Rechtsprechung
| BFH, 27.04.1977 - I R 12/74 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Zweigliedrige OHG - Ausscheiden des Gesellschafters - Aufgabe des Gesellschaftsanteils - Betriebliche Versorgungsrente - Absetzung als Betriebsausgaben - Verrechnung mit Kapitalkonto
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
EStG § 4 Abs. 4
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 122, 275
- DB 1977, 1825
- BStBl II 1977, 603
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (2)
- BFH, 11.07.1973 - I R 126/71
Personengesellschaft - Ausscheidender Gesellschafter - Abfindung - Buchwert der …
Auszug aus BFH, 27.04.1977 - I R 12/74
Habe L seinen Gesellschaftsanteil dem Kläger aus betrieblichen Gründen unentgeltlich überlassen, entstehe nach den Grundsätzen des Urteils des BFH vom 11. Juli 1973 I R 126/71 (BFHE 110, 402, BStBl II 1974, 50) beim Erwerber - hier dem Kläger - ein steuerpflichtiger Gewinn.Demgemäß hat der Kläger nach § 7 Abs. 1 EStDV die bisherigen Buchwerte fortzuführen (vgl. insoweit die vom FA angeführte Entscheidung des erkennenden Senats I R 126/71 unter 2 c).
Der erkennende Senat hat zwar in dem Urteil I R 126/71 ausgesprochen, daß bei unentgeltlichem Erwerb eines Mitunternehmeranteils und dem damit verbundenen Zwang zur Fortführung der Buchwerte (§ 7 Abs. 1 EStDV) ein Buchgewinn bei dem verbleibenden Gesellschafter entsteht, der grundsätzlich auch steuerrechtlich Gewinn ist.
- BFH, 03.07.1964 - VI 346/62 U
Steuerliche Behandlung einer Abfindung eines aus einer Personengesellschaft …
Auszug aus BFH, 27.04.1977 - I R 12/74
Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, daß Rentenzusagen an ausscheidende Gesellschafter von Personengesellschaften entweder als Veräußerungsrente oder als betriebliche oder private (außerbetriebliche) Versorgungsrente zu qualifizieren sind (vgl. die grundlegende BFH-Entscheidung vom 3. Juli 1964 VI 346/62 U, BFHE 80, 202, BStBl III 1964, 548).
- BFH, 20.12.1988 - VIII R 121/83
Steuerbescheid - Änderung
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 26. Januar 1978 IV R 62/77, BFHE 124, 338, BStBl II 1978, 301; vom 12. November 1985 VIII R 286/81, BFHE 145, 62, BStBl II 1986, 55, jeweils m. w. N.) ist die im Streitfall zu treffende Abgrenzung zwischen einer bilanzsteuerrechtlich nicht passivierbaren betrieblichen Versorgungsrente (BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603) und einer mit dem versicherungsmathematischen Barwert anzusetzenden Veräußerungsrente nach dem überwiegenden Vertragszweck vorzunehmen. - BFH, 07.02.1995 - VIII R 36/93
Kein Übernahmegewinn, sondern Annahme einer Einlage in Höhe der Differenz …
Der BFH hat zwar in seinem Urteil vom 11. Juli 1973 I R 126/71 (BFHE 110, 402, BStBl II 1974, 50); ebenso Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74 (BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603) für den Fall des ganz oder teilweise unentgeltlichen Erwerbs eines Mitunternehmeranteils ausgeführt, daß beim Erwerber in Höhe der Differenz zwischen den fortzuführenden Buchwerten und dem fehlenden oder niedrigeren Erwerbspreis ein laufender Gewinn entstehe.Die teilentgeltliche Übertragung eines Betriebs oder eines Mitunternehmeranteils ist als einheitlicher Vorgang mit der Folge zu beurteilen, daß bei einem unter dem Buchwert liegenden Veräußerungspreis § 7 Abs. 1 EStDV anzuwenden ist (so - für die einkommensteuerrechtliche Behandlung beim übertragenden Gesellschafter - BFH-Urteile vom 10. Juli 1986 IV R 12/81, BFHE 147, 63, BStBl II 1986, 811, und vom 16. Dezember 1992 XI R 34/92, BFHE 170, 183, BStBl II 1993, 436, m. w. N.; - beim Erwerber - BFH in BFHE 110, 402, BStBl II 1974, 50, und in BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603).
- BFH, 12.11.1985 - VIII R 286/81
Betriebliche Veräußerungsrente - Betriebliche Versorgungsrente - …
Das FG habe das BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74 (BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603) nicht genügend beachtet.Die betriebliche Veranlassung für die Gewährung der Versorgungsrente habe der BFH in dem Urteil in BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603 darin gesehen, daß ein Einzelunternehmen in eine Personengesellschaft eingebracht worden war und der frühere Einzelunternehmer vier Jahre lang für die Gesellschaft arbeitete und ihr seine Erfahrungen zur Verfügung stellte.
Sie steht auch nicht - wie die Klägerin meint - in Widerspruch zum Urteil in BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603.
- BFH, 31.08.1994 - X R 44/93
Keine Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen, sondern entgeltliches …
Aus der steuerrechtlichen Behandlung der Leistungen beim jeweils anderen Vertragspartner können keine Rechte hergeleitet werden (vgl. BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603, unter 2. a. E.). - BFH, 10.01.2007 - X B 51/06
Keine Korrespondenz zwischen dauernder Last und wiederkehrenden Bezügen; …
Denn aus der (gegebenenfalls fehlerhaften) steuerrechtlichen Behandlung der Leistungen beim anderen Vertragspartner können nach ständiger Rechtsprechung keine Rechte hergeleitet werden (vgl. BFH-Urteile vom 31. August 1994 X R 44/93, BFHE 176, 19, 27, BStBl II 1996, 676, 679 f.; vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, 279, BStBl II 1977, 603, 605;… Fischer in Kirchhof, EStG, 6. Aufl., § 22 Rn 19).Soweit der Kläger eine höchstrichterliche Entscheidung zum "Korrespondenzprinzip" begehrt, lassen seine Ausführungen weder eine konkrete Rechtsfrage erkennen, noch wird deutlich, inwieweit der Kläger in dieser Hinsicht --trotz der dazu bereits ergangenen BFH-Urteile in BFHE 176, 19, BStBl II 1996, 676 und in BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603-- noch weiteren Klärungsbedarf sieht.
- BFH, 18.06.1980 - I R 72/76
Arbeitnehmer - Erfolgsprämie - Prämie - Liquiditätslage - Steuerbilanz - …
So hat die Rechtsprechung des BFH stets die Passivierung betrieblicher Versorgungsrenten abgelehnt, weil für die Bemessung der Renten die Ertragsaussichten des Unternehmens von entscheidender Bedeutung seien, so daß die einzelnen Rentenzahlungen wirtschaftlich erst die künftigen laufenden Erträge belasten (vgl. Urteile vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603; vom 26. Januar 1978 IV R 62/77, BFHE 124, 338, BStBl II 1978, 301, mit weiteren Nachweisen; Herrmann-Heuer, Kommentar zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, Anm. 60b, 61 zu § 5 EStG S. E 359, 463). - BFH, 07.04.1994 - IV R 56/92
Betriebliche Versorgungsrente - Versorgungszulage - Passivierung - KG - Ablösung
Eine betriebliche Versorgungsrente wird in der Rechtsprechung des BFH angenommen, wenn die Rente nicht als Entgelt für die vom ausscheidenden Gesellschafter übergehenden betrieblichen Vermögenswerte gedacht ist, sondern mehr eine Vergütung für seine früher dem Betrieb erbrachten Leistungen sein soll, durch die der Berechtigte zur Sicherung seines Lebensunterhalts angemessen an den künftigen Erträgen des Unternehmens beteiligt werden soll (BFH-Urteile vom 8. Oktober 1957 I 347/56 U, BFHE 65, 535, BStBl III 1957, 440; vom 3. Juli 1964 VI 346/62 U, BFHE 80, 202, BStBl III 1964, 548; vom 3. Dezember 1964 IV 47/62 U, BFHE 81, 251, BStBl III 1965, 91; vom 14. Dezember 1965 IV 96/65 U, BFHE 84, 526, BStBl III 1966, 192; vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603; vom 26. Januar 1978 IV R 62/77, BFHE 124, 338, BStBl II 1977, 301; vom 18. Juni 1980 I R 72/76, BFHE 131, 303, BStBl II 1980, 741; vom 27. Juni 1989 VIII R 337/83, BFHE 157, 405, BStBl II 1989, 888, …und vom 8. April 1992 XI R 46/89, BFH/NV 1992, 728). - BFH, 26.01.1978 - IV R 62/77
Passivierung - Leibrentenverpflichtung - Veräußerer - Betriebserwerb
b) Ist die Rente hingegen als betriebliche Versorgungsrente zu beurteilen, so ist nach der Rechtsprechung des BFH davon auszugehen, daß die Rentenverpflichtung nach bilanzsteuerrechtlichen Grundsätzen nicht passiviert werden darf (vgl. insbesondere Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603;… s. auch Herrmann/Heuer, Kommentar zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, 17. Aufl., EStG § 5, Rdnr. 61 [insbes. 9 ff., 15 ff.]).Gleichwohl ist auch in diesen Fällen die Annahme einer betrieblichen Versorgungsrente nach der Rechtsprechung des BFH nicht schlechthin ausgeschlossen (vgl. z. B. Urteil vom 30. Juli 1959 IV 265/58 U, BFHE 69, 387, BStBl III 1959, 406; ferner Urteil I R 12/74).
- BFH, 10.04.1991 - XI R 27/88
Voraussetzungen für die Annahme einer betriebliche Veräußerungsrente
Die Aufnahme derartiger Vereinbarungen in den Gesellschaftsvertrag bedeutet noch nicht, daß die vereinbarten Leistungen stets betrieblich veranlaßt sind (vgl. BFH-Urteile vom 27. Juni 1989 VIII R 337/83, BFHE 157, 405, BStBl II 1989, 888 [BFH 27.06.1989 - VIII R 337/83]; vom 12. November 1985 VIII R 286/81, BFHE 145, 62, BStBl II 1986, 55 [BFH 12.11.1985 - VIII R 286/81]; vom 21. Dezember 1977 I R 52/76, BFHE 124, 432, BStBl II 1978, 332 [BFH 21.12.1977 - I R 52/76]; vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603 [BFH 27.04.1977 - I R 12/74]); gerade, wenn es sich bei den verbliebenen Gesellschaftern um Abkömmlinge des Ausscheidenden handelt, kommen auch außerbetriebliche Versorgungsleistungen in Betracht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 115, 443, [BFH 06.03.1975 - IV R 191/71] BStBl II 1975, 600 [BFH 06.03.1975 - IV R 191/71]; vom 16. November 1972 IV R 38/68, BFHE 108, 28, BStBl II 1973, 184 [BFH 16.11.1972 - IV R 38/68]).Demgemäß hat die Rechtsprechung bei derartigen Gestaltungen wiederholt einen betrieblichen Anlaß für Versorgungsleistungen an den ausscheidenden Gesellschafter oder seine Witwe gesehen (vgl. BFH in BFHE 157, 405, BStBl II 1989, 888 [BFH 27.06.1989 - VIII R 337/83]; vom 25. Oktober 1984 IV R 165/82, BFHE 142, 283, BStBl II 1985, 212 [BFH 25.10.1984 - IV R 165/82]; vom 18. Januar 1979 IV R 76/76, BFHE 127, 171, BStBl II 1979, 403 [BFH 18.01.1979 - IV R 76/76]; in BFHE 122, 275, [BFH 27.04.1977 - I R 12/74] BStBl II 1977, 603 [BFH 27.04.1977 - I R 12/74]; vom 14. Dezember 1965 IV 56/65 U, BFHE 84, 526, [BFH 14.12.1965 - IV 96/65 U] BStBl III 1966, 192).
- BFH, 09.09.1988 - III R 191/84
1. Ein ursprünglich angeordneter Vorläufigkeitsvermerk gem. § 165 AO bleibt auch …
Im Hinblick auf die von den Klägern in der mündlichen Verhandlung vertretenen Auffassung, daß der Mutter der Klägerin wegen des Kaufpreisratencharakters der vereinbarten Mindestzeitrente das von der Rechtsprechung eingeräumte Wahlrecht (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 26. Juli 1984 IV R 137/82, BFHE 141, 525, BStBl II 1984, 829, mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen) nicht zugestanden habe, weist der Senat darauf hin, daß die Rechtsnatur der vereinbarten wiederkehrenden Zahlungen grundsätzlich nur einheitlich beurteilt werden kann (vgl. auch BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 12/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603). - BFH, 28.07.1983 - IV R 174/80
Die unentgeltliche Überlassung der wohnung an die Altenteiler stellt eine …
- BFH, 24.07.1990 - VIII R 39/84
Zur Höhe der Rückstellung für Versorgungsleistungen an ehemalige Gesellschafter …
- BFH, 22.09.1982 - IV R 154/79
Veräußerungsrente - Gleichwertigkeit
- BFH, 18.01.1979 - IV R 76/76
Sozius - Rechtsanwalt - Sozietätsvertrag - Versorgungsabrede - Betriebsausgabe - …
- FG Hessen, 03.08.2000 - 4 K 3474/97
Betriebliche Versorgungsrente; Anteilserwerb; Pensionszusage; Rücklage - …
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