richtigstellung fehlerhafter Bilanzansätze durch nachträgliche Einbuchungen - …
Ein rückwirkender Fehlerausgleich kann allerdings nur insoweit durchgeführt werden, als vorangegangene Veranlagungen und die ihnen zugrunde liegenden Bilanzen noch geändert werden können oder der Fehler sich bisher steuerlich nicht ausgewirkt hat (vgl. auch BFH-Urteile vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144, und vom 4. November 1986 VIII R 322/83, BFHE 148, 513, BStBl II 1987, 333 unter 2 b cc).Die vom FG aufgeworfene Frage einer Änderung der Vorjahresbescheide stellt sich schon deshalb nicht, weil die getroffene Sachbehandlung im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH steht, die es ausdrücklich für zulässig erachtet hat, daß bei Bilanzberichtigungen über mehrere Jahre die sich hierbei ergebenden Gewinnerhöhungen entsprechend den Wünschen des Steuerpflichtigen auf die einzelnen Jahre verteilt werden, soweit eine solche anderweitige Verteilung verfahrensrechtlich noch möglich ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144).
- BFH, 22.08.1968 - IV R 234/67
Waren - Lange Lagerdauer - Sinkende Verkaufsmöglichkeiten - Abschreibung auf …
Erstrebt der Steuerpflichtige, daß das FA einen fehlerhaften Bilanzansatz im Rahmen der durch die Betriebsprüfung aufgerollten oder berichtigungsfähigen Veranlagungen bis zur Fehlerquelle zurückberichtigt (vgl. BFH-Urteil IV R 96/67 vom 30. November 1967, BFH 90, 430, BStBl II 1968, 144), so muß er die Veranlagungen der Jahre, deren Bilanzen er geändert haben will, anfechten, auch wenn sich dann bei der von ihm angestrebten Berichtigung eine höhere Einkommensteuer ergibt.Diese Handhabung entspricht nicht dem Urteil des erkennenden Senats IV R 96/67 vom 30. November 1967 (BFH 90, 430, BStBl II 1968, 144).
- BFH, 10.07.1974 - I R 223/70
Ausbuchung von Anteilen - Notwendiges Betriebsvermögen - GmbH - Überführung in …
Das Fehlen eines Bilanzansatzes für die Beteiligungen zum 31. März 1961 hat sich auf die -- unanfechtbar gewordene -- einheitliche und gesonderte Gewinnfeststellung 1961 nicht ausgewirkt (vgl. BFH-Urteile vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144, und vom 7. Mai 1969 I R 47/67, BFHE 95, 437, BStBl II 1969, 464). - FG Hessen, 28.06.2007 - 4 K 2845/06
Gewinnauswirkung bei der Durchführung einer Bilanzberichtigung
Ein rückwirkender Fehlerausgleich kann allerdings nur insoweit durchgeführt werden, als vorangegangene Veranlagungen und die ihnen zugrundeliegenden Bilanzen noch geändert werden können oder der Fehler sich bisher steuerlich nicht ausgewirkt hat (BFH-Urteil vom 30.11.1967, IV R 96/67, BStBl II 1968, 144). - BFH, 13.01.1977 - IV R 9/73
Anwendung der Grundsätze des Bilanzenzusammenhangs bei der Ermittlung des dem …
b) Sind bei der Bildung einer Pensionsrückstellung entgegen den vorstehend dargestellten Grundsätzen die Zuführungsbeträge teilweise gewinnmindernd berücksichtigt worden und wird die Pensionsrückstellung insgesamt aufgelöst, so ist, wenn die unrichtigen Gewerbesteuermeßbescheide nach den Vorschriften des Verfahrensrechts nicht mehr geändert werden können, in einem solchen Falle die unterlassene Erhöhung des gewerblichen Gewinns nach den allgemeinen Grundsätzen des Bilanzenzusammenhangs (§ 7 GewStG, § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG, vgl. BFH-Urteil vom 27. März 1962 I 136/60 S, BFHE 75, 10, BStBl III 1962, 273; BFH-Beschluß vom 29. November 1965 GrS 1/65 S, BFHE 84, 392, BStBl III 1966, 142; BFH-Urteile vom 30. November 1967 IV R 96/67, BFHE 90, 430, BStBl II 1968, 144; vom 21. Oktober 1976 IV R 222/72, BFHE 120, 369, BStBl II 1977, 148) jedenfalls dann in Höhe der seinerzeit unterbliebenen Hinzurechnung zum Gewerbeertrag zu korrigieren, wenn die Auflösung der Pensionsrückstellung und die Berichtigung dieselbe Bilanzposition betreffen (so schon auch für die Gewerbesteuer uneingeschränkt das BFH-Urteil vom 25. Oktober 1963 VI 331/61 U, BFHE 77, 762, BStBl III 1963, 599). - BFH, 15.03.1972 - I R 60/70
Verfahren des Steuerpflichtigen - Ordnungsmäßigkeit der Buchführung - …
Der Grundsatz des Bilanzenzusammenhangs, abgeleitet aus § 4 Abs. 1 EStG, hat seine Bedeutung in erster Linie für die Frage nach der zutreffenden Fehlerberichtigung (Beschluß des BFH Gr. S. 1/65 S vom 29. November 1965, BFH 84, 392, BStBl III 1966, 142; BFH-Urteil IV R 96/67 vom 30. November 1967, BFH 90, 430, BStBl II 1968, 144).
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