Rechtsprechung
| BFH, 08.01.1969 - I R 26/67 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer - Umsatzabhängige Bezüge - Gewinnabhängige Bezüge - Kapitalgesellschaft - Bemessungsgrundlage der Bezüge - Unsicherheit der Schätzung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 95, 1
- DB 1969, 776
- BStBl II 1969, 268
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (3)
- BVerfG, 11.07.1967 - 1 BvR 495/63
Verfassungsmäßgkeit der Versagung einer Gewinnverminderung bei nachträglicher …
Auszug aus BFH, 08.01.1969 - I R 26/67
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH, deren Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz inzwischen durch Beschluß des BVerfG 1 BvR 495/63 und 325/66 vom 11. Juli 1967 (HFR 1967, 465) bestätigt wurde, kann für einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft mit steuerlicher Wirkung keine Vergütung für eine zurückliegende Zeit vereinbart und keine vereinbarte Vergütung für eine zurückliegende Zeit erhöht werden (BFH-Urteil I 135/65 vom 6. März 1968, BFH 92, 205, BStBl II 1968, 482).In diesen Fällen muß, wie das FG zutreffend ausgeführt hat und wie inzwischen auch das BVerfG durch Beschluß 1 BvR 495/63 und 325/66 (…a. a. O.) anerkannt hat, jedenfalls die Bemessungsgrundlage für die Vergütung in ihrem ganzen Umfang im voraus klar und nachweisbar vereinbart werden, d. h., es muß festgelegt werden, welcher Teil des Umsatzes oder des Gewinns als Tantieme gewährt wird (…BFH-Urteil I 135/65, a. a. O.).
- BFH, 06.03.1968 - I 135/65
Steuerliche Unbeachtlichkeit rückwirkender Vereinbarungen zwischen der …
Auszug aus BFH, 08.01.1969 - I R 26/67
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH, deren Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz inzwischen durch Beschluß des BVerfG 1 BvR 495/63 und 325/66 vom 11. Juli 1967 (HFR 1967, 465) bestätigt wurde, kann für einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft mit steuerlicher Wirkung keine Vergütung für eine zurückliegende Zeit vereinbart und keine vereinbarte Vergütung für eine zurückliegende Zeit erhöht werden (BFH-Urteil I 135/65 vom 6. März 1968, BFH 92, 205, BStBl II 1968, 482). - BFH, 29.11.1967 - I 96/64
Vereinbarung einer Arbeitsvergütung - Kapitalgesellschaft - Gesellschafter - …
Auszug aus BFH, 08.01.1969 - I R 26/67
Die steuerrechtliche Unbeachtlichkeit rückwirkender Vereinbarungen gilt auch für umsatz- oder gewinnabhängige Bezüge und somit auch für Tantiemen (BFH-Urteile I 96/64 vom 29. November 1967, BFH 91, 151, BStBl II 1968, 234;… I 135/65, a. a. O.).
- BFH, 19.05.1993 - I R 83/92
Behandlung einer Umsatztantieme als verdeckte Gewinnausschüttung - Veranlassung …
Dies gilt grundsätzlich auch im Verhältnis einer Kapitalgesellschaft zu ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BStBl II 1993, 311). - BFH, 21.07.1976 - I R 223/74
Nachträgliche Erhöhung der Gehaltsbezüge eines Gesellschafter-Geschäftsführers …
Die Zuordnung von Zahlungen zu einem bestehenden Anstellungsverhältnis muß nach Grund und Höhe klar und eindeutig sein (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268; vom 23. September 1970 I R 116/66, BFHE 100, 364, BStBl II 1971, 64; vom 3. April 1974 I R 241/71, BFHE 112, 178, BStBl II 1974, 497). - BFH, 20.09.1995 - I R 130/94
Umsatztantieme als verdeckte Gewinnausschüttung
Die Zusage einer variablen Vergütung im Rahmen eines Geschäftsführer-Anstellungsvertrags ist grundsätzlich auch im Verhältnis einer Kapitalgesellschaft zu ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer anerkannt vgl. z. B. BFH-Urteile vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268, und vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BStBl II 1993, 311).
- BFH, 30.01.1985 - I R 37/82
Zu den Voraussetzungen einer klaren, eindeutigen und im voraus getroffenen …
Aus diesen Überlegungen folgt, daß auch eine mit einem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer getroffene Vereinbarung über Sondervergütungen zumindest erkennen lassen muß, nach welcher Bemessungsgrundlage (Prozentsätze, Zuschläge, Höchst- und Mindestbeträge) die Vergütung errechnet werden soll (vgl. BFH-Urteile vom 26. Februar 1964 I 160/62, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Körperschaftsteuergesetz, § 6 Abs. 1 Satz 2, Rechtsspruch 95; vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268; vom 21. Juli 1976 I R 223/74, BFHE 119, 453, BStBl II 1976, 734). - BFH, 10.07.1974 - I R 205/72
GmbH - Sondervergütungen - Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer - …
Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, daß Nachzahlungen von Gehältern, Tantiemen und sonstigen Bezügen an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH ohne vorherige eindeutige Festlegung regelmäßig verdeckte Gewinnausschüttungen i. S. des § 6 Abs. 1 Satz 2 KStG sind (vgl. außer der vom FG zitierten Rechtsprechung BFH-Urteile vom 4. August 1959 I 4/59 S, BFHE 69, 299, BStBl III 1959, 374; vom 10. November 1965 I 178/63 U, BFHE 84, 202, BStBl III 1966, 73; vom 29. November 1967 I 96/64, BFHE 91, 151, BStBl II 1968, 234; vom 6. März 1968 I 135/65, BFHE 92, 205, BStBl II 1968, 482; vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268; vom 8. Januar 1969 I R 91/66, BFHE 95, 215, BStBl II 1969, 347; vom 17. Februar 1971 I R 172/69, BFHE 102, 47, BStBl II 1971, 463).Eine Tantieme ist, woran es hier fehlt, gewinn- oder umsatzabhängig (BFH-Urteil I R 26/67).
- BFH, 11.12.1985 - I R 164/82
Verdeckte Gewinnausschüttung - Kapitalgesellschaft - …
Klare und eindeutige Vereinbarungen erfordern es, daß auch eine mit einem (allein oder einem anderen) beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer getroffene Vereinbarung über besondere Vergütungen zumindest erkennen lassen muß, nach welcher Bemessungsgrundlage (Prozentsätze, Zuschläge, Höchst- und Mindestbeträge) die Vergütung errechnet werden soll (vgl. BFH-Urteile vom 26. Februar 1964 I 160/62, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Körperschaftsteuergesetz, § 6 Abs. 1 Satz 2, Rechtsspruch 95; vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268; in BFHE 119, 453, BStBl II 1976, 734). - BFH, 23.09.1970 - I R 116/66
Vereinbarung - Kapitalgesellschaft - Beherrschender Gesellschafter - Pachtzins - …
Wenn sich die Höhe des Pachtzinses zu Beginn des Geschäftsjahrs noch nicht genau beziffern läßt, weil sie von dem im Geschäftsjahr erzielten Ergebnis abhängig gemacht werden soll, so müssen, wie bereits das BFH-Urteil I 4--5/55 (…a. a. O.) für Pachtzinsen und neuerdings das BFH-Urteil I R 26/67 vom 8. Januar 1969 (BFH 91, 1, BStBl II 1969, 268) für umsatzoder gewinnabhängige Bezüge des Gesellschafter-Geschäftsführers gefordert haben, wenigstens die Bemessungsgrundlagen im voraus festgelegt werden. - BFH, 30.07.1975 - I R 110/72
Verdeckte Gewinnausschüttung - Kapitalgesellschaft - Gesellschaftsrechtliche …
Zu der Zeit, zu der K alleiniger Aktionär der Klägerin geworden war (vgl. dazu Urteil des BFH I R 241/71, BFHE 112, 181 f.), fehlte es an einer klaren Vereinbarung über die Höhe der zu gewährenden Tantieme (vgl. Urteile des BFH vom 6. März 1968 I 135/65, BFHE 92, 205, BStBl II 1968, 482, und vom 8. Januar 1969 I R 26/67, BFHE 95, 1, BStBl II 1969, 268). - BFH, 26.07.1972 - I R 138/70
Innehaben einer inländischen Wohnung - Vorübergehende Unterbrechung - …
Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen, daß ein Anstellungsverhältnis zwischen einer Kapitalgesellschaft und einem die Gesellschaft beherrschenden Gesellschafter nur bei von vornherein getroffenen klaren und nachweisbaren Abmachungen anerkannt werden könne (BFH-Urteile I R 26/67 vom 8. Januar 1969, BFH 95, 1, BStBl II 1969, 268; I R 79/68 vom 27. Januar 1971, BFH 101, 361, BStBl II 1971, 352). - BFH, 18.05.1972 - I R 165/70
GmbH - Alleingesellschafter - Geschäftsführer - Bilanzerstellung - Gutschrift …
Das FG ist zutreffend von der Rechtsprechung des Senats ausgegangen, nach der Gehaltszahlungen an einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer nur dann als Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG abzugsfähig und nicht als verdeckte Gewinnausschüttungen (§ 6 Abs. 1 Satz 2 KStG) zu beurteilen sind, wenn sie auf einer Vereinbarung beruhen, die im voraus und klar und eindeutig getroffen worden ist (vgl. Urteil des BFH I R 26/67 vom 8. Januar 1969, BFH 95, 1, BStBl II 1969, 268, und allgemein für schuldrechtliche Vereinbarungen zwischen einer GmbH und einem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer, BFH-Urteil I R 116/66 vom 23. September 1970, BFH 100, 364, BStBl II 1971, 64 mit Rechtsprechungshinweisen). - FG Hamburg, 23.09.1999 - II 212/97
VGA bei freiwilligen Sonderzahlungen
- BFH, 17.10.1990 - I R 47/87
Voraussetzungen für das Vorliegen einer verseckten Gewinnausschüttung (vGA)
- BFH, 26.04.1989 - I R 96/85
Verdeckte Gewinnausschüttungen bei einer Kapitalgesellschaft
- BFH, 27.02.1985 - I R 187/81
Voraussetzungen eines unentschuldbaren Büroversehens als Voraussetzung der …
- BFH, 10.03.1971 - I R 178/69
Pachtzins - Beginn des Pachtverhältnisses - Kapitalgesellschaft - Beherrschender …
- FG Saarland, 01.10.1991 - 1 K 290/90
Zahlung eines als Herstellungsaufwand zu qualifizierenden Kanalbaubeitrags als …
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