Rechtsprechung
| BFH, 27.11.1962 - I 116/61 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Zur Frage, inwieweit Filmschauspieler als Arbeitnehmer anzusehen sind und ihre Vergütungen demnach der Lohnsummensteuer unterliegen
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 76, 266
- BStBl III 1963, 95
Wird zitiert von ... (10)
- BFH, 03.08.1978 - VI R 212/75
Die Tätigkeit eines Synchronsprechers bei der Synchronisierung eines …
Schauspieler werden in der Regel als Arbeitnehmer angesehen, weil sie bei der Aufnahme ganzer Filme zeitlich in viel stärkerem Maße vom Unternehmen abhängig sind (vgl. BFH-Urteil vom 27. November 1962 I 116/61 U, BFHE 76, 266, BStBl III 1963, 95) und ihre Arbeitskraft meist nur einem Unternehmen für eine bestimmte Zeit ganz zur Verfügung stellen (vgl. BFH-Urteil vom 29. November 1966 I 216/64, BFHE 88, 370, BStBl III 1967, 392, und Hartz/Meeßen/Wolff, Lohnsteuer-ABC, Stichwort: "Filmgewerbe", Abschn. 1 Abs. 1). - BFH, 22.01.1964 - I 398/60 U
Selbständigkeit eines Berufsboxers
Darüber hinaus hat der Senat in dem Urteil I 116/61 U vom 27. November 1962 (BStBl 1963 III S. 95, Slg. Bd. 76 S. 266) ausgesprochen, daß es für die Arbeitnehmereigenschaft von Filmschauspielern nicht entscheidend auf die Dauer der Filmtätigkeit ankomme. - BFH, 01.03.1973 - IV R 231/69
Tätigkeit eines Synchronsprechers - Selbständige Tätigkeit
So werde zum Beispiel die Tätigkeit des Filmschauspielers nach ständiger Rechtsprechung als nichtselbständige Tätigkeit beurteilt (BFH-Urteile vom 29. November 1966 I 216/64, BFHE 83, 370, BStBl III 1967, 392, und vom 27. November 1962 I 116/61 U, BFHE 76, 266, BStBl III 1963, 95).
- BFH, 12.10.1978 - IV R 1/77
Tätigkeit als Synchronsprecher in der Regel selbständige künstlerische Tätigkeit
Das Finanzgericht (FG) hielt mit seiner in Entscheidungen der Finanzgerichte 1976 S. 493 (EFG 1976, 493) veröffentlichten Entscheidung an der vorliegenden höchstrichterlichen Rechtsprechung fest, nach der Synchronsprecher in der Regel eine selbständige Tätigkeit ausüben (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 27. November 1962 I 116/61 U, BFHE 76, 266, BStBl III 1963, 95, und vom 1. März 1973 IV R 231/69, BFHE 109, 39, BStBl II 1973, 458). - BFH, 06.10.1971 - I R 207/66
Mitwirkung eines Schauspielers - Herstellung eines Fernsehfilms - …
Der erkennende Senat hat unter Anwendung dieser Grundsätze die Mitwirkung eines Filmschauspielers bei der Herstellung eines Spielfilmes in der Regel als nichtselbständige Tätigkeit angesehen (BFH-Urteile I 116/61 U vom 27. November 1962, BFH 76, 266, BStBl III 1963, 95;… I 216/64, a. a. O.; I 215/64 vom 30. November 1966, BFH 88, 378, BStBl III 1967, 400). - BFH, 15.09.1971 - I R 202/67
Ausschließlichkeitsvertrag - Steuerrechtliche Anerkennung - Künstler - …
Der Senat kann nicht abschließend prüfen, ob die Einkünfte des Steuerpflichtigen aus nichtselbständiger Arbeit (BFH-Urteil I 116/61 U vom 27. November 1962, BFH 76, 266, BStBl III 1963, 95), die für eine Besteuerung in Betracht kommen, 536 491 DM oder 454 465 DM betragen. - BSG, 11.05.1976 - 7 RAr 120/74
Arbeitsvermittlung - Beschäftigung bei Künstlern - Engagements
Das hierfür wesentliche Merkmal der persönlichen Abhängigkeit des Arbeitnehmers, dem auf der Seite des Arbeitgebers das Weisungsrecht hinsichtlich Art, Ort, Zeit und Dauer der Dienstleistung entspricht (BAG 12, 303, 14, 17; 19, 324), trifft bei Schauspielern regelmäßig zu, dies ... jedenfalls bei ihrer Haupttätigkeit, der Übernahme von Rollenverpflichtungen für die Spielzeit eines Theaters oder im Rahmen von Filmen, weil der Künstler hierfür weitgehend einer Regie und Probenverpflichtung unterliegt (vgl. BFH, Urteil vom 27. November 1962 - BStBl III 1963, 95 - und vom 24. Mai 1973 - BStBl II 1973, 636; BAG vom 15. November 1957 - AP Nr. 2 zu § 125 BGB - und vom 20. Juli 1961 - AP Nr. 2 zu § 611 Film -). - BSG, 20.04.1977 - 7/12/7 RAr 69/75 Das hierfür wesentliche Merkmal der persönlichen Abhängigkeit des Arbeitnehmers, dem auf der Seite des Arbeitgebers das Weisungsrecht hinsichtlich Art, Ort, Zeit und Dauer der Dienstleistung entspricht (BAG 12, 303, 14, 17; 19, 324), trifft bei Schauspielern und Sängern regelmäßig zu, insbesondere deshalb, weil der Künstler hierbei einer Regie- und Probenverpflichtung unterliegt (vgl. BFH Urteil vom 27. November 1962 - BStBl III 1963, 95 - und vom 24. Mai 1973 - BStBl II 1973, 636; BAG vom 15. November 1957 - AP Nr. 2 zu 5 125 BGB - und vom 20. Juli 5.
- BFH, 29.11.1966 - I 216/64
Begriff der freiberuflichen Tätigkeit im Sinne des deutsch-schweizerischen …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (RFH) und des Bundesfinanzhofs - BFH - (zuletzt im Urteil I 116/61 U vom 27. November 1962, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 76 S. 266 - BFH 76, 266 -, BStBl III 1963, 95) stünden Filmschauspieler grundsätzlich im Arbeitnehmerverhältnis. - LAG Saarland, 22.09.1965 - 2 Sa 45/64
Übernahme der Titelrolle in dem Einakter "Monsieur Quinot" von Paliarel i.R.e. …
Dagegen ist der Gastspielvertrag, der eine typische Vertragsart innerhalb des Bühnen- und Filmrechts darstellt und nach dem im vorliegenden Falle getroffenen Feststellungen gleichfalls die Eingliederung und Einordnung des Schauspielers in den Betrieb des Filmherstellers zur Folge hat, ein Arbeitsvertrag (BAG AP Nr. 11 zu § 101 ArbGG = NJW 64, 270; BFH AP Nr. 4 zu § 611 BGB Film).
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