Rechtsprechung
| BFH, 18.12.2002 - II R 12/00 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- lexetius.com
GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7
- Judicialis
GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 6; ; GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 7
- IWW
- Deutsches Notarinstitut
GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7
Grunderwerbssteuerpflicht bei Angebot an noch zu benennenden Dritten - Simons & Moll-Simons
GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GrEStG (1983) § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7
Grunderwerbsteuer bei Abtretung eines Kaufangebots - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Wann liegt keine Grunderwerbssteuerpflicht vor?
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Revisionsrechtliche Überprüfung von Besteuerungsgrundlagen; Verfolgung wirtschaftlicher Interessen; Abtretung eines Kaufangebots ; Ausnutzung der Rechtsstellung als Benennungsberechtigter ; Handel mit einem Grundstück ; Realisieren von Darlehensforderungen
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 1 Abs. 1 Nrn. 6, 7 GrEStG 1983
Grunderwerbsteuer; Verfolgung wirtschaftlicher Interessen bei Abtretung eines Kaufangebots durch den Benennungsberechtigten
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG München, 14.04.1999 - 4 K 447/96
- BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Papierfundstellen
- BFHE 201, 319
- BB 2003, 1766
- BB 2003, 834 (Ls.)
- DB 2003, 866 (Ls.)
- BStBl 2003, 356
- BStBl II 2003, 356
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (6)
- BFH, 22.01.1997 - II R 97/94
Grunderwerbsteuer bei Verwerfung eines Kaufangebots durch den Berechtigten zum …
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Diese Voraussetzung kann erfüllt sein durch Ausübung der sonst dem Veräußerer gegebenen Möglichkeit, den jeweiligen benannten Angebotsempfänger und Annehmenden zum Abschluss weiterer Verträge zu bestimmen (vgl. Urteil vom 22. Januar 1997 II R 97/94, BFHE 182, 222, BStBl II 1997, 411, m.w.N.).Für das Vorliegen dieses Sachverhalts trägt der Benennungsberechtigte ggf. die Feststellungslast (BFH in BFHE 182, 222, BStBl II 1997, 411).
- BFH, 16.12.1981 - II R 109/80
Zur Grunderwerbsteuerpflicht des Benennungsberechtigten
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Dies setzt einerseits nicht voraus, dass eine Verwertungsbefugnis i.S. des § 1 Abs. 2 GrEStG vorliegt (Senatsurteile vom 16. April 1980 II R 141/77, BFHE 130, 428, BStBl II 1980, 525; vom 16. Dezember 1981 II R 109/80, BFHE 135, 90, BStBl II 1982, 269).Andererseits reicht für die Anwendbarkeit von § 1 Abs. 1 Nrn. 6 und 7 GrEStG nicht ein wirtschaftliches Interesse, das über den Abschluss des Grundstückskaufvertrages nicht hinausgeht, wie es bei Maklerverträgen der Fall ist (BFH in BFHE 135, 90, BStBl II 1982, 269).
- BFH, 15.03.2000 - II R 30/98
Grunderwerbsteuer bei Benennungsrecht
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Ein Handeln im Interesse des Grundstücksveräußerers oder des (präsumtiven) -erwerbers reicht nicht aus (zuletzt BFH-Urteil vom 15. März 2000 II R 30/98, BFHE 191, 419, BStBl II 2000, 359, m.w.N.).
- BFH, 05.09.1980 - VI R 75/80
Außergewöhnliche Belastung - Unterhalt
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Dies ist ein materiell-rechtlicher Fehler in der Urteilsfindung, der für sich genommen zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das FG führt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. September 1980 VI R 75/80, BFHE 131, 475, BStBl II 1981, 31; vom 5. März 1968 II R 36/67, BFHE 92, 416, BStBl II 1968, 610). - BFH, 05.03.1968 - II R 36/67
Tatsächliche Feststellungen - Decken der Rechtsfolge - Verfahrensrüge - …
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Dies ist ein materiell-rechtlicher Fehler in der Urteilsfindung, der für sich genommen zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das FG führt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. September 1980 VI R 75/80, BFHE 131, 475, BStBl II 1981, 31; vom 5. März 1968 II R 36/67, BFHE 92, 416, BStBl II 1968, 610). - BFH, 16.04.1980 - II R 141/77
Anwendungsbereich von § 1 GrEStG 1940 - Grunderwerbsteuer
Auszug aus BFH, 18.12.2002 - II R 12/00
Dies setzt einerseits nicht voraus, dass eine Verwertungsbefugnis i.S. des § 1 Abs. 2 GrEStG vorliegt (Senatsurteile vom 16. April 1980 II R 141/77, BFHE 130, 428, BStBl II 1980, 525; vom 16. Dezember 1981 II R 109/80, BFHE 135, 90, BStBl II 1982, 269).
- FG Münster, 18.01.2024 - 8 K 2393/21
Festsetzung der Grunderwerbsteuer i.R.e. Erwerbsvorgangs
Rn. 29 Darüber hinaus setzt die Steuerbarkeit des Vorgangs nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 oder Nr. 7 GrEStG nach der ständigen Rechtsprechung des BFH, der sich der erkennende Senat anschließt, als weiteres ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal voraus, dass der Benennungsberechtigte das Kaufangebot zum Nutzen der eigenen wirtschaftlichen Interessen verwertet (BFH, Urteile vom 22.01.1997 II R 97/94, BFHE 182, 222, BStBl. II 1997, 411; vom 15.03.2000 II R 30/98, BFHE 191, 419, BStBl. II 2000, 359; vom 18.12.2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl. II 2003, 356, jeweils mit weiteren Nachweisen).Der Benennungsberechtigte muss wie ein Eigentümer oder Zwischenhändler verfahren und sich einen Vorteil aus der Weitergabe des Grundstücks verschaffen wollen (BFH, Urteil vom 18.12.2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl. II 2003, 356).
Voraussetzungen ist in diesem Fall jedoch, dass der Benennungsberechtigte - sei es auch nur verdeckt - an den neuen Verträgen "verdient" und dadurch zu seinem Vorteil an der Verwertung des Grundstücks teilhat (BFH, Urteil vom 18.12.2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl. II 2003, 356).
Andererseits reichen für die Anwendbarkeit von § 1 Abs. 1 Nr. 6 oder Nr. 7 GrEStG das allgemeine Interesse eines Darlehensgebers an einem Mittelzufluss beim Schuldner sowie ein wirtschaftliches Interesse, das über den Abschluss des Grundstückskaufvertrages nicht hinausgeht, wie es bei Maklerverträgen der Fall ist, nicht aus (BFH, Urteile vom 16.12.1981 II R 109/80, BFHE 135, 90, BStBl. II 1982, 269; vom 18.12.2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl. II 2003, 356).
Für das Vorliegen dieses Sachverhalts trägt der Benennungsberechtigte die Feststellungslast (BFH, Urteile vom 22.01.1997 II R 97/94, BFHE 182, 222, BStBl. II 1997, 411; vom 18.12.2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl. II 2003, 356).
- BFH, 27.04.2005 - II R 30/03
GrESt: Abtretung der Rechte aus einem Kaufangebot
Dieser Tatbestand ist nach ständiger Rechtsprechung nicht nur dann erfüllt, wenn derjenige, dem ein Kaufangebot unterbreitet wurde, die daraus resultierenden Rechte an einen Dritten abtritt, sondern auch dann, wenn das Kaufangebot alternativ an den Angebotsempfänger oder einen von diesem zu benennenden Dritten gerichtet ist und der Dritte das Kaufangebot infolge der Benennung durch den Angebotsempfänger (unmittelbar) annimmt (sog. "Oder-Angebot", grundlegend Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. Juli 1974 II R 89/68, BFHE 113, 474, BStBl II 1975, 86; zuletzt BFH-Urteil vom 18. Dezember 2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356, unter II.2.; ebenso bereits Urteil des Reichsfinanzhofs vom 20. März 1922 GrS 1/22, RFHE 9, 19, 23 und Begründung zum GrEStG 1940, RStBl 1940, 387, 391).Der Benennungsberechtigte muss wie ein Eigentümer oder Zwischenhändler verfahren und sich einen Vorteil aus der Weitergabe des Grundstücks verschaffen wollen (BFH-Urteil in BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356, unter II.3.a).
Umgekehrt reicht das allgemeine Interesse eines Grundpfandgläubigers an einem Mittelzufluss beim Schuldner allein nicht aus, um einen Grundstückshandel i.S. des § 1 Abs. 1 Nr. 7 GrEStG zu bejahen (BFH-Urteil in BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356, unter II.4.a).
- BFH, 30.01.2019 - II B 79/17
Ausnutzen oder Verwerten eines Benennungsrechts
§ 1 Abs. 1 Nr. 6 und Nr. 7 GrEStG setzen als weiteres --ungeschriebenes-- Tatbestandsmerkmal voraus, dass der Berechtigte das Kaufangebot zum Nutzen der eigenen wirtschaftlichen Interessen verwertet (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 15. März 2000 II R 30/98, BFHE 191, 419, BStBl II 2000, 359; vom 18. Dezember 2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356, …und vom 19. November 2008 II R 24/07, BFH/NV 2009, 788).Ein Handeln im Interesse des Grundstücksveräußerers oder des (präsumtiven) -erwerbers reicht nicht aus (BFH-Urteile in BFHE 191, 419, BStBl II 2000, 359, und in BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356).
- BFH, 19.11.2008 - II R 24/07
Abtretung der Rechte aus einem Kaufangebot durch Grundpfandrechtsgläubiger - …
Das FG hat seine Entscheidung zu Unrecht auf den Rechtssatz gestützt, wonach die dem Benennungsberechtigten vertraglich eingeräumte uneingeschränkte Möglichkeit, das Grundstück zu seinem Vorteil weiterzugeben, grundsätzlich ein Handeln in Verfolgung eigener wirtschaftlicher Interessen indiziert und der Benennungsberechtigte für einen diese Indizwirkung ausschließenden Sachverhalt die Feststellungslast trägt (BFH-Urteile vom 22. Januar 1997 II R 97/94, BFHE 182, 222, BStBl II 1997, 411; vom 18. Dezember 2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356). - FG München, 22.11.2006 - 4 K 1480/03
Benennung eines Käufers durch den Empfänger eines Grundstückangebots § 1 Abs. 1 …
Auf die Revision der Klägerin hob der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 18. Dezember 2002, Az.: II R 12/00 in BStBl. 2003 S. 357 das Urteil des Finanzgerichts München vom 14. April 1999 4 K 447/96 auf und verwies die Sache an das Finanzgericht München zurück.Wie der Bundesfinanzhof in seiner Entscheidung vom 18. Dezember 2002 II R 12/00 für den Senat bindend festgestellt hat, setzt die Besteuerung nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 und 7 Grunderwerbsteuergesetz voraus, dass der Benennungsberechtigte - verdeckt - an den neuen Verträgen "verdient" und dadurch zu seinem Vorteil an der Verwertung des Grundstücks teilhat.
- BFH, 11.05.2005 - II R 12/02
Pflichtteil: Abzugsfähigkeit von Zahlungen zur Abwendung eines nach …
Dieser führt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das FG (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. Dezember 2002 II R 12/00, BFHE 201, 319, BStBl II 2003, 356, m.w.N.). - FG Münster, 07.06.2017 - 8 K 3725/14
Vorliegen eines Erwerbsvorgangs hinsichtlich der Grunderwerbsteuerpflicht der …
Ferner wird ein Handeln in Verfolgung eigener wirtschaftlicher Interessen indiziert, wenn der Benennungsberechtigte die uneingeschränkte Möglichkeit hat, das Grundstück zu seinem Vorteil weiterzugeben (BFH Urteil vom 18.12.2002 II R 12/00, BStBl. II 2003, 356). - FG Münster, 10.04.2003 - 8 K 2752/02
Verfolgung eigener wirtschaftlicher Interessen durch den Benennungsberechtigten - …
Rn. 9 Die Revision wird wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO - vgl. auch Revisionsverfahren II R 12/00 gegen das Urteil vom 14. April 1999 des Finanzgerichts München, Az.: 4 K 447/96, EFG 2000, 451, entschieden durch das BFH-Urteil vom 18. Dezember 2002, Juris-Dokument-Nr. STRE 200310085, Zurückverweisung). - FG Münster, 29.08.2001 - 8 K 6097/99
Auftreten eines Grundstückserwerbers als Zwischenhändler bei sogenannten …
Die Revision wird wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO - vgl. auch Revisionsverfahren II R 12/00 gegen das Urteil vom 14. April 1999 des Finanzgerichts München, 4 K 447/96, EFG 2000, 451 ).
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