Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 07.11.1983 - 1 S 1311/83 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 03.03.1983 - 5 K 469/82
- VGH Baden-Württemberg, 07.11.1983 - 1 S 1311/83
Papierfundstellen
- DVBl 1985, 170
- DÖV 1984, 947
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (1)
- VGH Baden-Württemberg, 16.10.1969 - I 613/69
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1983 - 1 S 1311/83
Zu den Voraussetzungen des Beitritts zum Einspruch eines Wahlberechtigten nach § 26 Abs. 1 Satz 3 KomWG (Ergänzung zu ESVGH 20, 38 (45).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.08.1988 - 15 A 924/86
Grenzen der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit in Wahlkampfzeiten
Rn. 94 - vgl. z.B. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 7. November 1983 - 1 S 1311/83 -, DVBl. 1985, 170, und vom 2. Dezember 1985 - 1 S 2428/85 -, ESVGH 36, 109 -,.Rn. 121 Ebenso im Ergebnis: BayVGH, Urteil vom 22. Juni 1983 - Nr. 4 B 80 A. 1769 -, VGHE 36, 67; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 7. November 1983, a.a.O., 170; Seifert, DÖV 1977, 288 (290).
Rn. 145 Vgl. StGH Bremen, Entscheidung vom 30. November 1983, a.a.O., 224; vgl. ferner VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 7. November 1983, a.a.O., 172, und vom 2. Dezember 1985, a.a.O., 111.
- VGH Baden-Württemberg, 16.05.2007 - 1 S 567/07
Erfolgreiche Wahlanfechtung einer Bürgermeisterwahl wegen Wahlbeeinflussung - …
Denn dieses Recht ist verletzt, wenn Amtsträger zu Gunsten oder zu Lasten eines Bewerbers in den Wahlkampf eingreifen und dabei gegen die ihnen zur Wahrung des Grundsatzes der Gleichheit der Wahl auferlegten Pflicht zu einer unparteiischen Amtsführung verstoßen (vgl. etwa Urteil des erk. Senats vom 07.11.1983 - 1 S 1311/83 -, EKBW, KomWG § 32 E 35; BVerwG, Urteil vom 18.04.1997 - 8 C 5.96 -, BVerwGE 104, 323 ). - VG Karlsruhe, 19.10.2018 - 14 K 3350/18
Anfechtung der Wahl des Oberbürgermeisters
Letztere kann etwa durch die Nennung des Namens des Einsprechers oder eines Kennwortes geschehen oder - alternativ - durch Bezugnahme auf eine konkrete Einspruchsschrift mit einem bestimmten Datum (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 07.11.1983, a.a.O.).Es wäre Aufgabe des Gesetzgebers, weitergehende inhaltliche Anforderungen an die Beitrittserklärung, wenn er sie für angebracht hält, in einer Weise aufzustellen, die es den Betroffenen erlaubt, sich hierauf einzurichten (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 07.11.1983, a.a.O.).
Unter den Begriff der Wahlbeeinflussung fallen öffentliche oder veröffentlichte Äußerungen von Bewerbern und Dritten, die bei objektivem Verständnis dazu geeignet sind, unmittelbar auf die Wahlentscheidung der Wähler einzuwirken (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 30.01.1997- 1 S 1748/96 -, juris, Urteil vom 26.02.1996 - 1 S 2570/95 -, NVwZ-RR 1996, 411, Urteil vom 17.02.1992 - 1 S 2266/91 -, juris, mit Verweis auf das Urteil vom 07.11.1983 - 1 S 1311/83 -, EKBW § 32 E 35 m.w.N. und Urteil vom 22.03.1983 - 1 S 2540/82 -, VBlBW 1983, 376, 377; vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 19.08.1988 - 15 A 924/86 -, juris).
Auch Äußerungen in anderen Verkündungsorganen der Gemeinde, die in amtlicher Eigenschaft erfolgen, haben die gebotene Neutralität und Zurückhaltung zu wahren (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 30.01.1997- 1 S 1748/96 -, juris, Urteile vom 17.02.1992 - 1 S 2266/91 -, juris, vom 07.11.1983 - 1 S 1311/83 -, EKBW, KomWG, § 32, E 35, S. 1 …und vom 29.10.1964 - 1 809/63 -, EKBW, § 32, E 6, S. 5).
- VGH Baden-Württemberg, 24.01.2023 - 1 S 359/22
Bürgermeisterwahl; Wahlwerbung und Chancengleichheit; Relevanz von Wahlfehlern
Ähnlich entschieden hat er im Falle eines Wahlergebnisses von 53, 3 % zu 45, 9% bei einem Stimmanteil von 174 über der Grenze der absoluten Mehrheit (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 07.11.1983 - 1 S 1311/83 - DVBl. 1985, 170). - VGH Baden-Württemberg, 17.02.1992 - 1 S 2266/91
Unzulässige Wahlbeeinflussung
Rn. 16 Unter den gesetzlichen Begriff der Wahlbeeinflussung fallen öffentliche oder veröffentliche Äußerungen von Bewerbern und Dritten, die bei objektivem Verständnis dazu geeignet sind, unmittelbar auf die Wahlentscheidung der Wähler einzuwirken (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 7.11.1983 - 1 S 1311/83 - m.w.N. EKBW § 32 E 35).Die Freiheit der Wahl beinhaltet nicht nur, daß der Akt der Stimmabgabe frei von Zwang und unzulässigem Druck zu sein hat, sondern auch, daß die Wähler ihr Urteil in einem freien, offenen Prozeß der Meinungsbildung gewinnen und fällen können (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteile vom 7.11.1983, a.a.O., und vom 29.10.1964 - 1 809/63 - EKBW § 32 EG).
- VG Freiburg, 10.11.2015 - 5 K 1472/15
Beeinflussung einer Bürgermeisterwahl durch Veröffentlichung von Erfolgsberichten …
Rn. 41 Dementsprechend hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zu einem als Werbung für den wieder kandidierenden Bürgermeister zu verstehenden Wahlaufruf durch den Wahlvorstand den Wahlfehler als möglicherweise ursächlich für das Ergebnis angesehen, obwohl der Vorsprung des Amtsinhabers 67, 5 % zu 28, 9 % bei einer Wahlbeteiligung von 49, 9 % betrug (…VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.02.1992 - 1 S 2266/91 - a.a.O.;… vgl. auch zu amtlichen Wahlbeeinflussungen seitens außenstehender Amtsträger VGH Bad.-Württ., Urt. v. 02.12.1985 - 1 S 2428/85 - VBlBW 1986, 310 und Urt. v. 07.11.1983 - 1 S 1311/83 - DVBl 1985, 170, sowie VG Koblenz, Urt. v. 02.07.2013 - 1 K 62/13.KO - juris, Rdnr. 35 das die Ursächlichkeit des Wahlfehlers bei einem Stimmenunterschied von 10% bejaht hat). - OVG Nordrhein-Westfalen, 12.03.2003 - 8 A 2398/02
Ein Mitglied der Industrie- und Handelskammer hat als juristische Person auf der …
Rn. 126 Vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26. Februar 1996 - 1 S 2570/95 -, NVwZ-RR 1996, 411 (413), Urteil vom 17. Februar 1992 - 1 S 226/91 - , NVwZ 1992, 504 (505), und Urteil vom 7. November 1983 - 1 S 1311/83 -, DVBl. 1985, 170; Hess. VGH, Urteil vom 25. Februar 1999 - 8 UE 4368/98 -, ESVGH 49, 167 (169); Bay. VGH, Urteil vom 27. November 1991 - 4 B 91.573 -, NVwZ 1992, 287 (288). - VGH Hessen, 10.10.1991 - 6 UE 2578/90
Unzulässige Werbung von Amtsträgern im Kommunalwahlkampf
Rn. 46 Dieser Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts haben sich zahlreiche andere Gerichte, insbesondere auch der Hessische Staatsgerichtshof angeschlossen (vgl. Saarl.VerfGH, Urteil vom 26. März 1980 - Lv 1/80 - NJW 1980, 2181 ff.; Bad.-Württ.StGH, Urteil vom 27. Februar 1981 -GR 1/80- ESVGH 31, 81 ff., 84 ff.; BremStGH, Entscheidung vom 30. November 1983 - St 1/83 - NVwZ 1985, 649 ff.; NRWVerfGH, Urteil vom 15. Februar 1985 - VerfGH 8/84 - NVwZ 1986, 463 f.; Hess.StGH, Urteil vom 11. Januar 1991 - P.St. 1114 - ESVGH 41, 1 ff., 3 ff., BVerwG, Beschluß vom 17. November 1988 - 7 B 169/88 - NVwZ-RR 1989, 262 f.; VGH Bad.- Württ., Urteil vom 7. November 1983 - 1 S 1311/83 - DVBl. 1985, 170 ff.; OVG Münster, Urteil vom 19. August 1988 - 15 A 924/88 - NVwZ-RR 1989, 149 ff.; dasselbe, Urteil vom 22. Februar 1991 - 15 A 1518/90 - NVwZ-RR 1991, 420 ff. = NWVBl. 1991, 234 ff.). - VG Karlsruhe, 16.10.2013 - 4 K 2001/13
Verletzung des Wahlgeheimnisses bei einer Kommunalwahl
Rn. 14 Ergänzend zu den Ausführungen im Bescheid vom 12.07.2013 macht es geltend: Der Bescheid stehe in Einklang mit den einschlägigen Urteilen des VGH Baden-Württemberg vom 17.02.1992 - 1 S 2266/91 - und vom 07.11.1983 - 1 S 1311/83 -. - VG Gießen, 22.06.2004 - 8 E 5965/03
Schriftliche Begründung zur für ungültig erklärten Gießener Oberbürgermeisterwahl …
Diesen vom Bundesverfassungsgericht zum Gebot der freien Wahl zu Artikel 38 Abs. 1 Grundgesetz - GG - entwickelten Grundsätzen, die auch vom Bundesverwaltungsgericht geteilt werden (BVerwGE 118, 101, 104 ff. [BVerwG 08.04.2003 - 8 C 14/02] ; 104, 323, 327), haben sich zahlreiche andere Gerichte angeschlossen (vgl. z. B. Hess. StGH, NVwZ 1992, 465 ff.; Hess. VGH, NVwZ 1992, 284 ff.; VGH Bad.-Württ., DVBl. 1985, 170 ff.; OVG NW, NVwZ-RR 1991, 420 ff.). - VGH Baden-Württemberg, 02.12.1985 - 1 S 2428/85
Unzulässige Wahlbeeinflussung durch amtliche Verlautbarungen
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