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Rechtsprechung
   BFH, 29.03.1968 - III 213/64   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1968,1554
BFH, 29.03.1968 - III 213/64 (https://dejure.org/1968,1554)
BFH, Entscheidung vom 29.03.1968 - III 213/64 (https://dejure.org/1968,1554)
BFH, Entscheidung vom 29. März 1968 - III 213/64 (https://dejure.org/1968,1554)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Maßgebende Kriterien für die grundsteuerliche Behandlung einer durch einen Pächter betriebenen Kantine der deutschen Bundespost

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 92, 288
  • BStBl II 1968, 499
 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (2)

  • BFH, 11.10.1963 - III 379/60 U

    Gewährung einer Grundsteuerbefreiung für eine von der Deutschen Bundespost …

    Auszug aus BFH, 29.03.1968 - III 213/64
    Der Senat hält an der Entscheidung III 379/60 U vom 11. Oktober 1963 (BFH 77, 686, BStBl III 1963, 571) fest, wonach eine von der Deutschen Bundespost selbst betriebene Kantine unmittelbar einem öffentlichen Dienst oder Gebrauch dient und die Kantinenräume deshalb grundsteuerfrei sind.

    Der Senat hält an der Entscheidung III 379/60 U vom 11. Oktober 1963 (BFH 77, 686, BStBl III 1963, 571) fest, wonach eine von der Deutschen Bundespost selbst betriebene Kantine unmittelbar einem öffentlichen Dienst oder Gebrauch dient und die Kantinenräume deshalb grundsteuerfrei sind.

    Der erkennende Senat hat bereits durch Urteil III 379/60 U vom 11. Oktober 1963 (BFH 77, 686, BStBl III 1963, 571) entschieden, daß eine von der DBP selbst betriebene Kantine unmittelbar einem öffentlichen Dienst oder Gebrauch diene und die Kantinenräume deshalb grundsteuerfrei seien.

    Das bedeutet, daß der Begriff der unmittelbaren Benutzung im Sinne des § 6 Abs. 1 GrStG nicht in seinem rein sprachlichen Sinn (ohne jedes Mittel) ausgelegt werden kann (vgl. BFH-Urteil III 379/60 U vom 11. Oktober 1963, a.a.O.).

    Wenn in der Entscheidung III 379/60 U vom 11. Oktober 1963 (a.a.O.), durch die Kantinenräume einer von der DBP selbst betriebenen Kantine als grundsteuerfrei angesehen wurden, am Rande ausgeführt wurde, ein solcher Kantinenbetrieb diene nicht unmittelbar einem öffentlichen Dienst oder Gebrauch, wenn er verpachtet sei, und diese Ausführungen über den allgemeinen Grundsatz der Auswirkung einer Verpachtung in dem Sinne aufgefaßt werden können, daß jegliche Verpachtung einer Behördenkantine ausnahmslos eine Grundsteuerbefreiung ausschließe, hält der Senat an dieser Auffassung nicht fest.

  • BFH, 15.03.1957 - III 17/57 S

    Grundsteuerfreiheit für Militärflugplätze innerhalb von Grundstücksflächen - …

    Auszug aus BFH, 29.03.1968 - III 213/64
    Die Urteile des Reichsfinanzhofs (RFH) III 96/40 vom 10. September 1940 (RStBl 1941, 5) und des Bundesfinanzhofs (BFH) III 17/57 S vom 15. März 1957 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanhots Bd. 64 S. 492 - BFH 64, 492 -, BStBl III 1957, 183) zeigten, daß eine Verpachtung nicht ohne weiteres ein die Befreiung ausschließendes Kriterium sei.
  • BFH, 16.12.2009 - II R 29/08

    Grundsteuerpflicht bei Ausführung von Hoheitsaufgaben durch private Unternehmer

    Unter der unmittelbaren Nutzung wird die tatsächliche Zuführung des Steuergegenstandes an den Benutzungszweck verstanden (BFH-Urteil vom 29. März 1968 III 213/64, BFHE 92, 288, BStBl II 1968, 499).

    Diese Rechtsprechung betraf Sachverhalte, bei denen die öffentliche Hand die hoheitlichen Aufgaben im Wesentlichen selbst erfüllte und lediglich unentbehrliche Hilfsmaßnahmen und Hilfsmittel, die bei isolierter Betrachtung nicht als hoheitliche Aufgaben anzusehen wären (z. B. Betrieb einer Kantine, Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten), von Dritten ausgeübt wurden (BFH-Urteile vom 15. März 1957 III 17/57 S, BFHE 64, 492, BStBl III 1957, 183; vom 11. Oktober 1963 III 379/60 U, BFHE 77, 686, BStBl III 1963, 571; in BFHE 92, 288, BStBl II 1968, 499;… vom 27. August 2008 II R 27/06, BFH/NV 2008, 2056; Urteile des Reichsfinanzhofs vom 10. September 1940 III 96/40, RStBl 1941, 5; vom 28. November 1940 III 196/39, RStBl 1941, 12; vom 16. Oktober 1941 III 87/41, RStBl 1941, 975; vgl. auch BFH-Urteil vom 16. Januar 1991 II R 149/88, BFHE 163, 467, BStBl II 1991, 535 zur Steuerbefreiung des § 4 Nr. 6 GrStG).

  • BFH, 16.01.1991 - II R 149/88

    Zur Grundsteuerbefreiung von Grundbesitz, der für Zwecke eines Krankenhauses …

    Der Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 6 GrStG steht allerdings regelmäßig eine Vermietung oder Verpachtung des Grundbesitzes entgegen; dies gilt auch dann, wenn der Mieter oder der Pächter auf dem Grundbesitz eine Krankenanstalt betreibt, die die Voraussetzungen des § 4 Nr. 6 Satz 1 GrStG erfüllt, weil der Grundbesitz nicht durch denjenigen - unmittelbar - für den steuerbegünstigten Zweck, den Betrieb der Krankenanstalt, benutzt wird, dem der Grundbesitz zugerechnet wird (§ 4 Nr. 6 Satz 2, § 7 GrStG; vgl. BFH-Urteil vom 15. März 1957 III 17/57 S, BFHE 64, 492, BStBl III 1957, 183, und vom 29. März 1968 III 213/64, BFHE 92, 288, BStBl II 1968, 499).

    Der BFH hat es aber in den Urteilen in BFHE 64, 492, BStBl III 1957, 183, und BFHE 92, 288, BStBl II 1968, 499 in Ausnahmefällen für gerechtfertigt gehalten, Grundsteuerbefreiung insoweit zu gewähren, als Teile des Grundbesitzes an einen Dritten vermietet oder verpachtet sind und von diesem in einer Art und Weise benutzt werden, die für die Erfüllung des auf dem Grundbesitz von dem Zurechnungsträger selbst verfolgten begünstigten Zwecks unentbehrlich ist.

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