Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 19.10.1990 - 5 S 3103/89 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§ 34 Abs. 2 BauGB; § 6 Abs. 1 BauNVO; § 64 Satz 2 LBO Bad.-Württ..
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BauGB § 34 Abs. 1
- rechtsportal.de (Leitsatz)
BauGB § 34 Abs. 1
Verfahrensgang
- VG Freiburg, 21.09.1989 - 6 K 102/88
- VGH Baden-Württemberg, 19.10.1990 - 5 S 3103/89
Papierfundstellen
- VBlBW 1991, 220
- BauR 1991, 300
Wird zitiert von ... (14)
- VG Freiburg, 08.11.2012 - 4 K 912/12
Nutzungsuntersagung wegen Fehlens der Baugenehmigung - Bestandsschutz bezieht …
Dabei kann dahinstehen, ob das Kündigungsgebot noch von der Ermächtigung zur Nutzungsuntersagung in § 65 Satz 2 LBO umfasst ist oder ob dafür die bauordnungsrechtliche Generalklausel in § 47 Abs. 1 Satz 2 LBO herangezogen werden muss (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.10.1990 - 5 S 3103/89 -, VBlBW 1991, 220 ; Beschluss der Kammer vom 15.02.2012 - 4 K 2406/11 -). - VGH Baden-Württemberg, 05.03.2012 - 5 S 3239/11
Bordell im Gewerbegebiet
Auch der Senat hat bisher diese Frage offen gelassen (Senatsurt. v. 19.10.1990 - 5 S 3103/89 -, VBlBW 1991, 220). - VGH Baden-Württemberg, 09.08.1996 - 8 S 1987/96
Wohnungsprostitution im Mischgebiet - gewerbliche Nutzung - Nutzungsuntersagung
Rn. 2 Der Senat geht bei der im vorliegenden Verfahren auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes vorzunehmenden summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage davon aus, daß es sich bei der von der Antragsgegnerin untersagten Nutzung nicht um einen bordellartigen Betrieb handelt, wie er Gegenstand des Urteils des 5. Senats des VGH Baden-Württemberg vom 19.10.1990 - 5 S 3103/89 (VBlBW 1991, 220 = BauR 1991, 300) - oder des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 25.11.1983 - 4 C 21.83 (BVerwGE 68, 213 f) - war, sondern daß es sich um sogenannte Wohnungsprostitution handelt, die bauplanungsrechtlich einer anderen Beurteilung unterliegt.Die Unterscheidung zwischen Bordellen und bordellartigen Betrieben (derartiges war Gegenstand des Urteils des 5. Senats des beschließenden Gerichtshofs v 19.10.1990 - aaO -, der sich ausdrücklich auf das genannte Urteil des BVerwG bezogen hat) und der Wohnungsprostitution ist wegen des unterschiedlichen Störungspotentials bauplanungsrechtlich relevant (…BVerwG, Beschl v 28.6.1995 aaO).
- OVG Berlin, 09.04.2003 - 2 S 5.03
Baurecht; Nutzungsuntersagung; bordellartiger Betrieb; Wohngebiet; Mischgebiet; …
Das folgt aus der prinzipiellen Unvereinbarkeit derartiger Gewerbebetriebe mit den dem planungsrechtlichen Begriff des Wohnens und des Wohngebietes zugrunde liegenden städtebaulichen Ordnungszielen (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 1983, BVerwGE 68, 213, 215 f., Beschluss vom 28. Juni 1995, BRS 57 Nr. 69 und Beschluss vom 29. Oktober 1997, BRS 59 Nr. 62, vgl. auch - für Mischgebiete - VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19. Oktober 1990, BRS 52 Nr. 55 …und Urteil vom 13. Februar 1998, NVwZ-RR 1998, S. 550, BayVGH…, Beschluss vom 19. Mai 1999, UPR 1999, S. 395). - VG Karlsruhe, 23.07.2014 - 6 K 2252/13
Erteilung einer Baugenehmigung zur Nutzungsänderung; Untersagung der Nutzung
Als Eigentümerin ist sie insoweit nach den Grundsätzen der Zustandsstörerhaftung baupolizeilich verpflichtet und in der Lage, die baurechtswidrige Nutzung zu beenden (vgl. hierzu Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 19.10.1990 - 5 S 3103/89 ). - OVG Berlin-Brandenburg, 14.11.2005 - 10 S 3.05
Genehmigungsfähigkeit eines bordellartigen Betriebes; Formelle Illegalität als …
Zu den typischen Umgebungsauswirkungen eines bordellartigen Betriebs gehören vor allem der Lärm des Zu- und Abfahrtsverkehrs (BVerwG, Urteil vom 25. November 1983 - 4 C 21.83 -, BVerwGE 68, 213; VGH Mannheim, Urteil vom 19. Oktober 1990 - 5 S 3103.89 -, BRS 52 Nr. 55), Belästigungen durch unzufriedene oder alkoholisierte Freier (OVG Koblenz, Beschluss vom 15. Januar 2004 - 8 B 11983.03 -, BauR 2004, 644) sowie gewalttätige und "milieubedingte" Begleiterscheinungen (VGH Mannheim, Urteil vom 24. Juli 2002 - 5 S 149.01-, GewArch 2003, 496; Urteil vom 13. Februar 1998 - 5 S 2570.96 -, DÖV 1998, 654, OVG Berlin, Beschlüsse vom 9. April 2003, - OVG 2 S 5.03 -, UPR 2003, 394 und OVG 2 N 5.03).Die Größe und der Zuschnitt der Räumlichkeiten und damit verbunden die Beschränkung des Angebots auf sexuelle Dienstleistungen durch maximal drei Frauen zur gleichen Zeit erscheint keinesfalls atypisch, sondern entspricht von der Personalausstattung her durchaus den in der Rechtsprechung entschiedenen Fällen zur bauplanungsrechtlichen Unzulässigkeit eines bordellartiger Betriebs im allgemeinen Wohngebiet (VGH Mannheim, Urteil vom 19. Oktober 1990 - 5 S 3103.89 -, BRS 52 Nr. 55; BVerwG, Beschluss vom 28. Juni 1995, - 4 B 137.95 -, BauR 1996, 78; Beschluss vom 29. Oktober 1997 - 4 B 8.97 -, NVwz-RR 1998, 540; OVG Bremen, Beschluss vom 7. April 1999 - 1 B 25.99 -, NordÖR 1999, 374; OVG Berlin, Beschlüsse vom 9. April 2003, - OVG 2 S 5.03 -, UPR 2003, 394 und OVG 2 N 5.03).
- VGH Bayern, 05.12.2005 - 1 B 03.2567
Präventive Nutzungsuntersagung gegenüber Vermieter von Wohnraum
Für die Auslegung der Anordnung als präventives Eigennutzungs- und Vermietungsverbot spricht auch, dass eine Anordnung gegenüber dem Vermieter mit diesem Regelungsgehalt zwar wohl nicht die einzige in Betracht kommende Möglichkeit des Einschreitens ist (a.A. OVG NRW vom 13.1.1993 NWVBl 1993, 232), jedenfalls aber eine geeignete und praktikable Ergänzung der Nutzungsuntersagungen gegenüber den Mietern darstellt, von denen eine Gegenstand des Parallelverfahrens 1 B 03.2608 ist (vgl. VG Neustadt [Weinstraße] vom 23.7.2004 - 4 L 1673/04.NW - Juris mit weiteren Nachweisen; VGH BW vom 19.10.1990 BRS 52 Nr. 55). - VGH Baden-Württemberg, 13.02.1998 - 5 S 2570/96
Unzulässiger bordellartiger Betrieb in einem Mischgebiet
Dementsprechend ist anerkannt, daß die Wohnungsprostitution eine typischerweise mit einem Wohngebiet unvereinbare gewerbliche Nutzung ist (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 28.06.1995 - 4 B 137.95 - a.a.O. u. Senatsurt. v. 04.08.1995 - 5 S 846/95 -), daß ein bordellartiger Betrieb wegen der damit typischerweise verbundenen Auswirkungen ("milieubedingte Unruhe") eine wesentliche Störung des Wohnens darstellt und daher nach § 6 Abs. 1 BauNVO - auch - in einem Mischgebiet unzulässig ist (vgl. Senatsurt. v. 19.10.1990 - 5 S 3103/89 - VBlBW 1991, 220) und daß die Wohnungsprostitution in einem Mischgebiet nicht generell, sondern allenfalls über § 15 Abs. 1 BauNVO unzulässig ist (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 09.08.1996 - 8 S 1987/96 - NVwZ 1997, 601). - OVG Nordrhein-Westfalen, 09.02.2010 - 10 A 471/09
Anspruch auf Erteilung einer Baugenehmigung für eine Nutzungsänderung i.R.e. …
Rn. 7 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 25. Mai 2007 - 7 E 623/07 - Bay. VGH, Beschluss vom 16. Mai 2008 - 9 ZB 07.3224 -, BRS 73 Nr. 75; VGH BW, Urteil vom 9. Oktober 1990 - 5 S 3103/89 -, BRS 52 Nr. 55; VG München, Beschluss vom 5. März 2009 - M 1 S 09.423 -, juris. - VGH Bayern, 19.05.1999 - 26 ZB 99.770
Bauplanungsrecht: Zulässigkeit eines Bordells in einem Mischgebiet
Das hat zur Folge, daß ein Vorhaben, das einen solchen Betrieb zum Gegenstand hat, in einem Mischgebiet, wie es für den Bereich, in dem das Baugrundstück liegt, festgesetzt ist, regelmäßig unzulässig ist (vgl. VGH BW vom 19.10.1990 BauR 91, 300 und vom 13.2.1998 NVwZ-RR 1998, 550). - VG Stuttgart, 22.10.2003 - 3 K 1019/03
Nutzungsuntersagung von Räumlichkeiten zur Ausübung der Prostitution neben …
- VG Stuttgart, 22.04.2021 - 4 K 238/20
Schließung einer Prostitutionsstätte; örtliche Lage: offensichtliche …
- VG Freiburg, 24.10.2000 - 4 K 1178/99
Bauplanungsrechtliche Beurteilung der Zulässigkeit eines Appartementhauses nach …
- VG Sigmaringen, 08.06.2005 - 9 K 302/04
Wohnungsprostitution im Mischgebiet; Störungen der Nachbarschaft
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