Rechtsprechung
| BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Gewerbesteuerpflichtigkeit von Forstbaumschulen - Differenzierung des Betriebes nach dem Schwerpunkt der land- oder forstwirtschaftlichen Tätigkeit - Einordnung einer Forstbaumschule als Gewerbebetrieb
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 55, 171
- DB 1951, 379
- BStBl III 1951, 65
- BStBl III 1961, 65
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (4)
- RFH, 14.12.1926 - VI A 575/26
Auszug aus BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U
Wenn das Finanzgericht auf Grund des ihm vorliegenden Sachverhalts nach seiner freien Überzeugung seine Entscheidung getroffen hat, so würde ein wesentlicher Verfahrensmangel nur dann vorliegen, wenn dem Gebot der §§ 204, 243 der Reichsabgabenordnung, den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen, nach Lage der Sache nicht genügt ist (Entsch. des RFH VI A 575/26 vom 14. Dezember 1926, Slg. Bd. 20 S. 87; III A 350/29 vom 4. September 1930, Kartei, Reichsabgabenordnung § 258, Rechtsspruch 23). - RFH, 21.12.1922 - V A 253/21
Auszug aus BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U
Die Finanzbehörden haben zwar alle ihr zugänglichen Erkenntnisquellen zur Erforschung der Wahrheit von Amts wegen zu benutzen; dazu gehören auch Beweisangebote des Steuerpflichtigen (vgl. Entsch. des RFH V A 253/21 vom 21. Dezember 1921, Slg. Bd. 8 S. 23; Steuer und Wirtschaft 1922 Nr. 298). - RFH, 23.06.1932 - III A 795/31
Auszug aus BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U
So ist bereits ein Zukauf von 20-30 % für untragbar angesehen worden; bei einem solchen Prozentsatz müsse die Annahme eines Nebenbetriebes abgelehnt werden (Entsch. des RFH III A 57/28 vom 16. Januar 1930, Reichssteuerbl. 1930 S. 178; III A 795/31 vom 23. Juni 1932, Reichssteuerbl. 1932 S. 784; III A 9/32 vom 27. Juli 1932, Reichssteuerbl. 1932 S. 985; III 10/41 vom 27. Februar 1941, Reichssteuerbl. 1941 S. 423). - RFH, 26.03.1936 - III A 95/35
Auszug aus BFH, 02.02.1951 - IV 250/50 U
des RFH III A 95/35 vom 26. März 1936, Reichssteuerbl.
- BFH, 11.10.1988 - VIII R 419/83
1. Steuerrechtlich schädlicher Zukauf kann in der Lnad- und Fortwirtschaft in …
a) Veräußert der Steuerpflichtige in seinem Betrieb nicht nur selbstgewonnene land- und forstwirtschaftliche Produkte, sondern auch fremde Erzeugnisse, die er nachhaltig in einem nicht betrieblich notwendigen Umfang hinzugekauft hat (sog. steuerrechtlich schädlicher Zukauf), so liegen Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor (BFH-Urteil vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65).Er hat jedoch dargelegt, daß - ausgehend von der Grundsatzentscheidung in BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65 - letztlich auch das Einkaufswert-Umsatzverfahren auf einen - wenn auch in vereinfachter Form vorgenommenen - Umsatzvergleich gerichtet sei.
- BFH, 27.11.1980 - IV R 31/76
Lebensmittelgeschäft - Grundstücksfläche - Gärtnerei - Landwirtschaft - …
Zu b) Ist nach den Ausführungen zu a) ein einheitlicher Betrieb gegeben, so kann nach dem BFH-Urteil vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U (BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65) das Ladengeschäft nur dann als land- und forstwirtschaftlicher Nebenbetrieb angesehen werden, wenn es sich grundsätzlich auf den Absatz eigengewonnener Erzeugnisse der Gärtnerei beschränkt; unschädlich ist nur ein Zukauf fremder Erzeugnisse, der als Aushilfe im Erzeugungsprozeß notwendig ist und deshalb nur unbedeutend sein kann.Entgegen der Meinung des FA und der Einkommensteuer-Richtlinien - EStR - 1969/1978 (Abschn. 134 Abs. 4) und der Gewerbesteuer-Richtlinien - GewStR - 1969/1978 (Abschn. 13 Abs. 4) ist jedoch bei den genannten Prozentsätzen nicht das Verhältnis des Einkaufswerts der Zukäufe zum Gesamtumsatz, sondern das Verhältnis der auf dem Zukauf beruhenden Umsätze zum Gesamtumsatz maßgebend (so bereits das BFH-Urteil in BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65, vgl. auch BFH-Urteil vom 5. November 1974 VIII R 254/71, BFHE 113, 522, BStBl II 1975, 118).
- BFH, 16.07.1987 - V R 22/78
Pferdepension, Pferdehaltung, Reitunterricht und Reitanlagen als einheitlicher …
In einem solchen Fall ist ein einheitliches Unternehmen anzunehmen; maßgebend ist dann, welcher Betrieb dem Unternehmen insgesamt das Gepräge gibt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 16. Dezember 1976 V R 107/73, BFHE 121, 106, BStBl II 1977, 273, sowie vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65).
- BFH, 30.08.1960 - I 108/59 U
Abgrenzung von Landwirtschaft und Gewerbebetrieb bei Umsetzung der eigenen und …
Wenn aber dauernd und nachhaltig fremde Erzeugnisse über den betriebsnotwendigen Umfang hinzugekauft würden, so sei der Gesamtbetrieb ein Gewerbebetrieb (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 250/50 U vom 2. Februar 1951, BStBl 1951 III S. 65, Slg. Bd. 55 S. 171; IV 72/54 U vom 27. April 1955, BStBl 1955 III S. 223, Slg. Bd. 61 S. 67).Unter welchen Voraussetzungen bei Zukauf fremder Erzeugnisse ein landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Betrieb in vollem Umfang als Gewerbebetrieb behandelt werden muß, hat der Senat im Anschluß an Abschn. 13 der Gewerbesteuer-Richtlinien 1951 in der Entscheidung I 113/53 U vom 12. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 267, Slg. Bd. 61 S. 179) dargestellt, und zwar unter teilweiser Abweichung von den Grundsätzen der Entscheidung IV 250/50 U vom 2. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 65, Slg. Bd. 55 S. 171), auf die sich das Finanzgericht gestützt hat.
- FG Niedersachsen, 12.01.2006 - 11 K 11330/02
Voraussetzungen für die Behandlung des Hofladen eines landwirtschaftlichen und …
Die Richtlinien verweisen nämlich auf das BFH-Urteil in BStBl III 1951, 65, in dem bereits ausgeführt wird, nur ein Zukauf, der sich als Aushilfe im Erzeugungsprozess als notwendig erweise und deshalb regelmäßig nur unbedeutend sein könne, sei unschädlich. - BFH, 07.03.1957 - IV 447/55 U
Abgrenzung, ob ein landwirtschaftlicher Nebenbetrieb oder ein Gewerbebetrieb …
Kauft eine Getreidebrennerei infolge des gesetzlichen Verbots, eigenes Getreide zu verbrennen, fremde Rohstoffe, so ist ein Zukauf nur im Umfange der Eigenerzeugung unschädlich; geht der Zukauf darüber hinaus, so ist die Frage, ob die Brennerei als landwirtschaftlicher Nebenbetrieb oder Gewerbebetrieb zu behandeln ist, nach den Grundsätzen des Urteils IV 250/50 U vom 2. Februar 1951 (Slg. Bd. 55 S. 171, BStBl 1951 III S. 65 = StRK GewStG § 2 Abs. 1 Rechtsspruch 18) zu entscheiden.Zusammenfassung: Kauft eine Getreidebrennerei infolge des gesetzlichen Verbots, eigenes Getreide zu verbrennen, fremde Rohstoffe, so ist ein Zukauf nur im Umfange der Eigenerzeugung unschädlich; geht der Zukauf darüber hinaus, so ist die Frage, ob die Brennerei als landwirtschaftlicher Nebenbetrieb oder Gewerbebetrieb zu behandeln ist, nach den Grundsätzen des Urteils IV 250/50 U vom 2. Februar 1951 (Slg.Bd. 55 S. 171, BStBl 1951 III S. 65 = StRK GewStG § 2 Abs. 1 Rechtsspruch 18) zu entscheiden.
- BFH, 24.06.2004 - IV B 182/02
Fragen nach der Einbeziehung von Kosten in das Umsatzvergleichsverfahren und ob …
Ebenso wenig haben sich die Kläger mit der auch von ihnen teilweise zitierten Rechtsprechung auseinander gesetzt (BFH-Urteile vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65; vom 12. Juli 1955 I 113/53 U, BFHE 61, 179, BStBl III 1955, 267; vom 5. November 1974 VIII R 254/71, BFHE 113, 522, BStBl II 1975, 118; vom 27. November 1980 IV R 31/76, BFHE 131, 555, BStBl II 1981, 518; vom 11. Oktober 1988 VIII R 419/83, BFHE 155, 298, BStBl II 1989, 284), in der der BFH zu der Frage Stellung genommen hat, wann ein sog. steuerrechtlich schädlicher Zukauf von fremderzeugten Produkten vorliegt. - BFH, 09.07.1964 - IV 427/62 U
Maßgeblichkeit der vollen Höhe der Gewerbesteuer für die Festsetzung des …
Das ergibt sich z.B. aus dem Urteil des IV Senats IV 250/50 U vom 2. Februar 1951 (BStBl 1951 III S 65, Slg Bd. 55 S. 171). - BFH, 28.07.1987 - V B 68/86
Neue Tatsachen und Beweismittel im Beschwerdeverfahren - Ausschluss nicht …
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des BFH, daß mehrere Betriebsteile eines Steuerpflichtigen als einheitlicher Betrieb zu beurteilen sind, wenn sie eng miteinander verwoben sind, einander bedingen oder die verschiedenen Tätigkeiten wirtschaftlich zusammengehören, wenn also nach dem Gesamtbild der Verhältnisse die verschiedenen Tätigkeiten nicht gegeneinander abgrenzbar sind, sie folglich ihr Eigenleben verlieren (vgl. Urteile vom 2. Februar 1951 IV 250/50 U, BFHE 55, 171, BStBl III 1951, 65; vom 16. November 1978 IV R 191/74, BFHE 126, 220, BStBl II 1979, 246). - BFH, 29.01.1970 - IV R 78/66
Freie Erfinder - Einkommensteuerliche Behandlung - Einordnung der Einkünfte - …
Der erkennende Senat äußerte hiergegen Bedenken in dem Urteil IV 390/55 U; er deutete an, daß es vielleicht besser sei, statt auf feste Umsatzgrenzen auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen, wie das auch bei der Frage geschehe, ob Land- und Forstwirte durch erhebliche Zukäufe Gewerbetreibende würden (Hinweis auf das BFH-Urteil IV 250/50 U vom 2. Februar 1951, BFH 55, 171, BStBl III 1951, 65). - FG Rheinland-Pfalz, 30.08.2002 - 6 K 2110/99
Strukturwandel
- BFH, 05.11.1974 - VIII R 254/71
Abgrenzung Landwirtschaft/Gewerbe bei Blumengärtnerei mit Zukauf fremder Produkte
- BFH, 28.03.1957 - IV 390/55 U
Gewerbesteuerpflicht einer freiberuflich und gewerblich ausgeübten Tätigkeit - …
- BFH, 27.02.1987 - III R 270/83
Einordnung von Einkünften aus Weinanbau als Einkünfte aus Gewerbe oder …
- BFH, 18.12.1963 - II 87/60 U
Wertansetzung bei der Besteuerung eines Grundstückstauschvertrags durch das …
- FG Köln, 09.12.1999 - 7 K 3546/95
Anwendbarkeit des Umsatz-Vergleichsverfahrens als sachgerechtes Kriterium für die …
- BFH, 06.11.1964 - IV 110/62 U
Gewerbesteuerpflichtigkeit einer Friedhofsgärtnerei mit Ausführung der Grabpflege …
- BayObLG, 01.12.1960 - RReg. 4 St 225
Zugehörigkeit von Gärtnereibetrieben oder Gartenbaubetrieben zu den Vorschriften …
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