Rechtsprechung
| FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Bilanzierung von Prämien für Put-/Call-Optionen und Swap-Optionen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Bilanzierung von Prämien für Put-/Call-Optionen und Swap-Optionen; Realisierung eines Gewinns; Erfüllung der Leistungsverpflichtung bei Optionsgeschäft; Bildung von Drohverlustrückstellungen durch das Finanzamt; Behandlung einer Swap-Optionsprämie als Zinsbestandteil
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 5 EStG; § 252 HGB
Einkommensteuer; Bilanzierung von Prämien für Put-/Call-Optionen und Swap-Optionen
Besprechungen u.ä.
- tu-darmstadt.de
(Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Darstellung der im Rahmen der Subprime Krise bekannt gewordenen speziellen Geschäfte zwischen Kreditinstituten und Spezialgesellschaften im Jahresabschluss nach HGB und IAS/IFRS (Tobias König)
Papierfundstellen
- EFG 2001, 246
- EFG 2001, 274
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (5)
- BFH, 28.11.1990 - X R 197/87
Besteuerung von Wertpapieroptionsgeschäften beim Stillhalter
Auszug aus FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98
Eine abweichende Behandlung ergebe sich insbesondere nicht aus dem vom Beklagten (Finanzamt) angeführten BFH-Urteil vom 28. November 1990 X R 197/87 (BStBl II 1991, 300).Soweit sich das Finanzamt auf die Verfügung der OFD Köln vom 11. März 1997 (DB 1997, 753) und das BFH-Urteil vom 28. November 1990 (a.a.O.) stütze, könne dem nicht gefolgt werden.
Auch der BFH (BStBl II 1991, 300) habe in seinem Urteil für den Bereich der Gewinneinkünfte andeutungsweise herausgestellt, dass es keine denklogische Automatik hin zu einer Sofortvereinnahmung gebe.
Das Optionsgeschäft wird von beiden Vertragsteilen durch die Einräumung des Optionsrechts einerseits und durch die Zahlung des Optionsentgelts andererseits voll erfüllt (vgl. BFH, BStBl II 1991, 300; BFH-Urteil vom 28. November 1985 I R 290/81, BStBl II 1985, 264, jeweils m.w.N.).
Tritt dieser Fall ein, ist offenkundig, dass mit der dem Stillhalter verbleibenden Prämie lediglich die Einräumung der Option abgegolten wurde (BFH, BStBl II 1991, 300; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 9. Februar 1984 X 188/80, EFG 1984, 502).
Der Zweivertragstheorie des BFH steht die Entscheidung des BGH (…a.a.O.) zum Optionsgeschäft als Börsentermingeschäft, dass der Kaufvertrag über das Optionsrecht in diesem Zusammenhang kein rechtlich selbständiger Vertrag sei, nicht entgegen wie der BGH in einer weiteren Entscheidung selbst ausgeführt hat (vgl. BFH BStBl II 1991, 300 m.w.N.).
Soweit die Klägerin darauf verweist, dass der BFH (BStBl II 1991, 300) hinsichtlich des Optionsrechts auf die Grundsätze der Nichtbilanzierung schwebender Verträge hingewiesen habe, betrifft dieses obiter dictum die - vom BFH abgelehnte - Bilanzierung des Optionsrechts als selbständiges Wirtschaftsgut beim Optionsnehmer (a.A. BFA, s. Darstellung bei Dreissig, BB 1989, 1511 Tz. 4.1.1).
- FG Köln, 21.06.1996 - 3 K 487/93
Auszug aus FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98
Soweit sich das Finanzamt auf die Verfügung der OFD Köln vom 11. März 1997 (DB 1997, 753) und das BFH-Urteil vom 28. November 1990 (…a.a.O.) stütze, könne dem nicht gefolgt werden.Die Optionsprämien sind sofort erfolgswirksam zu verbuchen (vgl. auch Erlass des Hessischen Finanzministeriums vom 17. September 1996 S 2133 A - 38 II B 1 a, bek. durch OFD Frankfurt/Main am 5. Juni 1997, ESt-Kartei § 5 EStG Fach 2 Karte 6; inhaltsgleich mit Verfügung der OFD Köln vom 11. März 1997 a.a.O.).
- BFH, 12.05.1993 - XI R 1/93
Aktivierung von Vorsteuer-Ansprüchen vor Vorlage einer berichtigten Rechnung
Auszug aus FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98
Ein Gewinn ist in diesem Sinn realisiert, wenn bei gegenseitigen Verträgen der Leistungsverpflichtete die vereinbarte Leistung "wirtschaftlich erfüllt" hat und ihm die Forderung auf die Gegenleistung - von den mit jeder Forderung verbundenen Risiken abgesehen - so gut wie sicher ist (BFH-Urteil vom 12. Mai 1993 XI R 1/93, BStBl II 1993, 786, m.w.N.). - BGH, 22.10.1984 - II ZR 262/83
Aktienoptionsgeschäft
Auszug aus FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98
Nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 22. Oktober 1984 II ZR 262/83, BGHZ 92, 317 ) sei das Optionsgeschäft als einheitliches Geschäft anzusehen. - BFH, 28.11.1984 - I R 290/81
Das beim Wertpapieroptionsgeschäft gezahlte Bindungsentgelt als Leistung i. S. …
Auszug aus FG München, 28.11.2000 - 7 K 2035/98
Das Optionsgeschäft wird von beiden Vertragsteilen durch die Einräumung des Optionsrechts einerseits und durch die Zahlung des Optionsentgelts andererseits voll erfüllt (vgl. BFH, BStBl II 1991, 300; BFH-Urteil vom 28. November 1985 I R 290/81, BStBl II 1985, 264, jeweils m.w.N.).
- FG Hamburg, 06.12.2001 - VI 227/99
Passivierung vereinnahmter Optionsprämie durch eine Bank
Das Finanzgericht München (Urteil vom 28.11.2000, 7 K 2035/98, EFG 2001, 274, Rev. I R 9/01) hat dagegen in Übereinstimmung mit der (überwiegenden) Verwaltungsansicht (Hess. FinMin v. 17.09.1996 - S-2133 A-38-II B 1 a, juris, vgl. auch die Stellungnahmen von Höppner, VPräs. BfF, und Kleine in Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht1998/99, 227 f.; zur Behandlung von Optionsgeschäften im Privatvermögen BMF v. 27.11.2001 - IV C 3-S-2256-265/01, juris) entschieden, dass erhaltene Optionsprämien nicht als Verbindlichkeit passiviert werden können.Denn in diesem Falle müsste für die am Bilanzstichtag noch nicht verfallenen Optionen eine Drohverlustrückstellung gebildet werden (FG München v. 28.11.2000, 7 K 2035/98, EFG 2001, 274, Rev. I R 9/01).
Das FG München hat demgegenüber mit Urteil vom 28.11.2000 - 7 K 2035/98 (EFG 2001, 274, Revision eingelegt; Az. beim BFH: I R 9/01) entschieden, dass erhaltene Optionsprämien nicht als Verbindlichkeit passiviert werden können.
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Rechtsprechung
| FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de
AO § 154 Abs. 2; AO § 30a; AO § 93 Abs. 1
Keine Auskunftspflicht wegen Bebuchung von Festgeldskonten über - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Keine Auskunftspflicht wegen Bebuchung von Festgeldskonten über ein sogenanntes Festgeldabwicklungskonto
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- EFG 2001, 246
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (11)
- BFH, 29.10.1986 - VII R 82/85
Auskunft - Steuerfahndung - Anforderungen - Rechtsweg - Objektive …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Das Auskunftsrecht der Steuerbehörden unterliegt allgemeinen rechtsstaatlichen Grenzen: Die verlangte Auskunft muss zur Sachverhaltsaufklärung geeignet und notwendig, die Pflichterfüllung für den Betroffenen möglich und die Inanspruchnahme erforderlich, verhältnismäßig und zumutbar sein (BFH in BFHE 148, 108, 115, BStBl II 1988, 359).Für die Erforderlichkeit des Auskunftsersuchens genügt es, wenn die Finanzverwaltung im Rahmen ihrer Prognoseentscheidung im Wege vorweggenommener Beweiswürdigung nach pflichtgemäßem Ermessen zu dem Ergebnis gelangt, dass die Auskunft zu steuererheblichen Tatsachen zu führen vermag (BFH v. 22. Februar 2000, VII R 73/98, BStBl II 2000, 366; BFH BStBl II 1988, 359, unter 3. a der Gründe).
Unzulässig sind jedoch Ermittlungen im Rahmen einer Rasterfahndung oder ins Blaue hinein (BFH vom 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1512 zu Zufallsfunden der Steuerfahndung; BFH vom 18. Februar 1997, VIII R 33/95, BStBl II 1997, 499, 505;… BFH vom 28. Oktober 1997, VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424 = DB 1998, 172, 174; BFH BStBl II 1988, 359; BFH vom 18. März 1987, II R 35/86, BStBl II 1987, 419).
- BFH, 25.07.2000 - VII B 28/99
Unzulässige Rasterfahndung der Steuerfahndung
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Unzulässig sind jedoch Ermittlungen im Rahmen einer Rasterfahndung oder ins Blaue hinein (BFH vom 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1512 zu Zufallsfunden der Steuerfahndung; BFH vom 18. Februar 1997, VIII R 33/95, BStBl II 1997, 499, 505;… BFH vom 28. Oktober 1997, VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424 = DB 1998, 172, 174; BFH BStBl II 1988, 359; BFH vom 18. März 1987, II R 35/86, BStBl II 1987, 419).Denn die allgemeine Erkenntnis, dass Zinsen nicht stets zutreffend besteuert werden, rechtfertigt gem. § 30a Abs. 3 AO nicht einmal die Anfertigung oder Auswertung von Kontrollmitteilungen im Rahmen einer Außenprüfung (BFH v. 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1511 ).
- BFH, 22.02.2000 - VII R 73/98
Auskunftsersuchen an Stromversorgungsunternehmen
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Für die Erforderlichkeit des Auskunftsersuchens genügt es, wenn die Finanzverwaltung im Rahmen ihrer Prognoseentscheidung im Wege vorweggenommener Beweiswürdigung nach pflichtgemäßem Ermessen zu dem Ergebnis gelangt, dass die Auskunft zu steuererheblichen Tatsachen zu führen vermag (BFH v. 22. Februar 2000, VII R 73/98, BStBl II 2000, 366; BFH BStBl II 1988, 359, unter 3. a der Gründe).
- BFH, 18.02.1997 - VIII R 33/95
Voraussetzungen einer zulässigen steuerlichen Erfassung von Zinseinkünften - …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Unzulässig sind jedoch Ermittlungen im Rahmen einer Rasterfahndung oder ins Blaue hinein (BFH vom 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1512 zu Zufallsfunden der Steuerfahndung; BFH vom 18. Februar 1997, VIII R 33/95, BStBl II 1997, 499, 505;… BFH vom 28. Oktober 1997, VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424 = DB 1998, 172, 174; BFH BStBl II 1988, 359; BFH vom 18. März 1987, II R 35/86, BStBl II 1987, 419). - BFH, 22.01.1985 - VII R 112/81
Haftungsbescheid - Einspruch - Rücknahme - Verwaltungsakt
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Zwar kann Vertrauensschutz dem späteren Erlass eines erneuten, den gleichen Sachverhalt betreffenden Verwaltungsakts entgegenstehen, wenn der ursprüngliche Verwaltungsakt ersatzlos zurückgenommen wurde (BFH vom 22. Januar 1985, VII R 112/81, BStBl II 1985, 562; Tipke/Kruse, § 130 AO , Tz. 14). - BFH, 23.10.1990 - VIII R 1/86
Zur Frage der Zulässigkeit eines Auskunftsersuchens an eine Sparkasse bei hohen …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Ein Auskunftsverlangen setzt nicht voraus, dass lückenhafte oder zu Zweifeln Anlass gebende Steuererklärungen vorliegen; Auskünfte dürfen schon dann eingeholt werden, wenn Finanzbehörden dies nach pflichtgemäßem Ermessen zur Sachverhaltsermittlung für erforderlich halten (BFH v. 23. Oktober 1990, VIII R 1/86, BStBl II 1991, 277). - BFH, 28.10.1997 - VII B 40/97
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Unzulässig sind jedoch Ermittlungen im Rahmen einer Rasterfahndung oder ins Blaue hinein (BFH vom 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1512 zu Zufallsfunden der Steuerfahndung; BFH vom 18. Februar 1997, VIII R 33/95, BStBl II 1997, 499, 505; BFH vom 28. Oktober 1997, VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424 = DB 1998, 172, 174; BFH BStBl II 1988, 359; BFH vom 18. März 1987, II R 35/86, BStBl II 1987, 419). - BFH, 24.10.1989 - VII R 1/87
Zur Zulässigkeit von Sammelauskunftsersuchen an Kreditinstitute im Hinblick auf …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Sammelersuchen oder Ersuchen betreffend eine Vielzahl, jeweils durch ein bestimmtes Merkmal gekennzeichneter Einzelfälle, sind zwar nicht von vornherein ausgeschlossen (BFH vom 24.3.1987, VII R 30/86, BStBl II 1987, 484; BFH vom 24. Oktober 1989, VII R 1/87, BStBl II 1990, 198). - BFH, 18.03.1987 - II R 35/86
Auskunftsverlangen - Haftungsschuldner - Steuerschuld - Zulässigkeit - …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Unzulässig sind jedoch Ermittlungen im Rahmen einer Rasterfahndung oder ins Blaue hinein (BFH vom 25. Juli 2000, VII B 28/99, DStR 2000, 1512 zu Zufallsfunden der Steuerfahndung; BFH vom 18. Februar 1997, VIII R 33/95, BStBl II 1997, 499, 505;… BFH vom 28. Oktober 1997, VII B 40/97, BFH/NV 1998, 424 = DB 1998, 172, 174; BFH BStBl II 1988, 359; BFH vom 18. März 1987, II R 35/86, BStBl II 1987, 419). - BFH, 27.10.1981 - VII R 2/80
Anwendung der Abgabenordnung - Vollstreckung - Ermittlung der Person des …
Auszug aus FG Hamburg, 19.10.2000 - VI 169/98
Die vorrangige Heranziehung der Beteiligten zur Auskunft gegenüber anderen Personen gem. § 93 Abs. 1 S. 3 AO gilt nicht, wenn diese - wie hier - noch nicht feststehen (BFH vom 27. Oktober 1981, VII R 2/80, BStBl II 1982, 141, 144; Tipke/Kruse, § 93 AO , Tz. 4 a). - BFH, 24.03.1987 - VII R 30/86
Sammelauskunftsersuchen der Steuerfahndung an ein Kreditinstitut über …
- BFH, 16.07.2002 - IX R 62/99
Zur Vereinbarkeit des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG in der für den …
Im Streitfall kommt es nicht darauf an, wie weit der durch § 30a AO 1977 geschützte Kernbestand des Bankgeheimnisses reicht (zur weiteren Entwicklung der Rechtsprechung in dieser Frage s. auch BFH-Urteil vom 15. Dezember 1998 VIII R 6/98, BFHE 187, 302, BStBl II 1999, 138; BFH-Beschlüsse vom 25. Juli 2000 VII B 28/99, BFHE 192, 44, BStBl II 2000, 643; vom 15. Juni 2001 VII B 11/00, BFHE 195, 40, BStBl II 2001, 624; vom 2. August 2001 VII B 290/99, BFHE 196, 4, BStBl II 2001, 665; vom 4. September 2000 I B 17/00, BFHE 192, 260, BStBl II 2000, 648; vom 21. März 2002 VII B 152/01, BFHE 198, 42, BStBl II 2002, 495; Entscheidungen des FG Köln vom 8. Dezember 1999 2 V 7278/99, EFG 2000, 598; des FG Hamburg vom 19. Oktober 2000 VI 169/98, EFG 2001, 246; des Schleswig-Holsteinischen FG vom 28. November 2001 V 288/00, EFG 2001, 182, und des Niedersächsischen FG vom 22. Juni 2001 6 V 672/00, EFG 2001, 1100).
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