Rechtsprechung
| BFH, 28.11.1961 - I 40/60 S |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Haftung einer Kapitalgesellschaft für eine nicht einbehaltene Kapitalertragssteuer
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 74, 281
- NJW 1962, 888
- BStBl III 1962, 107
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (3)
- BFH, 18.07.1958 - VI 134/57 U
Unterlassen des Steuerabzugs durch den Arbeitgeber
Auszug aus BFH, 28.11.1961 - I 40/60 S
Diese Grundsätze sind bei der Haftbarmachung des Arbeitgebers für die Lohnsteuer seines Arbeitnehmers sowie bei Haftbarmachung der Kapitalgesellschaft für Gewinnausschüttungen an ihren Gesellschafter zu beachten (siehe auch Entscheidung des Bundesfinanzhofs VI 134/57 U vom 18. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 384, Slg. Bd. 67 S. 290). - BFH, 20.02.1959 - VI 314/56 U
Rechtmäßigkeit der Inanspruchnahme des Gläubigers von …
Auszug aus BFH, 28.11.1961 - I 40/60 S
Wie im Urteil des Bundesfinanzhofs VI 314/56 U vom 20. Februar 1959 (BStBl 1959 III S. 202, Slg. Bd. 68 S. 531) im einzelnen ausgeführt ist, gebührt dem endgültigen Verfahren der Veranlagung des Gläubigers der Einkünfte zur Einkommensteuer der Vorrang vor dem nur vorläufigen Verfahren des Steuerabzugs vom Kapitalertrag. - BFH, 28.03.1956 - IV 624/54 U
Bindung des Finanzamtes und des Steuerpflichtigen durch eine im nachfolgenden …
Auszug aus BFH, 28.11.1961 - I 40/60 S
Das gilt um so mehr, als weder das Finanzamt noch der Steuerpflichtige im Verfahren der Einkommensteuerveranlagung des Steuerpflichtigen an die im Steuerabzugsverfahren ergangene Entscheidung gebunden ist (Urteil des Bundesfinanzhofs IV 624/54 U vom 28. März 1956, BStBl 1956 III S. 174, Slg. Bd. 62 S. 468).
- BFH, 21.10.1981 - I R 230/78
Zum Zeitpunkt des Zuflusses der Gewinnausschüttung einer GmbH
Nach der Rechtsprechung des Senats (Urteile vom 28. November 1961 I 40/60 S, BFHE 74, 281, BStBl III 1962, 107; vom 4. Mai 1965 I 60/63, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz, § 44, Rechtsspruch 13; vom 3. Juli 1968 I 191/65, BFHE 93, 373, BStBl II 1969, 4) gebührt dem endgültigen Verfahren der Veranlagung des Gläubigers der Einkünfte zur Einkommensteuer der Vorrang vor dem nur vorläufigen Verfahren des Steuerabzugs vom Kapitalertrag. - BFH, 03.07.1968 - I 191/65
Besteuerung von Kapitalerträgen - Prozeßökonomie - Veranlagung des Gläubigers - …
Aus der Entscheidung des BFH I 40/60 S vom 28. November 1961 (BFH 74, 281, BStBl III 1962, 107) ergebe sich, daß grundsätzlich ein Ermessensmißbrauch vorliege, wenn das FA die Kapitalertragsteuer nicht direkt von dem einzelnen Gesellschafter durch Einkommensteuerveranlagung anfordere, sondern statt dessen die Gesellschaft nach § 44 Abs. 5 EStG haftbar mache. - BFH, 15.12.2004 - I R 42/04
Kapitalertragsteuer
Sie enthalten vielmehr Regelungen für eine Quellenbesteuerung, die zur Beschleunigung der Steuererhebung beitragen sollen (Senatsurteil vom 28. November 1961 I 40/60 S, BFHE 74, 281, BStBl III 1962, 107), vor allem aber Kontroll- und Sicherungsfunktion im Hinblick auf die Erhebung der Einkommen- und Körperschaftsteuer des Kapitalertragsgläubigers haben (…Gersch in Kirchhof/Söhn/ Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, § 43 Rdnr. A 3).
- BFH, 21.12.1972 - I R 70/70
Verdeckte Gewinnausschüttungen an im Ausland ansässigen Gesellschafter sind …
Bei in verdeckter Form ausgeschütteten Gewinnen, wie sie im Streitfall vorliegen, ist der Schuldner nur dann haftbar zu machen, wenn beachtliche Gründe dafür angeführt werden können, warum die Steuerpflicht der Einkünfte nicht ausschließlich im Veranlagungsverfahren des Gesellschafters erörtert und geklärt werden soll (BFH-Urteil vom 28. November 1961 I 40/60 S, BFHE 74, 281, BStBl III 1962, 107). - BFH, 27.01.1982 - I R 5/78
Einkünfte aus stiller Beteiligung - Dividende - DBA-Schweiz - Kapitalertragsteuer …
Die A-GmbH wird im Inland zur Körperschaftsteuer nicht veranlagt; die Steuer gilt durch den Abzug vom Kapitalertrag als abgegolten (§ 50 Abs. 4 EStG 1971), so daß der Fall nicht gegeben ist, daß dem endgültigen Verfahren der Veranlagung des Gläubigers zur Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer der Vorrang vor dem nur vorläufigen Verfahren des Steuerabzugs vom Kapitalertrag gebührt (vgl. BFH-Urteile vom 28. November 1961 I 40/60 S, BFHE 74, 281, BStBl III 1962, 107; vom 4. Mai 1965 I 60/63, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz, § 44, Rechtsspruch 13; vom 3. Juli 1968 I 191/65, BFHE 93, 373, BStBl II 1969, 4). - BFH, 10.10.1973 - I R 18/72
Kapitalerhöhung - Eintragung in Handelsregister - Konstitutive Wirkung - …
Dies folge aus der Natur der Kapitalertragsteuer als einer Form der Einkommensteuervorauszahlung (BFH-Urteil vom 28. November 1961 I 40/60 S, BFHE 74, 281, BStBl III 1962, 107). - BFH, 12.07.1967 - I 71/64
Zulässigkeit der Inanspruchnahme des Schuldners von Kapitalerträgen aus Haftung …
Wenn der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil I 40/60 S vom 28. November 1961 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 74 S. 281 - BFH 74, 281 -, BStBl III 1962, 107) ausgeführt habe, daß die Inanspruchnahme des Schuldners im Hinblick auf die Natur der Kapitalertragsteuer (als einer Form der Einkommensteuervorauszahlung) und auf die Erstattungspflicht aus § 13 KapStDV entfalle, wenn feststehe, daß die streitigen Einkünfte beim Gläubiger nicht mehr erfaßt werden können, so treffe dies in Fällen wie dem vorliegenden nicht zu, in denen die Kapitalertragsteuer den Charakter einer Objektsteuer habe.
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