Rechtsprechung
| BFH, 28.07.1971 - I R 78/68 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Dienstleistungen - Festgehalt - Gewinnbeteiligung - Entscheidungsbefugnis des Betriebsinhabers - Stiller Gesellschafter - Höhe einer Verbindlichkeit - Dauerschuld
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GewStG § 8 Nr. 1, 3
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 103, 204
- DB 1971, 2343
- BStBl II 1971, 815
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 13.05.1969 - 1 BvR 25/65
Verfassungsmäßigkeit der Berücksichtigung von Dauerschulden und Dauerschuldzinsen …
Auszug aus BFH, 28.07.1971 - I R 78/68
Gegen diese Gleichstellung bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken (Beschluß des BVerfG 1 BvR 25/65 vom 13. Mai 1969, BStBl II 1969, 424). - BGH, 09.02.1967 - III ZR 226/64
Abschluss einer Vereinbarung über die "stille Beteiligung" an einem Unternehmen - …
Auszug aus BFH, 28.07.1971 - I R 78/68
Für die Abgrenzung zwischen Arbeitsverhältnis mit Gewinnbeteiligung und stiller Gesellschaft ist entscheidend, ob die Vertragsparteien sich zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks verbunden haben und ihre schuldrechtlichen Beziehungen demgemäß ein gesellschaftsrechtliches Element in sich tragen, oder ob sie lediglich ihre eigenen Interessen verfolgen und ihre Beziehungen zueinander ausschließlich durch die Verschiedenheit ihrer beiderseitigen Interessen bestimmt werden (Urteil des BGH III ZR 226/64 vom 9. Februar 1967, BB 1967, 349). - BFH, 20.01.1971 - I R 17/69
Arbeitsrechtsverhältnis - Stille Gesellschaft - Gehalt - Gewinnanteil
Auszug aus BFH, 28.07.1971 - I R 78/68
Es entspricht der Entscheidung des erkennenden Senats I R 17/69 vom 20. Januar 1971 (BFH 101, 243, BStBl II 1971, 308) wenn das FA von den vereinbarten Bezügen des Sohnes (Gewinnbeteiligung und laufendes festes Gehalt) nur die Tantieme nach § 8 Nr. 3 GewStG hinzugerechnet hat. - BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Stille Gesellschaft - Abgrenzung eines Arbeitsrechtsverhältnisses
Auszug aus BFH, 28.07.1971 - I R 78/68
Eine Entscheidung, welche allein auf die Ausgestaltung der Mitarbeit im Verhältnis zwischen Vater und Sohn abstellt (vgl. Urteil des BFH I 233/64 vom 7. Februar 1968, BFH 91, 373, BStBl II 1968, 356), ist mangels ausreichender Tatsachenfeststellungen in der Vorentscheidung nicht möglich und entbehrlich, da der festgestellten Ausgestaltung der vereinbarten Vergütung ausschlaggebende Bedeutung zukommt (vgl. BFH-Urteil I 138/63 vom 20. Januar 1965, StRK, Gewerbesteuergesetz, § 8 Ziff. 2-9, Rechtsspruch 72).
- BFH, 28.01.1982 - IV R 197/79
Mitunternehmerschaft eines stillen Gesellschafters kann auch ohne Beteiligung am …
Ob eine Arbeitsleistung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses oder als Einlage in eine stille Gesellschaft (§ 335 des Handelsgesetzbuches - HGB -) erbracht wird, hängt davon ab, ob die Beteiligten in einem Verhältnis der Über- und Unterordnung jeweils ihre eigenen Interessen im Auge haben oder ob sie in partnerschaftlicher Gleichberechtigung ein gemeinsames Ziel verfolgen (BFH-Urteile vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815; vom 6. Oktober 1971 I R 215/69, BFHE 103, 572, BStBl II 1972, 187; vom 11. Dezember 1980 IV R 91/76, BFHE 132, 278, BStBl II 1981, 310).Hierin liegt ein wichtiger Anhaltspunkt für die Unterscheidung zwischen Arbeitsverhältnis und stiller Gesellschaft (BFH-Urteile in BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815; BFHE 132, 278, BStBl II 1981, 310).
Auch wenn eine solche Beteiligung nicht vorgesehen ist, kann ein stiller Gesellschafter doch Mitunternehmer sein, wenn es ihm der Inhaber des Unternehmens abweichend von der Regelung der §§ 335 ff. HGB ermöglicht, wie ein Unternehmer auf das Schicksal des Unternehmens und damit auch seiner eigenen Erfolgsbeteiligung Einfluß zu nehmen (BFH-Urteile in BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815; vom 23. Januar 1974 I R 206/69, BFHE 112, 254, BStBl II 1974, 480; vom 28. November 1974 I R 232/72, BFHE 114, 418, BStBl II 1975, 498).
- BFH, 07.12.1983 - I R 144/79
Stille Gesellschaft - Einlage des stillen Gesellschafters - Partiarisches …
Schließlich bilden ein überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz, die Absicht, dem Angestellten das Unternehmen später zu übertragen und der - teilweise - Rückzug des Inhabers aus der Unternehmensführung weitere Indizien für ein Gesellschaftsverhältnis (vgl. BFH-Urteile vom 22. November 1955 I 139/54 S, BFHE 62, 9 BStBl III 1956, 4; vom 7. Februar 1968 I 233/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356; vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815, und vom 6. Oktober 1971 I R 215/69, BFHE 103, 572, BStBl II 1972, 187). - BFH, 16.08.1978 - I R 28/76
Zur Frage der Hinzurechnung von Gewinnanteilen des stillen Gesellschafters bei …
In den vom BFH bisher entschiedenen Fällen, in denen die Frage der Abgrenzung der stillen Beteiligung zum partiarischen Arbeitsverhältnis aufgeworfen wurde, ging es durchweg um Gestaltungen, für die in Betracht zu ziehen war, ob die Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters nicht in Form einer Dienstleistung erbracht worden sei (vgl. BFH-Urteile vom 27. Februar 1963 I 236/59 U. BFHE 77, 145, BStBl III 1963, 370; vom 5. Juni 1964 IV 108/63 U, BFHE 81, 143, BStBl III 1965, 51; vom 8. Juli 1965 IV 30/63 U, BFHE 83, 158, BStBl III 1965, 558; vom 5. August 1965 IV 138/65 U, BFHE 83, 163, BStBl III 1965, 560; vom 7. Februar 1968 I 223/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356, und vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815). - BFH, 06.10.1971 - I R 215/69
Stille Gesellschaft oder partiarisches Arbeitsverhältnis bei Einlagen in Form …
Diese Partnerschaft kann ihren Niederschlag z. B. in einem Überwachungs- und Mitspracherecht des stillen Gesellschafters oder in der ungewöhnlichen Höhe der Gewinnbeteiligung oder seines (gebundenen) Beteiligungskontos finden (…vgl. BFH-Urteile I 233/64, a. a. O.; I R 78/68 vom 28. Juli 1971, BFH 103, 204, BStBl II 1971, 815).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".