Rechtsprechung
| BFH, 07.02.1968 - I 233/64 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Stille Gesellschaft - Abgrenzung eines Arbeitsrechtsverhältnisses
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 91, 373
- DB 1968, 1383
- BStBl II 1968, 356
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BFH, 22.11.1955 - I 139/54 S
Voraussetzungen der Mitunternehmerschaft - Leitende Angestellte mit …
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Eine im Jahre 1960 durchgeführte Betriebsprüfung führte im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrags unter Bezug auf das Urteil des BFH I 139/54 S vom 22. November 1955 (BFH 62, 9, BStBl III 1956, 4) zur Annahme eines gesellschaftsähnlichen Verhältnisses und zur Hinzurechnung der vorstehend aufgeführten Bezüge zum Gewinn des Unternehmens aus Gewerbebetrieb gemäß § 8 Nr. 3 GewStG. - BFH, 05.08.1965 - IV 138/65 U
Bestimmung ob Arbeitsverhältnis oder stille Gesellschaft vorliegt
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Der BFH hielt in Übereinstimmung mit dem bürgerlichen Recht (…vgl. insbesondere Baumbach-Duden, Handelsgesetzbuch, 17. Aufl., Anm. 5 zu § 335 HGB; Urteil des Reichsgerichts II 148/33 vom 10. Oktober 1933, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 142 S. 13 [21]) in den Urteilen VI 355/62 U (…a. a. O.), IV 30/63 U vom 8. Juli 1965 (BFH 83, 158, BStBl III 1965, 558) und IV 138/65 U vom 5. August 1965 (BFH 83, 163, BStBl III 1965, 560) jedoch daran fest, daß die nach § 335 HGB zu erbringende Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters grundsätzlich auch in Dienstleistungen bestehen kann und daß in Ausnahmefällen, d. h. bei Vorliegen besonderer Umstände, das Fehlen eines Gesellschaftsvertrages die Annahme einer stillen Gesellschaft nicht ausschließt. - BFH, 27.02.1963 - I 236/59 U
Auslegung des Begriffs der stillen Gesellschaft
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Was die steuerrechtliche Beurteilung stiller Gesellschaften und ihnen ähnlicher, sogenannter "gesellschaftsähnlicher Verhältnisse" betrifft, so hat der BFH im Urteil I 236/59 U vom 27. Februar 1963 (BFH 77, 145, BStBl III 1963, 370) ausgeführt, daß sich in der Auslegung der im GewStG gebrauchten bürgerlich-rechtlichen Rechtsbegriffe -- und damit auch in der Auslegung des Begriffs der stillen Gesellschaft im Sinne des § 8 Nr. 3 GewStG -- ein Wandel anbahne, der sich in der Rechtsprechung des BFH dann auch alsbald vollzog.
- BFH, 03.07.1964 - VI 355/62 U
Auslegung des Begriffs des "Stillen Gesellschafter" im Gewerbesteuerrecht
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Der BFH anerkannte in den Urteilen IV 213/60 S vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 138, BStBl III 1965, 49), IV 108/63 U vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 143, BStBl III 1965, 51) und auch VI 355/62 U vom 3. Juli 1964 (BFH 80, 103, BStBl III 1964, 511) die Gleichstellung des Begriffs der stillen Gesellschaft in Handels- und Steuerrecht. - BFH, 05.06.1964 - IV 108/63 U
Bezüge des Sohnes als Betriebsausgaben des Steuerpflichtigen im …
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Der BFH anerkannte in den Urteilen IV 213/60 S vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 138, BStBl III 1965, 49), IV 108/63 U vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 143, BStBl III 1965, 51) und auch VI 355/62 U vom 3. Juli 1964 (BFH 80, 103, BStBl III 1964, 511) die Gleichstellung des Begriffs der stillen Gesellschaft in Handels- und Steuerrecht. - BFH, 05.06.1964 - IV 213/60 S
Einkünfte aus der Beteiligung als stiller Gesellschafter als Einkünfte aus …
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Der BFH anerkannte in den Urteilen IV 213/60 S vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 138, BStBl III 1965, 49), IV 108/63 U vom 5. Juni 1964 (BFH 81, 143, BStBl III 1965, 51) und auch VI 355/62 U vom 3. Juli 1964 (BFH 80, 103, BStBl III 1964, 511) die Gleichstellung des Begriffs der stillen Gesellschaft in Handels- und Steuerrecht. - BFH, 11.11.1965 - IV 82/62 U
Einordnung eines Angestellten mit erheblicher kapitalmäßiger Bindung an das …
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Die Zahlung einer (selbst hohen) Umsatz- oder Gewinnbeteiligung an einen Angestellten, dem für seine Tätigkeit im Betrieb des Unternehmers laufend ein festes und zur Bestreitung seines Lebensunterhalts ausreichendes Gehalt gezahlt wird, macht diesen selbst dann nicht zum stillen Gesellschafter des Unternehmers, wenn er gleichzeitig kapitalmäßig (darlehnsweise) dem Unternehmen in erheblichem Ausmäß verbunden ist (…BFH-Urteile IV 108/63 U, a. a. O.; IV 82/62 U vom 11. November 1965, BFH 84, 260, BStBl III 1966, 95). - BFH, 08.07.1965 - IV 30/63 U
Beurteilung der gesellschaftsähnliche Beteiligung im Sinne einer stillen …
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Der BFH hielt in Übereinstimmung mit dem bürgerlichen Recht (…vgl. insbesondere Baumbach-Duden, Handelsgesetzbuch, 17. Aufl., Anm. 5 zu § 335 HGB; Urteil des Reichsgerichts II 148/33 vom 10. Oktober 1933, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 142 S. 13 [21]) in den Urteilen VI 355/62 U (…a. a. O.), IV 30/63 U vom 8. Juli 1965 (BFH 83, 158, BStBl III 1965, 558) und IV 138/65 U vom 5. August 1965 (BFH 83, 163, BStBl III 1965, 560) jedoch daran fest, daß die nach § 335 HGB zu erbringende Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters grundsätzlich auch in Dienstleistungen bestehen kann und daß in Ausnahmefällen, d. h. bei Vorliegen besonderer Umstände, das Fehlen eines Gesellschaftsvertrages die Annahme einer stillen Gesellschaft nicht ausschließt. - BFH, 18.11.1958 - I 108/58 U
Vorliegen einer stillen Gesellschaft
Auszug aus BFH, 07.02.1968 - I 233/64
Die Vorinstanz schloß sich der in den BFH-Urteilen I 108/58 U vom 18. November 1958 (BFH 68, 127, BStBl III 1959, 49), I 145/61 vom 8. Mai 1962 (Steuerrechtsprechung in Karteiform -- StRK --, Gewerbesteuergesetz, § 8 Nr. 2 bis 9, Rechtsspruch 37) und IV 224/60 vom 18. Oktober 1962 (StRK, Reichsabgabenordnung, § 222, Rechtsspruch 131 b) vertretenen Rechtsauffassung an, derzufolge eine mindestens 25 v. H. betragende Gewinnbeteiligung im Verein mit weiteren Beweisanzeichen für das Vorliegen eines gesellschaftsähnlichen Verhältnisses -- wie z. B. die Einräumung von Mitspracherechten über das Ausmaß eines arbeitsrechtlichen Verhältnisses hinaus, die Aussicht auf spätere Betriebsübernahme oder auf Aufnahme als Gesellschafter -- die Hinzurechnung nach § 8 Nr. 3 GewStG rechtfertigte.
- BFH, 11.12.1980 - IV R 91/76
Zur Frage der Mitunternehmerschaft formal nicht bestehendem …
Die Frage, ob vertraglich vereinbarte Dienste im Rahmen eines Gesellschaftsverhältnisses oder eines Arbeitsverhältnisses geleistet werden, kann nur anhand der Umstände des Einzelfalles beantwortet werden (BFH-Urteil vom 7. Februar 1968 I 233/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356; Beuthien, Arbeitsrecht und Vereinsfreiheit, in "25 Jahre Bundesarbeitsgericht", S.1 ff.).Für das Vorliegen eines Gesellschaftsverhältnisses können insbesondere Überwachungs- und Mitspracherechte des Dienstleistenden sprechen (BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356).
- BFH, 20.01.1971 - I R 17/69
Arbeitsrechtsverhältnis - Stille Gesellschaft - Gehalt - Gewinnanteil
Ist streitig, ob ein Arbeitsrechtsverhältnis oder eine stille Gesellschaft vorliegt, so ist im Falle des Vorliegens einer stillen Gesellschaft für eine (anderweite) Aufteilung der dem stillen Gesellschafter zugeflossenen Bezüge in Gehalt und Gewinnanteil (BFH-Urteil I 233/64 vom 7. Februar 1968, BFH 91, 373, BStBl II 1968, 356) kein Raum, wenn die Vertragschließenden eine solche Aufteilung bereits selbst nach ihnen zutreffend erscheinenden Gesichtspunkten vorgenommen haben und für eine Berichtigung unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten kein Anlaß besteht.Was den Hilfsantrag betrifft, den die Revisionsklägerin auf den letzten Absatz des BFH-Urteils I 233/64 vom 7. Februar 1968 (BFH 91, 373, BStBl II 1968, 356) stützt, so übersieht sie, daß in dem dort entschiedenen Streitfall der Sohn der Revisionsklägerin selbständiger, allein verantwortlicher Betriebsleiter war und Gehalt, Tantieme und Sondervergütung (Gewinnanteil) dem Gewinn des Unternehmens aus Gewerbebetrieb hinzugerechnet worden waren.
- BFH, 07.12.1983 - I R 144/79
Stille Gesellschaft - Einlage des stillen Gesellschafters - Partiarisches …
Schließlich bilden ein überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz, die Absicht, dem Angestellten das Unternehmen später zu übertragen und der - teilweise - Rückzug des Inhabers aus der Unternehmensführung weitere Indizien für ein Gesellschaftsverhältnis (vgl. BFH-Urteile vom 22. November 1955 I 139/54 S, BFHE 62, 9 BStBl III 1956, 4; vom 7. Februar 1968 I 233/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356; vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815, und vom 6. Oktober 1971 I R 215/69, BFHE 103, 572, BStBl II 1972, 187).
- BFH, 16.08.1978 - I R 28/76
Zur Frage der Hinzurechnung von Gewinnanteilen des stillen Gesellschafters bei …
In den vom BFH bisher entschiedenen Fällen, in denen die Frage der Abgrenzung der stillen Beteiligung zum partiarischen Arbeitsverhältnis aufgeworfen wurde, ging es durchweg um Gestaltungen, für die in Betracht zu ziehen war, ob die Vermögenseinlage des stillen Gesellschafters nicht in Form einer Dienstleistung erbracht worden sei (vgl. BFH-Urteile vom 27. Februar 1963 I 236/59 U. BFHE 77, 145, BStBl III 1963, 370; vom 5. Juni 1964 IV 108/63 U, BFHE 81, 143, BStBl III 1965, 51; vom 8. Juli 1965 IV 30/63 U, BFHE 83, 158, BStBl III 1965, 558; vom 5. August 1965 IV 138/65 U, BFHE 83, 163, BStBl III 1965, 560; vom 7. Februar 1968 I 223/64, BFHE 91, 373, BStBl II 1968, 356, und vom 28. Juli 1971 I R 78/68, BFHE 103, 204, BStBl II 1971, 815). - BFH, 06.10.1971 - I R 215/69
Stille Gesellschaft oder partiarisches Arbeitsverhältnis bei Einlagen in Form …
Der Beitrag des stillen Gesellschafters kann auch in einer Dienstleistung bestehen (BFH-Urteil I 233/64 vom 7. Februar 1968, BFH 91, 373, BStBl II 1968, 356 mit weiteren Hinweisen). - BFH, 28.07.1971 - I R 78/68
Dienstleistungen - Festgehalt - Gewinnbeteiligung - Entscheidungsbefugnis des …
Eine Entscheidung, welche allein auf die Ausgestaltung der Mitarbeit im Verhältnis zwischen Vater und Sohn abstellt (vgl. Urteil des BFH I 233/64 vom 7. Februar 1968, BFH 91, 373, BStBl II 1968, 356), ist mangels ausreichender Tatsachenfeststellungen in der Vorentscheidung nicht möglich und entbehrlich, da der festgestellten Ausgestaltung der vereinbarten Vergütung ausschlaggebende Bedeutung zukommt (vgl. BFH-Urteil I 138/63 vom 20. Januar 1965, StRK, Gewerbesteuergesetz, § 8 Ziff. 2-9, Rechtsspruch 72).
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