Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Justiz Sachsen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Vorübergehende Erhöhung des sog. amtsbezogenen Mindestruhegehalts nach § 14a Beamtenversorgungsgesetz ( BeamtVG ) a.F.; Ersetzung des BeamtVG in der seinerzeit geltenden Fassung im Wege der statischen Verweisung durch gleichlautendes Landesrecht mit Wirkung vom 1. ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Vorübergehende Erhöhung des sog. amtsbezogenen Mindestruhegehalts nach § 14a Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) a.F.; Ersetzung des BeamtVG in der seinerzeit geltenden Fassung im Wege der statischen Verweisung durch gleichlautendes Landesrecht mit Wirkung vom 1. November ...
Verfahrensgang
- VG Leipzig, 12.06.2008 - 3 K 241/07
- OVG Sachsen, 07.08.2009 - 2 A 442/08
- OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Papierfundstellen
- DVBl 2011, 583
- BeckRS 2011, 48608
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BVerwG, 12.11.2009 - 2 C 29.08
Vorübergehende Erhöhung des Ruhegehaltssatzes; Mindestruhegehalt.
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Rn. 22 Ausgehend davon hat das Verwaltungsgericht in Anwendung dieser Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urt. v. 23. Juni 2005, BVerwGE 124, 19; bestätigt durch Urt. v. 12. November 2009, ZBR 2010, 258) zutreffend entschieden, dass auch der sogenannte amtsbezogene Mindestruhegehaltssatz von 35 v. H. gemäß § 14 Abs. 4 Satz 1 BeamtVG ein "nach sonstigen Vorschriften berechneter Ruhegehaltssatz" im Sinn von § 14a Abs. 1 BeamtVG a. F. ist.Sich daraus ergebende Unebenheiten, Friktionen und Mängel müssen in Kauf genommen werden, solange sich für die Gesamtregelung ein plausibler und sachlich vertretbarer Grund anführen lässt (vgl. BVerwG, Urt. v. 12. November 2009 a. a. O.).
Dies zeigt sich ferner daran, dass das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 12. November 2009 (ZBR 2010, 258) an seiner Rechtsauffassung festgehalten und diese nachdrücklich bestätigt hat.
Abgesehen davon, dass dieses Urteil weit nach dem Festsetzungsbescheid, auf dessen Erlasszeitpunkt es für die Beurteilung der evidenten Rechtswidrigkeit ankommt, erging, wurde es vom Bundesverwaltungsgericht mit dem bereits genannten Urteil vom 12. November 2009 (ZBR 2010, 258) aufgehoben.
- BVerwG, 23.06.2005 - 2 C 25.04
Vorübergehende Erhöhung des Ruhegehaltssatzes; Mindestruhegehalt.
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Dadurch hat er zugleich § 14a BeamtVG a. F. in der vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 23. Juni 2005 (BVerwGE 124, 19) vorgenommenen Auslegung in seinen gesetzgeberischen Willen aufgenommen.Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Juni 2005 (BVerwGE 124, 19) sei die Erhöhung des Ruhegehalts nach dem Mindestsatz des § 14 Abs. 4 BeamtVG zu berechnen, was jedoch nicht geschehen sei.
Damit hat er zugleich die Auslegung des § 14a BeamtVG a. F., wie sie vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 23. Juni 2005 (BVerwGE 124, 19) zur vorliegend im Streit stehenden Frage der vorübergehenden Erhöhung des amtsbezogenen Mindestruhegehaltssatzes rechtsgrundsätzlich und verbindlich vorgenommen wurde, in seinen gesetzgeberischen Willen aufgenommen.
Rn. 22 Ausgehend davon hat das Verwaltungsgericht in Anwendung dieser Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urt. v. 23. Juni 2005, BVerwGE 124, 19;… bestätigt durch Urt. v. 12. November 2009, ZBR 2010, 258) zutreffend entschieden, dass auch der sogenannte amtsbezogene Mindestruhegehaltssatz von 35 v. H. gemäß § 14 Abs. 4 Satz 1 BeamtVG ein "nach sonstigen Vorschriften berechneter Ruhegehaltssatz" im Sinn von § 14a Abs. 1 BeamtVG a. F. ist.
- BVerwG, 20.03.2008 - 1 C 33.07
Ausweisung; Ausweisungsermessen; Ausweisungswirkungen; Ermessen; Rücknahme; …
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Vielmehr stehen beide Grundsätze gleichberechtigt nebeneinander, sofern dem anzuwendenden Fachrecht nicht ausnahmsweise eine andere Wertung zu entnehmen ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008, NVwZ 2008, 1024;… Urt. v. 17. Januar 2007, NVwZ 2007, 709;… Urt. v. 7. Juli 2004, BVerwGE 121, 226; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 - 2 A 409/08 -, kuris).Darüber hinaus vermag die offensichtliche Rechtswidrigkeit eines Verwaltungsaktes, die sich zum Zeitpunkt von dessen Erlass beurteilt, die Annahme zu rechtfertigen, seine Aufrechterhaltung sei schlechthin unerträglich (vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008 a. a. O.;… Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 a. a.O.).
Nicht erforderlich ist, dass der Verwaltungsakt an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet (…vgl. BVerwG, Urt. v. 17. Januar 2007 a. a. O.; Urt. v. 20. März 2008 a. a. O.).
- BVerwG, 17.01.2007 - 6 C 32.06
Telekommunikation; Lizenzgebühren; Bestandskraft des Gebührenbescheides; …
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Vielmehr stehen beide Grundsätze gleichberechtigt nebeneinander, sofern dem anzuwendenden Fachrecht nicht ausnahmsweise eine andere Wertung zu entnehmen ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008, NVwZ 2008, 1024; Urt. v. 17. Januar 2007, NVwZ 2007, 709;… Urt. v. 7. Juli 2004, BVerwGE 121, 226; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 - 2 A 409/08 -, kuris).Nicht erforderlich ist, dass der Verwaltungsakt an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet (vgl. BVerwG, Urt. v. 17. Januar 2007 a. a. O.;… Urt. v. 20. März 2008 a. a. O.).
- BVerwG, 07.07.2004 - 6 C 24.03
Telekommunikation; Lizenzgebühren; Bestandskraft eines Gebührenbescheides; …
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Vielmehr stehen beide Grundsätze gleichberechtigt nebeneinander, sofern dem anzuwendenden Fachrecht nicht ausnahmsweise eine andere Wertung zu entnehmen ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008, NVwZ 2008, 1024;… Urt. v. 17. Januar 2007, NVwZ 2007, 709; Urt. v. 7. Juli 2004, BVerwGE 121, 226; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 - 2 A 409/08 -, kuris).Damit wird dem allgemeinen Grundsatz Rechnung getragen, dass maßgeblicher Zeitpunkt für die Rechtswidrigkeit der Zeitpunkt der Verwaltungsentscheidung ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 7. Juli 2004 a. a. O.).
- OVG Sachsen, 05.10.2010 - 2 A 409/08
Zulassung der Berufung, Beamter, Zuschuss zur Besoldung, Bestandskraft, …
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Vielmehr stehen beide Grundsätze gleichberechtigt nebeneinander, sofern dem anzuwendenden Fachrecht nicht ausnahmsweise eine andere Wertung zu entnehmen ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008, NVwZ 2008, 1024;… Urt. v. 17. Januar 2007, NVwZ 2007, 709;… Urt. v. 7. Juli 2004, BVerwGE 121, 226; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 - 2 A 409/08 -, kuris).Darüber hinaus vermag die offensichtliche Rechtswidrigkeit eines Verwaltungsaktes, die sich zum Zeitpunkt von dessen Erlass beurteilt, die Annahme zu rechtfertigen, seine Aufrechterhaltung sei schlechthin unerträglich (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008 a. a. O.; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 a. a.O.).
- BVerwG, 19.08.2010 - 2 C 34.09
Vorübergehende Erhöhung des Ruhegehaltssatzes; amtsbezogener …
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Es kommt daher auch nicht darauf an, ob diese Änderung, die zu einer Herabsetzung des Ruhegehaltsanspruchs des Klägers führen würde, verfassungswidrig ist, weil sie möglicherweise die verfassungsrechtlich gewährleisteten Grundsätze des Rückwirkungsverbots und des Vertrauensschutzes verletzt, die Versorgungsempfänger vor nachträglichen und sachlich nicht begründeten Kürzungen ihrer Versorgungsansprüche bewahren sollen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 19. August 2010 - 2 C 34.09 -, juris). - BVerfG, 09.06.2004 - 1 BvR 636/02
Ladenschlussgesetz III
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Dabei ist er nicht gehindert, ein weitgehend mit dem bisherigen Bundesrecht gleichlautendes Landesrecht zu erlassen (vgl. BVerfG, Urt. v. 9. Juni 2004, BVerfGE 111, 10, 29, 30). - OVG Sachsen, 07.08.2009 - 2 A 442/08
Versorgungsbezüge
Auszug aus OVG Sachsen, 14.10.2010 - 2 A 430/09
Rn. 5 Hiergegen richtet sich die vom Senat mit Beschluss vom 7. August 2009 - 2 A 442/08 - zugelassene Berufung, zu deren Begründung der Beklagte seinen erstinstanzlichen Vortrag wiederholt und vertieft.
- BVerfG, 02.05.2012 - 2 BvL 5/10
Rückwirkende Neuregelung der vorübergehenden Erhöhung des versorgungsrechtlichen …
Die Instanzgerichte schlossen sich der Rechtsauffassung des Bundesverwaltungsgerichts überwiegend an (vgl. OVG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 27. September 2007 - 1 L 180/07 -, juris, Rn. 4 ff.;… Beschluss vom 14. November 2008 - 1 L 21/08 -, juris, Rn. 4 ff.;… Beschluss vom 26. März 2009 - 1 L 25/09 -, juris, Rn. 5 ff.; OVG Mecklenburg-Vorpommern…, Beschluss vom 13. Mai 2009 - 2 L 45/08 -, juris, Rn. 6 ff.; Sächsisches OVG, Urteil vom 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 -, juris, Rn. 23 ff.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 17. November 2011 - 4 B 72.09 -, juris, Rn. 18; VG Münster…, Urteil vom 11. April 2006 - 4 K 558/03 -, juris, Rn. 34; VG Dessau…, Urteil vom 30. August 2006 - 1 A 93/06 -, juris, Rn. 14; VG Magdeburg…, Urteil vom 6. März 2007 - 5 A 191/06 -, juris, Rn. 16; VG Berlin…, Urteil vom 5. Juni 2008 - 5 A 60.07 -, juris, Rn. 17 ff.;… Urteil vom 12. Mai 2009 - 26 A 68.07 -, juris, Rn. 18). - OVG Sachsen, 29.08.2023 - 2 A 370/22
Approbation; Vorrang der Gleichwertigkeitsprüfung; Kenntnisprüfung
Vielmehr stehen beide Grundsätze gleichberechtigt nebeneinander, sofern dem anzuwendenden Fachrecht nicht ausnahmsweise eine andere Wertung zu entnehmen ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008, NVwZ 2008, 1024;… Urt. v. 17. Januar 2007, NVwZ 2007, 709;… Urt. v. 7. Juli 2004, BVerwGE 121, 226; Senatsbeschl. v. 5. Oktober 2010 - 2 A 409/08 - und Senatsurt. v. 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 -, beide juris).Darüber hinaus vermag die offensichtliche Rechtswidrigkeit eines Verwaltungsaktes, die sich zum Zeitpunkt von dessen Erlass beurteilt, die Annahme zu rechtfertigen, seine Aufrechterhaltung sei schlechthin unerträglich (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20. März 2008 a. a. O.; Senatsurt. v. 14. Oktober 2010 a. a. O.).
- OVG Sachsen, 17.04.2018 - 2 A 30/17
Beamter; Versorgung; vorübergehende Erhöhung; Bestandskraft; Rücknahme; Ermessen; …
Auch nach der Rechtsprechung des Senats (Urt. v. 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 -, juris) hafte einem Festsetzungsbescheid, der nach dem genannten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ergangen sei, eine offensichtliche Rechtswidrigkeit an.Schließlich weiche das Urteil des Verwaltungsgerichts von dem Leitsatz des SächsOVG zum Urteil vom 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 - ab.
Indes stellt die Klägerin in ihrem Zulassungsantrag darauf ab, die Verfahrensweise des Beklagten erweise sich als "schlechthin unerträglich", weil (jedenfalls) bei Erlass des Änderungsbescheides vom 24. Juni 2010 der Beklagte die ihm zu diesem Zeitpunkt bekannte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht berücksichtigt habe und dies nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urt. v. 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 -, juris) einen offensichtlichen Fehler darstelle.
- VGH Baden-Württemberg, 27.01.2014 - 2 S 2567/13
Wiederaufgreifen eines bestandskräftig abgeschlossenen Beihilfeverfahrens …
Vielmehr ist erforderlich, dass sie selbst eindeutig und erkennbar von dessen Rechtswidrigkeit ausgegangen ist (vgl. OVG Sachs.-Anh., Beschluss vom 01.02.2011 - 4 L 158/10 - NVwZ-RR 2011, 617; SächsOVG, Urteil vom 14.10.2010 - 2 A 430/09 - BeckRS 2011, 48608). - VG Berlin, 22.11.2018 - 36 K 186.17
Geltendmachung der Aufhebung der Ruhendstellung der Versorgungsbezüge
Hat ein Bundesgericht die Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs rechtsgrundsätzlich geklärt und berücksichtigt die behördliche Entscheidung dies nicht, kann im Einzelfall von einer offensichtlichen Rechtswidrigkeit auszugehen sein (Sächsisches OVG, Urteil vom 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 - juris Rn. 28). - OVG Sachsen, 12.12.2016 - 2 A 211/16
Beamtenversorgung; Verjährung; Treu und Glauben
Zwar handelte es sich bei der Festsetzung der zu niedrigen Ruhestandsbezüge mit Bescheid vom 14. September 2007 angesichts des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Juni 2005 um eine evident rechtswidrige Entscheidung (vgl. hierzu Senatsurt. v. 14. Oktober 2010 - 2 A 430/09 -, juris Rn. 27 f.).
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