Rechtsprechung
| BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Zuständigkeit der Steuergerichte für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlass einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen
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Papierfundstellen
- BFHE 68, 670
- NJW 1959, 1340
- DB 1959, 614
- BStBl III 1959, 254
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (4)
- BFH, 10.02.1958 - GrS 1/55
Vereinbarkeit der Überprüfung von Beschwerdeentscheidungen der …
Auszug aus BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U
In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist - insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) - für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.Zusammenfassung: In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist -- insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) -- für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.
In Abweichung von dem Urteil des erkennenden Senats II 97/53 S vom 7. April 1954 (BStBl 1954 III S. 165, Slg. Bd. 58 S. 664) hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs durch Urteil Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) entschieden, daß Beschwerdeentscheidungen der Oberfinanzdirektionen im Verwaltungsstrafverfahren (§§ 450, 452 AO) nicht der Nachprüfung durch die Steuergerichte unterliegen.
- BFH, 06.07.1955 - II 63/54 U
Verurteilung nach fortgesetzter Steuerhinterziehung - Zulassung des Rechtswegs …
Auszug aus BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U
In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist - insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) - für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.Zusammenfassung: In sinngemäßer Auslegung der Grundsätze des Urteils des Großen Senats Gr. S. 1/55 S vom 10. Februar 1958 (BStBl 1958 III S. 198, Slg. Bd. 66 S. 517) ist -- insoweit in Abweichung von dem früheren Urteil des II. Senats II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) -- für die gerichtliche Anfechtbarkeit von Entscheidungen der Finanzverwaltungsbehörden, die den Erlaß einer im Verwaltungssteuerstrafverfahren erkannten Geldstrafe betreffen, eine Zuständigkeit der Steuergerichte (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) zu verneinen.
Der erkennende Senat hat in dem Urteil II 63/54 U vom 6. Juli 1955 (BStBl 1955 III S. 274, Slg. Bd. 61 S. 198) ausgesprochen, daß gegen Entscheidungen über Anträge auf Erlaß einer im Verwaltungsstrafverfahren erkannten Geldstrafe bei behaupteter Ermessenverletzung der erweiterte Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) vor den Steuergerichten (Finanzgericht und Bundesfinanzhof) gegeben ist.
- BFH, 21.08.1952 - IV 187/52 U
Zuständigkeit der Finanzgerichte bei Strafen wegen Steuerzuwiderhandlungen - …
Auszug aus BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U
Die Entscheidung des II. Senats entsprach, im wesentlichen dem vorangegangenen Urteil des IV. Senats IV 187/52 U vom 21. August 1952 (BStBl 1952 III S. 306, Slg. Bd. 56 S. 797), das den steuergerichtlichen Rechtsweg in einem Verfahren nach § 477 AO gegen eine, einen Gnadenerweis ablehnende Entscheidung eines Finanzministeriums auf Grund des Art. 19 Abs. 4 GG für zulässig erklärte. - BGH, 18.02.1955 - V ZR 48/53
Rechtsmittel
Auszug aus BFH, 17.12.1958 - II 133/56 U
aufzuheben (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichtshofs V ZR 48/53 vom 18. Februar 1955, Neue Juristische Wochenschrift 1955 S. 502 ff., besonders den letzten Satz der Begründung).
- BFH, 02.12.1976 - IV R 2/76
Einstellung eines Steuerstrafverfahrens - Ablehnung der Akteneinsicht - …
Das Strafrecht und das Strafverfahrensrecht weichen ihrem Wesen nach so sehr von dem allgemeinen Steuer- und Steuerverfahrensrecht ab, daß das Gesetz die Strafkompetenz nicht den Gerichten der Finanzgerichtsbarkeit (§§ 1, 2 FGO), sondern den ordentlichen Gerichten zugewiesen hat (vgl. Urteil des Großen Senats des BFH vom 10. Februar 1958 GrS 1/55 S, BFHE 66, 517, BStBl III 1958, 198; BFH-Urteil vom 17. Dezember 1958 II 133/56 U, BFHE 68, 670, BStBl III 1959, 254; Begründung des Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der strafrechtlichen Vorschriften der Reichsabgabenordnung und anderer Gesetze, Bundestags [BT]-Drucksache V/1812, III Art. 1 Buchst. A 2).
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