Rechtsprechung
| BFH, 26.06.1963 - II 22/63 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen der Steuerbefreiung nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 des niedersächsischen Strukturgesetzes - Begriff des "Kleinbetriebes"
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 77, 245
- BStBl III 1963, 408
Wird zitiert von ... (7)
- BFH, 24.11.1970 - II R 27/69
Landwirtschaftlicher Kleinbetrieb - Eigentum - Landwirtschaftliche Flächen - …
Auf die Nichtzulassungsbeschwerde ließ das FG die Revision unter Hinweis auf das Urteil des BFH II 22/63 U vom 26. Juni 1963 (BFH 77, 245, BStBl III 1963, 408) zu.Ein solcher Betrieb kann aber nur dann druch den Zuerwerb "aufgestockt" werden, wenn schon zuvor ein Grundstücksbestand dem Erwerber zu Eigentum gehörte (Urteil II 22/63 U vom 26. Juni 1963, a. a. O.).
Dem Urteil II 176/62 U vom 26. Juni 1963 (a. a. O.) ist nichts Gegenteiliges zu entnehmen, weil es sich lediglich mit der Frage befaßt, ob die Steuerbefreiung bei der erst zukünftigen Bildung eines landwirtschaftlichen Kleinbetriebes zur Anwendung kommen kann.
- BFH, 21.02.1973 - II 72/64
Erwerbsvorgang - Landwirtschaftlicher Betrieb - Landwirtschaftlicher Hof - …
Unbeschadet der Frage, ob das Vorhandensein eines landwirtschaftlichen Betriebs im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über Befreiungen von der Grunderwerbsteuer beim Erwerb von Grundstücken zur Verbesserung der Struktur land- und forstwirtschaftlicher Betriebe auch dann bejaht werden kann, wenn der Landwirt nur Bodenflächen zu Eigentum, die Hofstelle aber nur gepachtet hat (vgl. Urteil des BFH vom 26. Juni 1963 II 22/63 U, BFHE 77, 245, 248, BStBl III 1963, 408), kann jedenfalls unter Würdigung der Umstände des vorliegenden Falles nicht davon gesprochen werden, daß der Kläger die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse seines bisherigen -- ja gerade aufgegebenen -- Betriebes bereits deshalb verbessert habe, weil er einen Teil seiner alten Restgrundflächen lediglich dem neu erworbenen Betrieb eingliedern, vielleicht auch von der neuen Hofstelle aus ebenso gut oder auch besser bewirtschaften konnte.Bei dieser Betrachtung hat das FG zutreffend aus dem o. a. Urteil vom 26. Juni 1963 (BFHE 77, 245) nicht die mit der Klage erstrebten Folgerungen gezogen.
- BFH, 04.03.1987 - II R 61/84
Ausreichen eines langfristigen Pachtvertrags über die Hofstelle für die Annahme …
Jedoch hatte der Senat bereits in dem früheren Urteil vom 26. Juni 1963 II 22/63 U (BFHE 77, 245, BStBl III 1963, 408) auch einen langfristigen Pachtvertrag über die Hofstelle für ausreichend gehalten, um den Tatbestand des § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStAgrG ND zu erfüllen.Bei dieser Sachlage wäre ein langfristiger Pachtvertrag entsprechend dem Urteil des Bundesfinanzhofs in BFHE 77, 245 denkbar.
- BFH, 11.04.1973 - II 84/64
Erwerb eines Grundstücks - Landwirtschaftliche Wohngebäude - Landwirtschaftliche …
Danach sollte die Eigeninitiative der Landwirte zur "privaten Flurbereinigung" angeregt werden (Begründung zur Gesetzesvorlage, Niedersächsischer Landtag, dritte Wahlperiode, Landtagsdrucksache Nr. 1070; Sitzungsprotokoll der 81. Sitzung vom 5. März 1959 S. 4552, 4554; vgl. auch BFH-Urteil vom 26. Juni 1963 II 22/63 U, BFHE 77, 245, 247, BStBl III 1963, 408). - BFH, 16.05.1973 - II R 130/72
Befreiungsvorschrift - Zeitpunkt des Grundstückserwerbs - Eltern - Notariell …
Der Senat hat allerdings mehrfach -- und zwar nicht nur zu § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEAgrG -- worauf das FA im Grundsatz zutreffend hinweist, sondern ausdrücklich oder dies stillschweigend voraussetzend auch zu Nr. 1 dieses Gesetzes die Auffassung vertreten, diese Befreiungsvorschriften setzten voraus, daß der Erwerber im maßgebenden Zeitpunkt (des Erwerbs bzw. der Entstehung der Steuerschuld) bereits (im bürgerlich-rechtlichen Sinne) Eigentümer von Grundstücken seines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes sein muß (vgl. außer dem Urteil vom 26. Juni 1963 II 176/62 U, die Urteile vom 26. Juni 1963 II 22/63 U, BFHE 77, 245, 248, BStBl III 1963, 408; vom 3. Juli 1963 II 100/62 U, BFHE 77, 384, 386, BStBl III 1963, 461; auch vom 28. April 1970 II 56/65, BFHE 99, 255, 257, BStBl II 1970, 597; vgl. auch zu § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Nordrhein-Westfälischen GrEAgrG vom 29. März 1966 -- GVBl S. 140 -- das Urteil des FG Düsseldorf vom 30. März 1971 VI 86/67, Verk. - BFH, 23.05.1973 - II R 14/72
Befreiungsvorschrift - Zeitpunkt des Aufstockungserwerbs - Notariell beurkundeter …
Der Senat hat allerdings mehrfach -- und zwar nicht nur zu § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEAgrG --, worauf das FA im Grundsatz zutreffend hinweist, sondern ausdrücklich oder dies stillschweigend voraussetzend auch zu Nr. 1 dieses Gesetzes die Auffassung vertreten, diese Befreiungsvorschriften setzten voraus, daß der Erwerber im maßgebenden Zeitpunkt (des Erwerbs bzw. der Entstehung der Steuerschuld) bereits (im bürgerlich-rechtlichen Sinn) Eigentümer von Grundstücken seines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes sein muß (vgl. außer dem Urteil vom 26. Juni 1963 II 176/62 U die Urteile vom 26. Juni 1963 II 22/63 U, BFHE 77, 245, 248, BStBl III 1963, 408; vom 3. Juli 1963 II 100/62 U, BFHE 77, 384, 386, BStBl III 1963, 461; auch vom 28. April 1970 II 56/65, BFHE 99, 255, 257, BStBl II 1970, 597; vgl. auch zu § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Nordrhein-Westfälischen GrEStAgrG vom 29. März 1966, GVBl 1966, 140, das Urteil des FG Düsseldorf vom 30. März 1971 VI 86/67 Verk, DStZ, B 1971, 191 f.). - BFH, 18.09.1985 - II R 119/83
Antrag auf Befreiung von der Grunderwerbsteuer
Verletzt hat das FG diese Vorschrift insofern, als es unter Hinweis auf die frühere Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 26. Juni 1963 II 22/63 U, BFHE 77, 245, BStBl III 1963, 408, und vom 24. November 1970 II R 27/69, BFHE 101, 434, BStBl II 1971, 342) davon ausgegangen ist, der Begriff des landwirtschaftlichen Kleinbetriebes im Sinne der Befreiungsvorschrift setze voraus, daß der Kläger bürgerlich-rechtlich Eigentümer der für den landwirtschaftlichen Kleinbetrieb erforderlichen Grundstücksflächen sei.
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