Rechtsprechung
| BFH, 27.02.1963 - I 236/59 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Auslegung des Begriffs der stillen Gesellschaft
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 77, 145
- BStBl III 1963, 370
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (3)
- BFH, 23.07.1957 - I 50/55 U
Verbösernde Gesetzesrückwirkung - Rechtsnatur von Zeit-Frachtverträge
Auszug aus BFH, 27.02.1963 - I 236/59 U
Inzwischen hat der Senat in dem Urteil I 50/55 U vom 23. Juli 1957 (BStBl 1957 III S. 306, Slg. Bd. 65 S. 189) zu § 8 Ziff. 8 (nunmehr § 8 Ziff. 7) GewStG ausgesprochen, daß die dort gebrauchten Begriffe der "Miete" und "Pacht" grundsätzlich nach bürgerlichem Recht auszulegen seien. - BFH, 22.11.1955 - I 139/54 S
Voraussetzungen der Mitunternehmerschaft - Leitende Angestellte mit …
Auszug aus BFH, 27.02.1963 - I 236/59 U
Das Finanzgericht hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung, insbesondere das Urteil des Bundesfinanzhofs I 139/54 S vom 22. November 1955 (BStBl 1956 III S. 4, Slg. Bd. 62 S. 9) eine stille Beteiligung der Neffen im Sinne des § 8 Ziff. 3 GewStG für gegeben erachtet. - BFH, 12.01.1953 - IV 365/52 U
Vorhandensein eines echten stillen Gesellschaftsverhältnisses - Einbringung von …
Auszug aus BFH, 27.02.1963 - I 236/59 U
Die Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters kann nach einhelliger Auffassung im Schrifttum und in der Rechtsprechung in allen Wirtschaftsgütern geleistet werden, sofern sie nur einen Vermögenswert haben, mithin auch in Dienstleistungen (vgl. Urteil des Reichsgerichts II 148/33 vom 10. Oktober 1933, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 142 S. 14, besonders S. 21; Urteil des Bundesfinanzhofs IV 365/52 U vom 12. Januar 1953, BStBl 1953 III S. 58, Slg. Bd. 57 S. 148;… vgl. auch Geßler-Hefermehl, a.a.O., Anm. 14 zu § 335).
- BFH, 17.02.1965 - I 174/60 S
Lizenzgebühren als Pachtzinsen
(Siehe auch Urteil des Bundesfinanzhofs I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370.) Hieran wird festgehalten. - BFH, 16.08.1978 - I R 28/76
Zur Frage der Hinzurechnung von Gewinnanteilen des stillen Gesellschafters bei …
In den vom BFH bisher entschiedenen Fällen, in denen die Frage der Abgrenzung der stillen Beteiligung zum partiarischen Arbeitsverhältnis aufgeworfen wurde, ging es durchweg um Gestaltungen, für die in Betracht zu ziehen war, ob die Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters nicht in Form einer Dienstleistung erbracht worden sei (vgl. BFH-Urteile vom 27. Februar 1963 I 236/59 U. BFHE 77, 145, BStBl III 1963, 370; vom 5. Juni 1964 IV 108/63 U, BFHE 81, 143, BStBl III 1965, 51; vom 8. Juli 1965 IV 30/63 U, BFHE 83, 158, BStBl III 1965, 558; vom 5. August 1965 IV 138/65 U, BFHE 83, 163, BStBl III 1965, 560; vom 7. Februar 1968 I 223/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356, und vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815). - BFH, 05.08.1965 - IV 138/65 U
Bestimmung ob Arbeitsverhältnis oder stille Gesellschaft vorliegt
Daß auch steuerlich die nach § 335 HGB zur Begründung einer stillen Gesellschaft erforderliche Vermögenseinlage in Dienstleistungen bestehen kann, hat der Bundesfinanzhof wiederholt anerkannt (vgl. Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 365/52 U vom 12. Januar 1953, BStBl 1953 III S. 58, Slg. Bd. 57 S. 148; I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145).
- BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Stille Gesellschaft - Abgrenzung eines Arbeitsrechtsverhältnisses
Was die steuerrechtliche Beurteilung stiller Gesellschaften und ihnen ähnlicher, sogenannter "gesellschaftsähnlicher Verhältnisse" betrifft, so hat der BFH im Urteil I 236/59 U vom 27. Februar 1963 (BFH 77, 145, BStBl III 1963, 370) ausgeführt, daß sich in der Auslegung der im GewStG gebrauchten bürgerlich-rechtlichen Rechtsbegriffe -- und damit auch in der Auslegung des Begriffs der stillen Gesellschaft im Sinne des § 8 Nr. 3 GewStG -- ein Wandel anbahne, der sich in der Rechtsprechung des BFH dann auch alsbald vollzog. - BFH, 11.11.1965 - IV 82/62 U
Einordnung eines Angestellten mit erheblicher kapitalmäßiger Bindung an das …
Diesen Rechtsstandpunkt, der der Vorentscheidung zugrunde lag, gab der Bundesfinanzhof inzwischen auf, da nach der sich in der Rechtsprechung verstärkt durchsetzenden Auffassung bei Verwendung zivilrechtlicher Begriffe in Steuergesetzen im Zweifel gefolgert werden muß, daß der Gesetzgeber damit an das Zivilrecht anknüpfen wollte (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145). - BFH, 03.07.1964 - VI 355/62 U
Auslegung des Begriffs des "Stillen Gesellschafter" im Gewerbesteuerrecht
Im Urteil I 236/59 U vom 27. Februar 1963 (BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145) hat er schließlich die Frage aufgeworfen, ob die bisherige gegenüber dem Handelsrecht weitergehende Annahme von stillen Gesellschaften bei der Anwendung des § 8 Ziff. 3 GewStG überhaupt noch vertretbar sei, insbesondere wegen der Ordnungsfunktion des bürgerlichen Rechts, die es im allgemeinen nicht zulasse, im bürgerlichen Recht geprägte Begriffe in anderen Rechtsgebieten in einem anderen Sinn anzuwenden. - BFH, 05.06.1964 - IV 213/60 S
Einkünfte aus der Beteiligung als stiller Gesellschafter als Einkünfte aus …
Auch in neueren Entscheidungen kommen Bedenken zum Ausdruck (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs IV 225/61 vom 15. November 1962, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Gewerbesteuergesetz, § 8 Ziff. 2 bis 9, Rechtsspruch 46; I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145). - BFH, 05.06.1964 - IV 108/63 U
Bezüge des Sohnes als Betriebsausgaben des Steuerpflichtigen im …
Damit fehlt es an einer entscheidenden Voraussetzung für die Annahme einer stillen Gesellschaft, nämlich der Gleichordnung der Parteien (vgl. Urteil des Reichsgerichts II 148/33 vom 10. Oktober 1933, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 142 S. 14, besonders S. 22; Urteil des Bundesfinanzhofs I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145). - BFH, 08.07.1965 - IV 30/63 U
Beurteilung der gesellschaftsähnliche Beteiligung im Sinne einer stillen …
Daß die Vermögenseinlage im Sinne des § 335 HGB auch in Dienstleistungen bestehen kann, ist in der Rechtsprechung -- auch des Bundesfinanzhofs -- anerkannt (Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 365/52 U vom 12. Januar 1953, BStBl 1953 III S. 58, Slg. Bd. 57 S. 148; I 236/59 U vom 27. Februar 1963, BStBl 1963 III S. 370, Slg. Bd. 77 S. 145, und IV 108/63 U).
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