Rechtsprechung
| FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09 Kg |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Berücksichtigung von Aufwendungen für die private Krankenversicherung und Aufwendungen für die Semestergebühren als einkommensmindernd i.R.d. der Festsetzung von Kindergeld
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Kindergeld: Einkünfte- und Bezügegrenze - Beiträge des Berechtigten zur privaten Krankenversicherung im Rahmen einer Familienversicherung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Krankenversicherungsprämien und das Kindergeld
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Kindergeld und die Berücksichtigung von Aufwendungen bei der Einkünftegrenze
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Aufwendungen bei der Einkünfte- und Bezügegrenze
- aerztezeitung.de (Pressemeldung)
Finanzgericht lockert Steuerregeln für Kindergeld
- cpm-steuerberater.de (Kurzinformation und -anmerkung)
Aufwendungen bei der Einkünfte- und Bezügegrenze
Besprechungen u.ä.
- cpm-steuerberater.de (Kurzinformation und -anmerkung)
Aufwendungen bei der Einkünfte- und Bezügegrenze
Verfahrensgang
- FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09 K
- BFH - V R 44/11 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
Papierfundstellen
- EFG 2012, 136
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (11)
- BVerfG, 11.01.2005 - 2 BvR 167/02
Abzug Sozialversicherungsbeiträge
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 11.01.2005 2 BvR 167/02, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfGE - 112, 164 habe der Bundesfinanzhof auch bislang Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie unvermeidbare Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung den Sozialversicherungsbeiträgen gleichgestellt und nicht in die Bemessungsgröße des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG einbezogen (vgl. BFH-Urteile vom 16.11.2006 III R 74/05, Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFHE - 216, 69, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 2007, 527 und vom 14.12.2006 III R 24/06, BFHE 216, 225, BStBl. II 2007, 530).Die folgerichtige Beachtung dieses Zwecks verlangt, dass für die Einbeziehung von Mitteln des Kindes in die Bemessungsgröße für die Freigrenze die mögliche Entlastungswirkung solcher Mittel bei den unterhaltspflichtigen Eltern entscheidet, denn auf deren Leistungsfähigkeit kommt es für Gewährung und Begrenzung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen an (BVerfG, Beschluss vom 11.01.2005 2 BvR 167/02, BVerfGE 112, 164).
Das Bundesverfassungsgericht stellt ausdrücklich darauf ab, dass bestimmte Beiträge dem Einkünfte erzielenden Kind "oder dessen Eltern" nicht zur Verfügung stehen und deshalb die Eltern finanziell nicht entlasten könnten (BVerfG, Beschluss vom 11.01.2005 2 BvR 167/02, BVerfGE 112, 164).
- BFH, 14.12.2006 - III R 24/06
Kindergeld: Beiträge zu einer freiwilligen gesetzlichen oder einer privaten …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 11.01.2005 2 BvR 167/02, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfGE - 112, 164 habe der Bundesfinanzhof auch bislang Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie unvermeidbare Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung den Sozialversicherungsbeiträgen gleichgestellt und nicht in die Bemessungsgröße des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG einbezogen (vgl. BFH-Urteile vom 16.11.2006 III R 74/05, Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFHE - 216, 69, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 2007, 527 und vom 14.12.2006 III R 24/06, BFHE 216, 225, BStBl. II 2007, 530).Eine tatsächliche Entlastung der Eltern werde jedoch dann verfehlt, wenn die fraglichen Einkünfte durch unvermeidbare Ausgaben wie eine Krankenversicherung gebunden und daher nicht zur Bestreitung des Existenzminimums zu Verfügung stehen (BFH-Urteil vom 14.12.2006 III R 24/06, BFHE 216, 225, BStBl. II 2007, 530).
- BFH, 22.07.2011 - III R 46/09
Nicht ausreichende Revisionsbegründung
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Rn. 17 Das Verfahren hat zunächst wegen des beim Bundesfinanzhof anhängigen Revisionsverfahrens unter dem Aktenzeichen III R 46/09 geruht.Das Verfahren III R 46/09 ist durch BFH-Beschluss vom 22.07.2011, juris, ohne Entscheidung zu der hier streitigen Rechtsfrage beendet worden.
- FG Berlin-Brandenburg, 04.11.2010 - 4 K 10218/06
Grenzbetragsberechnung nach § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG: Abzugsfähigkeit der Beiträge …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Rn. 26 bb) Nach Auffassung des Finanzgerichts Münster (FG Münster, Urteil vom 04.06.2009 3 K 840/08 Kg, EFG 2009, 1654) sowie des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2010 4 K 10218/06 B, EFG 2011, 549 mit Anm. Leitner) ist § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG in der Weise verfassungskonform auszulegen, dass der Relativsatz "nicht zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind", nicht nur auf Bezüge, sondern auch auf Einkünfte des Kindes zu beziehen sei.Dementsprechend wird mit der Ermittlung der Einkünfte und Bezüge des Kindes darüber entschieden, ob die Eltern einen Ausgleich ihrer durch Unterhaltsverpflichtungen geminderten finanziellen Leistungsfähigkeit erhalten (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2010 4 K 10218/06 B, EFG 2011, 549).
- FG München, 27.07.2009 - 9 K 2237/08
Sind bei der Ermittlung des Jahresgrenzbetrags Aufwendungen für eine private …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Rn. 25 aa) Nach Ansicht des Finanzgerichts München, Urteil vom 27.07.2009 9 K 2237/08, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2010, 63 ist Voraussetzung für den Abzug von Vorsorgeleistungen, dass der Leistende nicht nur die Beiträge entrichtet, sondern auch selbst schuldet.Es liegt eine Divergenz zu der Entscheidung des Finanzgerichts München, Gerichtsbescheid vom 27.07.2009 9 K 2237/08, EFG 2010, 63 vor.
- BVerfG, 29.05.1990 - 1 BvL 20/84
Steuerfreies Existenzminimum
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist es jedoch verfassungsrechtlich geboten, der durch Unterhaltsleistungen für Kinder geminderten Leistungsfähigkeit der Eltern Rechnung zu tragen (vgl. hierzu BVerfG-Beschluss vom 29.05.1990 1 BvL 20/84, 1 BvL 26/84, 1 BvL 4/86, BVerfGE 82, 60). - BFH, 28.07.2011 - VI R 38/10
§ 12 Nr. 5 EStG lässt Vorrang des Werbungskostenabzugs unberührt - Systematisches …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Mit Urteilen vom 28.07.2011 VI R 7/10, Deutsches Steuerrecht - DStR - 2011, 1836 und VI R 38/10, - DStR-Entscheidungsdienst - DStRE 2011, 1116 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Aufwendungen für ein im Anschluss an das Abitur durchgeführtes Studium als vorab entstandene Werbungskosten anzuerkennen sein können. - BFH, 28.07.2011 - VI R 7/10
Werbungskostenabzug für Aufwendungen eines Erststudiums - Systematisches …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Mit Urteilen vom 28.07.2011 VI R 7/10, Deutsches Steuerrecht - DStR - 2011, 1836 und VI R 38/10, - DStR-Entscheidungsdienst - DStRE 2011, 1116 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Aufwendungen für ein im Anschluss an das Abitur durchgeführtes Studium als vorab entstandene Werbungskosten anzuerkennen sein können. - BFH, 17.06.2010 - III R 34/09
Vollzeiterwerbstätigkeit schließt die Berücksichtigung als Kind nicht aus - …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Ob Unterhaltsverpflichtungen der Eltern typischerweise vorliegen, hängt nach der gesetzlichen Regelung von der Höhe der Einkünfte und Bezüge des Kindes in dem gesamten Zeitraum ab, in dem sie die Voraussetzungen eines Berücksichtigungstatbestands des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 oder 2 EStG erfüllen (vgl. BFH-Urteil vom 17.06.2010 III R 34/09, BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 682). - BFH, 16.11.2006 - III R 74/05
Kindergeld: Beiträge zu einer freiwilligen gesetzlichen oder einer privaten …
Auszug aus FG Düsseldorf, 28.10.2011 - 3 K 1332/09
Unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 11.01.2005 2 BvR 167/02, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfGE - 112, 164 habe der Bundesfinanzhof auch bislang Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie unvermeidbare Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung den Sozialversicherungsbeiträgen gleichgestellt und nicht in die Bemessungsgröße des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG einbezogen (vgl. BFH-Urteile vom 16.11.2006 III R 74/05, Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFHE - 216, 69, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 2007, 527 und vom 14.12.2006 III R 24/06, BFHE 216, 225, BStBl. II 2007, 530). - FG Münster, 04.06.2009 - 3 K 840/08
Kindergeld: Krankenversicherungsbeiträge mindern kindergeldschädliche Einkünfte
- FG Münster, 27.08.2013 - 13 K 1509/11
Einkünfte und Bezüge des Kindes, Beträge zur Mitversicherung in …
Gründe für eine Differenzierung, ob das Kind selbst Versicherungsnehmer oder im Rahmen einer Familienversicherung mitversichert ist, kann der Senat nicht erkennen (vgl. auch Urteil des FG Münster vom 08.12.2011 3 K 839/09 Kg, EFG 2012, 527 - Revision VI R 7/12 von der Familienkasse zurückgenommen - Urteil des FG Düsseldorf vom 28.10.2011 3 K 1332/09 Kg, EFG 2012, 136 - Revision VIII R 67/11 von der Familienkasse zurückgenommen - Urteil des FG Münster vom 04.06.2009 3 K 840/08 Kg, EFG 2009, 1654; Urteil des Berlin-Brandenburg vom 04.11.2010 4 K 10218/06 B, EFG 2011, 549; andere Auffassung: Urteil des FG München vom 27.07.2009 9 K 2337/08, EFG 2010, 63).In beiden Fällen werden Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung des Kindes geleistet, die unvermeidbare (zwangsläufige) Aufwendungen darstellen (vgl. u.a. auch Urteil des FG Düsseldorf vom 28.10.2011 3 K 1332/09 Kg, EFG 2012, 136 - Revision VIII R 67/11 von der Familienkasse zurückgenommen - Urteil des Berlin-Brandenburg vom 04.11.2010 4 K 10218/06 B, EFG 2011, 549).
- FG Münster, 29.02.2012 - 11 K 2570/11
Schulgeld für Internat (Gymnasium) kein ausbildungsbedingter Mehrbedarf
Aufwendungen für ein im Anschluss an das Abitur durchgeführtes Erststudium können als vorab entstandene Werbungskosten anzuerkennen sein (vgl. FG Düsseldorf 3 K 1332/09 Kg, DStZ 2011, 890).
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